Sehr bequemer Kletterschuh, ideal für lange Touren.
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Sehr bequem
  • Schnell an- und ausgezogen
  • Hält gut auf Reibung

NACHTEILE

  • Nicht gut zum Hooken

BEWERTUNG

 

Ich habe schon viele verschiedene Kletterschuhe durchprobiert, mit sehr unterschiedlichem Ergebnis. Bisher lag mein Fokus dabei meistens auf Performance-Schuhen für schwere Boulder oder Routen, oder Allround-Schuhen, aber ein bequemes Paar für lange Touren hat mir bisher noch gefehlt. Bisher habe ich dafür meine Allroundschuhe benutzt, die aber an heißen Tagen und nach einigen Seillängen dann doch immer schmerzhaft wurden. Ich war sehr gespannt, wie es mir mit diesem Schuh ergehen wird.

Material und Technologien

Obermaterial des Helix V Woman besteht aus 2,0 mm metallfreiem, strapazierfähigem und langlebigem Leder mit nahtlosem Zehenbereich für eine druckfreie Passform. Der Schuh wird mit einem doppelten Velcro-Klettverschlusssystem, entwickelt für ein schnelles und einfaches Anziehen, verschlossen. 

Das klassische zweiteilige Spannungssystem verfügt über einen gespannten Fersenbereich, der die Umschließung der seitlichen und unteren Bereiche des Fußes verbessert, sowie über einen gespannten Zehenbereich, der für mehr Unterstützung und eine präzise Umhüllung der Zehen sorgt. Die Zwischensohle besteht aus thermoplastischem Polymer: die höchste Unterstützung innerhalb der Linie. 

Der Schuh ist mit einer durchgehenden Vibram XS Edge-Sohle mit 3,5 Millimeter Stärke ausgestattet. Diese kann man einfach wiederbesohlen, wenn der Gummi abgenutzt ist. Auch wenn das innerhalb meines Tests nicht aufgetreten ist, aber da habe ich mit anderen Scarpa-Kletterschuhen sehr gute Erfahrungen gemacht, und ich gehe davon aus, dass das bei diesem Modell nicht anders sein wird.

Schuh von oben
Schuh von unten
Schuh von hinten
Außenseite
Man sieht: der Helix hat keine Vorspannung
Innenseite

Passform und Größe

Der Schuh wird angegeben für normal breite Füße, die Frauenvariante allerdings mit „einer Passform mit geringerem Volumen im Fersen- und Ristbereich und ist ideal für schmalere Füße“. Ich habe sehr schmale Füße, und dafür gehen diese Schuhe gerade so. Noch schmäler wäre besser, aber ich muss zugeben, damit stimmen die Angaben des Herstellers. Mit den beiden Klettverschlüssen lassen sich die Schuhe einigermaßen flexibel einstellen. Mit Schnürung geht das natürlich besser, aber dafür sind die mit Klett schneller an- und ausgezogen, was ich gerade beim Mehrseillängenklettern sehr angenehm finde. Deshalb habe ich mich für diese Variante entschieden.

Der Helix V Woman ist komplett gerade und hat absolut keine Vorspannung. Das ist für mich ungewohnt. So einen Schuh habe ich schon lange nicht mehr getragen, aber es ist tatsächlich sehr bequem. So bequeme Schuhe wie diese hatte ich wirklich schon ewig nicht mehr. Dafür gibt es Abstriche bei der Performance, aber für lange, etwas leichtere Touren ist er damit perfekt.

Ich habe neben dem Helix V Woman auch noch andere Scarpa Kletterschuhe. Diesen Schuh habe ich in Größe 37, und kleiner gibt es ihn laut offizieller Webseite auch gar nicht. Für mich ist er in 37 sehr bequem und dürfte keinesfalls größer sein (ich hoffe, er dehnt sich nicht noch stark). Im Vergleich dazu kann ich sagen, dass er etwas größer ausfällt als die Vapor V Woman, die ich ebenfalls in 37 habe. Den Instinct Lace Women habe ich in 36,5. Sowohl der als auch der Vapor passen mir perfekt.

Im Einsatz

Ich habe den Helix V Woman in mehreren Hallen-Kletter- und Bouldersessions getragen und bei einem Mehrseillängen-Urlaub in den Dolomiten. Ich kann bestätigen, dass die Skala auf der Webseite, was die Einsatzzwecke angeht, relativ gut stimmt. 

Fürs Bouldern ist der Schuh eher ungeeignet. Gerade Hooken klappt überhaupt nicht gut. Positiv ist mir jedoch aufgefallen, dass man sehr gut auf Volumen und auf Reibung stehen kann. Da war er tatsächlich besser als die Performance-Schuhe. Anstehen von kleineren Tritten war besser, als ich es mir vorgestellt hatte, aber trotzdem nicht ideal und Trittwechsel waren sehr schwer. 

Dafür ist der Schuh absolut bequem und ich hatte auf den langen Touren in den Dolomiten nicht das Bedürfnis, an jedem Stand mir die Schuhe von den Füßen zu reißen, und auch meine Zehen taten nicht weh, was ich sehr positiv fand. Ich bin mit dem Helix V Woman Seillängen bis zum Schwierigkeitsgrad 6c geklettert, wo dann definitiv langsam das Limit erreicht war. 

Von sehr kleinen Tritten am Fels, gerade auch noch etwas speckig, ist der Schuh dann doch schneller mal abgerutscht. Für die allermeisten Stellen war er aber supergut und ich selbst etwas erstaunt, wie gut so ein bequemer Schuh dann doch performen kann. Deshalb kann ich ihn ganz klar empfehlen, wenn man lange Touren vorhat oder die starke Performance nicht braucht und auch nicht gern Hooks macht :) - und ein wenig breitere Füße hat als ich.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix V Woman - Kletterschuh

Das Einzige, was mir negativ aufgefallen ist, ist der obere Klettverschluss. Hier hat sich beim Anziehen häufiger das innere Leder in der Öse verhakt, was etwas nervig ist. Außerdem zieht sich der Verschluss bei mir auf einer Seite schief zu, wenn ich den Verschluss schließe (und für meine schmalen Füße stark zuziehen muss). Komisch, dass das nur bei einem Schuh so deutlich ist.

Der Kletterverschluss verzieht sich
Schwer zu fotografieren, aber man sieht die Lücke unter dem Klettverschluss, weil er sich schräg verzieht.
Das Leder hängt in der Öse
Hier kann man sehen, wie sich das Leder in der Öse verklemmt.
Geöffneter Klettverschluss
Das Leder an meinem Zeigefinger zieht sich in die Öse.

Fazit

Sehr bequemer Schuh, der für entspanntes Sportklettern draußen und in der Halle und insbesondere für Mehrseillängentouren perfekt geeignet ist. 



Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

Stimme ab: War diese Bewertung für dich hilfreich?

1
0


Gemütlicher Kletterschuh für vielerlei Möglichkeiten.
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Gemütlich
  • Guter Fersenhalt
  • Weite Öffnung
  • Atmungsaktiv
  • Guter Allrounder

NACHTEILE

  • Oberer Klettverschluss sitzt recht tief

BEWERTUNG

Ich durfte den Black Diamond Women’s Momentum Kletterschuhe die letzten Wochen testen und trug sie beim Indoor-Bouldern sowie beim Sportklettern in der Halle und am Fels. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Black Diamond Women’s Momentum, Allround-Kletterschuh

 ** Eckdaten: **

  • Kletterschuh
  • 2 Kettverschlüsse zum schließen
  • Weite Öffnung mit Lasche, die an einer Seite festgenäht ist
  • atmungsaktives Material
  • gemütlich
  • leicht assymetrisch
  • leichte Vorspannung

 

**  Passform und Schnitt**

Ich trage im Alltag Schuhgröße 39 und habe mir den Kletterschuh basierend auf den Größenangaben auf der Homepage in Größe 38 bestellt. Das kam bei mir heraus, wenn ich den Schuh eher gemütlich tragen möchte. In der Größe ist der Schuh wirklich  gemütlich, passt im Zehenbereich sehr gut. Eine halbe Nummer kleiner würde der Schuh sicherlich auch noch gut passen. Daher ist meine Empfehlung, je nach Einsatz den Schuh 1  bis 1,5 Schuhgrößen kleiner als die Alltagsschuhe zu nehmen.

Den Zehenbereich und die Breite des Schuhes finde ich sehr angenehm und bequem. Der Schuh sitzt gut. Die Ferse ist von der Größe angenehm. Man spürt auch das Zugband, um sie zu fixieren. Leider finde ich den Schuhabschluss hinten oben (an der Achillessehne) eher locker und auch den oberen Kletter, hätte ich gerne noch höher am Wrist für besseren Halt des Schuhs. Dieser Bereich ist etwas locker.

Mit den beiden Klettern wird der Schuh sehr gut um den Mittelfuß gespannt. Im Zehen- und Fersenbereich bringen sie jedoch eher wenig. Dass die Zehen etwas Luft nach oben haben, ist eher angenehm. Der Knöchelbereich ist bei mir jedoch etwas zu locker im Schuh.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Black Diamond Women’s Momentum, Allround-Kletterschuh

 

Neben den bereits genannten Teilen des Schuhes, welche v.a. für die Passform verantwortlich sind, gibt es auch noch die Teile, die v.a. für den Einsatz und die Performance relevant sind.

Die Materialien des Schuhs sind herrlich atmungsaktiv. So ist er auch an heißen Sommertagen oder an intensiven Hallentagen angenehm zu tragen. Der Zehen- und Fersenbereich ist großflächig gummiert, um das Hooken zu erleichtern.

Über dem Mittelfuß liegt eine dünn gepolsterte Lasche, welche auf der Fußinnenseite festgenäht ist. Diese ist in meinen Augen fast etwas zu breit. Wenn man den Schuh dann gut und eng verschließt, muss man etwas darauf achten, dass dieser keine Falten wirft. An der Lasche ist oben noch eine Schlaufe fixiert, um diese gut zurechtziehen zu können.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Black Diamond Women’s Momentum, Allround-Kletterschuh

Über der Ferse hinten sind klassisch 2 Schlaufen für leichtes an und ausziehen fixiert.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Black Diamond Women’s Momentum, Allround-Kletterschuh

 

 ** Praxistest: ** 

Ich trug den Black Diamond Women's Momentum Kletterschuh v.a. beim Sportklettern am Fels und Bouldern in der Halle, aber auch beim Sportklettern in der Halle. Der Schuh ist sehr angenehm und bequem zu tragen. Er hat eine große Öffnung, mit der er einfach und schnell an- und ausgezogen werden kann. Mit den 2 Kletten ist er auch gleich wieder gut verschlossen. 

Das Tragegefühl im Schuh ist sehr angenehm. Des Weiteren ist er atmungsaktiv und auch an heißen Sommertagen ist er eher ein angenehmerer Kletterschuh. Leider passt mir der Schuhabschluss hinten an der Achillessehne nicht so gut. Hier drückt/reibt der Schuh bei mir etwas. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Black Diamond Women’s Momentum, Allround-Kletterschuh

Das Anziehen des Schuhs geht sehr leicht. Verschluss erfolgt durch Kletten. Die Öffnung ist groß, da die Lasche nur an einer Seite festgenäht ist. Mit den beiden Schlaufen hinten an der Ferse hineinschlüpfen, Lasche richten und die beiden Klettverschlüsse schließen. Die Klettverschlüsse sind lang genug, sodass sie nicht jedes Mal ein- und ausgefädelt werden müssen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Black Diamond Women’s Momentum, Allround-Kletterschuh

Der Schuh von innen. Gut ersichtlich die weite Öffnung zum An- und Ausziehen.

 

Beim Klettern selbst trug ich den Schuh auf großen Fels- und Kunststofftritten, sowie auf kleinen Leisten, Runden, kaum vorhandenen Plastiktritten oder Reibung am Fels. Natürlich auch sehr kleine Tritte am Fels. Sozusagen war alles dabei. Im Testzeitraum war ich nur auf Kalkstein unterwegs.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Black Diamond Women’s Momentum, Allround-Kletterschuh
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Black Diamond Women’s Momentum, Allround-Kletterschuh

Auf Reibung und auf kleinen Leisten ist der Schuh am Fels sehr gut zu tragen und bietet guten Halt.

 

Auf Kunststoff wie auf Fels hat der Schuh einen guten Grip. Die Zehenbox ist eher steif und ermöglicht ein präzises Ansteigen auch auf kleinen Tritten. Der gesamte Schuh ist eher weich und fordert daher bei kleineren Tritten gut Spannung im Fuß. Bei größeren Tritten, kann er dafür angenehm gesetzt werden.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Black Diamond Women’s Momentum, Allround-Kletterschuh

Auch in der Halle ist der Grip gut. Bei dem Bild auch schön der Schnitt und Aufbau des Schuhes zu erkennen.

 

**  Zusammenfassung:  **

In meinen Augen ist der Black Diamond Women’s Momentum Kletterschuh ein sehr bequemer Kletterschuh für Anfänger oder auch als gemütlicher Mehrseillängen-Schuh oder für lange Trainingseinheiten. Allgemein ein guter Allroundschuh. Er ist angenehm an- und auszuziehen und ermöglicht ein sehr präzises Steigen. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Black Diamond Women’s Momentum, Allround-Kletterschuh


Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

Stimme ab: War diese Bewertung für dich hilfreich?

2
0


Leichtes Merino-Shirt für warme Tage.
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Sehr leichtes und dünnes Merino Material mit angenehmem Hautgefühl
  • Hervorragendes Feuchtigkeitsmanagement und schnelles Trocknen
  • Im nassen Zustand angenehm zu tragen
  • Sehr gute Geruchshemmung
  • elastisch, körpernah und mit sehr guter Bewegungsfreiheit

NACHTEILE

  • Merino benötigt etwas mehr Sorgfalt bei der Pflege als viele Kunstfasern
  • Der körpernahe Slim Fit ist nicht für jeden ideal

BEWERTUNG

Ich habe das LÖFFLER M Singlet Merino Light von OUTSIDEstories zum Testen erhalten. Die Bewertung erfolgt vollständig unabhängig. Es gab weder eine Bezahlung noch Vorgaben durch den Hersteller. Über einen Zeitraum von knapp sechs Wochen hatte ich die Möglichkeit, das Shirt bei unterschiedlichen sportlichen Aktivitäten ausführlich zu testen. Zum Einsatz kam es vorwiegend beim Wandern, Radfahren, im Fitnessstudio und bei verschiedenen anderen Outdoor-Aktivitäten.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Das Löffler M Singlet Merino Light

Gerade bei warmen Temperaturen ist mir bei einem Funktionsshirt wichtig, dass es möglichst wenig wiegt, angenehm auf der Haut liegt und auch bei stärkerem Schwitzen zuverlässig funktioniert. Merino bringt dafür bekanntlich einige interessante Eigenschaften mit. Die Naturfaser kann die Körpertemperatur regulieren, Feuchtigkeit aufnehmen und wirkt von Natur aus geruchshemmend. Gleichzeitig ist Merino für mich aber nur dann eine echte Alternative zu synthetischen Materialien, wenn auch der Tragekomfort stimmt.

Denn genau hier liegt für mich die entscheidende Frage. Kratzt das Shirt und fühlt es sich auch nach mehreren Stunden noch angenehm auf der Haut an? Die besten Materialeigenschaften bringen mir nichts, wenn ein Shirt ständig kratzt oder anderweitig unangenehm auf der Haut ist. Deshalb habe ich beim Singlet nicht nur darauf geachtet, wie sich das Merino-Material auch nach mehreren Stunden Sport, bei starkem Schwitzen und über den gesamten Testzeitraum hinweg trägt. 

Was bietet das Singlet Merino Light?

Das LÖFFLER M Singlet Merino Light ist als leichte Funktionswäsche für warme Tage und sportliche Aktivitäten ausgelegt. Im Mittelpunkt steht ein besonders feines Merinogestrick, das direkt auf der Haut getragen werden kann. Dafür kommen 95 % Merinowolle und 5 % Elasthan zum Einsatz. Die verwendeten Merinofasern haben einen Durchmesser von 15,5 Mikron und sind damit besonders fein. Das einschichtige Gestrick ist mit 129 g/m² vergleichsweise leicht. Der Elasthan-Anteil gibt dem Material etwas zusätzliche Dehnbarkeit und unterstützt damit die Bewegungsfreiheit.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Das Löffler M Singlet Merino Light

Mit Slim Fit, Rundhalsausschnitt und ärmelloser Konstruktion ist das Shirt für den direkten Hautkontakt ausgelegt. Der etwas längere Rücken sorgt dafür, dass es auch bei Bewegung gut am Körper bleibt. Dadurch eignet es sich sowohl als allein getragenes Shirt bei warmen Temperaturen als auch als erste Schicht unter weiterer Bekleidung.

Bei den Nähten setzt Löffler auf supersofte Flachnähte. Sie tragen kaum auf und reduzieren mögliche Druck- und Reibestellen. Gerade bei einem Baselayer, der über mehrere Stunden unmittelbar auf der Haut getragen wird, ist das für den Tragekomfort ein sinnvoll gelöstes Detail.

Die funktionellen Eigenschaften liefert vor allem die Merinowolle. Sie kann Feuchtigkeit aufnehmen, unterstützt die Temperaturregulierung und wirkt, wie schon erwähnt, geruchshemmend. Ergänzt wird das durch die mulesingfreie Wolle und die OEKO-TEX MADE IN GREEN‑Zertifizierung. Gestrickt wird das Merino-Light-Material laut Löffler am eigenen Standort in Ried im Innkreis.

Löffler - M Singlet Merino Light

 

Features

  • leichtes Merino-Singlet
  • dünnes, einschichtiges Merinogestrick
  • temperaturregulierend
  • geruchshemmend
  • supersofte Flachnähte
  • längerer Rücken für guten Sitz bei Bewegung
  • mulesingfreie Merinowolle
  • OEKO-TEX MADE IN GREEN zertifiziert

    Technische Daten

  • Modell: M Singlet Merino Light
  • Material: 95 % Merinowolle, 5 % Elasthan
  • Materialgewicht: 129 g/m²
  • Faserdurchmesser: 15,5 Mikron
  • Gewicht: 80 g
  • Passform: Slim Fit
  • Ausschnitt: Rundhals
  • Ausführung: ärmellos

     

    Löffler - M Singlet Merino Light

    Technologien

    Merino Light: Das verwendete Merino Light ist ein besonders leichtes, einschichtiges Gestrick aus feinen Merinofasern. Die Konstruktion ist für den direkten Hautkontakt ausgelegt und verbindet ein weiches, angenehmes Tragegefühl mit den natürlichen Eigenschaften der Wolle. Merino kann Feuchtigkeit aufnehmen und unterstützt ein ausgeglichenes Körperklima. Gleichzeitig wirkt die Naturfaser von Natur aus geruchshemmend.

    OEKO-TEX MADE IN GREEN: Das Singlet trägt das OEKO-TEX MADE IN GREEN Label. Damit wird nicht nur die Schadstofffreiheit des fertigen Textilprodukts berücksichtigt, sondern auch eine verantwortungsvollere Herstellung entlang der Produktionskette. Für den Träger bedeutet die Zertifizierung vor allem, dass das Produkt nach festgelegten Kriterien hinsichtlich Schadstoffprüfung und sozialverträglicherer Produktion hergestellt wurde. Die verwendete Merinowolle ist zudem mulesingfrei.

    Wie macht sich das Löffler M Singlet Merino Light im Einsatz?

    Ein gutes Funktionsshirt muss für mich vor allem dann funktionieren, wenn es sportlich wird. Entscheidend ist nicht der erste Eindruck, sondern wie es sich über mehrere Stunden, bei hohen Temperaturen und unter Belastung trägt. Schon beim ersten Hineinschlüpfen war klar, dass das Thema Kratzen bei diesem Merinoshirt für mich kein Problem ist. Das Material liegt angenehm weich auf der Haut und bleibt auch nach mehreren Stunden komfortabel. So manches Merino Kleidungsstück verstaubt bei mir im Schrank, weil es mir schlicht zu kratzig ist.

    Löffler - M Singlet Merino Light

    Der Slim Fit sitzt körpernah, ohne einzuengen. Die Elastizität des Materials unterstützt die Bewegungsfreiheit, sodass ich mich beim Radfahren, Wandern, im Fitnessstudio und im Alltag jederzeit frei bewegen konnte. Auch Achselschnitt, Trägerbreite und Rundhalsausschnitt sind für mich stimmig gewählt. Sehr gut gefällt mir der etwas längere Rücken. Das Singlet bleibt auch bei Streckbewegungen zuverlässig an seinem Platz und schiebt sich weder beim Training an Fitnessgeräten noch beim Wandern unter dem Rucksack nach oben. Auch unter Rucksackträgern und Hüftgurt trägt es sich angenehm. Die Flachnähte sind kaum wahrnehmbar. Selbst nach mehreren Stunden konnte ich keine störenden Druckstellen oder Reibung feststellen.

    Löffler - M Singlet Merino Light

    Da der Testzeitraum in sehr heiße Sommerwochen gefallen ist, konnte ich das Shirt ordentlich fordern. Beim Sport war das Shirt mehrfach komplett durchgeschwitzt. Das Material wurde dabei wirklich nass, blieb aber auch in diesem Zustand angenehm zu tragen. Besonders unter einem Rucksack hat mir das gut gefallen. Bei längeren Touren, egal ob zu Fuß oder auf dem Bike, sammelt sich dort zwangsläufig viel Schweiß. Das Singlet fühlte sich trotzdem nicht unangenehm klebrig an und wurde nicht schwer oder störend. Sobald die Belastung nachließ, trocknete das Material zudem schnell wieder ab. Damit hat sich das Shirt für mich gerade bei warmem Wetter als sehr zuverlässig erwiesen. Noch stärker als das Feuchtigkeitsmanagement hat mich die Geruchshemmung überrascht. Nach dem Trocknen war kein unangenehmer Geruch festzustellen. Das Shirt blieb nach dem Trocknen angenehm weich und fühlte sich fast wieder wie frisch gewaschen an. Für mich ist das einer der größten Vorteile von Merino. Das Singlet muss somit auch nicht nach jedem Einsatz direkt in die Waschmaschine. Besonders auf Mehrtagestouren ist das praktisch, weil sich mit einem einzigen leichten Shirt mehrere Tage abdecken lassen.

    Der Einsatzbereich ist für mich recht groß. Im Sommer kann das Shirt problemlos direkt als Tanktop getragen werden. Es wirkt optisch nicht wie klassische Unterwäsche. Gleichzeitig lässt es sich als erste Schicht unter weiterer Bekleidung einsetzen.

    Was steckt hinter LÖFFLER?

    Was steckt hinter Löffler?

    Die Geschichte von Löffler beginnt 1946 in Ried im Innkreis. Elfriede Löffler gründete dort zunächst eine kleine Näherei. In den ersten Jahren wurden unter anderem Feinstrumpfwaren, Blusen, Strickpullover und Socken gefertigt. Aus dem kleinen Betrieb entwickelte sich über die folgenden Jahrzehnte ein Unternehmen mit mehreren Hundert Mitarbeitern.

    Der entscheidende Wendepunkt kam 1973. Der ebenfalls in Ried ansässige Skiproduzent Fischer übernahm das wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen und richtete Löffler neu aus. Aus dem bisherigen Textilhersteller wurde Schritt für Schritt ein Spezialist für funktionelle Sportbekleidung. Bereits 1974 präsentierte Löffler die erste Winterkollektion auf der ISPO in München. Kurz darauf folgte die erste Langlaufkollektion.

    Mit der Entwicklung von transtex® gelang Mitte der 1970er Jahre der entscheidende technologische Durchbruch. Das Funktionsmaterial wurde speziell dafür entwickelt, Feuchtigkeit von der Haut wegzuleiten und gleichzeitig ein angenehmes Körperklima zu ermöglichen. 1978 kam mit einem Skihemd das erste transtexProdukt in Serie. Die Technologie wurde in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil der Marke.

    Auch das Einsatzgebiet wurde kontinuierlich erweitert. 1976 entstand gemeinsam mit dem Extrembergsteiger Peter Habeler die erste Outdoor-Kollektion. 1981 folgte der Einstieg in den Radsport. In den 1990er Jahren kamen weitere Bereiche hinzu, darunter Running. Damit entwickelte sich Löffler vom Spezialisten für Wintersportbekleidung zu einem Komplettanbieter für funktionelle Bekleidung in Bereichen wie Bike, Nordic, Running und Outdoor.

    Neben transtex entstanden im Laufe der Jahre zahlreiche weitere Eigenentwicklungen. Dazu gehört unter anderem hotBOND, eine Verarbeitungstechnik, bei der Materialien mithilfe von Ultraschall ohne herkömmliche Nähte miteinander verbunden werden. Dadurch lassen sich besonders flache und elastische Verbindungen herstellen. Löffler setzt diese Technologie vor allem bei Radsportbekleidung ein.

    Auch beim Thema Schadstoffprüfung und verantwortungsvolle Produktion beschäftigt sich Löffler schon seit vielen Jahren mit entsprechenden Standards. Seit 1989 sind Löffler-Produkte nach OEKO-TEX-STANDARD 100 zertifiziert. Heute kommen zusätzlich OEKO-TEX STeP und OEKO-TEX MADE IN GREEN zum Einsatz. Letzteres verbindet die Prüfung auf Schadstoffe mit Anforderungen an eine verantwortungsvollere Produktion und einer rückverfolgbaren Lieferkette.

    Ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie ist bis heute die Produktion in Österreich und Europa. Rund 70 Prozent der von Löffler verarbeiteten Stoffe werden in der eigenen Strickerei am Unternehmensstandort in Ried im Innkreis hergestellt. Gefertigt wird in Österreich und Europa, wobei neben dem Hauptstandort auch das Tochterunternehmen im bulgarischen Tryavna zur Produktion gehört.

    Dass Löffler dabei nicht nur auf den Breitensport setzt, zeigt auch die lange Zusammenarbeit mit verschiedenen Spitzensportverbänden. Bereits seit 1979 ist Löffler Partner des Österreichischen Skiverbands. In den 1990er Jahren kam unter anderem der Deutsche Skiverband hinzu. Auch im Radsport und bei weiteren Ausdauersportarten ist die Marke seit vielen Jahren aktiv.

    Heute steht Löffler damit für eine Kombination aus eigener Materialentwicklung, regionaler Produktion und funktioneller Sportbekleidung. Viele der verwendeten Stoffe entstehen nach wie vor in der eigenen Strickerei in Ried, während Entwicklung und ein großer Teil der Fertigung in Österreich beziehungsweise Europa stattfinden. Gerade diese vergleichsweise hohe Fertigungstiefe unterscheidet Löffler von vielen internationalen Bekleidungsmarken.

    Fazit

    Das LÖFFLER M Singlet Merino Light hat mich im Test vor allem durch seinen hohen Tragekomfort und seine Vielseitigkeit überzeugt. Entscheidend für mich war dabei die Frage, ob das Merinomaterial auch nach mehreren Stunden angenehm auf der Haut bleibt. Genau das konnte das Singlet bestätigen. Besonders bei schweißtreibenden Aktivitäten spielt es seine Stärken aus. Gleichzeitig hat mich die Geruchshemmung positiv überrascht. 

    Löffler - M Singlet Merino Light

    Für mich ist das Singlet damit ein sehr guter Allrounder für warme Tage und zugleich eine zuverlässige erste Schicht bei kühleren Temperaturen. Wer ein leichtes, angenehm zu tragendes und vielseitig einsetzbares Merino Shirt sucht, bekommt hier ein rundes Gesamtpaket. 

     

    #wirsehenunsdraussen

     



Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

Stimme ab: War diese Bewertung für dich hilfreich?

0
0


IM TEST

Test: LÖFFLER Singlet Merino Light - Funktionsunterwäsche Herren


LÖFFLER Singlet Merino Light -

Der Test: LÖFFLER Singlet Merino Light - Funktionsunterwäsche Herren :

Hochwertig, aber arg eingeschränkter Einsatzbereich.
Bewertung Ø: 3 Sterne

VORTEILE

  • Material, um Brüche zu schienen, vorhanden
  • Hochwertiges Material
  • Gute Organisation
  • Handschuh kompatibel
  • Kleine Innenfächer

NACHTEILE

  • Großes Packmaß
  • Hohes Gewicht
  • Nicht wasserdicht

BEWERTUNG

Pieps First Aid Pro

Ein Erste-Hilfe-Set ist auf Touren einfach unabdingbar. Dies gilt nicht nur für eine mehrwöchige Weitwanderung, sondern eben auch für die kleine Nachmittagsrundfahrt. Tatsächlich hatte ich mir bislang ein eigenes Set zusammengestellt, denn manchmal ist es doch recht individuell, was man auf Touren so benötigt. 

Vor allem gehören Heftpflaster, eine leichte Minischere, Verbandszeug (steril) und eben auch eine leichte Zeckenzange dazu. Umso gespannter war ich nun darauf, was das Pieps First Aid Pro so zu bieten hat. Neben dem Inhalt ist natürlich auch Gewicht und Größe wichtig. In dem Test werde ich euch von meinen Erfahrungen berichten:

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Pieps First Aid Pro

Vorkommen und Einsatzbereich.

Das PIEPS First Aid Pro (bzw. in der unbefüllten Variante  auch als First Aid Splint erhältlich) ist ein speziell für den Bergsport und Outdoor-Einsatz konzipiertes Erste-Hilfe-Set und ist sicherlich auf Notfälle am Berg spezalisiert. 

  • Gewicht: ca. 450 g
  • Abmessungen: ca. 26 x 18 x 7,5 cm
  • Material: strapazierfähiges RipStop-Nylon
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Pieps First Aid Pro
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Pieps First Aid Pro

Inhalt: Was ist nun alles in dem Set inkludiert? Hier haben wir Folgendes zu benennen:

1 x Haft-Verband, 2 x Pflaster, 3 x Cut-Stripes, 1 x Tape, 2 x Wundauflage, 2 x Blasenpflaster, 1 x 3-Ecktuch, 1 x Verbandsschere, 1 x Rettungsdecke, 1 x Schutzhandschuhe, 1 x Sanitätspinzette,1 x Beatmungstuch, 1 x Splint

Wenn wir uns dies anschauen, überrascht der Inhalt schon ein wenig bzw. zeigt die Richtung der Versorgung von Notfällen klar auf.  Pflaster sind nur wenige vorhanden. Dafür wartet es aber mit einem Splint auf. Wer dies nicht kennt ( so wie cich), findet heraus, dass ein Splint eine integrierte Alu-Synthetikschiene ist.

Dies ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Denn eine verformbare Polsterschiene ermöglicht es, gebrochene oder verstauchte Gliedmaßen (Handgelenke, Unterarme, Sprunggelenke) direkt vor Ort zu schienen und zu stabilisieren. In abgelegenen alpinen Regionen ist dies absolut ein enormer Sicherheitsgewinn.

Blasenpflaster und ein Beatmungstuch sind natürlich auch nicht zu vernachlässigen, auch wenn sie in zwei gänzlich unterschiedlichen Gefahrenbereichen spielen.  Wenn ich jetzt nach meinen persönlichen Einsatzbereichen gehe, vermisse ich aber schon ein wenig mehr Pflaster. Diese lassen sich aber auch einfach selbst aufstocken.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Pieps First Aid Pro

Letztlich kann man den Inhalt in folgende Kategorien sortieren:

Wundversorgung: Haftverband, Wundauflagen, Pflaster, Cut-Stripes (Wundnahtstreifen) und Tape und Blasenpflaster

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Pieps First Aid Pro

Alpine Notfälle: Rettungsdecke, Dreieckstuch, Splint

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Pieps First Aid Pro

Sicherheit & Hygiene: Schutzhandschuhe, Beatmungstuch für die Mund-zu-Mund-Beatmung, robuste Verbandsschere und Sanitätspinzette.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Pieps First Aid Pro

Organisation: Ebenso überzeugt die Tasche durch ihre durchdachte Innenaufteilung.  Die Aufteilung in zwei übersichtliche Hauptfächer und zusätzliche kleine Netztaschen verhindert langes Suchen im Notfall. Ein interner Fixierungsstecker („Splint-Halterung“) sorgt dafür, dass die Tasche im aufgeklappten Zustand übersichtlich offen bleibt und nicht im Schnee/Matsch zusammenklappt.

Handhabung:

Großzügig dimensionierte Handgriffe und griffige Reißverschluss-Zipp-Schlaufen sorgen dafür, dass die Tasche selbst mit dicken Skihandschuhen oder mit klammen, nassen Fingern problemlos geöffnet und fixiert werden kann. Man zieht einfach am “Träger” und schon ist die Tasche direkt offen. Dabei fällt einem nichts entgegen, was schon richtig nervig sein kann. Ebenso muss man hinsichtlich der guten Aufteilung nicht lange suchen, um das Gewünschte zu finden. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Pieps First Aid Pro

Material:

Das gepolsterte RipStop-Nylon schützt den Inhalt zuverlässig vor Stößen und Abrieb im Rucksack.

In der Praxis zeigte sich aber durchaus auch der ein oder andere Nachteil des Sets.  So muss man einfach festhalten, dass das Set ein relativ großes  Packmaß und Gewicht hat.  Denn durch die Aufnahme der gefalteten Alu-Schiene fällt die Tasche mit 26 x 18 x 7,5 cm spürbar größer aus als herkömmliche, minimalistische First-Aid-Kits. 

Wenn man also mit ultraleichtem Gepäck unterwegs sein möchte oder nur eine kurze Tagestour plant, kann dies schon zu einem Ausschlusskriterium führen. Man sollte sich also wirklich überlegen, ob man die Splints wirklich benötigt (weiß man wahrscheinlich eh nicht vorher) oder ob man auch ohne welche auskommen kann. Tatsächlich hatte ich bislang bei meinen Touren (auch in entlegeneren Gebieten mit mehrwöchiger Abwesenheit von Zivilisation) immer das Glück gehabt, dass nichts passiert ist. Einmal musste ich nur einen Finger mit Hilfe von Ästen schienen, was besser als gedacht funktionierte. 

Mit ca. 80 € gehört das PIEPS First Aid Pro zur oberen Preisklasse bei Outdoor-Erste-Hilfe-Sets. Auch wenn die enthaltene Splint-Schiene und die Verarbeitungsqualität diesen Preis teilweise rechtfertigen, ist es eine deutliche Investition, was wahrscheinlich doch einige von einem Kauf abhält. 

Da der Einsatzbereich wahrscheinlich doch eher Gefilde sind, wo keine Zecken mehr auftreten oder es aber zu kalt für diese ist,  wird von einer Zeckenzange abgesehen. Ich würde diese aber nachrüsten, ebenso wie Schmerzmedikamente, die PIEPS rechtlich auch gar nicht, ebenso wie Desinfektionsmittel,  mit ausliefern darf.

Schade finde ich aber, dass die Tasche zwar gut gegen Spritzwasser und Schnee schützt, sie  jedoch nicht vollkommen wasserdicht (kein IPX7-Rollverschluss) ist. Bei Dauerregen sollte die Tasche im Rucksack zusätzlich in einen leichten Trockenbeutel verpackt werden.

Fazit

Das PIEPS First Aid Pro ist eine Kaufempfehlung für anspruchsvolle Alpinisten, Skitourengeher, Freerider und Tourenleiter, bei denen das Risiko von Knochenbrüchen, Stürzen und Schnittverletzungen höher ist als bei einem „normalen Outdoorer“  und der nächste Rettungsdienst Zeit braucht. Die Integration der Splint-Schiene in Kombination mit der wintertauglichen Haptik hebt das Set positiv vom Markt ab.

Für Sommer-Hiker oder Trailrunner, die primär auf minimales Gewicht und geringes Packmaß achten, ist das Set definitiv etwas zu groß und schwer. Wer das Set auch im Sommer nutzen möchte, sollte  eine Zeckenzange, Desinfektionsspray und persönliche Medikamente ergänzen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Pieps First Aid Pro
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Pieps First Aid Pro


Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

Stimme ab: War diese Bewertung für dich hilfreich?

2
0


Ein leichter, robuster und vielseitiger Kinderrucksack.
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Bequem zu tragen
  • Leicht
  • Viel Platz im Hauptfach und im Deckel
  • Robust

NACHTEILE

  • Keine Rückenversteifung
  • Rücken wird wenig belüftet
  • Kaum Schlaufen / Befestigungsmöglichkeiten außen
  • Bleibt aufgrund der Größe oft leer

BEWERTUNG

Der Mammut First Trion 18 ist ein Wanderrucksack für Kinder zwischen 7 und 10 Jahren. 

Mein Sohn nutzt diesen Rucksack seit etwa 4 Jahren. Jetzt ist er 10 Jahre alt und ca. 145 cm groß. Der Rucksack passt noch gut, er könnte aber inzwischen auch einen größeren tragen. Er trägt ihn sehr gerne und sagt selbst, dass der Rucksack gut sitzt, nicht drückt oder nervt und bequem zu tragen ist. Wünschen würde er sich ein paar mehr Befestigungsschlaufen, auch an den Trägern.
 Mein Sohn ist stolzer Besitzer des Rucksacks im alpinen Design und sehr stolz darauf. Der Rucksack eignet sich fürs Wandern, für Tagesausflüge, für Schulausflüge und Klassenfahrten.

Der Rucksack bietet mehr Stauraum, als für einen Wanderrucksack in diesem Alter notwendig ist. Vollgepackt wäre er zu schwer für eine ausgedehnte Wanderung. Auch auf einem Tagesausflug wird er häufig nicht vollgepackt. Mein Sohn nutzt das großzügige Volumen nur selten aus. Auf Klassenfahrt oder beim THW-Lager war er jedoch froh über den zusätzlichen Platz.


MAMMUT First Trion 18 – Kinder-Wanderrucksack

 

Aufteilung:
 

Der Rucksack ist ein klassischer Toploader. Das Hauptfach wird durch eine Kordel verschlossen und vom Deckel gut geschützt. Ein großzügiges Deckelfach bietet viel Platz für die kleinen Dinge, an die man schnell herankommen möchte: Portemonnaie, Digitalkamera, Taschentücher, …

Das Hauptfach ist nicht weiter unterteilt. Zwei seitliche Netztaschen an der Außenseite sind praktisch für die Trinkflasche, den Regenschirm oder Fundstücke aus dem Wald. Dank der Stockhalterung kann man hier aus Wanderstöcke besfestigen. Auch in der Tasche am Hüftgurt werden gerne kleine Steine und andere Fundstücke gesammelt.

Tragesystem:
 

Die gepolsterten Träger sind in der Länge verstellbar. Der breite, gut gepolsterte Hüftgurt unterstützt effizient die Lastverteilung. Der Rücken ist gepolstert, aber nicht versteift und biette nur wenig Belüftung. An warmen Tagen kann man mit diesem Rucksack am Rücken schon mal schwitzen.


MAMMUT First Trion 18 – Kinder-Wanderrucksack


 Technische Daten:

  • Volumen: 18 l
  • Außenmaße: 28 x 30 x 56 cm
  • Gewicht: 480 g (gewogen)
  • Hauptmaterial: 100% Polyester
  • Weitere Details:
  • Signalpfeife
  • Stockhalterung
  • Durchführung für Trinksysteme (von uns nicht getestet)
  • Namens-/Adressschild im Deckel
  • reflektierende Details

Zusammenfassung:

Als erster Wanderrucksack für Kinder im Alter von 7 – 10 Jahren ist der Mammut First Trion 18 gut geeignet. Er ist leicht und bequem zu tragen. Der Rucksack kann auf Wanderungen wie auch im Alltag zum Einsatz kommen. Von unserem Sohn wird er gerne genutzt. Für viele Alltagssituationen ist der Rucksack aus unserer Sicht etwas zu groß, für anspruchsvolle Wanderungen wäre eine bessere Belüftung am Rücken wünschenswert.

 

 



Wie wurde das Produkt erworben?


Stimme ab: War diese Bewertung für dich hilfreich?

2
0


IM TEST

Test: MAMMUT First Trion 18 - Kinder-Wanderrucksack


Mammut First Trion 18

Der Test: MAMMUT First Trion 18 - Kinder-Wanderrucksack:

Bereit für alpine Abenteuer.
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Alpiner Einsatzbereich
  • Geröllschutz
  • Steigeisenkompatibel
  • Wasserdicht
  • Hochwertige Materialien und wieder besohlbar

NACHTEILE

  • Zu Beginn ziemlich steif
  • Hoher Preis

BEWERTUNG

Test: Asolo FRENEY EVO MID LTH GV

Vorab gesagt: Der Asolo ist kein Leichtgewicht, er ist kein Trailrunning oder ein Zustiegsschuh. Ebenso ist er kein Wanderschuh für einen gemütlichen Wandernachmittag im Mittelgebirge. Nein, der Asolo ist vielmehr. Er ist ein Bergstiefel, der insbesondere im alpinen Bereich oder bei langen Mehrtageswanderungen und anspruchsvollen Trekkingtouren mit schwerem Gepäck seine Vorzüge ausspielt. Ebenso kann er auf Klettersteigen, wo man präzise Schritte machen muss, glänzen. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

Es handelt sich somit um einen Wanderschuh, der in der Kategorie C einzuordnen ist und in zwei verschiedenen Farben verfügbar und in den Größen 7 bis 12,5 zu erwerben ist.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

Bevor ich nun zu meinen gemachten Erfahrungen komme, möchte ich euch den Schuh einmal kurz vorstellen:

Material: 

  • OBERMATERIAL: wasserabweisendes Perwangerleder 2,2 - 2,4 mm
  • FUTTER: Gore-Tex Performance Comfort Footwear
  • BRANDSOHLE: Asoflex Rock Mid aus Polypropylene
  • ANATOMISCHES FUSSBETT: Lite 4
  • SOHLE: Vibram 1229 Mulaz + Zwischensohle aus PU + EVA Dämpfung in der Ferse + TPU Steigeisenbefestigung
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

Was heißt das nun im Detail? Zunächst einmal ist festzuhalten, dass der Schuh aufgrund seiner Gore-Tex-Membran wasserdicht ist. Dies bedeutet aber auch, dass er sicherlich weniger atmungsaktiv ist als ein vergleichbarer reiner Lederschuh. Das Obermaterial Perwanderleder ist aber ein richtiger Burner. 

Es ist ein hochwertiges, wasserabweisendes Nubukleder aus Südtirol. Es stammt von der italienischen Gerberei Perwanger, die sich seit Jahrzehnten auf Leder für Berg-, Wander- und Kletterschuhe spezialisiert hat. Perwanger verwendet überwiegend 2,6–3,0 Millimeter dickes Rindsleder, das in einem speziellen Gerb- und Imprägnierungsverfahren behandelt wird. 

Die wasserabweisenden Eigenschaften sind dabei dauerhaft in das Leder eingearbeitet und nicht nur oberflächlich aufgesprüht. Es ist dabei wasserabweisender und atmungsaktiver als anderes Leder und überzeugt durch eine hohe Reiß- und Abriebfestigkeit. Somit wird also, meinem Bedenken nach, zu wenig Atmungsaktivität schon einmal Einhalt geboten. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

Sohle: Diese ist neben dem Tragekomfort sicherlich das mit Entscheidende bei einem Wanderschuh, denn sie entscheidet über guten Halt oder Rutschpartien. Beim Freney ist die Vibram 1229 Mulaz verarbeitet.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

Sie bietet ein relativ grobes, kantiges Profil  und gibt dadurch guten Halt auf Geröll, Erde und unebenem Gelände . Dabei ist die spezielle Anordnung der Stollen auch auf Fels ausgelegt. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

Die relativ große Auflagefläche im Vorfuß ermöglicht präzises Antreten auf Felskanten. Asolo nennt dies als eine Climbingzone im Vorfußbereich. Echt Gedanken gemacht. Großartig, dass daran gedacht wurde. Auch hat sie eine “selbstreinigende Funktion”, d.h. Steine, Kiesel etc. sollten nicht in der Sohle versacken, sondern sich wieder hinfort machen.  Bei einem alpinen Wanderschuh ist es schon ein weiteres Highlight, dass eine 

Steigeisenbefestigung möglich ist. 

Dies bedeutet, dass der Schuh für die Aufnahme von Steigeisen konstruiert ist. Beim Asolo handelt es sich um eine halbautomatische Steigeisenbefestigung. Das heißt: ein Fersenbügel hinten und Korb/Riemen vorne. Sie werden hinten über einen Kipphebel an einer dafür vorgesehenen Steigeisenaufnahme befestigt und vorne mit einem Korb/Riemen über die Schuhspitze fixiert.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

TPU, also thermoplastisches Polyurethan (ein biegsamer Kunststoff)  verstärkt diesen Bereich und sorgt für zusätzliche Stabilität und Schutz. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

In der Praxis: 

Tragekomfort:

Der Freney gehört eingelaufen. So hatte ich nach einer ersten 3-stündigen Probewanderung direkt immense Probleme mit einer Druckstelle am Knöchel. Dementsprechend konnte ich den Schuh gute zwei Wochen nicht mehr an meinen Fuß ranlassen. Jeder Fuß ist natürlich absolut individuell anders. 

Und so war es bei mir auch der rechte Knöchel, der Beschwerden bereitete. Diese Stelle musste von mir in der Folge mit besonderer Vorsicht betrachtet werden. Ich habe daher zu Hause das Leder immer mal wieder etwas geformt, um es ein wenig geschmeidiger zu machen. Und tatsächlich nahm die Reizung an dieser Stelle ab. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

Im Fersenbereich ist zusätzlich ein EVA Shock Absorber eingespritzt. Dies ist ein leichter und elastischer Schaumstoff, der beim Auftreten einen Teil der Stoßenergie aufnimmt. Dadurch soll die Ferse beim Gehen und insbesondere beim Abstieg entlastet werden.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

Des Weiteren sollte man schauen, dass man den Schuh nicht auf Asphalt einläuft. Sein Abrollverhalten auf Asphalt ist nämich  weniger flüssig als bei einem normalen Wander- oder Alltagsschuh. Die steife Sohle unterstützt zwar die Stabilität im Gelände, verhindert aber ein natürliches Durchbiegen des Fußes beim Gehen, so dass die Fußsohle hier schon recht schnell ermüden kann. 

Die Einlegsohle ist minimal dick und kann natürlich auch ausgetauscht werden. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

Ich habe den Freney in den Bergen des Virgentals und im Pinzgau getragen. Schweres Gewicht hatte ich hier auch zum  Teil dabei, da ich eine Kraxe mit ca. 15 Kilo Tragegewicht tragen durfte. Auch die Witterungsbedingungen verlangten dem Schuh einiges ab, da eine Schlechtwetterfront durch die Alpen zog.  

Auch wenn ich im Sommer eigentlich ungerne Gore-Tex-Schuhe trage, war ich in diesem Fall darüber erfreut, so dass meine Schuhe sicher trocken blieben und ich mir einfach keine Gedanken darüber machen musste, ob ich den Fuß in anschwellende Bachläufe oder Matsch packte. 

Auch bei diesen Bedingungen konnte  die selbstreinigende Wirkung der Sohle überzeugen, sodass mich die Trittsicherheit wirklich überraschte. Großer Fan bin ich auch von dem Geröllschutz des Schuhs, welcher dem Schuh langfristig ein längeres Leben einräumt. 

Ebenfalls  konnte mich die Stabilität im Fußgelenk beeindrucken. Gerade bei höherem Gewicht auf dem Rücken neigt mein Fuß immer mal wieder dazu, auszubrechen. In dem Fall des Freney gab es diesbezüglich keine Probleme. 

Nach mehreren Stunden des Tragens war ich in den ersten Tagen aber auch immer wieder froh, den Schuh auch mal wieder ausziehen und durchlüften zu können. Dies hat aber vielleicht auch mit meiner speziellen individuellen Wärmeentwicklung in Schuhen zu tun. Bei Temperaturen um die 20 Grad hätte ich mir zum Teil einfach ein noch besseres Schuhinnenklima gewünscht. Wahrscheinlich ist dies aber auch gar nicht möglich, dies weiter zu optimieren. 

Vorteile der Schnürung:

Der Freney verfügt über ein Tiefzugelement, welches ich auf längeren Touren mit vielen Auf- und Abstiegen nicht mehr missen möchte. Denn die Fixierung durch das Tiefzugelement verhindert das unangenehme Vorrutschen des Fußes, was meine Zehen spürbar schonte (welche ich schon von einem anderen Paar Schuhe bereits leicht blau hatte). Beim Aufstieg habe ich die Schnürung dagegen im Knöchelbereich recht locker gebunden, um auch weiteren Druckstellen entgegenzuwirken. Dennoch hatte der Fuß noch genügend Halt und Stabilität.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

Weitere Vorteile:

Es gibt eine Anziehschlaufe, auch praktisch zum Aufhängen in Trockenräumen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

Verarbeitung:

Der Schuh ist top verarbeitet. Es ist alles sauber genäht oder verklebt. Die Abnutzungserscheinungen sind selbst nach Wanderungen in herausforderndem Gelände minimal.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

Preis: 

Der Preis ist sicherlich in der Oberklasse einzusortieren. Aber du bekommst dafür auch einen, wie bereits geschrieben, top verarbeiteten Bergstiefel, der steigeisenkompatibel und wasserdicht ist, und bei dem nur das beste Material (Perwanger) verarbeitet worden ist. Ebenso ist der Schuh wieder besohlbar, sodass man mit den Freney sicherlich viele, viele Jahre Spaß haben kann. 

 

Mein Fazit:

Absolut gewinnbringender Schuh, wenn man auch mal höhere, alpine Touren machen möchte. Letztlich ist er für jedes Abenteuer vorbereitet und man wird aufgrund seiner hohen qualitativen Verarbeitung viel und lange Freude an ihm haben. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Asolo Freney Evo Mid LTH GV - Bergstiefel der Kategorie C, Herren

 

 



Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

Stimme ab: War diese Bewertung für dich hilfreich?

2
0


Bequemer Kletterschuh für lange Tage am Seil
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Bequem
  • Neutrale Form
  • Dank der Schnürsenkel sehr individuell anpassbar
  • Gute Kantenstabilität
  • Guter Gummi mit viel Grip
  • Sehr guter Allrounder

NACHTEILE

  • Kann an der Achillessehne anfangs drücken
  • Nicht gut für Toehooks
  • Ich persönlich bevorzuge weichere Gummimischungen

BEWERTUNG

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix

Als Outside Stories Produktscout wurde mir der Scarpa Helix Kletterschuh mit Schnürung zum Testen zur Verfügung gestellt. Ich habe den Schuh über mehrere Sessions in der Halle und am Fels getestet und schildere euch hier meine Eindrücke, Vor- und Nachteile sowie die wichtigsten Eigenschaften.

Hier die Gliederung dieses Tests:

  • Über den Hersteller

  • Features

  • Erster Eindruck

  • Im Einsatz

  • Fazit

 

Über den Hersteller

Scarpa wurde als kleine Schuhmanufaktur 1938 in Norditalien gegründet. Über die Jahre hat sich Scarpa zu einer international bekannten und geschätzten Outdoor-Marke entwickelt und bietet neben Berg- und Kletterschuhen auch Ski-, Trekking-, Hiking-, Running- sowie Lifestyle-Schuhe an.

90 Prozent der Herstellung und Materialbeschaffung finden mittlerweile unter strengen Auflagen in Europa statt, 60 Prozent sogar direkt in Italien. Dadurch werden hohe Standards und gute Qualität garantiert. Die Bergsteiger-Linie wird sogar zu 100 Prozent in Italien produziert. Die Scarpa-Produkte werden außerdem zu 85 Prozent in eigenen Fabriken hergestellt, was eine sehr gute Kontrolle der Produktionskette sowie der sozialen und ökologischen Praktiken in der Produktion ermöglicht.

Die Standorte von Scarpa wurden mit Photovoltaikanlagen versehen und sparen somit rund 320 Tonnen CO₂‑Emissionen pro Jahr ein. Scarpa entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter und entwickelt das Unternehmen wie auch die Produkte in eine mehr und mehr nachhaltigere Richtung.


 Features
 

  • Neutraler Kletterschuh mit flachem Profil.

  • Schnürung bis fast zu den Zehen für maximale Anpassbarkeit.

  • Obermaterial: 2,0 mm metallfreies Leder.

  • Sohle: Vibram XS Edge mit 3,5 mm Stärke.

  • Mittlere Steifigkeit durch thermoplastische Polymer-Zwischensohle.

  • Passive Rand-Konstruktion für klassischen Kletterschuh-Performance.

  • Gewicht: ca. 215–235 g pro Schuh (Größe 40–41).

  • Größen: 39–47 (Halbgrößen), 48–50 (Ganzzahlen).

  • neu besohlbar (was meines wissen quasi bei jedem Kletterschuh möglich ist)

  • Hergestellt in Rumänien.
     

Erster Eindruck

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix
Schuh von Oben
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix

Der Scarpa Helix macht auf den ersten Blick einen sehr klassischen und soliden Eindruck. Das Design ist schlicht und funktional, ohne unnötige Spielereien, was mir bei so einem Schuh auch sehr gut gefällt. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, wie ich es von Scarpa kenne: Die Nähte sind sauber verarbeitet und das Leder-Obermaterial fühlt sich sehr angenehm an.

Besonders positiv ist die durchgehende Schnürung, die fast bis zu den Zehen reicht. Dadurch lässt sich der Schuh sehr individuell an den eigenen Fuß anpassen. Auch die neutrale Form und das flache Profil vermitteln mir direkt das Gefühl, dass es sich hier um einen komfortablen Allround-Kletterschuh handelt, den man lange am Stück tragen kann. Ideal also für lange Kletterrouten, bzw. Mehrseillängen. 

Im Einsatz
 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix

Ich beginne hier mal mit dem Anziehen der Schuhe. Solange man die Schnürsenkel gut öffnet, dann kommt man leicht in den Schuh hinein. Hier merkt man auch gleich beim Festziehen, wie gut man den Schuh an den Fuß individuell anpassen kann. Auch kann man sehr gut den Schuh mal aggressiver, also fester, binden und mal sehr bequem. Allerdings drückte mir der Schuh schon beim Festziehen an der Achillessehne und ich hatte kurz Sorge, dass mir der Schuh nicht passt. Aber bereits 5 Sekunden nach dem Zubinden und drei Schritten später, war der Druck weg und der Helix hat nirgends mehr gedrückt. 

Zum Einsatz ist der Schuh bei mir beim Bouldern in der Halle und beim Klettern im Fels (Porphyr) gekommen. Ich bin in der Halle an Kunstgriffen gut klargekommen, allerdings bevorzuge ich beim Bouldern eher Schuhe, die auch eher für das Bouldern ausgelegt sind. Beim Klettern am Fels, gerade in entspannten Genuss-Routen, gefiel mir der Scarpa Helix richtig gut. Der Schuh sitzt so bequem und performt super solide, dass ich eigentlich gar nicht mehr auf den Schuh geachtet habe und Spaß gehabt habe, und so soll es meiner Meinung nach auch sein. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix
Am Fels 3

Die Kantenstabilität empfinde ich ebenfalls als sehr gut. Auf kleinen Leisten fühlt sich der Schuh stabil und unterstützend an. Auch auf Reibung antreten funktioniert bei dem Schuh sehr zuverlässig. Beim Bouldern bin ich mit Heelhooks auch sehr gut zurechtgekommen, allerdings funktionieren Toehooks nicht so gut. Das liegt einerseits daran, dass die Schnürsenkel fast bis zu den Zehen reichen und die Toehooks teilweise weh tun können, andererseits auch daran, dass auf der Oberseite kein Gummi für mehr Grip vorhanden ist. Das sehe ich nun aber nicht als negativen Punkt für den Schuh, da dies das Einsatzgebiet des Scarpa Helix auf jeden Fall überschreitet. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix

Der Vibram XS Edge-Gummi bietet viel Grip und ist dabei recht langlebig, was ich als großen Vorteil sehe. Ich kenne den Gummi bereits seit einigen Jahren von vielen anderen Schuhen. Ich persönlich bevorzuge mittlerweile aber weichere Gummimischungen.

An der Wand zeigt der Helix schnell, dass er für Komfort und Vielseitigkeit gemacht ist. Die neutrale Form und das flache Profil sorgen dafür, dass ich den Schuh auch bei längeren Sessions durchgehend tragen kann. Zwar habe ich in dem Test keine Mehrseillängen-Routen klettern können, aber gerade hier sehe ich den Scarpa Helix mit seinem Komfort am besten aufgehoben, da man ihn sehr lange tragen kann.

Am Fels 4

Was den Verschleiß angeht, verhält sich der Scarpa Helix recht „normal“ wie ich es vom Vibram XS Edge-Gummi gewohnt bin. Mit dem Schuh kann man also eine ganze Weile Spaß in vielen Routen haben, ohne über eine Neubesohlung nachdenken zu müssen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Scarpa Helix

Fazit

Der Scarpa Helix ist für mich ein sehr gelungener, neutraler Kletterschuh mit einem klaren Fokus auf Komfort, Vielseitigkeit und Langlebigkeit. Die Schnürung ermöglicht eine sehr individuelle Anpassung, die Kantenstabilität ist gut und der Vibram XS Edge-Gummi bietet viel Grip. Auch die Verarbeitung scheint mir makellos und das klassisch schlichte Design gefällt mir sehr gut.


Kritikpunkte gibt es von meiner Seite kaum, bzw. sind diese wohl eher eine persönliche Geschmackssache. Für mich persönlich dürfte der Helix ruhig mit einer weicheren Gummimischung ausgestattet sein. Das Toehooks nur bedingt möglich sind bzw. aufgrund der Schnürsenkel unangenehm sein können, finde ich auch nicht schlimm, da der Schuh dafür nicht ausgelegt ist. Auch das anfängliche Drücken an der Achillessehne ist ein kleiner Nachteil, der sich, wie oben beschrieben, bereits nach Sekunden legt. Daher gibt es für mich hier keinen Stern Abzug.

Insgesamt überwiegen für mich klar die positiven Eigenschaften, weshalb der Helix für mich eine starke Wahl für Einsteiger, “Genusskletterer”, lange Klettertage,  Mehrseillängen-Routen und alle ist, die einen bequemen, vielseitigen Kletterschuh für Halle und Fels suchen.



Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

Stimme ab: War diese Bewertung für dich hilfreich?

2
0


Merino-Komfort der Laune macht. Farbe trifft Funktion!
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Sehr hoher Tragekomfort
  • Gute Temperaturregulierung
  • Angenehmes Feuchtigkeitsmanagement
  • Kaum Geruchsentwicklung
  • Hochwertige, langlebige Verarbeitung
  • Moderne, farbenfrohe Designs

NACHTEILE

  • Für enge Schuhe recht kräftig
  • Für sehr heiße Tage eher zu warm
  • Garantie Abwicklung aus Deutschland nicht ganz transparent

BEWERTUNG

Darn Tough Vanna Grizzle – Gute-Laune-Socke mit richtig viel Funktion

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Darn Tough verbindet hochwertige Outdoorsocken in Kombination mit jede Menge farbenfroher gute Laune 

Wandersocken gehören für mich zu den Dingen, die man vielleicht erst einmal unterschätzt. Ein guter Wanderschuh bekommt viel Aufmerksamkeit, aber was direkt zwischen Fuß und Schuh steckt, ist mindestens genauso wichtig. Eine Socke kann schließlich darüber entscheiden, ob sich die Füße auch nach mehreren Kilometern noch wohlfühlen oder ob es irgendwo drückt, scheuert, feucht wird oder sich sogar Blasen entwickeln.

Ich trage beim Wandern sehr gerne Merinosocken und war deshalb gespannt auf die Darn Tough Vanna Grizzle. Schon beim ersten Auspacken war allerdings klar: Funktion ist hier nur die eine Seite. Die Socke sieht einfach richtig gut aus und unterscheidet sich wohltuend von dem, was man vielleicht noch immer mit einer klassischen Wandersocke verbindet.

Getestet habe ich sie über mehrere Wochen in unterschiedlichen Schuhen, auf meinen normalen Hunderunden und bei weiteren Touren. Dabei reichte das Wetter von trockenen rund 20 Grad bis hinunter zu kühlen Morgenstunden mit ungefähr 9 Grad.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Die Vanna Grizzle wurden mir mit einem persönlichen Gruß und ein Paar echt coolen Lifestyl Socken geliefert. Eine riesen Überraschung. Nochmals herzliche Dank dafür <3

Transparenz – so habe ich getestet

Für diesen Produkttest werde ich nicht bezahlt. Meine Bewertung basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen während des Testzeitraums. Dabei versuche ich wie immer, sowohl die positiven Seiten als auch mögliche Einschränkungen eines Produkts zu betrachten.

Damit ihr meine Eindrücke besser einordnen könnt, ein paar Angaben zu mir:

Ich bin 1,80 Meter groß, wiege aktuell etwa 65 Kilogramm und trage je nach Schuhmodell meistens Größe 42 bis 42,5.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Große Frau mit großen Füßen und das mit der guten Laune hat funktioniert.

Ich bin sehr viel zu Fuß unterwegs. Dazu gehören meine täglichen Hunderunden genauso wie längere Wanderungen und Touren auf unterschiedlichen Untergründen.

Für einen Sockentest ist bei mir außerdem eine Besonderheit interessant: Mein linker großer Zeh ist etwas ausgeprägter als rechts. Genau dort entsteht bei meinen Socken meistens die größte Reibung. Wenn eine Socke bei mir irgendwann dünn wird oder ein Loch bekommt, passiert das sehr häufig zuerst an dieser Stelle.

Deshalb beobachte ich gerade diesen Bereich bei neuen Wandersocken immer ziemlich genau.

Was sagt Darn Tough zur Vanna Grizzle?

Die Vanna Grizzle ist eine mitteldicke Damen-Wandersocke in Boot-Höhe. Meine getestete Variante trägt die Bezeichnung Goat Blue und die Style-Nummer 5017.

Laut Hersteller misst die Socke von der Ferse bis zum Bündchen durchschnittlich etwa 27 Zentimeter und schaut damit ungefähr 10 Zentimeter über einen normalen Wanderschuh hinaus.

Bei meinem Modell handelt es sich um die Größe L/G, die laut Verpackung für US-Damengrößen 10 bis 11,5 vorgesehen ist.

Die Materialzusammensetzung lautet:

  • 60 % Merinowolle
  • 38 % Nylon
  • 2 % Lycra-Elasthan

Darn Tough bezeichnet die Socke als Midweight with Cushion, also als mitteldicke Wandersocke mit Polsterung.

Unter dem Fuß befinden sich weiche Frotteeschlingen, die für zusätzliche Dämpfung sorgen. Weitere gezielte Polsterbereiche am Bein sollen vor Druck durch den Schuh beziehungsweise die Schnürung schützen.

Auch der Bereich der Achillessehne ist zusätzlich verstärkt und gepolstert.

Die sogenannte True Seamless Toe-Technologie soll dafür sorgen, dass im Zehenbereich keine störende Naht spürbar ist.

Darn Tough wirbt außerdem mit einer Performance-Passform, die Verrutschen, Faltenbildung und damit verbundene Blasenbildung verhindern soll.

Die verwendete Merinowolle soll Feuchtigkeit regulieren und temperaturausgleichend wirken. Dadurch soll die Socke sowohl bei kühleren als auch bei wärmeren Bedingungen ein angenehmes Fußklima bieten.

Produziert werden die Socken in Vermont in den USA.

Und dann gibt es noch ein ziemlich außergewöhnliches Herstellerversprechen: Darn Tough wirbt mit einer bedingungslosen lebenslangen Garantie. Auf diesen Punkt komme ich später noch einmal zurück.

Farben und Muster – Darn Tough kann auch richtig fröhlich

Was mir bei Darn Tough generell ausgesprochen gut gefällt, ist das große, farbenfrohe und teilweise ziemlich ausgefallene Sortiment.

Die von mir getestete Vanna Grizzle in Goat Blue ist dabei eigentlich nur ein Beispiel für die Vielfalt, die der Hersteller anbietet.

Es gibt zahlreiche Farben, geometrische Muster, Naturmotive und teilweise richtig verspielte Designs.

Das gefällt mir.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Die Hauptfarbe, ein dezentes Dunkelblau, harmoniert mit den analogen Farben des Farbkreises. Dort liegen Blau und Grün nebeneinander, was für das Menschliche Auge von Natur aus beruhigend und angenehm wirkt.

Viele Funktionssocken sehen eben genau danach aus: funktional. Grau, schwarz, braun oder vielleicht noch ein bisschen Grün.

Darn Tough macht daraus deutlich mehr.

Für mich sind viele dieser Modelle echte Gute-Laune-Socken.

Meine Goat Blue kombiniert verschiedene Blau-, Türkis- und Grüntöne mit kleinen hellen Farbakzenten und einem Tiermotiv. Und spätestens durch die Bezeichnung Goat Blue ist auch klar, was darauf zu sehen ist: eine Ziege beziehungsweise Bergziege.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Neben der Bergziege bietet Darn tough noch zwei weitere Tiermotive in anderen Farbkombinationen an. Den Eisbären und den Elch.

Gerade zusammen mit meinen blauen Wanderschuhen sieht das richtig stimmig aus.

Weil eine Boot-Socke über einem halbhohen Wanderschuh sichtbar bleibt, finde ich es besonders schön, wenn sie nicht einfach nur irgendwie aus dem Schuh herausschaut, sondern tatsächlich Teil des gesamten Looks wird.

Modern, frisch, ein bisschen verspielt – und überhaupt nicht dieses typische Wandersocken-Look-Gedöns.

Schon beim Anziehen merkt man den Unterschied

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Schon beim ersten Einsatz spürt man die hochwertige Verarbeitung und die herausragende Qualität.

Die Vanna Grizzle fühlt sich für mich deutlich anders an als eine dünne reine Polyester-Sportsocke.

Man merkt sofort, dass man eine richtige Socke mit einem hohen Wollanteil trägt.

Die Strickstruktur ist dichter, das Material etwas kräftiger und insgesamt fühlt sich die Socke einfach sehr komfortabel an.

Ich mag dieses Gefühl ausgesprochen gerne.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Das Strickbild ist engmaschig und stabil, das Material ultraweich und super angenehm zu tragen.

Die Socke sitzt angenehm am Fuß und fühlt sich weich an, ohne schwammig zu wirken.

Auch die Polsterung unter dem Fuß ist spürbar, ohne dass ich das Gefühl hätte, eine extrem dicke Wintersocke zu tragen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Alle wichtigen Infos findet man direkt auf der Verpackung.

Die Zehennaht habe ich beim Tragen nicht störend wahrgenommen. Gerade auf längeren Strecken ist das ein wichtiger Punkt, denn jede kleine Kante kann irgendwann anfangen zu nerven.

Bei der Vanna Grizzle hatte ich dieses Problem überhaupt nicht.

Viel Komfort – aber die Socke braucht Platz im Schuh

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Perfektes Wandergefühl, die Kombination von Wanderschuhen und Vanna Grizzle

Eine Sache sollte man allerdings unbedingt vor dem Kauf beziehungsweise bei der Schuhwahl berücksichtigen:

Die Vanna Grizzle ist eine Midweight-Socke und damit deutlich kräftiger als eine dAm ünne Lauf- oder Trailrunningsocke.

Das bedeutet automatisch, dass sie im Schuh etwas mehr Platz benötigt.

Ein Schuh, der ohnehin schon knapp sitzt, kann mit einer solchen Socke schnell zu eng werden.

Das ist kein Fehler der Socke, sondern schlicht eine Folge der Materialstärke.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Laufschuhe gehen auch, sie sollten allerdings etwas großzügiger geschnitten sein.

In klassischen Wanderschuhen oder halbhohen Wanderschuhen ist das meistens überhaupt kein Problem. Dort ist häufig ohnehin genügend Platz für eine etwas kräftigere Wandersocke vorgesehen.

Anders kann es bei knapp geschnittenen Trailrunning- oder Laufschuhen aussehen.

Dort arbeite ich persönlich sowieso lieber mit etwas dünnerem Material.

Trotzdem würde ich die Vanna Grizzle nicht grundsätzlich auf klassische Wanderschuhe beschränken. In einem entsprechend großzügig geschnittenen Trailrunningschuh kann ich mir sie durchaus vorstellen.

Entscheidend ist letztendlich, wie viel Platz der jeweilige Schuh bietet.

Erster Test bei rund 20 Grad – Merino kann eben mehr als nur wärmen

Merino ist nicht nur was für kalte Tage. 

Meine erste richtige Runde mit der Vanna Grizzle ging über ungefähr drei Kilometer.

Ich trug sie in einem leichten, halbhohen Wanderschuh. Das Wetter war trocken und mit ungefähr 20 Grad noch relativ mild.

Gerade das fand ich für den Test ziemlich spannend.

Hohe Merino-Wandersocken verbindet man schnell mit Herbst, Winter oder kalten Bergtouren. Aber Merinowolle kann eben deutlich mehr als nur warmhalten.

Bei etwa 20 Grad empfand ich die Socke als ausgesprochen angenehm.

Das Fußklima war ausgeglichen, die Socke fühlte sich nicht unangenehm warm an und die Feuchtigkeit wurde gut aufgenommen.

Natürlich würde ich persönlich bei 35 Grad wahrscheinlich zu einer deutlich dünneren Socke greifen.

Aber um die 20 Grad herum hat mich die Vanna Grizzle positiv überrascht.

Gerade an etwas kühleren Sommertagen oder in den Übergangszeiten zeigt sich damit schon, wie vielseitig eine gute Merinosocke sein kann.

Dann kamen die kühlen Morgen mit nur 9 Grad

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Da freut man sich schon auf den Herbst und den Winter; nie mehr kalte Füße.

Später konnte ich die Vanna Grizzle auch bei deutlich niedrigeren Temperaturen tragen.

Auf meiner morgendlichen Hunderunde hatten wir teilweise nur noch etwa 9 Grad.

Und da spielt eine solche Socke natürlich noch einmal ganz andere Stärken aus.

Die Füße bleiben angenehm warm, ohne dass sich innerhalb des Schuhs dieses überhitzte oder klamme Gefühl entwickelt.

Genau diese Temperaturregulierung gefällt mir bei Merinowolle so gut.

Bei etwa 20 Grad angenehm und bei 9 Grad ebenfalls angenehm – das ist für mich eine ziemlich gute Bandbreite.

Damit sehe ich die Vanna Grizzle ganz klar nicht nur als reine Wintersocke.

Gerade für Frühjahr, Herbst, kühlere Sommertage und wechselnde Bedingungen halte ich sie für sehr interessant.

Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass es unangenehm wird

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Mit verschiedenen Schuhen auf unterschiedlichen Strecken. Die Socken funktionieren immer.

Wer länger wandert oder läuft, produziert natürlich Feuchtigkeit am Fuß.

Auch wenn ich persönlich nicht zu ausgeprägten Schweißfüßen neige, werden Socken bei längerer Bewegung trotzdem warm und irgendwann auch etwas feucht.

Hier gefällt mir die Vanna Grizzle ebenfalls sehr gut.

Die Merinowolle nimmt Feuchtigkeit auf und sorgt für ein angenehm ausgeglichenes Fußklima.

Ich würde deshalb eher von feuchtigkeitsregulierend sprechen.

Die Socke nimmt Feuchtigkeit vom Fuß auf, ohne sich sofort unangenehm nass anzufühlen.

Das macht gerade auf längeren Strecken einen spürbaren Unterschied.

Natürlich ist das immer auch individuell.

Wer extrem stark an den Füßen schwitzt, kann mit derselben Socke möglicherweise andere Erfahrungen machen als ich.

Für meinen persönlichen Einsatz hat das Feuchtigkeitsmanagement aber sehr gut funktioniert.

Geruchsentwicklung? Bei mir praktisch kein Thema

Ob Schweiß oder nasse Füße von nassem Gras oder Regen, ich konnte keine unangenehmen Gerüche feststellen.

Auch die Geruchsentwicklung ist für mich bei Wandersocken ein interessanter Punkt.

Ich selbst neige zwar nicht besonders zu Schweißfüßen, aber wenn man viel läuft, die Füße warm werden und die Socken Feuchtigkeit aufnehmen, kann sich trotzdem irgendwann ein leicht muffiger Geruch entwickeln.

Während meines gesamten Testzeitraums konnte ich das bei der Vanna Grizzle nicht feststellen.

Die Socke blieb im normalen Gebrauch auch geruchstechnisch ausgesprochen angenehm.

Das gehört für mich ganz klar zu den Vorteilen des hohen Merinoanteils.

Auch hier möchte ich allerdings fair bleiben: Das ist meine persönliche Erfahrung und kein Versprechen, dass dies bei jedem Menschen genauso sein muss.

Waschen – unkompliziert und überraschend schnell wieder trocken

Nach einigen Wäschen, ob per Hand oder in der Maschine, die Socken trocknen schnell und behalten Form und Farbe,

Ich habe die Vanna Grizzle sowohl per Hand als auch in der Waschmaschine gewaschen.

Beides hat problemlos funktioniert.

Wichtig ist bei Wollprodukten natürlich die richtige Pflege.

Ich verzichte grundsätzlich auf Weichspüler, denn der gehört bei Woll- und Funktionsmaterialien für mich nicht in die Wäsche.

Nach dem Waschen war ich außerdem positiv überrascht, wie schnell die Socken wieder trocknen.

Das ist gerade auf längeren Touren praktisch.

Wer unterwegs abends einmal ein Paar Socken mit der Hand auswäscht, möchte schließlich nicht am nächsten Morgen noch völlig nasse Wandersocken vorfinden.

Bislang haben weder Handwäsche noch Maschinenwäsche sichtbare negative Auswirkungen auf das Material oder die Passform gehabt.

Verschleiß – und jetzt kommt mein linker großer Zeh ins Spiel

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Nach 6 Wochen intensivem Einsatz konnte ich keine Verschleißerscheinungen feststellen.

Das Thema Haltbarkeit finde ich bei diesen Socken besonders interessant.

Wie bereits erwähnt, gibt es bei mir eine typische Schwachstelle: meinen linken großen Zeh.

Dort entsteht durch meine Fußform mehr Reibung als auf der rechten Seite.

Bei vielen Socken sehe ich deshalb irgendwann genau dort zuerst eine dünnere Stelle.

Und wenn sie schließlich durch sind, dann meistens an diesem Zeh.

Deshalb habe ich bei der Vanna Grizzle während des Testzeitraums immer wieder genau hingeschaut.

Bislang ist dort überhaupt nichts Auffälliges zu sehen.

Keine dünne Stelle, keine erkennbare Materialschwäche und auch sonst keine auffällige Abnutzung.

Im Gegenteil: Die Socken sehen nach mehreren Wochen Nutzung und mehreren Waschgängen noch erstaunlich ähnlich aus wie an dem Tag, an dem ich sie ausgepackt habe.

Das finde ich ausgesprochen positiv.

Natürlich kann ich nach einem Testzeitraum von maximal ungefähr sechs Wochen keine Aussage darüber treffen, wie die Socke nach zwei oder drei Jahren aussieht.

Das wäre auch nicht seriös.

Aber der erste Eindruck hinsichtlich Materialqualität und Verarbeitung ist sehr gut.

Und gerade weil ich bei meinen Füßen eine typische Schwachstelle kenne, ist es für mich besonders aussagekräftig, dass dort bislang noch nichts passiert ist.

Lebenslange Garantie – ein starkes Versprechen mit einer offenen Frage

Darn Tough wirbt mit einer bedingungslosen lebenslangen Garantie.

Das klingt zunächst natürlich hervorragend.

Wenn ein Hersteller ein Produkt mit einer solchen Garantie ausstattet, spricht das zumindest für ein großes Vertrauen in die eigene Haltbarkeit.

Für mich gibt es dabei allerdings noch eine ganz praktische Frage, die sich während meines Tests nicht beantworten ließ:

Wie unkompliziert und vor allem wie kostengünstig ist die Garantieabwicklung für einen Kunden aus Deutschland tatsächlich?

Denn hier kommt für mich die wirtschaftliche Seite ins Spiel.

Wenn ein Paar hochwertige Wandersocken beispielsweise zwischen 20 und 30 Euro kostet, die Einsendung im Garantiefall aber möglicherweise zehn oder zwölf Euro Versand verursacht, stellt sich irgendwann die Frage, ob sich der Aufwand überhaupt noch lohnt.

Eine lebenslange Garantie ist schließlich nur dann ein wirklicher Mehrwert, wenn sie auch praktikabel genutzt werden kann.

Da meine Vanna Grizzle bisher keinerlei Defekt zeigt, konnte ich die Garantieabwicklung selbst natürlich nicht testen.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch nichts behaupten, was ich nicht selbst nachvollziehen konnte.

Sollte sich bei meinen Socken irgendwann tatsächlich ein Loch entwickeln, wäre genau das für mich ein spannender Langzeittest:

Wohin muss ich die Socken aus Deutschland schicken?

Welche Versandkosten entstehen?

Wie aufwendig ist die Abwicklung?

Wie schnell erfolgt der Ersatz?

Und lohnt sich die Garantie für ein einzelnes Paar unter dem Strich tatsächlich?

Wenn es irgendwann so weit kommt, wäre das für mich definitiv ein Thema für einen späteren Nachtrag zum Test.

Schöne Socke oder technische Socke? Für mich ganz klar beides

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Darn Tough verbindet Spaß mit Funktionalität. Eine perfekte Mischung. 

Das ist wahrscheinlich einer der Punkte, die mir an der Vanna Grizzle am besten gefallen.

Sie muss sich nicht zwischen Optik und Funktion entscheiden.

Natürlich könnte eine Wandersocke einfach grau sein und ihren Job erledigen.

Aber warum sollte sie?

Darn Tough zeigt für mich sehr schön, dass technische Outdoorprodukte durchaus Spaß machen dürfen.

Die Farben sind frisch, die Muster ungewöhnlich und die kleine Bergziege gibt dem Ganzen noch einmal einen eigenen Charakter.

Gleichzeitig stimmen aber auch die funktionalen Eigenschaften.

Komfort, Polsterung, Temperaturregulierung, Feuchtigkeitsmanagement und der bislang sehr gute Eindruck hinsichtlich der Haltbarkeit passen für mich zusammen.

Für wen eignet sich die Darn Tough Vanna Grizzle?

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Trekkingsocken für alle, die Qualität für viele Kilometer suchen.

Ich sehe die Socke vor allem bei Wanderinnen, die eine etwas kräftigere und gut gepolsterte Merinosocke mögen.

Besonders gut passt sie für mich zu klassischen Wander- und Trekkingstiefeln sowie zu halbhohen Wanderschuhen.

Auch für Menschen, die schnell Druckstellen durch Schuhschaft oder Schnürung bekommen, können die zusätzlichen Polsterzonen interessant sein.

Durch die gute Temperaturregulierung sehe ich sie nicht nur bei kaltem Wetter.

Meine Erfahrungen zwischen etwa 9 und 20 Grad zeigen, dass sie auch bei gemäßigten Temperaturen sehr angenehm funktioniert.

Wer Wert auf einen hohen Merinoanteil legt und gleichzeitig keine Lust auf langweilige Wandersocken hat, dürfte ebenfalls Gefallen daran finden.

Weniger passend ist die Vanna Grizzle aus meiner Sicht für sehr eng geschnittene Schuhe.

Gerade bei Trailrunning- oder Laufschuhen sollte man prüfen, ob genügend Platz für eine Midweight-Socke vorhanden ist.

Für richtig heiße Sommertage würde ich persönlich ebenfalls eher zu einer dünneren Variante greifen.

Meine Vorteile

  • Sehr hoher Tragekomfort
  • Hoher Merinoanteil
  • Angenehme Temperaturregulierung
  • Gutes Feuchtigkeitsmanagement
  • Bei mir bislang praktisch keine Geruchsentwicklung
  • Angenehme Polsterung unter dem Fuß
  • Zusätzliche Polsterung im Bein- und Achillessehnenbereich
  • Keine störende Zehennaht spürbar
  • Sicherer, faltenfreier Sitz
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Bislang keinerlei erkennbare Abnutzung an meiner typischen Problemstelle am linken großen Zeh
  • Schnelle Trocknung nach dem Waschen
  • Große und ungewöhnlich farbenfrohe Designauswahl
  • Lebenslange Herstellergarantie

Meine Nachteile

  • Durch die Midweight-Ausführung relativ kräftig und deshalb nicht für jeden engen Schuh geeignet
  • Für sehr heiße Sommertage würde ich persönlich eine dünnere Socke bevorzugen
  • Die tatsächliche Langzeithaltbarkeit kann innerhalb eines mehrwöchigen Tests noch nicht abschließend beurteilt werden
  • Bei der lebenslangen Garantie bleibt für mich die praktische Frage offen, welche Versandkosten und welcher Aufwand bei einer Abwicklung aus Deutschland tatsächlich entstehen

Mein Fazit – Gute-Laune-Socke mit Substanz

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Mein Fazit: die Vanna Grizzle gehören unbedingt in den Wanderrucksack.

Die Darn Tough Vanna Grizzle hat ihren bisherigen Praxistest bei mir in allen wichtigen Punkten bestanden.

Sie ist sehr bequem, angenehm gepolstert, sitzt gut und bietet genau das ausgeglichene Fußklima, das ich mir von einer hochwertigen Merinosocke wünsche.

Besonders interessant fand ich die unterschiedlichen Temperaturen während meines Tests.

Bei etwa 20 Grad empfand ich sie trotz ihrer etwas kräftigeren Ausführung noch als ausgesprochen angenehm. Als die morgendlichen Temperaturen später auf ungefähr 9 Grad gefallen sind, konnte sie dann zusätzlich ihre wärmenden Eigenschaften ausspielen.

Das zeigt für mich sehr schön, dass Merinowolle eben nicht einfach nur „warm“ bedeutet, sondern vor allem temperaturregulierend funktioniert.

Auch beim Thema Feuchtigkeit und Geruch konnte mich die Socke überzeugen.

Dazu kommt die Verarbeitung.

Gerade an meiner persönlichen Problemstelle am linken großen Zeh zeigt sich nach mehreren Wochen noch keinerlei auffällige Abnutzung. Für eine endgültige Aussage zur Haltbarkeit ist es natürlich noch viel zu früh, aber der bisherige Eindruck ist ausgesprochen gut.

Und dann wäre da noch die Optik.

Ich mag die Vanna Grizzle einfach.

Die Farben, das Strickmuster und die kleine Bergziege machen daraus für mich eine echte Gute-Laune-Socke.

Überhaupt bietet Darn Tough ein bemerkenswert großes, farbenfrohes Sortiment, sodass die von mir getestete Goat Blue eigentlich nur ein Beispiel dafür ist, wie vielfältig Wandersocken aussehen können.

Preislich gehört Darn Tough sicherlich nicht in die Kategorie Billigsocke.

Aber wenn ich Material, Merinoanteil, Tragekomfort, Verarbeitung, Funktion und den bisherigen Eindruck hinsichtlich der Haltbarkeit zusammennehme, stimmt für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis zu 100 Prozent.

Die lebenslange Garantie ist noch ein zusätzliches starkes Argument – wobei ich erst dann endgültig beurteilen würde, wie wertvoll sie für deutsche Kunden tatsächlich ist, wenn klar ist, wie unkompliziert und kostengünstig der Garantiefall in der Praxis abgewickelt wird.

Bis dahin kann ich aber zumindest über die Socke selbst ein ziemlich eindeutiges Urteil abgeben:

Nicht nur schön anzusehen, sondern richtig funktional – eine hochwertige Merino-Wandersocke, die bei mir bisher praktisch alles richtig macht.

5 von 5 Sternen für die farbenfrohen Merinosocken von Darn Tough.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Darn Tough Vanna Grizzle Wandersocken
Viel Spaß mit den hochwertigen, sportlichen Kuschelsocken von Darn Tough!!

Da möchte man mehr als nur ein Paar haben. Viel Spaß mit euren neuen Wohlfühlsocken. Wir sehen uns draußen.

 



Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

Stimme ab: War diese Bewertung für dich hilfreich?

2
0