Gemütlicher Barfußschuh für den Alltag.
VORTEILE
- Geräumiger Zehenbereich
- Langlebige Sohle
- Angenehmes Laufgefühl
NACHTEILE
- Für alpines Gelände zu dünne Sohle
BEWERTUNG
Produktbeschreibung
Bei dem Xero Shoes HFS II handelt es sich um einen Barfußschuh, der für ein besonders neutrales Laufgefühl und eine natürliche Gangart sorgen soll und mit einer sehr langlebigen Sohle wirbt. Ich habe den Schuh bei unterschiedlichsten Aktivitäten über einen längeren Zeitraum getestet.
Der Schuh ist aktuell für ca. 110€ in fünf unterschiedlichen Farben erhältlich.

Bewertung
- Geräumiger Zehenbereich
Der Schuh ist im vorderen Bereich relativ breit geschnitten, sodass die Zehen immer genügend Freiraum haben. Dies sorgt einerseits dafür, dass die Zehen nicht unnatürlich eingeengt werden, und andererseits dafür, dass sich das Laufen ziemlich natürlich anfühlt, eben fast wie barfuß.
- Langlebige Sohle
Xero Shoes wirbt mit einer abriebsfesten Sohle, die laut Website 5.000 Meilen halten soll. Ich bin mit dem Schuh ca. 100km gejoggt und habe ihn relativ viel im Alltag getragen (spazieren, Fitnessstudio etc.) und bislang sind noch keine großen Abnutzungen erkennbar. Ob der Schuh tatsächlich 8000 km hält, wage ich zu bezweifeln, wobei das mit Sicherheit auch stark abhängig vom Untergrund ist. Aus meiner Erfahrung sind die meisten Schuhe jedoch spätestens nach 1000 km abgelaufen, zumal dann auch der Rest des Schuhs langsam schwächelt (Nähte etc.)
Dementsprechend bewerte ich den Punkt grundsätzlich positiv, auch wenn ich mir das mit den 8000 km nur schwer vorstellen kann.
- Angenehmes Laufgefühl
Sowohl beim Joggen als auch beim normalen Gehen sorgt der Schuh für ein angenehmes Laufgefühl, da der Fuß in seiner natürlichen Funktion belastet wird und man keine Sprengung/Pronation vom Schuh hat. Gerade als jemand, der sehr sehr viel läuft und beruflich viel in Stiefeln unterwegs ist, ist das eine sehr willkommene und vor allem gesunde Abwechslung!
Auf dem Bild ist die dünne Sohle und der vorne breiter werdende Zehenbereich gut zu erkennen.
- Dünne Sohle
Liegt in der Natur der Sache, dass ein Barfußschuh eine dünnere Sohle als ein Trailrunning-Schuh hat. Dennoch möchte ich den Punkt angesprochen haben, nachdem Xero Shoes auch damit wirbt, dass der Schuh abseits der Straße eingesetzt werden kann/soll.
Auf Wald- und Wiesenwegen funktioniert das tatsächlich auch sehr gut, auf steinigen Wegen oder beim Trailrunning ist das aber eher unpraktisch. Dazu ist die Sohle einfach zu dünn bzw. nicht steif genug, jeder größere oder spitzere Stein sorgt da für einen unangenehmen Druck oder Schlag in der Fußsohle. Somit würde ich den Schuh insgesamt eher für entspannte Trainingsläufe in gemütlichem Gelände empfehlen und weniger für zackige Trails.
Fazit
Für mich ein interessanter Schuh, gerade weil ich bis dato noch nie einen Barfußschuh getragen oder gelaufen bin. Für mich hat er seine Stärken definitiv im Alltag. Gerade beim Spazieren, im Fitnessstudio oder auf gemütlichen Trails im Wald glänzt er.
Das Werbeversprechen mit den 8000 km halte ich für etwas überzogen, aber das erwarte ich auch von keinem Schuh. Auf hartem und vor allem unregelmäßigem Grund ist er nicht die beste Schuhwahl, da ist die Sohle einfach nicht dafür gemacht.