Stirnlampen

Von c.w.

Nachts. Zwei Uhr morgens. Es ist kalt. Und dunkel.

Noch schlaftrunken tapsen die Finger durch das Zelt. Irgendwo in der Ablage dann die Erlösung – die Stirnlampe gefunden. Mit einem kleinen Klick wird es hell – nicht blendend hell, angenehm, so dass man auch im Zelt auf kurze Distanzen nicht geblendet wird. Die Vorfreude auf die anstehende Hochtour ist trotz Müdigkeit ungebrochen.

Als erster das Zelt verlassen. Im Schein der Stirnlampen sehen die Nachbarzelte aus wie kleine, von innen beleuchtete Krippenspiele. Im Freien ist die nächste Stufe nötig. Mehr Licht ist auf den längeren Distanzen nötig. Die Stirnlampe muss ein wahrer Alleskönner sein! Lass dich von unserem Ratgeber inspirieren und vielleicht hast du ja auch schon eine Stirnlampe im Auge, die du demnächst ganz bequem online kaufen möchtest. Wir liefern dir alle wichtigen Argumente rund um die richtige Stirnlampe. Und wenn du noch mehr darüber wissen möchtest: auf OUTSIDEstories findest du eine Menge authentischer Erfahrungen aus unserer Community – zu verschiedenen Modellen, von allen gängigen Herstellern und inklusive Preisvergleich.  

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Stirnband  

Der mehr als zentrale Punkt einer Stirnlampe ist das Stirnband. Es ist sehr elastisch und in der Größe verstellbar, so dass es sich auch wirklich jeder Kopfgröße anpassen kann. Die Innenseite ist meist gummiert. Ein Verrutschen ist somit eigentlich unmöglich. Selbst bei schweißtreibenden Aktivitäten bleibt durch das innen gummierte, festsitzende Stirnband jederzeit alles an Ort und Stelle. Wichtig ist jedoch, dass die Größenverstellungen so angebracht sind, dass sie nicht am Kopf drücken.  

Elektrisch, praktisch, gut…  

Ohne Strom geht nichts – naja nicht besonders viel, wenn man von den veralteten Karbidlampen einmal ganz absieht! Stirnlampen werden von Akkus bzw. Batterien befeuert. Hier gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten: a) die Batterien/Akkus sind direkt im Lampenkopf integriert, oder b) die Batterien/Akkus haben ein eigenes Fach, das auf der Stirnbandrückseite befestigt ist. Variante a) kommt vor allem bei kleineren, lichtschwächeren Modellen zum Einsatz, während separate Batteriefächer vor allem von leistungsstärkeren Stirnlampen verwendet werden. Die Unterschiede liegen dabei offenkundig auf der Hand: ein separates Batteriefach bedeutet natürlich mehr Gewicht, führt aber auch zu einer evtl. ausgeglicheneren Balance am Kopf. Dafür benötigen Akkus/Batterien im Lampenkopf jedoch keine Kabelverbindung, die evtl. umständlich über den Kopf läuft.  

Die  Hirnbirn vorn drin  

Kleine Glühbirnchen sind ein alter Hut – LED’s (Licht-Emissions-Dioden) sind die Gegenwart und die Zukunft. Moderne Stirnlampen setzen nur noch auf diese Technologie und das mit gutem Erfolg. LED’s sind sehr leistungsstark, klein und verbrauchen nur wenig Leistung. So ergeben sich im Zusammenspiel mit der richtigen Akkuleistung enorm lange Brenndauern von bis zu ca. 10 bis 15 Stunden (im Energiesparmodus – sogar noch länger im Reservemodus). Die neuesten Modelle lassen sich auch dimmen – entweder per Druckknopf oder Stufenwahlrad oder mittlerweile sogar auch per Handy-App. Entscheidend für eine gute Lichtausbeute sind auch das Zusammenspiel von Reflektor hinter der LED und dem Diffusor, der den Lichtkegel bündelt und auf einen kleinen, weitleuchtenden Punkt fokussiert, oder möglichst breit streut für eine gute Nahlichtausbeute (im Zelt, zum Lesen von Karten, Reparaturen, etc.). Dabei legen Läufer und Biker meist Wert auf eine möglichst große Fernlichtausbeute, Kletterer und Wanderer benötigen sowohl Licht auf kurze wie auch auf weite Distanzen. Obwohl LED’s nur minimal Strom benötigen, gibt es nur wenige Anbieter, die eine zusätzliche kleine rote LED am Hinterkopf verbauen. ACHTUNG: einige LED’s werden sehr heiß! Direkter Kontakt hinterlässt zwar keine Wunden, kann aber dennoch schmerzhaft sein.

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Blinken, hell oder dunkel, energiesparen, etc.  

Licht ein, Licht aus, fertig. So war das früher. Heute haben findige Lichtdesigner und Programmierer für jede Situation den richtigen Leuchtmodus an der Stirnlampe präpariert. Manche Modelle warten mit bis zu neun verschiedenen Leuchtmodi auf. Diese können teils intuitiv, teils umständlich über den Druckknopfschalter eingestellt werden. Wie viele Leuchtmodi man definitiv benötigt liegt jedoch im eigenen Ermessen. Volle Power, Energiesparen und Aus sind jedoch die am meisten geschalteten Optionen.  

Biken, Klettern, Skifahren…

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Keine Outdoor-Sportart, die man nicht auch in der Nacht bzw. meist in der Dämmerung betreibt. Daher sind Stirnlampen genauso flexibel wie wir Sportler selbst. Biker können ihre Stirnlampe, genauso wie auch Skifahrer, mit einer separaten Platte direkt am Helm befestigen. Viele Hersteller bieten auch die Möglichkeit, die Stirnlampe mittels eines Adapters direkt an den Fahrradlenker zu montieren. Moderne Stirnlampen müssen daher nicht mehr zwangsweise nur auf dem Kopf getragen werden. Gleichzeitig lassen sich die meisten Stirnlampen auch im Leuchtwinkel verstellen.  So hat man stets den Lichtkegel in derselben Entfernung vor sich.  

Und wenn es regnet?  

…dann wird man nass – die Stirnlampe auch, wenn man nicht gerade einen Regenschirm darüber hält. Die meisten Stirnlampen sind jedoch so gebaut, dass ihnen normaler Regen nichts anhaben kann. Auch die separaten Akkufächer sind in der Regel regendicht. Einzig das Stirnband saugt sich mit Wasser voll. Nach einer Regentour muss die Stirnlampe wieder sorgfältig getrocknet werden und es geht weiter.  

Plötzlich ist der Akku leer  

Das passiert häufig, da nur wenige Stirnlampen eine Akkufüllstandanzeige besitzen. Meist geben die Stirnlampen mit optischen Blinksignalen einen kurzen Hinweis darauf, dass der Akku wohl bald leer ist. Wie lang genau diese „Vorwarnzeit“ ist, steht in der jeweiligen Bedienungsanleitung. Generell liegt diese bei ca. fünf Minuten.   

Weitere Tipps direkt aus der Praxis kannst du dir bei unserer Community und den Produktscouts holen. In deren Produktbewertungen siehst du ganz schnell welche Stirnlampen toppen und welche floppen.

Erzähle uns doch gleich mal von deinen eigenen Erfahrungen und bewerte deine persönliche Ausrüstung. Stirnlampen online kaufen? – Kein Problem, hier findest du eine riesige Auswahl:

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Titelbild: Martin Häußerman Bilder: Michael Neumann, Martin Häußermann, Silva Sweden AB

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