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Ratgeber: Mountainbike-Helm / Fahrradhelm

11.06.2024

Ein Mountainbike-Helm oder auch ein Fahrradhelm dient als Kopfschutz für alle Radler. Er verringert bei Unfällen die auf den Schädel wirkenden Kräfte und kann dich vor schwerwiegenden Verletzungen schützen. Die rasante Entwicklung von einer einfachen Plastikschale hin zur Hightech-Konstruktion prägt den heutigen Markt für Fahrradhelme und stellt viele Kunden vor eine große Herausforderung: Welches Modell ist nun das richtige für mich? 

Damit du hier den Überblick behältst und gut geschützt deinem Hobby nachgehen kannst, zeigen wir dir in unserem OUTSIDEstories Ratgeber, welche Anforderungen ein guter Mountainbike-Helm für Damen und Herren erfüllen muss!

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Fahrradhelme gibt es viele - welcher ist der richtige? Foto: Alpina

Die Top 5 Features Mountainbike-Helm – das Wichtigste in Kürze

1. Passform: Je besser ein Bike-Helm passt, desto mehr Sicherheit bringt er mit, da er bei einem Sturz nicht so leicht verrutscht.

2. Reflektoren: Je heller die Farbe des Helms und mehr Reflektoren, desto besser ist die passive Sicherheit bzw. die Sichtbarkeit. 

3. Lüftungsöffnungen: Je besser der Helm belüftet ist, desto angenehmer trägt er sich auf dem Kopf.

4. MIPS: Moderne Mountainbike-Helme besitzen das MIPS-System, das bei einem Sturz gefährliche Rotationskräfte aufnimmt und so schwerere Verletzungen vermindern kann.

5. Glatte Oberfläche: Je glatter die Helmoberfläche ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit bei einem Sturz hängen zu bleiben und sich dadurch schwere Verletzungen zu ziehen.

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Biken mit Köpfchen - alles über Mountainbike-Helme erfährst du in unserem Ratgeber! Foto: Oakley

Wie schützt dich ein Mountainbike-Helm vor Verletzungen?

Das Verheerende bei einem Fahrradunfall sind die dabei auftretenden Beschleunigungskräfte. Bei einer negativen Beschleunigung von ca. 20 km/h auf 0 km/h in wenigen Sekundenbruchteilen wirken auf deinen Körper extrem hohe Kräfte. Bei einem frontalen, ungebremsten Aufprall des Kopfes auf einen harten Untergrund wie etwa Beton kann dies bereits tödlich sein.

Mountainbike-Helme vermindern durch ihre Schaumstoffhülle die Aufprallkräfte enorm. Sie wirken quasi wie eine Knautschzone und leiten die Kräfte ins Innere des Bike-Helms ab. Die so absorbierten Kräfte können nicht mehr auf den Schädel wirken und so schwere verletzungen verhindern.

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Welche Bauart ist für einen Mountainbike-Helm zu bevorzugen - Micro-Shell vs. Hard-Shell?

In der Herstellung von Bike-Helmen gibt es derzeit zwei grundlegende Bauarten:Micro-Shell Helme und Hard-Shell Helme. Beide haben ihre Berechtigung während beide aber auch gleichermaßen sowohl Vor- wie auch Nachteile haben.

1. Micro-Shell Helme bestehen aus EPS (expandierter Polystyrol Hartschaum bzw. Styropor) und sind mit einer dünnen Kunststoffschicht überzogen. Sie sind meist sehr luftig und sehr leicht und eignen sich daher auch für sportlich ambitionierte Biketouren. Durch ihre glatte Oberfläche gleiten sie auf dem Untergrund. Das schützt vor weiteren Verletzungen, da sich der Helm nicht so leicht am Untergrund verhaken kann.

2. Auch Hard-Shell Helme bestehen aus EPS im Inneren, sind aber außen herum mit einem dicken Kunststoffmantel umgeben. Sie ähneln in ihrer Form sehr stark Inline-Skater- und Skateboard-Helmen und haben so einen wesentlich größeren Style-Faktor. Durch die sehr harte äußere Schale werden Stürze weniger gut gedämpft als bei Micro-Shell Helmen. Dafür gleiten sie auf dem Untergrund wesentlich besser und beugen hier Verletzungen noch besser vor. Auch gegen mechanische Einwirkungen wie z.B. Äste oder Ähnliches schützen sie besser. Dafür ist die Belüftung auf Grund der großen geschlossenen Fläche stark eingeschränkt.

Ratgeber Fahhradhelm Helm_Sweet Protection
Eine exakte Größeneinstellung per Drehrad ist heute eigentlich Standard bei Fahrrad- und MTB-Helmen! Foto: Sweet Protection

Welche verschiedenen Bike-Helme gibt es?

Für all diejenigen, die den Helm nicht für den sportlichen Einsatzbereich benötigen ist ein einfacher, für den Alltag tauglicher Cityhelm die richtige Wahl. Dieser verfügt über deutlich weniger Finessen und bietet einen hohen Schutz im Straßenverkehr. Radfahrer, die hier auf eine extra Brille verzichten wollen, greifen zum Visierhelm, müssen hierfür jedoch deutlich tiefer in die Tasche greifen. 
 

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Mountainbike-Helme zeichnen sich besonders durch ihr geringes Gewicht, eine gute Abdeckung des Schädels, ein Visier und ihre robuste Verarbeitung aus. Besonderes Augenmerk auf den Schutzfaktor des Helms legen die Downhill-Helme. Sie sind mit einem zusätzlichen Kinnschutz ausgestattet und schützen so das gesamte Gesicht.

Deshalb hören sie auch auf den Namen Fullface-Helme und richten sich in erster Linie an Downhill-Biker. Für Downhiller und Enduro-Biker, die mit dem Helm flexibel sein möchten, gibt es die Möglichkeit eines abnehmbaren Kinnschutzes. So kannst du den Helm ohne den Kinnschutz als normaler Radhelm verwendet werden. Bei steigendem Verletzungsrisiko und auf ruppigeren Trails kann der Kinnschutz angebracht werden und das gesamte Gesicht ist geschützt.

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Wenn es wie beim Downhill etwas rustikaler zugeht, gehören neben dem obligatorischen Fullface-Helm auch Protektoren und Handschuhe zur Grundausstattung. Foto: Canva.

Wie wichtig ist die Passform des Mountainbike-Helms für Komfort und Sicherheit?

Schon oft haben wir geschrieben, wie wichtig die perfekte Passform ist. Bei einem sicherheitsrelevanten Produkt wie dem Helm ist die perfekte Passform das A & O. Wenn der MTB-Helm nicht ordentlich passt, kann er im Falle eines Falles nicht richtig schützen - und das kann fatale Folgen haben! Besonders wichtig ist, dass der Helm beim Anprobieren nicht wackelt und fest sitzt. Gleichzeitig dürfen keine unangenehmen Druckstellen entstehen.

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Zur optimalen Passform gehört auch der korrekt angelegte Kinnriemen. Dieser muss fest sitzen, damit der Helm nicht vom Kopf gerissen wird oder verrutscht. Um dies festzustellen hilft eine ganz einfache Vorgehensweise: Wenn der Helm beim Anprobieren mit geöffnetem Kinnriemen nicht wackelt und er an seinem Platz bleibt, passt die Größe und die Passform des Helms perfekt zum Kopf des Trägers oder der Trägerin.

Beim Schließen des Kinnriemens sollten maximal ein- bis eineinhalb Zentimeter Spielraum sein, sodass der Helm angenehm fest sitzen kann. In der Front und Rück-Neigung ist darauf zu achten, dass der Helm nicht zu weit ins Gesicht ragt, die Stirn jedoch zu einem ausreichenden Anteil abdeckt und im Sturzfall schützen kann.

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Genau angepasst und eingestellt, sitzt der Helm perfekt! Foto: Sweet Protection

Warum ist die Belüftung für einen Mountainbike-Helm so wichtig?

Komplett geschlossene Helme gibt es kaum mehr auf dem Markt, denn die meisten Modelle sind mit Belüftungsschlitzen ausgestattet. Sie verringern auf der einen Seite das Gewicht des Helms und sorgen, wie es ihr Name schon sagt für einen angenehme Luftzirkulation am Kopf. Denn speziell an diesem Bereich des menschlichen Körpers ist vor allem beim Sport eine ausreichende Belüftung wichtig.
 

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Für Radtouren im Sommer, der Hauptinsektenzeit sind manche Belüftungsschlitze der Helme mit kleinen Insektenschutzgittern versehen, um eine unangenehme Begegnung mit den fiesen Stechtierchen zu vermeiden. Hierauf sollte bei stichanfälligen Kandidaten also unbedingt geachtet werden. 

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Spielt das Gewicht eines Mountainbike-Helms eine Rolle?!

Durchaus gute Helme – gerade Micro-Shell-Helme – bekommst du schon zwischen 200 und 300 Gramm. Das sind gerade einmal zwei bis drei Tafeln Schokolade. Hard-Shell Helme rangieren beim Gewicht zwischen ca. 350 bis 450 Gramm. Durch ihr robustes Äußeres und dem Einsatz in härterem Gelände ist dieses Gewicht auch durchaus gerechtfertigt.

Oft werden Hard-Shell Helme auch als Full-Face-Helme angeboten – dann liegt das Gewicht jedoch wesentlich höher. Der Schutz ist allerdings auch um ein Vielfaches besser (lohnt sich aber meist nur für Downhill-Biker oder den Race-Einsatz).

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Auf jedem Trail der passende Schutz für deinen Kopf! Foto: Sweet Protection

Wann muss ein Mountainbike-Helm ersetzt werden?

Egal ob der Helm bereits einen Sturz miterlebt hat oder nicht – spätestens nach ca. fünf Jahren sollte ein Bike-Helm erneuert werden. UV-Licht und natürliche „Alterungsprozesse“ entziehen dem Material die nötige Stabilität und können im Notfall nicht mehr die eigentliche Leistung bringen. Daher muss ein Bike-Helm nach fünf Jahren ausgetauscht werden.

Nach einem Sturz – das sollte sich von selbst verstehen – muss ein Helm ebenfalls sofort erneuert werden, auch wenn äußerlich keine Spuren zu sehen sind! Viele Helme verfügen über ein Herstellungsdatum, über das die Verwendungsdauer sicher nachgeprüft werden kann. Beim wilden Schätzen des Kaufdatums liegst du erfahrungsgemäß doch öfter daneben als du denkst. Einige Marken bieten außerdem ein Crash Replacement an, das heißt sie bieten dir die Möglichkeit den Helm nach einem Crash zu einem Vorteilspreis nochmal zu erwerben.

Wie wichtig sind MIPS und Polsterung für einen Mountainbike-Helm?

Weit verbreitet in vielen Mountainbike-Helmen ist mittlerweile das MIPS-System. Es reduziert die Rotationskräfte während des Aufpralls um bis zu 50 Prozent und kann so schwerwiegenden inneren Verletzungen vorbeugen. Austauschbare und waschbare Innenpolster halten den Helm angenehm weich immer an Ort und Stelle ohne Druckstellen zu hinterlassen.

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Mit dem richtigen Mountainbike-Helm machst du immer eine gute Figur auf dem Rad. Foto: Thomas Schweighöfer

Wieviel kostet ein Bike-Helm?

Je nachdem für welchen Mountainbike-Helm du dich entscheidest, reicht die Preisspanne von 50 bis ca. 350 Euro

Der Preis eines Mountainbike-Helms hängt ganz von der Marke und dem jeweiligen Einsatzzweck des Mountainbike-Helms ab. Achte hierbei jedoch nicht zu sehr auf den Preis, sondern mehr auf die Passform und die Technologien, denn es geht um den Schutz deines Körpers und um deinen Komfort.

Wo kannst du einen Mountainbike-Helm kaufen?

Ein Mountainbike-Helm ist essentiell für deine Radtour. Mit ihm steht und fällt das gesamte Vorhaben. Über den Preisvergleich in den Bewertungen, der auf OUTSIDEstories getesteten Mountainbike-Helme, kannst du herausfinden, bei welchem Online-Händler dein bevorzugtes Modell vorrätig ist.

Hier einige ausgewählte Onlinehändler mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben

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