Solide Sportbrille für sonnige Tage
VORTEILE
- Hoher Tragekomfort
- Guter UV- und Sonnenschutz
- Breites Sichtfeld
- Stabiler Sitz bei Bewegung
- Geeignet für unterschiedliche Outdoorsportarten
NACHTEILE
- Schwächere Kontrastwahrnehmung
- Wirkt auf schmalen Gesichtern relativ groß
- Material- und Verarbeitungsqualität mit Verbesserungspotenzial
BEWERTUNG
Auch in diesem Jahr hatte ich wieder die Möglichkeit, eine Sportbrille zu testen – diesmal ein Modell des Herstellers Adidas. Bei der getesteten Brille handelt es sich um die Kentro Sonnenbrille, die laut Herstellerbeschreibung vor allem für sportlich aktive Menschen entwickelt wurde, die ein funktionales und zuverlässiges Produkt für ihr Training suchen. Gleichzeitig soll die Brille eine vergleichsweise erschwingliche Alternative zu hochpreisigen Top-Modellen darstellen und sich damit besonders für ambitionierte Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler eignen.
Lieferumfang und erster Eindruck
Die Brille wird in einem stabilen Karton geliefert und zusätzlich durch ein Softcase geschützt, dass sich gut für Transport und Aufbewahrung eignet. Im Lieferumfang befindet sich außerdem ein Brillenputztuch, mit dem sich die Gläser schnell und unkompliziert reinigen lassen.


Beim ersten Auspacken macht die Brille einen ordentlichen Eindruck. Verarbeitung und Design wirken grundsätzlich solide, allerdings kann sie optisch nicht ganz mit einigen meiner anderen Sportbrillen aus dem höherpreisigen Segment mithalten. Besonders auffällig ist die Verbindung zwischen Rahmen und Bügeln/Nasenauflage: Diese erfolgt lediglich über eine kleine Schraube, was zwar funktional ist, optisch jedoch etwas weniger stabil wirkt als bei manchen Konkurrenzmodellen.


Auch der Kunststoff des Rahmens wirkt auf den ersten Blick sauber verarbeitet, fühlt sich jedoch relativ hart an und vermittelt einen leicht spröden Eindruck. Das bedeutet nicht zwingend, dass das Material tatsächlich weniger widerstandsfähig ist, dennoch wirkt es im direkten Vergleich mit anderen Sportbrillen etwas weniger hochwertig.
Die Bügel sowie die Nasenauflagen sind mit einer gummierten Oberfläche versehen. Diese soll für einen sicheren Halt sorgen und verhindern, dass die Brille bei Bewegung oder Schweiß verrutscht. Ein kleiner Nachteil zeigt sich jedoch bei den Nasenflügeln: Diese lassen sich bei diesem Modell nicht individuell anpassen. Dadurch hängt die Passform stark davon ab, ob die Brille von Anfang an gut zum eigenen Gesicht passt. Falls dies nicht der Fall ist, gibt es leider keine Möglichkeiten zur Anpassung.
Varianten
Laut Hersteller ist die Kentro in insgesamt sechs verschiedenen Varianten erhältlich. Die Unterschiede betreffen ausschließlich die Farbgestaltung des Rahmens sowie die Farbe beziehungsweise Verspiegelung der Gläser. Technisch sind alle Varianten identisch ausgestattet und verfügen über Schutzklasse 3. Diese Schutzklasse eignet sich besonders für helles Sonnenlicht und intensive Sonneneinstrahlung.
Folgende Farbkombinationen sind laut Datenblatt verfügbar:
• Matt Schwarz / Grau
• Kristall / Violett verspiegelt
• Hellbraun / Muster mit braun verspiegelten Gläsern
• Matt Blau / Blau verspiegelt
• Matt Dunkelrot / Roviex verspiegelt
• Matt Schwarz / Violett verspiegelt
Für meinen Test habe ich mich für die Variante Crystal / Violet Mirror entschieden. Diese Ausführung wirkt optisch sportlich und modern, gleichzeitig fällt sie durch die leicht violette Verspiegelung der Gläser auch etwas auf.
Größe und Passform
Die wichtigsten technischen Maße der Brille sind:
• Glashöhe: 52 mm
• Glasbreite: 137 mm
• Bügellänge: 125 mm
• Stegbreite: 18 mm
Leider konnten keine genaueren Informationen über die konkret verwendeten Materialien ermittelt werden. Weder eine ausführliche Online-Recherche noch eine direkte Anfrage beim Hersteller führten zu entsprechenden Angaben oder weiterführenden Details zu den eingesetzten Werkstoffen.
Kurzfassung des Testergebnisses
Die Kentro eignet sich vor allem für Outdooraktivitäten bei starker Sonneneinstrahlung. Der Blick durch das rosafarbene Glas empfinde ich grundsätzlich als angenehm und nicht störend. Allerdings wird im direkten Vergleich mit hochpreisigen Top-Modellen schnell deutlich, dass Unterschiede bei Kontrast und Farbdarstellung bestehen.


Das Bild wirkt leicht abgedunkelt und minimal gedämpft, wodurch Farben etwas weniger kontrastreich erscheinen. Bei intensiver Sonneneinstrahlung ist die Brille jedoch sehr angenehm zu tragen und bietet ausreichend Schutz sowie eine insgesamt gute Sicht.
Bei schwächeren Lichtverhältnissen zeigen die Gläser allerdings gewisse Schwächen. Besonders die Wahrnehmung von Kontrasten, beispielsweise bei unterschiedlichen Untergründen, nimmt deutlich ab.
Sehr positiv fällt hingegen der Tragekomfort auf. Auch bei schweißtreibenden Belastungen sitzt die Brille zuverlässig und verursacht keine unangenehmen Druckstellen. Selbst bei häufigem Wechsel zwischen kalten und warmen Temperaturen sowie bei intensiver körperlicher Aktivität konnte ich nur ein geringes Beschlagen der Gläser feststellen.


Testbericht für alle die es etwas genauer wissen wollen:
In den letzten Wochen habe ich die Sportbrille intensiv getestet. Zum Einsatz kam sie vor allem beim Langlaufen, beim Skirollern sowie beim Laufen. Darüber hinaus habe ich sie auch bei längeren Autofahrten getragen, bei denen sich ebenfalls ein guter Eindruck vom Tragekomfort und der optischen Qualität gewinnen ließ.


Was erwarte ich von einer guten Sportbrille?
Für mich sind bei einer Sportbrille vor allem vier Punkte entscheidend:
• optimaler UV- und Windschutz
• breites Sichtfeld und gute Kontrastwahrnehmung
• hoher Tragekomfort auch bei langen und intensiven Belastungen
• Stabilität und Haltbarkeit im sportlichen Einsatz
Gerade bei Outdooraktivitäten im Winter ist die Belastung für die Augen besonders hoch. Intensive Sonneneinstrahlung in Kombination mit reflektierendem Schnee kann die Augen stark beanspruchen. Die Kentro bietet hier laut Hersteller einen vollständigen UVA- und UVB-Schutz sowie Schutzklasse 3. Diese entspricht einer Lichtdurchlässigkeit von etwa 8 bis 18 Prozent und ist damit besonders für helle und sonnige Bedingungen geeignet.
Bei intensiver Sonneneinstrahlung unter winterlichen Bedingungen sind die Augen sehr gut geschützt. Während meiner Tests hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mich die Sonne oder der stark reflektierende Schnee blendet.
Anders sieht es bei schnellen Wechseln der Lichtverhältnisse aus. Beim Langlaufen beispielsweise führt der Wechsel zwischen offenen Flächen und schattigen Waldstücken zu deutlich unterschiedlichen Lichtbedingungen. In solchen Situationen nimmt die Kontrastwahrnehmung mit der Kentro spürbar ab. Dadurch musste ich die Brille gelegentlich kurz absetzen, um Unebenheiten oder Spuren im Schnee besser erkennen zu können.
Auch in den Abendstunden, bei Nebel oder generell bei sehr trübem Wetter ist die Brille daher nur eingeschränkt geeignet.
Tragekomfort und Stabilität
Einen sehr positiven Eindruck hinterlässt die Kentro beim Tragekomfort. Selbst bei längeren Trainingseinheiten sitzt die Brille angenehm und stabil. Das gilt sowohl beim Langlaufen als auch beim Trailrunning oder Skirollern.
Auch in Kombination mit einem Helm, beispielsweise beim Skirollern, funktioniert die Brille problemlos. Die Bügel liegen angenehm an und verursachen selbst nach mehreren Stunden keine Druckstellen.
Sichtfeld und Windschutz
Ein weiterer wichtiger Punkt bei Sportbrillen ist das Sichtfeld. Die Kentro bietet durch das große Glas und den relativ schmalen Rahmen ein sehr breites Sichtfeld. Dadurch bleibt auch der seitliche Blickbereich weitgehend frei, was besonders bei schnellen Sportarten von Vorteil ist.
Auf einem eher schmalen Gesicht wirkt die Brille allerdings etwas groß und dadurch leicht wuchtig. Laut Hersteller richtet sich das Modell jedoch ohnehin eher an männliche Outdoorenthusiasten, weshalb die Passform für größere Gesichtsformen vermutlich besser geeignet ist.
Bei Wind schützt die Brille meine Augen insgesamt gut. Besonders bei Gegenwind oder kalten Temperaturen verhindert sie zuverlässig, dass die Augen zu tränen beginnen. Wenn der Wind allerdings stark von der Seite oder von hinten kommt, kann durch die Bauweise etwas Luft eindringen, insbesondere bei schmaler Gesichtsform.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Insgesamt wirkt die Brille widerstandsfähig und ordentlich verarbeitet. Im mitgelieferten Softcase lässt sie sich gut schützen und problemlos transportieren. Beim Transport im Rucksack oder Koffer sollte man dennoch etwas vorsichtig sein, um Beschädigungen zu vermeiden.
Ich gehe generell sehr sorgfältig mit meiner Sportausrüstung um. Nach einer Testphase von etwa sechs Wochen weist die Brille daher keinerlei Schäden oder Kratzer auf.
Fazit
Die Kentro von Adidas ist insgesamt eine solide Sportbrille, die die grundlegenden Anforderungen für viele Outdooraktivitäten erfüllt. Besonders bei starker Sonneneinstrahlung bietet sie einen zuverlässigen Schutz und einen angenehmen Tragekomfort.
Beim Preis-Leistungs-Verhältnis sehe ich jedoch noch etwas Verbesserungspotenzial. Zwar ist die Brille etwas günstiger als einige meiner anderen Sportbrillen, dafür muss man insbesondere bei der Glasqualität gewisse Abstriche in Kauf nehmen.
Am meisten überzeugen konnte mich der Tragekomfort. Das Nasenpad sitzt nahezu unbemerkt und gleichzeitig rutschfest auf dem Nasenrücken. Auch die Bügel verursachen selbst nach mehreren Stunden keine unangenehmen Druckstellen.
Selbst bei leichten bis mittleren Stoßbelastungen, wie etwa beim Bergablaufen auf einem unebenen Trail oder bei schnellen Richtungswechseln, sitzt die Kentro stabil, muss nur selten nachjustiert werden und verursacht in meinem Fall keinerlei unangenehme Stöße im Bereich der Wangenknochen.