Einfach , praktisch und gut.
VORTEILE
- Gewicht
- Packmaß
- Stabilität durch Aluminium
- Angenehme Schaumstoffgriffe
- Fairer Preis
NACHTEILE
BEWERTUNG
C.A.M.P. Laser ADJ im Test – leichte Trekkingstöcke für lange Touren
Auf Trekkingtouren gehören Trekkingstöcke für mich mittlerweile zur Standardausrüstung. Gerade bei längeren Wanderungen mit Gepäck oder auf anspruchsvolleren Wegen entlasten sie die Knie spürbar und sorgen für mehr Sicherheit. Entsprechend viele Modelle hatte ich in den vergangenen Jahren bereits in der Hand. Die C.A.M.P. Laser ADJ haben mich vor allem aufgrund ihres geringen Gewichts neugierig gemacht.
Nach mehreren Touren im Mittelgebirge und einigen Ausflügen in felsigeres Gelände haben sich die Stöcke insgesamt als sehr gelungener Begleiter erwiesen.

Das Gewicht fällt sofort positiv auf
Mit rund 424 Gramm pro Paar gehören die Laser ADJ zu den leichteren verstellbaren Faltstöcken auf dem Markt. Auf dem Papier klingt das zunächst nach einem Detail, in der Praxis macht es aber tatsächlich einen Unterschied.
Besonders auf längeren Touren merkt man schnell, wie angenehm leichte Ausrüstung sein kann. Die Stöcke schwingen unauffällig mit, wirken nie träge und fallen auch dann kaum ins Gewicht, wenn sie zeitweise am Rucksack befestigt werden. Das kompakte Packmaß von etwa 43 Zentimetern trägt zusätzlich dazu bei, dass sie sich problemlos verstauen lassen.


Trotz des niedrigen Gewichts hatte ich nie den Eindruck, einen empfindlichen Leichtbaustock in der Hand zu halten. Die Konstruktion wirkt insgesamt vertrauenerweckend und ausreichend robust für den vorgesehenen Einsatzbereich.
Überzeugend auf Waldwegen, Schotter und Fels
Den Großteil meiner Touren mit den Laser ADJ habe ich im Mittelgebirge absolviert. Dort waren die Stöcke auf typischen Waldwegen, wurzeligen Pfaden und längeren Anstiegen im Einsatz. Gleichzeitig gab es immer wieder felsigere Abschnitte, auf denen die Belastung deutlich höher ausfällt als auf einfachen Wanderwegen.
Hier konnten die Stöcke überzeugen. Die Aluminiumkonstruktion wirkt ausreichend steif und vermittelt ein sicheres Gefühl. Selbst wenn man sich auf steileren Passagen kräftig auf die Stöcke stützt, entsteht kein unangenehmes Nachgeben.
Auch die Hartmetallspitzen leisten gute Arbeit. Auf Fels, Schotter, Waldboden und feuchteren Passagen fand ich stets ausreichend Halt. Gerade bergab sorgten die Stöcke für eine spürbare Entlastung der Knie.


Griffe und Bedienung im Alltag
Die Schaumstoffgriffe liegen angenehm in der Hand und bieten auch bei längeren Touren guten Komfort. Besonders praktisch finde ich die verlängerte Griffzone. Dadurch kann man bei steileren Anstiegen schnell etwas tiefer greifen, ohne die Stocklänge anpassen zu müssen.


Auch die Handschlaufen hinterlassen einen gelungenen Eindruck. Sie sind weich, lassen sich gut einstellen und haben bei mir selbst nach mehreren Stunden keine Druckstellen verursacht.
Die Längenverstellung funktioniert über einen klassischen Klemmverschluss und ließ sich während meiner Touren jederzeit problemlos anpassen. Die Arretierung wirkte dabei zuverlässig und hielt die gewählte Länge sicher.
Faltmechanismus: durchdacht, aber mit einer kleinen Frage für den Winter
Der Faltmechanismus gehört für mich zu den Stärken der Laser ADJ. Die Stöcke lassen sich schnell aufbauen und ebenso schnell wieder zusammenfalten. Gerade wenn man sie nur zeitweise benötigt oder häufig zwischen Tragen und Benutzen wechselt, ist das ein echter Vorteil.
Eine kleine Überlegung habe ich allerdings hinsichtlich des Wintereinsatzes. Die Entriegelung erfolgt über vergleichsweise kleine Knöpfe. Bei normalen Temperaturen funktioniert das problemlos. Mit kalten Fingern oder dicken Winterhandschuhen könnte die Bedienung jedoch etwas fummeliger werden.


Das ist kein wirklicher Kritikpunkt, sondern eher ein Aspekt, den ich bei einer zukünftigen Wintertour genauer beobachten werde. Viele leichte Faltstöcke stehen vor derselben Herausforderung.
Warum ich Aluminium in diesem Fall bevorzuge
Interessanterweise empfinde ich die Aluminiumkonstruktion sogar als Vorteil. In den letzten Jahren habe ich verschiedene Carbonstöcke genutzt. Einer davon ist mir nach einer ungünstigen Belastung komplett gerissen.
Carbon hat zweifellos Vorteile beim Gewicht, kann im Schadensfall aber sehr abrupt versagen. Aluminium verhält sich meist gutmütiger. Bevor ein Aluminiumstock endgültig aufgibt, verbiegt er sich häufig zunächst. Dadurch hat man zumindest eine gewisse Vorwarnung und oft noch die Möglichkeit, die Tour sicher zu beenden.

Gerade auf längeren Wanderungen oder in abgelegenerem Gelände schätze ich diese Eigenschaft mittlerweile mehr als die letzten eingesparten Gramm.
Praktische Details für verschiedene Jahreszeiten
Positiv ist außerdem, dass verschiedene Tellergrößen mitgeliefert werden. Dadurch lassen sich die Stöcke flexibel an unterschiedliche Bedingungen anpassen. Vom Sommerwanderweg bis zu winterlichen Verhältnissen decken sie damit ein breites Einsatzspektrum ab.
Das Kabelsystem im Inneren macht ebenfalls einen soliden Eindruck und sorgt dafür, dass die einzelnen Segmente sauber geführt werden. Bislang gab es keinerlei Probleme beim Auf- oder Abbau.
Fazit
Die C.A.M.P. Laser ADJ haben mich vor allem durch ihre gelungene Kombination aus niedrigem Gewicht, hoher Alltagstauglichkeit und zuverlässiger Stabilität überzeugt.
Mit nur rund 424 Gramm pro Paar gehören sie zu den leichtesten verstellbaren Aluminium-Faltstöcken, die ich bisher genutzt habe. Gleichzeitig vermitteln sie deutlich mehr Robustheit, als man angesichts des Gewichts erwarten würde.
Besonders Wanderer, die regelmäßig längere Strecken zurücklegen und auf jedes Gramm achten, dürften an den Laser ADJ Gefallen finden. Wer einen leichten, kompakten und dennoch vertrauenerweckenden Trekkingstock sucht, bekommt hier ein sehr ausgewogenes Gesamtpaket.
Nach meinen bisherigen Erfahrungen sind die Laser ADJ keine Ausrüstung, die durch spektakuläre Einzelmerkmale auffällt. Stattdessen machen sie viele Dinge einfach richtig – und genau das ist auf Tour oft wichtiger als jedes Marketingversprechen.