Leichter und aerodynamischer Rennradhelm.
VORTEILE
- Sehr leicht
- Sehr gute Belüftung
- Mips System
- Magnetisches Rücklicht nachrüstbar
- Innovatives High Bar System
NACHTEILE
- Kinnbügel des High Bar Systems kann stören, wenn es nicht richtig sitzt
- Brille muss zum Helmabnehmen ausgezogen werden
- Hoher Preis
BEWERTUNG
Der Canyon Disruptr CFR ist ein Rennradhelm, der auf Performance ausgelegt wurde. Canyon hat dabei Wert auf Aerodynamik und eine gute Belüftung gelegt. Und natürlich auf eine hohe Sicherheit. Außerdem ist der Helm mit nur 250 Gramm sehr leicht.

Lieferumfang

Der Helm wird mit einer praktischen Tasche geliefert, die innen leicht gepolstert ist. Damit kann ich ihn gut in meiner Fahrradkiste lagern, ohne dass sich die Bügel irgendwo verhaken. Außerdem ist die Tasche praktisch, damit der Helm leicht geschützt ist, wenn man in den Urlaub fährt.

Tragekomfort
Der Disruptr CFR sitzt angenehm auf dem Kopf und lässt sich über ein fein rastendes Verstellsystem am Hinterkopf sehr präzise anpassen.
Der Helm hat ein sehr gutes Belüftungssystem, das zum einen für möglichst wenig Luftwiderstand sorgt und zum anderen eine gute Durchlüftung liefert.
Features
Das auffälligste Feature des Helms ist ohne Frage das HighBar-System. Laut Canyon soll es aerodynamische Vorteile bieten und gleichzeitig Windgeräusche im Ohr reduzieren. Für mich war das Verschlusssystem erst mal ziemlich ungewohnt.
Zum Anziehen klappt man den Bügel des Helms vorne herunter und stellt die Weite mit einer Ratsche ein. Dabei schnallt man es so fest, dass nicht mehr als ein Finger Abstand unter dem Kinn bleibt. Der Vorteil hier ist, dass man das Ganze im Vergleich zu Gurtbändern einhändig machen kann und es nicht so ein Gefummel ist wie bei den Gurtbändern.
Allerdings muss man es bei jedem mal Anziehen neu einstellen, während man Gurtbänder einmal einstellt und sie dann passen sollten. Außerdem ist es etwas nervig, dass der Bügel nicht über die Sonnenbrille passt, man muss also beim Helmausziehen immer auch die Sonnenbrille ausziehen.


Ein weiteres Feature, das mittlerweile bei vielen Helmen schon Standard ist ist das Mips Sicherheistsystem. Es bieten höheren Schutz, da es auch rotationsbedingte Aufprallkräfte aufnimmt.

Wie bei jedem guten Helm, kann man auch hier die Sonnenbrille in den Belüftungsöffnungen „ablegen“. Die Brillenbügel lassen sich problemlos durch die Öffnungen führen und die Brille sitzt dann fest im Helm.

Ein weiteres praktisches Detail ist die Schnittstelle für das magnetische Canyon FLASH Rücklicht. Das Licht wird einfach an der Rückseite des Helms befestigt und kann bei Bedarf schnell wieder entfernt werden. Gerade für Pendler oder Fahrten bei schlechten Lichtverhältnissen ist das eine sinnvolle Ergänzung.

Im Test

Ich habe den Helm beim Rennradfahren getestet. Er war sehr angenehm zu tragen und selbst an warmen Tagen wurde es nie zu heiß – die Belüftung hat also ihren Zweck erfüllt. Außerdem ist er durch das geringe Gewicht sehr angenehm zu tragen.
Das High-Bar-System war für mich vor allem anfangs sehr ungewohnt. Man hat es dann allerdings schnell raus und schnell eingestellt. Ein Vorteil ist vor allem, dass man beim Fahren schnell nachjustieren kann. Man muss nicht extra anhalten und an den Gurtbändern fummeln, sondern kann einfach kurz einhändig beim Fahren nachstellen.
Außerdem besteht durch den festen Bügel immer ein kleiner Abstand zum Kopf, sodass keine Gurtbänder bei schweißtreibenden Anstiegen am Kinn kleben. Allerdings war es bei mir oft so, dass der Helm sich ab und zu verschoben hat bzw. nicht ganz zentriert saß und dadurch rechts immer der Bügel am Kinn war – das war dann oft etwas störend. Aber so ist eben jeder Kopf ein bisschen unterschiedlich...
Was mich auch etwas gestört hat, ist, dass man die Brille abnehmen muss, um den Helm abzusetzen. Aber meistens setzt man eh beides ab.