Trailrunning-DNA für sportliche Wanderungen.
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Stabiler Sitz
  • Hoher Tragekomfort durch westenähnliche Schultergurte
  • Geringes Eigengewicht von rund 720 Gramm
  • Viele gut erreichbare Taschen am Tragesystem
  • Durchdachte Ausstattung inklusive integriertem Raincover
  • Hochwertige Verarbeitung und recycelte Materialien

NACHTEILE

  • Rückenbelüftung geringer als bei Netzrückensystemen
  • Innenorganisation fällt eher minimalistisch aus
  • Fest integriertes Raincover nicht austauschbar

BEWERTUNG

Ich habe den BLACK DIAMOND Pursuit 25 von OUTSIDEstories im Sommer 2026 zum Testen erhalten. Die Bewertung erfolgt vollständig unabhängig. Es gab weder eine Bezahlung noch Vorgaben durch den Hersteller. Über einen Zeitraum von knapp sechs Wochen hatte ich die Möglichkeit, den Rucksack ausführlich im Alltag sowie bei verschiedenen Outdoor-Aktivitäten kennenzulernen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25


Rucksäcke gehören für mich seit vielen Jahren zur Standardausrüstung bei unterschiedlichsten Outdoor-Aktivitäten. Entsprechend haben sich im Laufe der Zeit zahlreiche Modelle für die verschiedensten Einsatzbereiche angesammelt, vom minimalistischen Trinkrucksack bis hin zum größeren Tourenrucksack. 

Dazu gehören unter anderem der Deuter Futura 26, Evoc FR Tour 30, Camelbak K.U.D.U. 18, Thule Uptake Bike 12, Osprey Escapist 20 und einige mehr. Nicht wenige davon habe ich hier auf OUTSIDEstories bewertet. Welcher Rucksack letztendlich zum Einsatz kommt, hängt bei mir immer von der geplanten Tour, der Sportart und der Ausrüstung ab. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Bei neuen Rucksäcken interessiert mich vor allem die Frage, ob das Gesamtkonzept in der Praxis funktioniert. Entscheidend sind für mich dabei eine passende Größe, ein angenehmes Tragegefühl und eine Konstruktion, die zum vorgesehenen Einsatzbereich passt.


BLACK DIAMOND verbinde ich bisher vor allem mit dem Kletter- und alpinen Bergsport. Entsprechend liegt der Schwerpunkt der Marke weniger auf klassischen Freizeitprodukten, sondern vielmehr auf funktioneller Ausrüstung für den Bergsport. Bei einem Rucksack dieser Kategorie sind für mich vor allem drei Punkte entscheidend. Sitzt er auch nach mehreren Stunden noch angenehm? Bleibt er bei Bewegung stabil, ohne unnötig zu stören? Und bietet die Ausstattung tatsächlich einen Mehrwert? Genau diese Punkte stehen im Mittelpunkt dieser Bewertung.


Was bietet der Pursuit 25?


Der Pursuit 25 ist ein sportlich ausgelegter Tagesrucksack für Wanderungen, Speed Hiking und alpine Tagestouren. Mit einem Volumen von 25 Litern bietet er ausreichend Platz für die typische Ausrüstung einer Tagestour. Der Fokus liegt auf einem niedrigen Gewicht, einem körpernahen Sitz und möglichst uneingeschränkter Bewegungsfreiheit. Mit rund 720 Gramm gehört er zu den leichteren Tagesrucksäcken seiner Klasse.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Bei der Konstruktion orientiert sich Black Diamond an den Erfahrungen aus dem Trailrunning. Während die meisten klassischen Wanderrucksäcke auf ein eher steifes Tragesystem setzen, kommt beim Pursuit 25 das sogenannte BD Continuous Fit Harness System zum Einsatz. Dabei bilden Rückenpanel, Schultergurte und Hüftbereich eine nahezu durchgehende Einheit, die sich eng an den Oberkörper anpasst. Dies soll bei schnellen Bewegungsabläufen ein störendes Verrutschen oder Pendeln der Last reduzieren.
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25
Auffällig sind außerdem die vergleichsweise breiten, westenähnlich geformten Schultergurte. Sie verteilen die Last auf eine größere Auflagefläche. Gleichzeitig dienen sie nicht nur dem Tragekomfort, sondern übernehmen mit Stretchfächern und einem Reißverschlussfach auch einen Teil der Gepäckorganisation. Dieses vom Trailrunning inspirierte Konzept ist bei klassischen Wanderrucksäcken noch eher selten.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Sämtliche Hauptgewebe des Pursuit 25 bestehen aus recycelten Materialien. Das Außenmaterial setzt sich aus recyceltem Nylon und Polyester zusammen, das Innenfutter besteht vollständig aus recyceltem Polyester. Damit setzt Black Diamond auf einen ressourcenschonenderen Materialeinsatz. 

Für die notwendige Formstabilität sorgt eine dünne HDPE-Rückenplatte, die dem Rucksack ausreichend Struktur verleiht, ohne die für das Konzept wichtige Flexibilität wesentlich einzuschränken. Ergänzt wird die Konstruktion durch ein atmungsaktives Rückenpanel, das den Feuchtigkeitstransport unterstützt und die Luftzirkulation am Rücken verbessert.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

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Auch bei der Ausstattung folgt der Rucksack einem klaren Ansatz. Neben dem Hauptfach, das den Großteil der Ausrüstung aufnimmt, stehen zahlreiche schnell erreichbare Staumöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören zwei elastische Seitentaschen für Trinkflaschen oder andere häufig benötigte Ausrüstungsgegenstände sowie eine großflächige Stretch-Tasche auf der Vorderseite, in der sich beispielsweise Regenjacke, Handschuhe oder zusätzliche Bekleidung verstauen lassen. 

Auch die bereits erwähnten Schultergurttaschen sorgen dafür, dass häufig benötigte Ausrüstung jederzeit griffbereit bleibt. Im Hauptfach befindet sich außerdem ein Reißverschlussfach mit integriertem Schlüsselclip zur sicheren Aufbewahrung von Wertsachen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

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Für den alpinen Einsatz verfügt der Pursuit 25 über eine integrierte Halterung für Z-Pole-Trekkingstöcke, mit der sich kompatible Stöcke auch während der Tour schnell befestigen oder wieder entnehmen lassen. Zusätzlich ist ein separates Fach für ein Trinksystem mit Schlauchführung vorhanden. Eine Trinkblase gehört jedoch nicht zum Lieferumfang.


Zum Schutz vor Feuchtigkeit ist das Hauptfach mit einem wasserabweisenden Reißverschluss ausgestattet, der den Inhalt bei kurzen Regenschauern oder Spritzwasser schützt. Für anhaltenden Regen befindet sich zusätzlich eine im Bodenfach integrierte Regenhülle am Rucksack.
Neben dem getesteten Pursuit 25 umfasst die Pursuit-Serie auch Modelle mit 6 und 15 Litern Volumen. Dadurch deckt die Baureihe unterschiedliche Einsatzbereiche vom minimalistischen Trinkrucksack bis zum klassischen Tagesrucksack ab.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

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Features
  • sportlich ausgelegter Tagesrucksack
  • körpernahes Tragekonzept mit hoher Bewegungsfreiheit
  • großes Hauptfach mit wasserabweisendem Reißverschluss
  • großflächige Stretch-Fronttasche
  • zwei elastische Seitentaschen
  • Stretchfächer an den Schultergurten
  • separates Trinksystemfach mit Schlauchführung
  • Reißverschluss-Innenfach mit Schlüsselclip
  • Z-Pole-Trekkingstockhalterung
  • Quick Pull Compression System
  • atmungsaktives Rückenpanel
  • Hauptmaterialien aus recycelten Geweben

BLACK DIAMOND Pursuit 25 Backpack

Technische Daten
  • Kategorie: Tagesrucksack / Hiking / Speed Hiking / Trailrunning / Bergsport
  • Volumen: 25 Liter
  • Gewicht: ca. 720 g
  • Größen: S/M (Torso 41–47 cm | Hüfte 66–114 cm), M/L (Torso 47–53 cm | Hüfte 82–131 cm)
  • Tragesystem: BD Continuous Fit Harness System
  • Rückenplatte: HDPE
  • Außenmaterial: 96 % recyceltes Nylon, 4 % recyceltes Polyester
  • Innenfutter: 100 % recyceltes Polyester
  • Trinksystem: separates Trinkblasenfach mit Reservoir-Clip und Schlauchführung (Trinkblase nicht enthalten)

BLACK DIAMOND Pursuit 25 Backpack

Technologien
  • BD Continuous Fit Harness System: Beim Pursuit 25 setzt Black Diamond auf ein vom Trailrunning inspiriertes Tragesystem. Rückenpanel, Schultergurte und Hüftbereich bilden eine flexible Einheit, die sich eng an die Körperform anpasst. Dadurch wird das typische Pendeln eines Rucksacks bei schnellen Bewegungen reduziert.
  • Quick Pull Compression System: Das Quick Pull Compression System ermöglicht eine schnelle Anpassung des Rucksackvolumens. Über die zentrale Kompressionslösung lässt sich der Inhalt verdichten und näher am Rücken positionieren.
  • Z-Pole-Trekkingstockhalterung: Die integrierte Z-Pole-Halterung ermöglicht es, kompatible Trekkingstöcke während der Bewegung am Rucksack zu befestigen oder wieder aufzunehmen.
  • HDPE-Rückenplatte: HDPE (High Density Polyethylen) ist ein besonders formstabiler, leichter und widerstandsfähiger Kunststoff. Als Rückenplatte verleiht er dem Rucksack die notwendige Stabilität und unterstützt eine gleichmäßige Lastverteilung, ohne das Gesamtgewicht unnötig zu erhöhen.
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25


Wie macht sich der Rucksack im Einsatz?


Mit seinen 25 Litern trifft der Pursuit 25 genau die Größe, die ich bei einem Tagesrucksack bevorzuge. Für meine üblichen Touren bietet er ausreichend Platz, ohne unnötig groß zu wirken. Trinkblase, Regenjacke, Wechselkleidung, Verpflegung und kleinere Ausrüstungsgegenstände lassen sich problemlos verstauen. Gleichzeitig bleibt das Packmaß angenehm kompakt.

BLACK DIAMOND Pursuit 25 Backpack

Was im Einsatz sofort auffällt, ist der sehr angenehme Sitz. Der Rucksack liegt eng am Rücken an und folgt den Bewegungen des Trägers unmittelbar. Gerade auf schmalen Wegen, bei schnellen Richtungswechseln oder in anspruchsvollerem Gelände macht sich diese Konstruktion positiv bemerkbar. Es gibt kaum störende Bewegungen, und nach kurzer Eingewöhnung nimmt man ihn beim Gehen kaum noch bewusst wahr.
Diese Bauweise setzt allerdings andere Prioritäten als ein stärker belüftetes Rückensystem. Durch den direkten Kontakt zum Rücken fällt die Belüftung konstruktionsbedingt geringer aus, wodurch sich bei hohen Temperaturen mehr Wärme stauen kann.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

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Ein Detail, das sich im Alltag schnell bewährt hat, sind die Taschen an den Schultergurten. Anfangs war ich gegenüber dieser Lösung etwas zurückhaltend, nach den ersten Einsätzen wollte ich sie jedoch nicht mehr missen. Energieriegel, Sonnenbrille und andere kleinere Gegenstände sind jederzeit erreichbar, ohne den Rucksack absetzen zu müssen. 

Auch die große Stretch-Tasche auf der Front ist praktisch, wenn beispielsweise eine Regenjacke oder zusätzliche Bekleidung schnell verstaut werden soll. Die Innenaufteilung ist einfach gehalten. Wer seine Ausrüstung gerne feinsortiert verstaut, könnte hier zusätzliche Unterteilungen vermissen. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25
BLACK DIAMOND Pursuit 25 Backpack

Die breiten, westenähnlichen Schultergurte verteilen das Gewicht angenehm über eine große Fläche. Selbst nach mehreren Stunden entstanden bei mir keine unangenehmen Druckstellen. Gerade in Verbindung mit dem Tragesystem ergibt sich dadurch ein sehr angenehmes Tragegefühl.
Auch beim Mountainbike hat sich der Rucksack gut geschlagen. Die schmale Form trägt kaum auf und die Bewegungsfreiheit bleibt erhalten. Gerade bei technischeren Passagen ist es angenehm, dass nichts unnötig pendelt oder verrutscht. Ein vollwertiger Bike-Rucksack mit Werkzeugfach, Helmhalterung oder Protektor wird dadurch nicht ersetzt, für spontane Touren oder kürzere Ausfahrten funktioniert das Konzept aber sehr gut.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Bei leichterem Regen zeigte sich der wasserabweisende Reißverschluss als durchaus hilfreich. Kurze Schauer stellen für den Inhalt kein Problem dar. Hält der Regen länger an, sorgt die im Bodenfach integrierte Regenhülle für zusätzlichen Schutz. Weniger gut gefällt mir allerdings, dass sie fest mit dem Rucksack verbunden ist. Dadurch lässt sie sich weder separat zum Trocknen aufhängen noch bei einer Beschädigung einfach austauschen. Viele andere Hersteller setzen hier auf herausnehmbare Regenhüllen, was ich im Alltag als die praktischere Lösung empfinde.


Was steckt hinter der Marke Black Diamond?


Black Diamond gehört heute zu den bekanntesten Herstellern technischer Ausrüstung für den Bergsport. Die Wurzeln der Marke reichen bis in die 1960er Jahre zurück, als der amerikanische Kletterer Yvon Chouinard begann, Kletterhaken und Ausrüstung in Handarbeit zu fertigen. Aus seinem Unternehmen Chouinard Equipment entstand 1989 nach der Übernahme durch ehemalige Mitarbeiter schließlich Black Diamond Equipment. Bis heute versteht sich die Marke als Unternehmen von Bergsportlern für Bergsportler. 


Der Firmensitz befindet sich heute am Fuß der Wasatch Mountains in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah. Die unmittelbare Nähe zu Fels, Eis und Hochgebirge ist dabei kein Zufall. Black Diamond entwickelt seine Produkte dort, wo sie später auch eingesetzt werden. Viele Mitarbeiter sind selbst aktive Kletterer, Skibergsteiger, Trailrunner oder Alpinisten und testen neue Entwicklungen direkt unter realen Bedingungen. Dieses enge Zusammenspiel aus Entwicklung und Praxiseinsatz prägt die Philosophie der Marke bis heute. 


Bekannt wurde Black Diamond ursprünglich vor allem durch Kletterausrüstung. Karabiner, Klemmgeräte, Eisgeräte und Steigeisen genießen seit vielen Jahren einen ausgezeichneten Ruf. Gleichzeitig zählt Black Diamond zu den Unternehmen, die den Bergsport mit zahlreichen Entwicklungen nachhaltig geprägt haben. Ein bekanntes Beispiel ist das sogenannte Clean Climbing. Bereits Anfang der 1970er Jahre setzte sich Chouinard Equipment für mobile Sicherungsmittel ein, die den Fels möglichst nicht beschädigen. Dieser Gedanke eines möglichst naturverträglichen Bergsports gehört bis heute zur DNA der Marke. 


Im Laufe der Jahre wurde das Sortiment kontinuierlich erweitert. Neben Kletterausrüstung gehören heute auch Trekkingstöcke, Stirnlampen, Ski- und Lawinenausrüstung, Bekleidung sowie Rucksäcke zum Programm. Dabei verfolgt Black Diamond einen klaren Schwerpunkt: Im Mittelpunkt stehen keine klassischen Freizeitprodukte, sondern möglichst funktionelle Ausrüstung für anspruchsvolle Aktivitäten in den Bergen. Das gilt auch für die Rucksackkollektion, die sich deutlich an sportlich orientierte Wanderer, Trailrunner und Alpinisten richtet. 


Auch beim Thema Nachhaltigkeit hat Black Diamond in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Das Unternehmen setzt zunehmend auf recycelte Materialien, arbeitet an der Reduzierung seines CO₂-Fußabdrucks und verwendet bei immer mehr Produkten recyceltes Aluminium oder Recyclingfasern. Gleichzeitig steht weiterhin eine möglichst lange Nutzungsdauer der Produkte im Vordergrund, was gerade im technischen Bergsport ein wichtiger Aspekt ist. 


Hard Facts

  • Gründung der Wurzeln: 1965 als Chouinard Equipment
  • Black Diamond Equipment seit: 1989
  • Hauptsitz: Salt Lake City, Utah (USA)
  • Europäische Niederlassung: Innsbruck, Österreich
  • Produktsortiment: Kletterausrüstung, Trekkingstöcke, Rucksäcke, Stirnlampen, Helme, Bekleidung, Ski- und Lawinenausrüstung
  • Philosophie: Entwicklung technischer Bergsportausrüstung durch aktive Bergsportler für den Praxiseinsatz
  • Bekannt für: Camalot-Klemmgeräte, Wiregate-Karabiner, Distance-Serie, Trailrunning- und Alpinrucksäcke sowie Stirnlampen
  • Nachhaltigkeit: zunehmender Einsatz recycelter Materialien und Aluminium, Fokus auf langlebige Produkte und Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks 


Fazit


Der Pursuit 25 hat mich im Laufe des knapp sechswöchigen Testzeitraums positiv überrascht. Statt auf maximale Belüftung, zahlreiche Organisationsfächer oder möglichst hohe Zuladung setzt er konsequent auf geringes Gewicht, einen körpernahen Sitz und uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Genau dieses Konzept funktioniert in der Praxis erstaunlich gut.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Die drei Fragen, die ich mir zu Beginn des Tests gestellt habe, kann ich am Ende klar beantworten: Ja, der Pursuit 25 sitzt auch nach mehreren Stunden noch ausgesprochen angenehm. Ja, er bleibt selbst bei schnellen Bewegungen oder anspruchsvollerem Gelände stabil am Körper, ohne störend zu pendeln. Und ja, die Ausstattung bietet einen echten Mehrwert, weil die gut erreichbaren Taschen und das durchdachte Tragekonzept den Alltag auf Tour tatsächlich erleichtern.

BLACK DIAMOND Pursuit 25 Backpack

Besonders überzeugt haben mich der ruhige, körpernahe Sitz, das geringe Eigengewicht und die hervorragend gelungenen Schultergurte. Ihre westenähnliche Konstruktion trägt spürbar zum hohen Tragekomfort bei und erleichtert durch die integrierten Taschen gleichzeitig den schnellen Zugriff auf häufig benötigte Ausrüstung. Auch das Platzangebot empfand ich für klassische Tagestouren als vollkommen ausreichend.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Black Diamond Pursuit 25

Natürlich ist der Rucksack nicht frei von Kompromissen. Durch den körpernahen Sitz fällt die Rückenbelüftung geringer aus als bei einem klassischen Netzrückensystem, wie ich es von anderen Wanderrucksäcken kenne. Wer häufig bei hohen Temperaturen unterwegs ist oder besonderen Wert auf maximale Luftzirkulation legt, wird mit einem solchen Konzept vermutlich glücklicher. Ebenso richtet sich der Pursuit eher an Nutzer, die mit einer übersichtlichen Fächeraufteilung auskommen und keinen Rucksack mit möglichst vielen Organisationsmöglichkeiten suchen.


„Es ist nicht der Berg, den wir bezwingen, sondern uns selbst.“ – Edmund Hillary #wirsehenunsdraussen

 



Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

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Der Traum vom ultimativen Carbon-Antrieb!
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Made in Germany
  • Vollcarbon
  • Gewicht unter 300 Gramm
  • Enorm hohe Steifigkeit und wahnsinns Gewicht zu Steifigkeitswert
  • High End Set-up (Kurbel, Tretlager und Kettenblätter)
  • Langlebig

NACHTEILE


BEWERTUNG

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Griasts eich!

Wenn ihr meine Bewertungen fleißig lest, bekommt ihr ja mit, dass ich mein Canyon Endurace komplett auf Leichtbau und maximale Performance umbaue. Neue Keramiktretlager und Oversized Pulley Wheels mit Keramiklagern waren hier der Anfang. Für mein neuestes Antriebs-Projekt wollte ich diese Grenze deutlich nach oben verschieben, da die Standard-Kurbelgarnituren von Shimano – selbst auf Dura-Ace-Niveau – einmal an ihre Grenzen stoßen. Das Ziel: Ein maßgeschneiderter High-End-Carbon-Antrieb, der minimales Gewicht, extreme Steifigkeit und perfekte 12-fach-Schaltperformance vereint.

Das Herzstück dieses Upgrades bildet die legendäre (und wer sich damit auskennt, weiß, legendär ist hier nicht zu hoch gepokert) THM Clavicula SE Kurbel in 172,5 mm, kombiniert mit den Carbon-Ti 12s X-CarboRing EVO Kettenblättern in der bergtauglichen 50/34-Kompaktübersetzung. Da dieser Wechsel jedoch einen massiven Eingriff in das Tretlager-Ökosystem bedeutet (Wechsel von 24 mm auf 30 mm Achsmaß), kam zusätzlich das THM Shimano Pressfit Bearings ROAD Tretlager von THM zum Einsatz.

Ich möchte mit euch über den Einbau des Tretlagers, der Kettenblätter an die Clavicula SE und natürlich auch über das Anbringen der Kurbel reden. Aber auch auf Technik, denn wir sprechen hier von reinen Carbonkomponenten, 

Also schauen wir mal, wie sich das Set-up in der Werkstatt und auf der Straße schlägt.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Die Kettenblätter: Carbon-Ti 12s X-CarboRing EVO (50/34)

Bei einer Vollcarbonkurbel braucht man entsprechend auch besondere Kettenblätter. Ich kann ja nicht an der Kurbel Gewicht sparen, indem ich eine Highend-Kurbel nutze, und die Kettenblätter sind dann aus Alu. Deswegen fiel die Wahl der Kettenblätter auf die X-CarboRing EVO der Marke Carbon Ti.

Marke: Carbon Ti ist eine italienische Marke, die auch in Italien produziert, also Made in Italy. Bereits 2005 hat die Marke ihr erstes Kettenblatt aus Carbon präsentiert und inzwischen hat sie sich einen solchen Namen gemacht, dass kein Geringerer als Tadej Pogacar und das ganze UAE-Team die Komponenten von Carbon Ti fahren.

Materialmix: Diese Kettenblätter bestehen aus einem tragenden Ring aus strukturellem Kohlefaser-Verbundstoff. Die eigentlichen Zähne bestehen aus Titan, das mit dem Carbon vernietet ist. Die Schalthilfen (Steighilfen und Pins) sind aus Aluminium gefertigt.

Kompakt-Setup (50–34): Für lange, steile Alpenpässe oder anspruchsvolle Profile ist die 50/34er-Kombination ideal. Man hat am Berg eine hohe Trittfrequenz-Reserve, ohne in der Abfahrt zu schnell ins Leere zu treten. Das war tatsächlich auch eine Umstellung für mich, denn ich bin zuvor Semikompakt (52–36) gefahren, fühle mich aber mit dem Kompakt-Set-up viel wohler, da ich höhere Trittfrequenzen fahren kann und man am Berg wirklich nur bei sehr steilen Passagen in den höchsten Gang schalten muss.

12-Speed Kompatibilität: Die „EVO“-Generation ist explizit auf die neuesten 12-fach-Antriebsstränge optimiert. Die Toleranzen sind hier extrem eng, um die schmale 12-fach-Kette sauber und ohne Abwürfe von Blatt zu Blatt zu transportieren. Das funktioniert mit meiner elektronischen Ultegra-Schaltung genauso, wie mit mechanischen Schaltungen.

Und jetzt würde ich sagen, bauen wir auch gleich die Montage der Kettenblätter an der Clavicula SE hier ein, da das wirklich das Erste war was ich direkt gemacht habe, nachdem ich den Karton geöffnet hatte.

Hier ganz wichtig! Ihr benötigt einen Torx und einen Gegenhalter. Dieser Gegenhalter ist ein separates Werkzeug, extra für die Kettenblattschrauben. Das kostet circa 5 Euro und holt euch das bitte. Mit einem Schlitzschraubendreher macht ihr die Schrauben schnell kaputt.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Die Clavicula SE ist für zwei Kettenblätter ausgelegt. Das kleine Kettenblatt wird mit den passenden Kettenblattmuttern von THM (aus Aluminium) an der Innenseite montiert. Heißt über den abnehmbaren Kurbelarm gelegt. Das große Kettenblatt wird von der Außenseite aufgesetzt. 

Die Kettenblattschrauben müssen vor dem Eindrehen leicht gefettet werden. Gegenhalter aufsetzen und von der anderen Seite mit dem Inbus leicht festziehen. Ich ziehe dann immer die gegenüberliegende Seite als Nächstes fest. So wird ein Verkanten verhindert, die Spannung verteilt sich gleichmäßig und trotz der wahnsinnig hochpräzisen Verarbeitung zentrieren wir die Kettenblätter genau. Um die Carbonstruktur der Kurbelaufnahmen nicht zu beschädigen, sollen die Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel auf genau 6 Newtonmeter angezogen werden.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
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Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Kettenblätter sind drauf, jetzt schauen wir uns die Kurbel doch mal genauer an!

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Die Kurbel: THM Clavicula SE (172,5 mm)

Das Kürzel „SE“ steht bei der deutschen Carbonschmiede THM für Sine Exceptione – ohne Ausnahme. Und genau so präsentiert sich diese Kurbel.

Marke: THM wurde 1996 in Norddeutschland gegründet und produziert seitdem in Deutschland, also Made in Germany. Als Vorreiter bei der technischen Umsetzung von Fahrradkomponenten aus Carbon hat sich THM bereits früh einen Namen in der Industrie gemacht, als das Deutsche Telekom Pro Team um Jan Ullrich deren Komponenten fuhr. Seitdem hat sich natürlich viel getan, an Technik und Gewicht, aber auch an der Designsprache.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Technik & Konstruktion: Die Kurbel ist ein Meisterstück der Faserverbund-Technologie. Was die Clavicula so besonders macht, ist die vollständig aus Carbon gefertigte 30-mm-Welle. Bei den meisten anderen Herstellern wird eine Aluminium- oder Stahlwelle mit Carbon-Kurbelarmen verklebt. THM laminiert alles aus einem Guss. Wie sie dies schaffen, ist aber ihr USP und den verraten sie nicht.

Gewicht & Steifigkeit: Mit einem Gewicht von knapp unter 300 Gramm (ohne Kettenblätter!) ist sie fast schon beängstigend leicht. Wenn man sie hochhebt, erwartet man einfach was ganz anderes. Eine solche Kurbel hat ja schon eine gewisse Größe, und da passt das geringe Gewicht einfach nicht dazu, weil man es nicht gewohnt ist. Dennoch ist die Steifigkeit überragend. Sie ist genauso steif wie eine Ultegra oder Dura-Ace-Kurbel, nur das Verblüffende daran ist, dass sie nur etwa die Hälfte davon wiegt. Das Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht (STW-Wert) ist also hier der nächste USP. 

Und in der Praxis hat diese Steifigkeit natürlich auch Auswirkungen: Je steifer die Kurbel, desto weniger Energie verpufft durch Verbiegen des Materials. Es wird also sichergestellt, dass die gesamte Leistung auch verlustfrei als Vortrieb an der Kette ankommt. Aber die Steifigkeit hat auch einen Einfluss aufs Schaltverhalten des Umwerfers. Ihr könnt euch vorstellen, was für Kräfte auf die Kurbel wirken, wenn hoch- und runtergeschaltet wird. Hier ist es dann auch noch wichtig, dass hochwertige, steife Kettenblätter verwendet werden und auch hochwertige Kettenblattschrauben. Aber mit den Carbon-TI-Kettenblättern und THM-Schrauben haben wir die Anforderung ja mehr als erfüllt.

Optik: Ich muss sagen, die Clavicula sieht einfach geil aus. Das matte Sichtcarbon macht einfach was her und ist designtechnisch ein Wahnsinns-Upgrade für jedes Rennrad. Und auch echt faszinierend, wie oft man doch darauf angesprochen wird bei Ausfahrten. Ist einfach ein Hingucker!

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Jetzt schauen wir uns noch das THM Tretlager an und dann erkläre und zeige ich euch wie man beides einbaut.

Das Tretlager: THM Shimano Pressfit Bearing ROAD

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Die Clavicula SE ist mit den eigens dafür hergestellten  Tretlagern von THM zu benutzen. Das liegt zum einen an der 30 Millimeter dicken Carbonachse. Denn das zuvor verbaute Shimano-Tretlager und auch die Shimano Ultegra haben einen Achsdurchmesser von 24 Millimetern, und da passt die Clavicula nun mal nicht durch. 

Da der Canyon-Rahmen, wie die meisten Rennräder, einen Gehäusedurchmesser von 41 Millimetern hat und die Kurbel davon schon 30 Millimeter einnimmt, benötigen wir ein Tretlager, das eigens dafür hergestellt wurde, da hier wirklich extrem wenig Platz für die Kugellager und Lagerschalen bleibt. Nämlich auf jeder Seite genau 5,5 Millimeter. Und natürlich spielt das der Marke THM in die Karten. Da sie so präzise fertigen können, wird der Platz millimetergenau ausgenutzt und ist auf die Clavicula SE genauestens angepasst. 

Was hier auch noch wichtig zu sagen ist: Hierbei handelt es sich um ein Stahl-Tretlager, und das hat auch einen einfachen Grund: Aluminium wäre bei den nur 11 Millimeter dicken Kugellagern schlichtweg zu weich. Gleiches gilt für Keramikkugeln im Lager. Deswegen sind diese auch aus Stahl.

Nun aber zum Einbau des Tretlagers und der Kurbel. Hier möchte ich zu Beginn gleich sagen, dass man hier auch das richtige Werkzeug benötigt, um alles selbst aus- und einbauen zu können. Außerdem liefert THM eine sehr detaillierte Anleitung mit, an die man sich zu 100 Prozent halten soll, denn der Einbau dieses High-End-Set-ups unterscheidet sich massiv von der Montage einer Standard-Kurbel. Da die Carbon-Achse und die speziellen THM-Lager extrem geringe Toleranzen aufweisen, ist absolutes Präzisionsarbeiten nach Anleitung gefordert.

Als Spezialwerkzeug empfehle ich einen Drehmomentschlüssel und ein hochwertiges Ausschlag. Und Einpresswerkzeug für die Tretlager.

1. Vorbereitung und Demontage der alten Komponenten

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Ich benutze immer gerne einen Montageständer, würde ich für ein stressfreies Arbeiten auf jeden Fall empfehlen. In diesen wird das Rennrad immer schonend an der Sattelstütze eingespannt. Und schon können wir damit starten, die Shimano-Ultegra-Kurbel auszubauen. 

Das ist relativ einfach: Die beiden Schrauben am linken Kurbelarm lösen, den Sicherheitspin hochklappen und den linken Arm abziehen. Wir lösen die Kette (am besten über den Quicklink) und ziehen nun die Kurbel samt Kettenblättern heraus. Da es sich hierbei um ein Pressfit-Tretlager handelt, muss dieses herausgeschlagen werden. 

Hierfür führt man das oben empfohlene Ausschlagwerkzeug durch das Lager, bis es einrastet, und treibt es mit ein paar vorsichtigen, stetigen Hammerschlägen heraus. Anschließend muss das Tretlagergehäuse mit einem Rennradreiniger gründlich gesäubert werden. Die Kanten des Gehäuses müssen exakt plan, parallel und gratfrei sein. 

Da das THM-Tretlager keine Hülse besitzt, die die Achse der Clavicula umgibt und die beiden Tretlager miteinander verbindet, habe ich das Kabel zur Di2-Batterie und die Brems­hydraulik­leitung an den Rahmen geklebt und vorsichtshalber nochmal mit Tape umwickelt. So sind sie vor Reibung durch die Achse geschützt.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

 

2. THM-Tretlager einpressen

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Nun bringen wir Montagefett (ich benutze ein Grease von Dynamic Bikecare) sowohl am Rahmen als auch am Tretlagergehäuse an, damit das Lager perfekt eingepresst werden kann, später nicht knackt und sich bei Bedarf wieder ausschlagen lässt. Mit einem geeigneten Einpresswerkzeug (ich benutze das von Parktool) werden dann beide Lagerschalen gleichzeitig und gleichmäßig, wie bei einem Schraubstock, bis zum Anschlag in das Innenlagergehäuse gepresst.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
 
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

3. Kurbel-Hochzeit und Spieleinstellung

Bei dem hier vorliegenden Shimano-Pressfit-Standard (86,5 mm Gehäusebreite) fordert THM eine asymmetrische Spacer-Konfiguration: Auf der Nicht-Antriebsseite (links) werden ein 1-Millimeter-Spacer sowie die spezielle Konushülse platziert, auf der Antriebsseite (rechts) kommt ein 2-Millimeter-Spacer zum Einsatz. Das ist alles ganz einfach der Anleitung zu entnehmen, dafür gibt es eine eigene Seite und eine Vorgabe, je nachdem, was für ein Tretlager verbaut ist.

Wir stecken den 1-Millimeter-Spacer auf die Konushülse und drücken diese in die linke Lagerschale. Der 2-Millimeter-Spacer wird direkt auf die Kurbelachse geschoben. Die Lagersitze auf der Achse müssen leicht gefettet werden, bevor die Kurbel bis zum Anschlag durch das Innenlager gesteckt wird. 
Wichtig: Die Wellenverzahnung und der linke Kurbelarm müssen gründlich entfettet sein, da dürfen wirklich keine Fettreste sein. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Bevor wir den linken Kurbelarm aufstecken, stellen wir sicher, dass die Klemmschraube des Kurbelarms gelöst ist, und dann drücken wir die Kurbel fest zusammen. Danach wird die Stellschraube gegen den Uhrzeigersinn eingeschraubt (die Stellschraube ist die Platte vorne an der Achse, die den linken Kurbelarm anzieht). Festgezogen wird mit 5 bis 10 Newtonmetern, bis die Konushülse am Lager anliegt. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Wichtig: Jetzt müssen wir überprüfen, dass der Abstand der Kurbeln zu den Kettenstreben (diese gehen vom Tretlager zum Freilauf) mindestens 3 Millimeter beträgt. Danach kommt die Stellschraube wieder raus, wir ziehen den linken Kurbelarm leicht ab und überprüfen, ob die Konushülse ordentlich eingepresst wurden und bündig mit dem Ende der Wellenverzahnung abschließen. Die Konushülse darf nicht in die Verzahnung reichen. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Die Spieleinstellung erfolgt wieder über die Stellschraube. Auf diese tragen wir mittelfestes Loctite auf und drehen sie gegen den Uhrzeigersinn ein. So lange, bis das Innenlager kein Spiel mehr aufweist, sich aber leicht drehen lässt. Das ist schon bei sehr geringen Newtonmetern von 0,3 bis 1 erreicht. Zum Schluss kommt noch Loctite auf die Klemmschraube und wird mit 10 Newtonmetern eingeschraubt. Jetzt wo die Klemmschraube sitzt, ziehen wir noch die Stellschraube mit 8 Newtonmetern fest. Die Kurbel sitzt!

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

4. Kette auflegen und Umwerfer einstellen

Am Schluss wird die Kette wieder aufgelegt. Da wir auf ein komplett neues Kettenblatt-Design gewechselt sind (von Semikompakt auf Kompakt), müssen Position und Einstellung des Umwerfers sowie die Kettenlinie zwingend angepasst werden. Dazu wird der Umwerfer gelockert und die richtige Höhe eingestellt (Abstand von 1 bis 3 Millimeter zwischen den längsten Zähnen des Kettenblatts und des Umwerfer-Leitblechs). Danach wird über die kleine Stützschraube das Kettenleitblech genau parallel zum Kettenblatt ausgerichtet. Das ist wirklich wichtig, damit präzise geschaltet werden kann.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die THM Clavicula SE Carbonkurbel

Unterwegs in den Alpen und darüber hinaus

Um wirklich zu beurteilen, was die Clavicula in Verbindung mit dem THM-Tretlager und den Carbon-TI-Kettenblättern kann, musste sie sich dieses Jahr auf unterschiedlichstem Terrain beweisen – von den schnellen heimischen Runden rund um München über steile Pässe in Österreich und Südtirol bis zu langen Bergetappen im Süden Frankreichs. Dabei kamen in kürzester Zeit deutlich über 15.000 Höhenmeter zusammen und gut 2000 Kilometer.

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Gewicht vs. Steifigkeit: Wir haben vorher schon kurz darüber geredet. Wenn man beim Umbau die alte Shimano-Ultegra-Kurbel in der einen und die THM Clavicula SE in der anderen Hand hält, ist der Kontrast geradezu absurd: Die THM wiegt im direkten Vergleich gefühlt fast gar nichts. Man fragt sich unweigerlich, wie so wenig Material den massiven Kräften am Berg standhalten soll. Doch die Praxis belehrt einen sofort eines Besseren. Die Steifigkeit der Carbonachse sorgt dafür, dass im Antritt absolut nichts nachgibt. Jedes Watt fließt direkt in den Vortrieb.

Schaltverhalten & Verschleiß: Auch die Carbon-Ti-Kettenblätter sind der absolute Wahnsinn und haben diesen Härtetest mit Bravour bestanden. Nach nunmehr circa 2000 Kilometern intensiver Fahrzeit und unzähligen Schaltvorgängen unter Last zeigen die Titanzähne absolut keinerlei Abnutzungserscheinungen. Die Kette klettert zudem dank der Steighilfen blitzschnell und präzise.

Geräuschentwicklung: Das System läuft extrem ruhig. Kein Knarzen aus dem Pressfit-Lager und kein Schleifen. Die gewachste Kette spielt super zusammen mit den Kettenblättern. 

Fazit

Das Upgrade auf die THM Clavicula SE mit Carbon-Ti-Kettenblättern und dem maßgeschneiderten THM-Pressfit-Lager ist eine schon elitäre, konsequente Materialwahl für Technik-Liebhaber. Wer den extremen Gewichtsunterschied zu einer Ultegra einmal in den Händen gehalten und diese unglaubliche Steifigkeit am Berg gespürt hat, versteht den Reiz dieses Systems. Dass die edlen Carbon-Ti-Blätter nach 2000 Kilometern und 15.000 Höhenmetern zudem keinerlei Verschleiß aufweisen, unterstreicht die Langlebigkeit dieses Set-ups. Eine atemberaubende Ingenieurskunst auf höchstem Niveau.

Noch ein kleiner Kommentar zum Preis, da dieser natürlich heraussticht. Die Clavicula SE kostet fast das zehnfache einer Ultegra Kurbel. Hier muss man aber ganz klar unterscheiden. THM fertigt High-End-Komponenten in Kleinserie in Deutschland. Ein großer Teil des Preises ist den Werkzeugen, und der Fertigungstechnik, aber auch dem Namen und der Exklusivität im absoluten Leichtbau-Segment geschuldet.

Pfiats eich!

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Kai Schmid
Kai Schmid

Tolle, liebevoll nerdige Bewertung. Und danke auch für die ausführliche Einbauanleitung.

2 Monate her


IM TEST

Test: SOURCE Solo Superlight - Barefoot Sandals, Barfuß-Sandalen


SOURCE Superlight Sandale

Der Test: SOURCE Solo Superlight - Barefoot Sandals, Barfuß-Sandalen:

IM TEST

Test: THM Clavicula SE - Carbonkurbel


THM Clavicula SE Carbonkurbel

Der Test: THM Clavicula SE - Carbonkurbel:

Gut sitzende Veste mit 2 Flaschen, top für Stockläufe.
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Gute, sehr anpassungsfähige Passform
  • Stauraum/Taschen in den richtigen Größen und an den richtigen Positionen (groß genug für 6,7" Smartphones)
  • Sehr durchdachte Z-Pole Stockhalterung (auch für längere Stöcke geeignet)
  • 2x 500 ml Softflaschen direkt im Lieferumfang
  • Extrem robustes Ripstop-Material

NACHTEILE

  • Softflasks fühlen sich haptisch etwas dünner an als Premium-Modelle von Camelbak/Osprey
  • Nicht ganz günstig, einige Produkte der Konkurrenten sind teilweise deutlich günstiger erhältlich

BEWERTUNG

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest

 

 

TESTFACTS

Testzeitraum: ca. 3 Wochen

Hersteller: Black DiamondBlack Diamond

Modell: Distance 6 Vest

Kategorie: Laufrucksack, Laufweste, Trinkweste

Technologien: Z-Pole (Stockhalterung), Ripstop-Material, Diamond Mesh

Extras: 2x 500 ml Softflasche im Lieferumfang enthalten (auch einzeln erhältlich für ca. 15€/Stück)

Volumen: 6 Liter 

Taschen: oberes Rückenfach mit Reißverschluss, großes Rückennetz, 2x Tasche für Softflaschen, Reißverschlusstasche mit Schlüsselschlaufe, 2 x kleine Meshtasche vor den Flaschen, Fach für Trinkblase (bis 2 Liter)

Farbe: gelb (soft ochre) / schwarz

Material: Material 1: 92 % Nylon, 8 % Elasthan; Material 2: 100 % Polyester

Gewicht: 268g (Größe M)

Preis: UVP 150€

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest

Infografik mithilfe von KI erstellt

HERSTELLERBESCHREIBUNG

Die Distance 6L Trinkweste hat die perfekte Größe für ausgedehnte Läufe, lange Wettkampfstrecken oder Bergrennen. Sie bietet genügend Stauraum für zusätzliche Schichten oder die obligatorische Ausrüstung und liegt dabei eng am Körper an.

Die leichte Distance 6L Laufweste ist die perfekte Lösung für lange Strecken, die etwas mehr Ausrüstung und Proviant erfordern. Das rückseitige Fach der Weste bietet ausreichend Platz, um eine leichte Shell, zusätzliche Snacks und eine Stirnlampe zu verstauen. Die Randeinfassung und Diamond Mesh-Konstruktion der Distance 6L fühlt sich angenehm weich auf der Haut an. 

Der Mesh-Rückenbereich ist extrem atmungsaktiv und besteht aus einem weichen Material, das Scheuerstellen verhindert. Durchdachte Taschen und ein innovatives Aufbewahrungssystem für Softflasks bieten Sicherheit für die wichtigsten Dinge unterwegs und verbessern die Effizienz beim Nachfüllen von Wasser. Die Weste hat zwei Frontfächer für zwei Softflasks mit je 500 ml (im Lieferumfang enthalten).

Black Diamond Distance 6 Vest yellow
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest
Black Diamond Distance 6 Vest silver

Black Diamond Distance 6 Vest yellow
Black Diamond Distance 6 Vest
Black Diamond Distance 6 Vest

 

Black Diamond Distance 6 Vest
 
Black Diamond Distance 6 Vest
 
Black Diamond Distance 6 Vest

Bilderquelle: Black Diamond

 

👀 OPTIK/HAPTIK

Wie immer zuerst einmal die kleine Anmerkung: Geschmack oder Gefallen liegt natürlich im Auge des Betrachters und sollte bei funktionellen Produkten nicht unbedingt ein Kaufkriterium sein. Nichtsdestotrotz isst das Auge ja bekanntlich mit und eine coole Optik ist auf jeden Fall ein nettes Extra ;-) .

Vom Design her macht die Distance 6 Vest ordentlich was her. Die Linienführung ist sportlich, modern und wirkt wie aus einem Guss. Die Farbe wäre nach den anderen beiden verfügbaren Farben (schwarz und schwarz-silber) zwar meine letzte Wahl gewesen, das ist aber nur mein persönlicher Geschmack – also keine Kritik und für den Test auch komplett irrelevant. Optisch und funktional ist die Weste aber unabhängig von der Farbe ein echter Hingucker, wobei die meisten Laufwesten abgesehen von der Farbgebung auf den ersten Blick relativ ähnlich aussehen.

Die Verarbeitungsqualität ist auf einem absolut hervorragenden Niveau. Black Diamond nutzt hier ein sehr robustes Ripstop-Material, das man sonst eher von Kletterrucksäcken kennt. Das macht die Weste extrem widerstandsfähig gegen Risse und Abrieb, wenn man doch mal an einem Ast oder Fels hängenbleibt.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest
 
Black Diamond Distance 6 Vest

Black Diamond Distance 6 Vest
 
Black Diamond Distance 6 Vest

LAUFEN MIT DER DISTANCE 6 VEST

Beim Thema Tragekomfort gibt es absolut nichts zu meckern. Die Passform der Weste ist einwandfrei, sie lässt sich hervorragend an meinen Oberkörper anpassen und liegt dann überall schön dicht an. Da scheuert nichts, und selbst im vollgepackten Zustand wackelt beim Laufen nichts störend hin und her.

Die flexiblen Brustriemen lassen sich auf einem Schienensystem in der Höhe völlig frei verstellen – ein System, das inzwischen die meisten Hersteller benutzen, weil es einfach funktioniert. 

Black Diamond setzt hier auf 2 Riemen. Obwohl es auf den ersten Blick zwar so aussieht, als wären die beiden Riemen als Y ausgeführt, also 1 Haltepunkt einerseits zu 2 Haltepunkten andererseits (ein System, das es auch recht häufig gibt), gibt es jeweils einen Haltepunkt pro Seite. Der 2. Punkt hält den Riemen zwar nicht fest auf Zug, sorgt aber dafür, dass der übrigbleibende Riemen nicht herumflattert, sondern ordentlich an seinem Platz bleibt. 

Besonders für Läufer, die ihre Weste eher enger ziehen und dementsprechend viel Riemen übrig haben, ist das ein nettes Detail, denn ansonsten fängt man an, die Riemen zu verknoten, oder wickelt ihn so oft um die anderen, dass ein Knäuel entsteht, das an der Brust drückt oder scheuert.

Die meisten Laufwesten verhalten sich beim Anziehen oder lockeren Jogging ziemlich ähnlich und bereiten eigentlich nie Probleme, die feinen Unterschiede bemerkt man spätestens, wenn man die Westen entweder oben ohne oder nur mit einem hauchdünnen ärmellosen Shirt (wie z.B. dem Kossman Ultra Light Speed Singlet) nutzt, die Taschen vollstopft und ordentlich schwitzt. Hier habe ich gleich mehrere Westen, die ich eigentlich ganz gerne nutze, die in genau solchen Situationen, aber immer schön im Schrank bleiben.

Die Black Diamond Distance 6 Vest gehört hier zu den besseren Modellen, hat aber dennoch ein paar Einschränkungen. Während die Form der Weste, der Schultergurte und der Armausschnitte ziemlich optimal zu meinem Körper passt und keinerlei Probleme macht, kann das Innenmaterial direkt auf der Haut schnell zu Scheuerstellen oder Reizungen führen. Das ist aber offen gesagt auch ein typisches und nachvollziehbares Problem, denn die Westen sollen robust sein und definitiv auch scheuerbeständiger als das Gegenüber, egal ob Shirt oder Haut.

Abgesehen davon teste ich nur, wie sich die Westen auf der Haut anfühlen. Der oben ohne Läufer bin ich aber nicht und selbst ärmellose Shirts besitze ich nicht einmal eine Handvoll.

 

STAURAUM/TASCHEN/HALTER – DAS PASST ALLES REIN IN DIE DISTANCE 6 VEST

6 Liter Volumen haben die Stauräume der Distance 6 Vest insgesamt, eine Größe, die sehr verbreitet ist und die die meisten Hersteller in ihrem Portfolio haben. Ich finde diese Größe auch sehr praktisch, groß genug, um alles Wichtige mitzunehmen, ohne dabei das Lauferlebnis zu stören.
6 Liter sind aber nicht gleich 6 Liter, also theoretisch schon, aber in der Praxis absolut nicht :-).

Auch wenn inzwischen viele Hersteller die Taschen sehr ähnlich verteilen und man denken könnte, dass die Unterschiede nichts ausmachen, macht es durchaus Sinn, einmal unterschiedliche Westen anzuziehen und auszuprobieren, welche Gegenstände man wohin stecken würde, wie oft man die Taschen nutzt und ob man während des Laufens problemlos an seine Sachen drankommt.

Selbst die Position der Flaschen, ist nicht immer gleich auf dem Schultergurt. Bei manchen Westen sitzen die Flaschen zu hoch oder zu tief, um direkt daraus trinken zu können (einige Läufer machen das sowieso nicht, ich aber schon), oder die Taschen sind dafür ausgelegt, Flaschen mit Verlängerung zu nutzen. Bei einigen Vesten ist es auch nicht gedacht, dass man eine volle Flasche und sein Handy gemeinsam transportieren sollte.

Das ganze Taschenthema ist also nicht so unwichtig, wie man vielleicht denkt. Ich habe Westen, bei denen ich die Hälfte der Taschen effektiv nicht für meine Gegenstände nutzen kann: Die Handytasche ist zu klein, die Kopfhörertasche bei voller Flasche zu eng, Schlüsseltasche zu unsicher oder offen und, und, und.
Die Aufteilung der Taschen bei der Distance 6 Vest ist durchdacht und für mich praxisnah gelöst. Alles ist dort, wo ich es intuitiv erwarte, es leicht erreiche und keine Angst haben muss, etwas zu verlieren. 

Besonders wichtig für mich: die Reißverschlusstasche auf der Brust. Viele Hersteller patzen hier und dimensionieren diese Taschen so knapp, dass moderne Smartphones kaum hineinpassen, oder vergessen, dass man vielleicht das Handy und die Flasche mitnehmen möchte. 

Black Diamond hat hier mitgedacht. Mein Xiaomi mit seinem stattlichen 6,7-Zoll-Display passt selbst mit einer dicken, robusten Schutzhülle problemlos hinein und lässt sich sicher verstauen, ohne dass man beim Schließen des Reißverschlusses Angst um das Material haben muss. Auch kann man das Handy gefahrlos in die Tasche stecken, wenn man eine volle Softflasche auf der gleichen Seite trägt. Es gibt keine Platzprobleme und man hat auch nicht das Gefühl, dass das Handy so stramm auf der Flasche sitzt, dass es jeden Moment durchbricht.
Die anderen Taschen und Netze machen ebenfalls alle Sinn und sind auch in der Praxis sehr gut nutzbar und gut erreichbar.

DIE FLASCHEN

Im Lieferumfang enthalten sind zwei superleichte Soft Flasks mit jeweils 500 ml Kapazität. Die Flaschen tun auf dem Trail genau das, was sie sollen, transportieren Flüssigkeit, ohne zu sehr zu wackeln, sind gut mit dem Mund erreichbar, und fallen durch ihr minimales Gewicht von gerade einmal 24g (pro Stück) im leeren Zustand kaum auf.

Ich muss allerdings ehrlich sagen, dass sie sich haptisch etwas billig anfühlen (besonders vor dem ersten Befüllen). Sie kommen vom Materialgefühl her nicht an die hochwertigen, robusteren Flaschen von Camelbak oder Osprey heran, die ich sonst gerne nutze. Ob die teureren Flaschen aber wirklich haltbarer sind oder weniger Schadstoffe enthalten, kann ich nicht sagen.

Auf der anderen Seite relativiert sich das Ganze schnell, wenn man auf den Preis schaut: Als Ersatzteil kosten die originalen Flasks von Black Diamond im Einzelkauf gerade einmal rund 15 Euro pro Stück. Das ist etwa die Hälfte von dem, was die namhafte Konkurrenz verlangt. 

Ein fairer Deal also, auch wenn das Material etwas dünner wirkt. Einen unangenehmen Geruch oder Geschmack konnte ich übrigens nicht feststellen, was also nicht unbedingt auf die Nutzung eines sehr günstigen Kunststoffs hindeutet. Befüllen, Benutzung und Reinigung unterscheiden sich aber nicht von den teureren Modellen, es gibt eine große Öffnung, die Flaschen sind absolut dicht und das Mundstück funktioniert einwandfrei. 
 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest
 
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest

 

DIE STOCKHALTERUNG (Z-POLE)

Ein besonderes Feature der Weste ist die Stockhalterung mit dem Namen Z-Pole. Natürlich gehört eine Stockhalterung eigentlich zu jedem Trailrucksack und die meisten Hersteller haben auch daran gedacht und irgendwelche Schlaufen oder Gummis verbaut, die zwar Stöcke irgendwie halten können. Oft muss man den Rucksack aber erst ausziehen, um die Stöcke hineinzubekommen oder wieder herauszuholen.

Bei der Distance 6 Vest ist das anders: Hier merkt man sofort, dass Black Diamond seit Jahren zu den führenden Herstellern von Trailrunning-Stöcken gehört und genau weiß, worauf es in der Praxis ankommt. Die Z-Pole-Stockhalterung ist extrem durchdacht. Das System ermöglicht es, die Stöcke während des Laufens hinten an der Weste zu verstauen und sie bei Bedarf auch wieder hervorzuholen – und zwar ohne, dass man die Weste dafür ausziehen oder sich die Schultern auskugeln muss.

Das Ganze erfordert beim ersten Mal vielleicht minimale Koordination, geht danach aber erstaunlich flott, sogar für so ungelenkige Menschen wie mich. Die Stöcke sitzen schön fest und wackeln recht wenig herum. Dazu muss man auch sagen, dass fast alle Stockhalterungen bei den dreiteiligen Faltstöcken recht gut funktionieren. Meine Komperdell Stöcke sind aber nicht faltbar und mit 57 Zentimeter Packmaß fast 20 Zentimeter länger als die meisten Faltstöcke – tatsächlich kann nicht jede Stockhalterung oder jeder Rucksack mit diesen Stöcken umgehen. Die Distance 6 zeigt sich hier aber absolut souverän! Für Läufer, die regelmäßig mit Stöcken unterwegs sind, könnte das Black-Diamond-System ein echtes Kaufkriterium sein.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest
 
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Black Diamond Distance 6 Vest

Black Diamond Distance 6 Vest
 

Black Diamond Distance 6 Vest
 
Black Diamond Distance 6 Vest
 

FAZIT ZUR BLACK DIAMOND DISTANCE 6 VEST

Black Diamond liefert mit der Distance 6 Vest eine durchdachte Laufweste, die eigentlich alles richtig macht.

Die Weste ist extrem leicht und sitzt superkomfortabel. Der Tragekomfort ist hervorragend – selbst bei voller Beladung wackelt nichts. Besonders beeindruckt hat mich die durchdachte Z-Pole-Stockhalterung, die das Verstauen und Herausnehmen der Stöcke während des Laufens ermöglicht, selbst bei längeren, nicht-faltbaren Stöcken. Ein echtes Highlight für alle, die regelmäßig mit Stöcken unterwegs sind.

Die Taschenaufteilung ist praxisnah gelöst: Die große Reißverschlusstasche vorne bietet selbst meinem 6,7-Zoll-Smartphone mit dicker Hülle problemlos Platz. Die enthaltenen Softflasks mit je 500 ml sind leicht und funktionell, auch wenn sie sich haptisch etwas günstiger anfühlen als die Konkurrenz von Camelbak oder Osprey. Dafür kosten Ersatzflaschen mit rund 15€ pro Stück nur etwa die Hälfte.

Mit einem Gewicht von gerade einmal 268 Gramm in Größe M ist die Weste ein echtes Leichtgewicht. Das robuste Ripstop-Material verspricht zudem eine lange Lebensdauer. Die UVP von 150€ ist für eine 6-Liter-Laufweste mit durchdachten Features und inklusive Softflasks absolut fair. Die Verarbeitungsqualität und das durchdachte Design rechtfertigen zwar den Preis, dennoch gibt es viele Alternativen oft deutlich günstiger.

Insgesamt eine klare Kaufempfehlung für Läufer, die eine leichte, gut durchdachte Laufweste für lange Trainingseinheiten, Bergtouren und Wettkämpfe suchen und nicht auf jeden Euro schauen müssen.

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Die Black Diamond Distance 6 Vest
 
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Black Diamond Distance 6 Vest

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Kompromisslose Aerodynamik trifft auf wahnsinnigen Komfort!
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Aerodynamik
  • Komfort
  • Durchlüftung
  • Highbar System
  • MIPS Air Node
  • Optik

NACHTEILE


BEWERTUNG

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Canyon Stingr CFR: Rennradhelm der Oberklasse
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Griasts eich!

Ich habe mich die letzten Wochen wieder im High-End-Segment der Rennradprodukte bewegt. Das finde ich immer extrem spannend, wenn man Produkte mit neuen Technologien testen kann. Ist einfach trotz der vielen Produkttests, die man schon gemacht hat, immer wieder spannend. Wir reden hier heute über Rennradhelme, und bei diesen muss man dann doch oftmals einen Kompromiss eingehen: Entweder maximale Aerodynamik oder optimale Belüftung. 

Der Canyon Stingr CFR kann beides, und schließt genau diese Lücke. Canyon ist bestimmt vielen von euch ein Begriff, da die Räder des Herstellers aus Koblenz auch von UCI-World-Tour-Teams gefahren werden. Also gleich die Tour de France einschalten, dann wisst ihr, wovon ich spreche. Die CFR-Linie steht bei Canyon für Canyon Factory Racing und ist deren High-End-Linie. 

In dem Fall des Stingr hat der Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno bei der Entwicklung unterstützt und getestet, aber er wurde auch von Carolin Schiff beim Traka-200-Gravelrennen getragen. Finde ich dann super spannend zu sehen, was der Helm kann, wenn er den Anforderungen der Profis entspricht.

Auf der Jagd nach weiteren Watteinsparungen, habe ich mir den Aero-Helm  dann mal genauer angesehen. Die Wahl fiel bewusst auf die weiße Ausführung – nicht nur aus einem Faible für einen cleanen Look zu den weißen Schuhen, sondern auch als funktionales Hitzeschild für lange, intensive Ausfahrten.

Wir starten direkt mit den beiden Punkten, die beim Stingr keinen Kompromiss erfordern.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Canyon Stingr CFR: Rennradhelm der Oberklasse

Die Aerodynamik
Wer den Helm anschaut, sieht gleich: Die Form ist einfach auf Speed ausgelegt. Auf temporeichen Flachpassagen mit rund 48 km/h und bei rasanten Abfahrten in Südtirol und Frankreich, wo der Fahrradcomputer Geschwindigkeiten von über 85 km/h anzeigte, spielte der Helm seine Stärken voll aus. 

Wenn man im Unterlenker liegt, integriert sich der Helm nahtlos in die aerodynamische Silhouette. Was mich dabei auch besonders beeindruckt hat, ist, dass Windgeräusche durch das aerodynamisch optimierte Design des Helms so gut wie nicht vorhanden sind. Das sorgt nicht nur für mehr Ruhe auf dem Rad, sondern ist auch ein klares Indiz für einen extrem sauberen Luftstrom ohne störende Verwirbelungen. 

So können laut Canyon ab 50 km/h 7 Watt eingespart werden. Klar, das ist für mich jetzt schwierig zu messen. Aber ich habe an meinem Rennrad und in meinem Set-up ja auch etwas upgegradet und somit überall ein paar Watteinsparungen. Und ich denke, das summiert sich dann schon auch auf.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Canyon Stingr CFR: Rennradhelm der Oberklasse
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Belüftung und Klimamanagement

Ich würde mal behaupten, klassische Aero-Helme neigen dazu, an langen Anstiegen zum sprichwörtlichen Backofen zu werden. Canyon hat hier mit tiefen internen Luftkanälen hervorragend gearbeitet, was der Helm bei gnadenlosen Extremtemperaturen von 45 Grad in Frankreich eindrucksvoll unter Beweis stellte. 

Die einströmende Luft wird gezielt über den Kopf geleitet und zieht die Hitze effizient nach hinten aus den markanten Auslassöffnungen ab. In Kombination mit der reflektierenden weißen Farbe bleibt der Kopf selbst bei solchen Extrembedingungen erstaunlich kühl. Hier war ich wirklich beeindruckt, da er viel weniger Lüftungsschlitze hat als zum Beispiel mein POC Ventrail Air. 

Aber man merkt hier keinen Unterschied, er belüftet super und es brennt einem auch nicht die Sonne auf die Haare. Durch meine längeren Haare hatte ich bei dem POC-Helm auch immer das Problem, dass sich lauter Insekten darin verfangen haben. Das ist beim Stingr noch kein einziges Mal passiert.

Sicherheit dank MIPS Air Node

Im Hinblick auf den Schutz kommt das MIPS-Air-Node-System zum Einsatz. Für alle, die sich fragen, wie das funktioniert: MIPS (Multi-Directional Impact Protection System) wurde entwickelt, um das Gehirn bei einem Sturz vor gefährlichen Rotationskräften zu schützen. 

Wenn der Kopf bei einem Unfall in einem schrägen Winkel aufschlägt, erlaubt eine spezielle, reibungsarme Schicht im Helm eine minimale Gleitbewegung (etwa 10 bis 15 Millimeter) in alle Richtungen. Dadurch wird die Rotationsenergie abgebaut, bevor sie auf das Gehirn übertragen wird. Der Clou beim Stingr CFR: Im Gegensatz zu älteren, oft dickeren MIPS-Generationen ist diese reibungsmindernde Schicht beim Air Node direkt in die weiche Polsterung integriert. Das spart spürbar Gewicht, erhält die exzellente Belüftung aufrecht und sorgt für ein unglaublich angenehmes Tragegefühl.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Canyon Stingr CFR: Rennradhelm der Oberklasse
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Wahnsinnig gute Passform dank High-Bar-System

Beim ersten Aufsetzen fällt sofort das High-Bar-System auf. Diese Alternative zur Gurtkonstruktion ist anfangs etwas ungewohnt, da es sich hierbei um einen Bügel handelt, den man zum Aufsetzen an die Stirn klappt, und wenn man den Helm aufhat, unter das Kinn klappt und festzieht, mit dem gleichen Drehverschluss, wie man ihn vom Hinterkopf gewöhnt ist. 

In der Praxis erweist sich diese neue Technologie als genialer Gamechanger, da sie extrem komfortabel und jederzeit während der Ausfahrt anpassbar. Ein entscheidendes Detail ist auch, dass die Bügel der Rennradbrille hier nicht wie sonst üblich über dem Gurtsystem verlaufen, sondern unter dem High-Bar-System. Das sorgt für einen absolut wackelfreien, perfekten Sitz der Brille, ohne unangenehme Druckstellen an den Schläfen. 

Abgerundet wird die exzellente Passform durch das Drehverschlusssystem am Hinterkopf, das den Helm sehr genau am Kopf fixieren lässt. Tatsächlich habe ich letztens einmal vergessen, das High-Bar-System unters Kinn zu klappen. Hat sich schon irgendwie ungewohnt angefühlt, weil das ja dann an der Stirn ist, aber irgendwie ist es mir nicht direkt aufgefallen. Vermutlich, weil der Helm einfach bombenfest auf dem Kopf saß. Aber natürlich ist es total wichtig, den High-Bar runterzuklappen, bei einem Sturz würde man den Helm auf jeden Fall verlieren.

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Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Canyon Stingr CFR: Rennradhelm der Oberklasse

Die Optik

Ja, wie bereits angesprochen, habe ich mich für die weiße Variante in der Größe L entschieden. Der Helm ist stromlinienförmig mit Lufteinlässen vorne und Luftauslässen hinten. In die vorderen seitlichen Lufteinlässe passt hervorragend die Rennradbrille rein, sitzt bombenfest. Mir gefällt der Helm persönlich sehr gut. Ich würde sogar so weit gehen, dass es der schönste Aerohelm ist. Die Form sieht einfach getragen super aus! Und klar, das High-Bar-System fällt natürlich auch direkt auf und sticht ins Auge. Zur Verarbeitung kann ich nur sagen, dass diese einwandfrei ist, nichts zu bemängeln. Die EPS-Schale ist sogar an den Kanten überall verblendet.

Fazit

Der Canyon Stingr CFR ist ein echtes Statement. Er richtet sich an ambitionierte Fahrer, die bei der Aerodynamik keine Kompromisse eingehen wollen, aber dennoch einen Helm suchen, der bei hohen Temperaturen und  eben auch hohen Geschwindigkeiten und schnellem Abfahren zeigt, was er kann. Die Watteinsparung bei hohen Geschwindigkeiten ist auch für Hobbyfahrer ein Plus. Das innovative High Bar System und das unsichtbar integrierte MIPS-Air-Node-Polster heben den Tragekomfort auf ein neues Level. Eine klare Empfehlung für alle, die ihr Set-up wie ich immer weiter optimieren möchten.

Pfiats eich!

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Canyon Stingr CFR: Rennradhelm der Oberklasse
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Ein wertiges Kochsystem, das keine Wünsche offen lässt.
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Produktverabreitung
  • Topfstabilität
  • Brennerleistung
  • Topfinnenbeschichtung
  • Robuste Handhabung

NACHTEILE

  • Preis

BEWERTUNG

Jetboil Trailcook 1.2L

Für meinen aktuellen Test hat Outside-Stories mir den Jetboil Trailcook 1.2 Litern für einen Testzeitraum von sechs Wochen zur Verfügung gestellt.

In meinem Test habe ich den Kocher mit zwei anderen Kochern verglichen, die in anderen Preissegmenten angesiedelt sind.

Zum Vergleich hatte ich einen Kocher von Sotos sowie einen von Primus.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Jetboil Trailcook mit 1,2 Litern

Zum genauen Testaufbau sowie zu den Ergebnissen komme ich im späteren Verlauf meiner Bewertung.

 

Zum Unternehmen:

Jetboil ist ein US-amerikanischer Hersteller von Outdoor-Kochsystemen, der sich auf kompakte und leistungsstarke Lösungen für Camping, Trekking, Bergsteigen und andere Outdoor-Aktivitäten spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde im Jahr 2001 gegründet und hat sich durch innovative Produkte einen festen Platz im Markt für Outdoor-Ausrüstung erarbeitet. Charakteristisch für Jetboil ist das integrierte Kochsystem, bei dem Brenner, Topf und Wärmetauscher optimal aufeinander abgestimmt sind. Dadurch wird Wasser besonders schnell erhitzt und der Brennstoff effizient genutzt.

Ob diese Innovation wirklich so gut funktioniert, werde ich in meinem Test feststellen.

Die Produkte zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht, ihre einfache Handhabung und ihre hohe Zuverlässigkeit aus, was sie insbesondere bei Wanderern und Rucksackreisenden beliebt macht. Das Sortiment umfasst neben Kochsystemen auch Zubehör wie Töpfe, Pfannen, Besteck und Gaskartuschen. Jetboil gehört heute zur Unternehmensgruppe Johnson Outdoors und vertreibt seine Produkte weltweit über den Fachhandel sowie verschiedene Online-Plattformen.

 

Nachhaltigkeit:

Konkrete Nachhaltigkeitsinformationen gibt es nur über die Unternehmensgruppe Johnson Outdoors und nicht von Jetboil direkt. So wird von Jetboil selbst kein eigener Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. 

Bei der Verpackung des Produkts wurde komplett auf Kunststoff verzichtet und der Kocher kam originell in Pappe verpackt bei mir an.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Jetboil Trailcook mit 1,2 Litern
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Jetboil Trailcook mit 1,2 Litern

Ein weiterer positiver Aspekt, der für die Nachhaltigkeit des Produkts spricht, ist die qualitativ hochwertige Verarbeitung. Diese lässt das Produkt langlebig wirken und unterscheidet es von den günstigeren Alternativen. Dazu jedoch später mehr. 

 

Zum Produkt:
Die Jetboil Kochersysteme gibt es in unterschiedlichen Varianten und damit verbunden in unterschiedlichen Topfgrößen.

Der mir zur Verfügung gestellte Trailcook hat ein Fassungsvolumen von 1,2 l und ist somit optimal als Kocher für 1–2 Personen geeignet, ist jedoch auch mit Töpfen anderer Anbieter mit einem Fassungsvermögen von 2 Litern kompatibel. Der Trailcook unterscheidet sich durch seine feine Gasdosierbarkeit von anderen Kochern. So hat Jetboil auch einen Kocher im Sortiment, der lediglich auf das Aufkochen von Wasser ausgelegt ist und hier maximale Leistung zeigt. 

Der Lieferumfang umfasst vier Teile. Darunter: den Topf (inkl. Deckel), den Kocher selbst sowie einen Kartuschenstandfuß und einen Transportbeutel.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Jetboil Trailcook mit 1,2 Litern
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Jetboil Trailcook mit 1,2 Litern

Alle Teile wirken auf mich sehr wertig. Der Topf wird durch einen Neopren-Überzug vor Kratzern oder Dellen geschützt. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Jetboil Trailcook mit 1,2 Litern

Diesen gibt es in Duck Carmo, Carbon und Sunset Orange Optik.

 

Der Topf:

Der Topf besteht aus Aluminium mit einer keramikbeschichteten Innenseite, die für eine einfache Reinigung sorgt. Auf der Topfinnenseite ist eine Füllstandsanzeige, die eine  maximale Füllmenge von 700 ml ausweist. Bei einer Befüllung über 700 ml kann es zum Überkochen kommen. 

Der Topf verfügt über einen mit Silikon überzogenen, umklappbaren Griff, der nach dem Ausklappen solide einrastet und einen sicheren Umgang mit einem gefüllten Topf ermöglicht.

Beim Zusammenpacken wird der Griff zurückgeklappt und fixiert so sicher den Deckel auf dem Topf. 

Der Hauptunterschied zu anderen Töpfen liegt auf der Unterseite. Während andere Töpfe einfach einen flachen Boden haben, gehört der Topfboden zum Kochersystem. Der Topfboden verfügt über das Jetboil Fluxring System. Dieses lässt den Kocher mit maximaler Effizienz arbeiten. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Jetboil Trailcook mit 1,2 Litern
Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Jetboil Trailcook mit 1,2 Litern

Der Fluxring sorgt dafür, dass der Topf nicht nur zentral, sondern auch im Außenbereich erhitzt wird.

Der Fluxring wird nach der Nutzung durch eine Plastikschale geschützt, die gleichzeitig als Schüssel zum Essen genutzt werden kann. 

 

Der Kocher: 

Der Kocher verfügt über drei ausklappbare Schenkel, die den Topf sicher aufnehmen und zentral halten. Der Gasdruckregler ermöglicht eine gute Dosierung der Flamme und dient gleichzeitig als Funkengeber. Der Drehregler wird komplett aufgedreht und wirft durch ein leichtes Überdrehen den Funken. Im Anschluss kann die Flamme reguliert werden.

Als Gaskartusche wird von Jetboil die eigene Gaskartusche empfohlen. Ich habe für meinen Test Gas eines anderen Herstellers genutzt. Dieses hat auch wunderbar funktioniert.

Der mitgelieferte Standfuß ist für die kleineren Kartuschen ausgelegt. Meine 500 Gramm Kartusche hat leider nicht gepasst. Die Kartusche ist jedoch so groß, dass der Kocher ohnehin solide steht.

 

Der Vergleicht:

Ich habe den Trailcook mit einem Kocher von Primus (Primus Mimer) und einem Kocherset von Soto (Amicus + New River Pot) verglichen. 

In meinem Vergleich möchte ich Kocher/Systeme in unterschiedlichen Punkten vergleichen und dabei auf die einzelnen Vor- und Nachteile der Systeme eingehen.

Was einen Vergleich für mich besonders interessant macht, sind die unterschiedlichen Preissegmente, in denen die Kocher angesiedelt sind. 

Um für mich das optimale Preis-/Leistungsverhältnis zu ermitteln, werde ich in jeder Kategorie 1–3 + vergeben.

 Am Ende könnte sich ein solcher Kocher klar vor den anderen positionieren.   

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Jetboil Trailcook mit 1,2 Litern

 

Preis: 

  • Primus Mimer (UVP 29,95 €): +++

  • Soto Amicus (UVP solo: 45 € im Set: 74,95 €): ++

  • Jetboil Trailcook (UVP 199,90 €): +

 

Gewicht:

  • Soto (im Set 240 g): +++

  • Primus (solo 240 g): ++

  • Jetboil (im Set 550 g): +

 

Topf Stabilität:

  • Jetboil: +++

  • Primus: ++

  • Soto: +

 

Funkengeber:

  • Jetboil: +++

  • Soto: ++

  • Primus: (Feuerzeug muss mitgeführt werden)

 

Verarbeitungsqualität:

  • Jetboil: +++

  • Primus: ++

  • Soto: +

 

Kochzeit von 500 ml Wasser:

  • Jetboil (ca. 1:50min): +++ (unter Herstellerangabe)

  • Primus (ca. 2:20min): ++

  • Soto (ca. 2:47 min): +

 

Endergebnis:

  • Jetboil: 14

  • Primus: 11

  • Soto: 10

 

Das Endergebnis ist sehr eindeutig. Der Jetboil kann besonders bei der Topfstabilität, der Verarbeitungsqualität sowie der Kochzeit überzeugen. Für diese Vorteile muss man natürlich auch einen Preis von knapp 200 € in Kauf nehmen. 

Preis/Leistungssieger ist für mich ganz klar der Kocher von Primus, der trotz seines niedrig angesetzten Preises auf ganzer Linie überzeugen kann. 

Der Kocher von Soto hat mich nicht wirklich überzeugt. Die Verarbeitungsqualität stimmt einfach nicht. Einziger Vorteil des Kochers ist das geringe Gewicht, wenn man möglichst leicht unterwegs ist und jedes Gramm zählt.

 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Jetboil Trailcook mit 1,2 Litern

Solltet ihr weitere Fragen zu den anderen Kochern haben lasst es mich in den Kommentaren gerne wissen. Ich versuche eure Fragen dann dort zu beantworten. 

 

Fazit:

Der Jetboil Trailcook ist ein absolutes Spitzenklasse-Produkt in seinem Segment. Wenn das Budget keine Rolle spielt, kann man hier einfach nichts falsch machen. 

Ich denke, dass es sich aufgrund der Verarbeitungsqualität um ein sehr langlebiges und zuverlässiges Produkt handelt, das keine Ermüdungserscheinungen zeigt, und würde es daher auf ganzer Linie weiterempfehlen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Der Jetboil Trailcook mit 1,2 Litern

Meiner Meinung nach handelt es sich um einen Kocher, der auch aufgrund des Preises regelmäßig genutzt werden sollte. Wenn man seltener damit kochen möchte, reicht auch ein preisgünstigeres Modell vollkommen aus, um diesen Zweck zu erfüllen. 

 

Würde ich das Produkt weiterempfehlen? Ja, auf jeden Fall

Von mir erhält dieses Produkt 5 von 5 Sterne.

Danke fürs Lesen!

Gruß Gaudi

 

 



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Super leichte&kompakte Matte, deren R-Wert sich sehen lässt.
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Super leicht
  • Tolles Packmaß
  • Hoher Recyclinganteil
  • Hoher R-Wert
  • Vegan
  • Dick

NACHTEILE

  • Unbequem für Seitenschläfer
  • Kein integrierter Packsack
  • Knistert etwas
  • Keine anatomische Form
  • Ventil nicht immer direkt zu

BEWERTUNG

Dieses Mal hatte ich die Gelegenheit, eine ultraleichte Isomatte von VAUDE für euch zu testen. Es handelt sich um die „VAUDE Performance 9 M“, eine High-Performance-Isomatte, die speziell für anspruchsvolle Bergtouren, und Trekking und dank des hohen R-Wertes für Ganzjahres-Camping entwickelt wurde. Die Matte ist nur in einer Größenausführung und Farbe erhältlich und die UVP liegt bei 180,00 €. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: VAUDE Performance M - UL Isomatte
Erste Nacht auf der neuen Matte.

Allgemeines

Die Matte wird in einer Schutzhülle geliefert – ein Pumpsack ist hier nicht integriert. Dieser könnte gesondert erworben werden, ist aber zur Zeit ausverkauft. Die Matte ist 183cm lang, 51cm breit und stolze 9cm dick. Ob diese Abmessungen reichen, lest ihr später. Mit nur 370 GRamm ist die Matte sehr leicht und lässt sich super klein verpacken.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: VAUDE Performance M - UL Isomatte
Das Packmaß ist echt super. Hier im Vergleich mit einer 600-Milliliter-Trinkflasche und 500 Milliliter Spüli.

Durch ihren Aufbau und die gewählten Materialien (gleich mehr dazu) kommt sie auf einen R-Wert von 5,5 und lässt sich somit das ganze Jahr über nutzen. Im Lieferumfang ist außerdem ein Notfall-Reparaturset enthalten. 

 

Exkurs R-Wert

Der R-Wert ist ein Maßstab für den Wärmedurchgangswiderstand eines Materials (Widerstand = engl. resistance). Er gibt an, wie gut oder schlecht ein Material die Wärme leitet. 
 

Quelle: Bergzeit.


​Aufbau und Material
​Der Hauptstoff besteht zu 100 % aus recyceltem Polyester (20D) mit einer robusten TPU-Laminierung. Typisch für Vaude merkt man sofort, dass hier viel Wert auf Umweltfreundlichkeit gelegt wurde, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen. Für diese Matte werden PET-Flaschen recycelt. Bisher habe ich keinerlei Abnutzung feststellen können und das Material wirkt sehr robust. Auch beim Einpacken der Matte auf (teils steinigen) Waldböden hatte ich nie sorgen, dass sie kaputtgeht und ich besonders vorsichtig sein müsse. 

Um Gewicht einzusparen, ist das Herzstück der Konstruktion ein bei Vaude neues Kammerdesign ohne durchgehende Stege. Diese Längskammern sorgen für eine optimale Druckverteilung, die alle Schlafpositionen ermöglichen soll. Wie ich geschlummert habe, lest ihr weiter unten. 

​Ventilsystem: Ausgestattet ist die Matte mit dem bewährten Vaude-Flachventil. Einmal verschlossen ist es natürlich absolut dicht und sorgt für ein unkompliziertes Aufblasen sowie schnelles Ablassen der Luft am Morgen. Hat man die Matte zu fest aufgepumpt, kann man durch leichten Druck auf das Ventil etwas Luft ablassen. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: VAUDE Performance M - UL Isomatte
Die Vaude-Matte (rechts) ist sehr formstabil  (--> viel Komfort) und merklich dicker als die ander Matte


​Isolation und Technologie
Ich habe mich gefragt, wie eine Matte so kompakt und leicht sein kann und trotzdem den hohen R-Wert aufweist. Das liegt daran, dass sie nicht auf eine Isolierung mithilfe von Daune oder Kunstfaser setzt, sondern die sogenannte Reflect-Technology nutzt. Das Innere der Luftkammern wird durch reflektierende PE‑Folie in zwei Konvektionskammern aufgeteilt, wodurch oben die vom Körper erwärmte Luft zirkuliert und unten gleichzeitig die kalte Bodenluft abgefangen wird. 

Außerdem strahlt die Beschichtung logischerweise die eigene Körperwärme zurück. Das Ergebnis ist der bereits erwähnte R-Wert von 5,5, sodass Vaude eine Temperaturempfehlung von bis zu –21 °C angibt. Damit ist die Matte voll wintertauglich.


​Komfort und Passform
​Mit einer Dicke von stolzen 9 cm bietet die Performance 9 M exzellenten Liegekomfort – selbst Seitenschläfer sinken nicht bis zum harten Boden durch. Auf den Schlafkomfort gehe ich aber gleich noch ein. Die Kammern der Matte sind zudem im Waffelmuster angeordnet, sodass man nicht zwischen zwei beispielsweise langen Längskammern einsinken kann. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: VAUDE Performance M - UL Isomatte
Hier ist das Waffelmuster und die abgerundeten Ecken gut zu erkennen.

Die Ecken der Matte sind abgerundet, was den perfekten Kompromiss darstellt, um unnötiges Materialgewicht einzusparen und dennoch maximalen Komfort zu bieten. 
Bis auf die abgerundeten Ecken ist die Matte rechteckig. Es wird also keinerlei Rücksicht auf die menschliche Anatomie genommen. Das hat in meinen Augen ein paar Nachteile (mehr dazu gleich), laut Vaude aber den Vorteil, dass man zwei Matten lückenlos aneinanderlegen kann, um ein stabiles „Doppelbett“ zu bauen, ohne dass in der Mitte ein lästiger Graben entsteht. Dafür müssen allerdings auch beide die gleiche Matte haben und man muss es schaffen, dass diese nicht auseinanderrutschen und wirklich fest sind (Klettverschluss als Idee? Ich habe es nicht probiert...). 


​Der Praxistest: Unterwegs im Einsatz

Meine „alte“ Isomatte hat nur 5 Zentimeter Dicke, sodass ich am Anfang einen riesen Schlafkomfort erwartet habe. Nach der ersten Nacht war ich jedoch enttäuscht. Wichtig ist, nicht zu viel Luft in die Matte zu pusten. Ganz prall halte ich sie für eher unbequem. Mit weniger Luft drin wurde sie dann aber besser – mehr dazu gleich noch.


​Aufgrund des sehr dünnen 20-D-Außenmaterials war ich anfangs ganz kurz etwas skeptisch, ob die Matte raueren Untergründen „im“ Zelt  bzw. beim Auf- und Abbau standhält. Diese Skepsis hat sich – wie oben beschrieben – in der Praxis jedoch schnell gelegt.

Trotz des extrem leichten Gewichts und des minimalistischen Packmaßes ist das Material im Einsatz ausreichend robust.
​Zum Befüllen habe ich den Pumpsack meiner anderen Isomatte benutzt. Ob das gleich beschriebene Problem daher kommt, dass es ein SeaToSummit-Pumpsack ist, oder auch bei dem von Vaude auftritt, kann ich leider nicht beurteilen. 

Es war jedoch so, dass fast bei jedem zweiten Aufpusten das Ventil nach Entfernen des Pumpsacks nicht ganz dicht war. Es war etwas Luft entwichen und ich musste es erst schließen und konnte es dann wieder öffnen (dann war alles dicht), um Luft nachzujuzustieren. Ansonsten funktioniert das Ventil kinderleicht: Einfach pusten (Mund oder Pumpsack) und es verschließt automatisch. 

Zum Feinjustieren einfach etwas Druck aufs Ventil ausüben und die Luft entweicht langsam. Danach verschließen. Zum Einpacken kann man den Verschluss ins Ventil stecken, sodass die Luft entweicht und das Ventil offen bleibt.  

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: VAUDE Performance M - UL Isomatte
In dieser Position ist das Ventil offen.


​Durch die besondere Isolierung hatte ich zunächst Angst vor lautem Knistern/ Rascheln, da man beim Aufbauen die Folie doch schon gehört hat. Einmal aufgepumpt hält sich das lästige, laute Rascheln, das man von vielen anderen isolierten ultraleichten Luftmatratzen kennt, hier erfreulicherweise stark in Grenzen. 

Die Druckverteilung funktioniert leider für Seitenschläfer nicht gut. Obwohl ich nicht zum Boden sinke (wie eingangs erwähnt), haben bei mir nach 2–3 Nächten immer starke Hüftschmerzen eingesetzt. Der Wechsel zurück auf meine alte Matte oder der Isomattentausch mit einer Freundin haben Abhilfe geschaffen. 

Es lag also nicht einfach nur an meinem Körper und auch die gerade Form bringt für mich einige Nachteile mit sich. Wir Frauen haben eher breite Hüften, und da sind 51 Zentimeter einfach schmal. Ich konnte mich nicht von einer auf die andere Seite drehen, ohne meine Position auf der Matte anzupassen, sonst wäre ich leicht runtergerutscht. Auch in „Embryoposition“ ist die Breite eng bemessen, wenn die Knie auch auf der Matte sein sollen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: VAUDE Performance M - UL Isomatte
Wie ihr seht, stehen meine Knie leicht über.

Dafür bräuchte ich an den Füßen und am Kopf weniger Platz. Eine anatomisch angepasste Matte würde mir deutlich mehr Komfort liefern und eventuell nochmal etwas Material einsparen. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: VAUDE Performance M - UL Isomatte
Aufgrund der Farben ist es nicht so gut zu erkennen, aber meine anatomisch geformte Matte (unten) liefert mehr Komfort.

Die Länge von 183 Zentimetern sind bei einer Körpergröße mit 173 Zentimeter das Minimum. 

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: VAUDE Performance M - UL Isomatte
Hätte ich nicht das Wissen, dass die Matte 183 cm lang ist, würde ich denken sie sei kürzer...


Ich habe die Matte mit kleinen Klebepatches versehen, damit mein Kissen darauf haftet. Also nicht wundern, was das auf den Bildern ist. 


​Fazit
​Die Vaude Performance 9 M überzeugt durch ihr geringes Gewicht und ihr kleines Packmaß bei einem überragenden R-Wert und ansprechender Dicke. Das Wärme-Gewichts-Verhältnis ist in meinen Augen echt überragend und der Liegekomfort dank der üppigen Dicke von 9 Zentimetern und der Waffelstruktur echt hoch. Trotz Isolation mit reflektierender Folie raschelt die Matte angenehm wenig. 
Toll ist außerdem die Verwendung von recyceltem Polyester. Zudem ist die Matte vegan. 
​Abstriche muss man beim Lieferumfang machen, da ein (integrierter) Pumpsack bei diesem Preis eigentlich Standard sein sollte. Außerdem gibt es die Matte nur in einer Ausführung in rechteckiger Form. 

 



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Leichter, robuster, griffiger und moderner Wanderschuh.
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Sehr geringes Gewicht.
  • Hervorragender Grip, sehr gutes Profil.
  • Stabiler Rundumschutz, schützt den kompletten Fuß.
  • Hochwertige Verarbeitung, alle Materialien top.
  • Sicherer Halt im Gelände.
  • Gestricktes, elastisches Bündchen hält zuverlässig Schmutz draußen.

NACHTEILE

  • Die Sohle ist etwas fest und starr.
  • Bei großer Hitze mäßig luftig.
  • Fällt klein aus.
  • Nur bedingt für Speedhiking geeignet.
  • Etwas längere Einlaufphase.

BEWERTUNG

 

La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman – ein Leichtgewicht, das am liebsten im Gelände spielt

Wer meine Produkttests kennt, weiß, dass ich viel draußen unterwegs bin. Wandern, Powerwalking, Trailrunning und Laufen gehören zu meinen Hauptsportarten. Dabei bin ich vor allem im Wachtberger Ländchen, im Siebengebirge und im Ahrgebirge unterwegs – auf Wald- und Wiesenwegen, Schotter, Geröll und auch gerne einmal querfeldein.

Der Ultra Raptor 3 von La Sportiva, ein leichter aber sehr stabiler Wanderschuh für Vielwanderer.

Der Ultra Raptor 3 Woman wurde mir von der Firma La Sportiva für einen Produkttest für Outside Stories zur Verfügung gestellt und ich habe den Wanderschuh ausführlich im Einsatz getestet. Dabei habe ich auf folgende Eigenschaften besonders geachtete:

•             Material

•             Look/Farbe

•             Passform

•             Trageigenschaften 

•             Atmungsaktiv oder belüftende Eigenschaften

•             Schnelltrocknung

•             Einsatzmöglichkeiten /Wetterbedingungen

•             Pflegeeigenschaften

•             Nachhaltigkeit

Meine Bewertung beruht allein auf meiner persönlichen Meinung und auf den von mir gesetzten Präferenzen. Ich wurde weder für den Test bezahlt noch stehe ich in Verbindung zum Hersteller und daher ist meine Bewertung vollkommen neutral!

Ich bin 1,80 Meter groß, wiege zwischen 68 und 69 Kilogramm und trage normalerweise Schuhgröße 42. Den Schuh habe ich in Größe 42,5 und in der Farbe Limestone/Carbon erhalten.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
Der Wanderschuh für sportlich ambitionierte Wanderer in einem schönen Jeansblau.

Das sagt der Hersteller über sein Produkt

La Sportiva beschreibt den Ultra Raptor 3 als vielseitigen und technisch ausgereiften Wanderschuh für abenteuerlustige Wanderinnen und Wanderer. Er soll sowohl für Gipfeltouren und Trekkingstrecken als auch für entspanntere Wanderungen geeignet sein.

Das Obermaterial besteht aus einem strapazierfähigen Ripstop-Mesh mit recycelten Materialanteilen. Dieses soll einerseits atmungsaktiv sein und Feuchtigkeit ableiten, andererseits aber auch ausreichend robust sein, um den Belastungen auf Wanderwegen und in anspruchsvollerem Gelände standzuhalten.

Eine gummiverstärkte Zehenkappe und ein umlaufender Schutzrand sollen die Füße vor Steinen, Wurzeln, Ästen und Geröll schützen. Zusätzlich verfügt der Schuh über einen integrierten Gamaschenkragen, der verhindern soll, dass Steinchen, Kies, Gras und anderer Schmutz von oben in den Schuh gelangen.

Die Zwischensohle kombiniert laut Hersteller eine weichere und stützende EVA-Dämpfung mit einem kompakteren EVA-Schaum im Fersenbereich. Dadurch soll der Ultra Raptor 3 auch auf längeren Wanderungen Komfort, Stabilität und Unterstützung bieten.

Für die Bodenhaftung sorgt die FriXion-White-Außensohle mit dem sogenannten Impact Brake System. Diese Kombination soll sowohl bergauf als auch bergab guten Grip liefern, Stöße abfangen und die Traktion auf unterschiedlichen Untergründen verbessern.

Flexkerben entlang der Sohle sollen trotz der stabilen Konstruktion eine möglichst natürliche Bewegung des Fußes ermöglichen. Eine TPU-Fersenkappe gibt dem hinteren Fußbereich zusätzlichen Halt.

In den technischen Angaben des Herstellers wird außerdem eine GORE-TEX Extended Comfort-Membran genannt. Wie sich der Schuh bei stundenlangem Dauerregen verhält, konnte ich während meines Testzeitraums allerdings nicht abschließend überprüfen. Dazu später mehr.

Technische Daten auf einen Blick

  • Modell: La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
  • Farbe meines Testmodells: Limestone/Carbon
  • Preis: 165 Euro
  • Testgröße: 42,5
  • Obermaterial: strapazierfähiges Ripstop-Mesh mit recycelten Materialanteilen
  • Integrierter Gamaschenkragen
  • Gummiverstärkte Zehenkappe und umlaufender Schutzrand
  • EVA-Zwischensohle mit zusätzlicher Stabilisierung im Fersenbereich
  • Ortholite Hybrid Mountain Hiking Fußbett, 5 Millimeter
  • FriXion-White-Außensohle mit Impact Brake System
  • Sohlenhöhe: 35 Millimeter an der Ferse und 27 Millimeter im Vorfußbereich
  • Sprengung: 8 Millimeter
  • Stollenhöhe: 4,5 Millimeter
  • Keine Wide-Fit-Ausführung

Mein Test

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
Auf Herz und Nieren getestet! Ein Berg- und Geländeschuh auch für anspruchsvolle Wanderer.

Erst zu klein, dann immer noch knapp – das Größenroulette

Bei Schuhen von Herstellern, deren Größen ich noch nicht gut kenne, orientiere ich mich zunächst an den entsprechenden Größenangaben und, falls vorhanden, an einem Größenfinder.

Beim Ultra Raptor 3 gab es einen solchen Schuhfinder. Dieser kam bei mir auf eine Empfehlung von Größe 41,5. Gleichzeitig hatte ich bei den Angaben sogar den Eindruck, dass der Schuh eher größer ausfallen sollte.

Da mir die empfohlene Größe schon etwas knapp erschien, entschied ich mich vorsichtshalber für Größe 42. Als der Schuh ankam, war er trotzdem zu klein und musste noch einmal umgetauscht werden.

Mein endgültiges Testmodell bekam ich deshalb in Größe 42,5.

Fällt kleiner aus wie erwartet. Achtung bei der Größenwahl. Und aufgrund der stabilen, etwas steifen Sohle braucht er eine gute Einlaufphase.

Bei mir kommt allerdings noch eine kleine Besonderheit hinzu: Mein linker großer Zeh ist ein kleines Stück länger als der rechte. Das führt bei Schuhen immer wieder zu dem Problem, dass der Schuh am linken Fuß schon etwas knapp sitzt, während er rechts eigentlich perfekt passt. Wähle ich ihn größer, kann es wiederum passieren, dass der rechte Schuh zu locker wird.

Auch in Größe 42,5 war der Ultra Raptor 3 am linken Fuß zunächst noch grenzwertig. Er hätte ein kleines bisschen länger sein dürfen. Eine weitere halbe Nummer größer wäre links möglicherweise angenehmer gewesen, hätte am rechten Fuß aber eventuell schon wieder zu viel Platz bedeutet.

Im Laufe der sechs Wochen wurde der Schuh durch das Einlaufen etwas angenehmer. Ganz verschwunden ist das knappe Gefühl am linken großen Zeh allerdings nicht.

Für mich fällt der Ultra Raptor 3 deshalb eindeutig kleiner aus als erwartet. Ich würde ihn auf jeden Fall mit den Wandersocken anprobieren, die später auch tatsächlich im Schuh getragen werden sollen. Außerdem sollte man nicht nur kurz im Stand prüfen, ob vorne genug Platz vorhanden ist. Besonders beim Bergabgehen rutscht der Fuß etwas nach vorne. Ein Schuh, der im Geschäft gerade so passt, kann auf einer längeren Tour dann doch schnell zu knapp werden.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
Das Design ist ansprechend modern und der Jeanslook gefällt mir super gut. Es gibt ihn aber auch in 3 weiteren Farben.

Jeansblau geht auch am Berg

Die offizielle Farbbezeichnung meines Testmodells lautet Limestone/Carbon. Für mich ist es aber vor allem ein sehr schönes Jeansblau in Kombination mit Schwarz und Grau.

Die Farbe gefiel mir direkt beim Auspacken richtig gut. Der Schuh wirkt modern, sportlich und deutlich weniger schwer und klobig als viele klassische Wanderschuhe.

Gerade bei Wanderschuhen hat man manchmal noch das Gefühl, man könne zwischen Braun, Dunkelbraun und einem etwas anderen Braun auswählen. Der Ultra Raptor 3 zeigt, dass ein stabiler Wanderschuh auch modern aussehen kann, ohne direkt wie ein knallbunter Turnschuh zu wirken.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman

In der Damenausführung ist der Schuh in vier verschiedenen Farben erhältlich. Von einer sehr neutralen Farbkombination bis hin zu etwas auffälligeren Modellen dürfte deshalb eigentlich für fast jeden Geschmack etwas dabei sein.

Das Obermaterial erinnert auf den ersten Blick an Mesh, ist aber deutlich fester und dichter als das weiche Material eines klassischen Lauf- oder Trailrunningschuhs.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
Der Meshlook vermittelt Luftigkeit, die ist aber nicht wirklich präsent.

Dadurch wirkt der Schuh leicht und sportlich, vermittelt aber gleichzeitig direkt einen robusten und stabilen Eindruck. Man sieht ihm an, dass er nicht nur für den Spaziergang durch den Stadtpark gedacht ist.

Verarbeitung – da gibt es wenig zu meckern

Die Verarbeitung meines Testmodells war durchgehend hochwertig. Die Nähte, Verklebungen, Schnürung und Übergänge zwischen Obermaterial, Schutzrand und Sohle waren sauber gearbeitet.

Auch nach sechs Wochen, vielen unterschiedlichen Untergründen und einer längeren Wanderung mit Rucksack zeigte der Ultra Raptor 3 keine auffälligen Schwachstellen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
Fest vernähte, stabile Schlaufenschnürung sorgt für sicheren Halt. Die weiche, elastische Zunge sorgt für viel Komfort.

Die Schnürung funktioniert klassisch und unkompliziert. Ich konnte den Schuh sicher schließen und auch relativ feste schnüren. Trotzdem entstand bei mir kein unangenehmer Druck auf dem Spann.

Dazu tragen die gut gepolsterte Zunge und der weich ausgearbeitete Schaft bei. Auch bei einer festeren Schnürung drückte oder scheuerte bei mir nichts.

Schmaler Fuß erwünscht, hoher Spann darf trotzdem mit

Der Ultra Raptor 3 ist insgesamt eher schmal geschnitten, auch wenn das auf den ersten Blick etwas anders aussieht. Das kam mir persönlich entgegen, denn ich habe einen sehr schmalen Fuß.

In der Weite saß der Schuh bei mir sehr gut. Mein Fuß rutschte nicht seitlich hin und her und wurde sicher in Position gehalten.

Auf den ersten Blick wirkt er breit, am Fuß allerdings zeigt er sich er schmal geschnitten.

Für sehr breite Füße könnte die Passform allerdings problematisch werden. Der Schuh ist laut Hersteller auch nicht als Wide-Fit-Ausführung gedacht. Wer einen breiteren Vorfuß hat, sollte ihn deshalb unbedingt gründlich anprobieren.

Trotz des eher schmalen Schnitts empfand ich den Bereich über dem Spann als ausreichend großzügig. Auch ein etwas höherer Spann dürfte meiner Meinung nach gut unterzubringen sein. Über die Schnürung lässt sich der Sitz zusätzlich recht genau anpassen.

Insgesamt saß der Schuh bei mir fest, sicher und trotzdem bequem. Während des gesamten Testzeitraums hatte ich keine Druckstellen. Auch auf meiner längsten Tour über 17,3 Kilometer bekam ich keine Blasen.

Fairerweise muss ich allerdings sagen, dass ich grundsätzlich nicht sehr stark zur Blasenbildung neige. Trotzdem ist eine solche Strecke lang genug, um Schwachstellen bei der Passform oder Innenverarbeitung zu bemerken.

Mein Fuß im Sicherheits-Safe

Was den Schutz betrifft, ist der Ultra Raptor 3 wirklich stark. Mein Fuß fühlte sich darin fast wie in einem kleinen Sicherheits-Safe an.

Die Zehen sind durch die kräftige und gummiverstärkte Zehenkappe sehr gut geschützt. Aber auch an den Seiten und im Fersenbereich bietet der Schuh deutlich mehr Schutz als ein leichter Trailrunningschuh.

Der Schuh bietet eine feste, rundum laufende Sicherheitschale, die verstärkte Kappe und Ferse geben zusätzlich zuverlässigen Schutz.

Spitze Steine, Äste, Wurzeln oder Geröll können dem Fuß dadurch nicht so schnell etwas anhaben. Gerade wenn man auf schmalen Wegen oder querfeldein unterwegs ist, stößt man mit dem Schuh schon einmal irgendwo an.

Beim Ultra Raptor 3 hatte ich dabei nie das Gefühl, mir direkt den Zeh oder die Fußseite zu verletzen.

Auch die Ferse sitzt stabil und sicher. Der Schuh hält den Fuß gut in Position und vermittelt besonders auf unebenen Untergründen sehr viel Kontrolle.

Durch die feste Konstruktion und die stabile Sohle knickt man nicht so schnell weg wie in einem sehr weichen Schuh. Natürlich kann kein Schuh jedes Umknicken verhindern. Das stabile Gerüst gibt dem Fuß aber spürbar mehr Halt.

Für einfache und sehr ebene Wege braucht man diesen ausgeprägten Schutz vielleicht nicht unbedingt. Sobald der Untergrund steiniger, rutschiger oder unruhiger wird, spielt der Ultra Raptor 3 seine Stärken aber deutlich aus.

Fest, fester, Ultra Raptor?

Schon beim ersten Anziehen fiel mir auf, dass der Ultra Raptor 3 insgesamt ein recht fester Schuh ist. Da er auch für sportliches Wandern beschrieben wird, hatte ich ihn mir zunächst etwas flexibler vorgestellt.

Die Sohle ist dick, stabil und relativ starr. Auch die Dämpfung würde ich nicht als besonders weich oder federnd beschreiben. Sie ist eher auf der festeren und härteren Seite.

Das muss allerdings nicht automatisch ein Nachteil sein. Gerade auf sehr unebenem und steinigem Gelände möchte ich nicht unbedingt auf einer weichen und schwammigen Sohle stehen.

Eine sehr weiche Dämpfung kann dazu führen, dass man auf Steinen oder Wurzeln weniger präzise auftritt und der Fuß unruhiger steht. Beim Ultra Raptor 3 hatte ich dagegen ein sehr sicheres Bodengefühl.

Die Sohle schützt zuverlässig vor spitzen Steinen, ohne den Kontakt zum Untergrund völlig zu verlieren. Ich konnte gut einschätzen, wo und wie ich auftrete.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
Das Profil und das Material der Sohle hat Premium Qualitäten.

Trotz der festen Konstruktion empfand ich das Abrollverhalten beim normalen und auch etwas flotteren Wandern als gut. Der Schuh rollt ordentlich nach vorne und fühlt sich dabei kontrolliert an.

Man muss ihm allerdings etwas Zeit geben. Direkt aus dem Karton war er bei mir noch deutlich steifer. Erst im Laufe der sechs Wochen wurde er etwas geschmeidiger und passte sich besser an meinen Fuß an.

Ein weicher und flexibler Schuh wurde er aber auch nach dem Testzeitraum nicht. Das ist Teil seiner Konstruktion und gleichzeitig der Preis für den ausgeprägten Halt und Schutz.

Ich würde deshalb nicht empfehlen, den Schuh neu zu kaufen und direkt ohne vorherige Eingewöhnung zu einer mehrtägigen oder besonders langen Wanderung aufzubrechen. Einige kleinere Runden vor dem ersten großen Einsatz sind hier auf jeden Fall sinnvoll.

Grip, Grip, hurra

Beim Grip hat mich der Ultra Raptor 3 wirklich überzeugt.

Der Grip der Sohle für anspruchsvolle Geländegänge die richtige Wahl!
Der Grip der Sohle für anspruchsvolle Geländegänge die richtige Wahl!

Ich war mit ihm auf trockenen Waldwegen, feuchten Wiesen, Feldwegen, Schotter, Kies, Geröll und steinigen Passagen unterwegs. Auch stärkere Steigungen und Gefälle waren bei meinen Touren dabei.

Die FriXion-White-Außensohle kam mit diesen unterschiedlichen Untergründen sehr gut zurecht. Der Schuh haftete zuverlässig und gab mir sowohl bergauf als auch bergab ein sicheres Gefühl.

Besonders auf lockerem oder steinigem Boden konnte sich das Profil gut festsetzen. Auch auf unebenen Wegen musste ich nicht ständig darüber nachdenken, ob der Fuß beim nächsten Schritt wegrutschen könnte.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
Trittsicher auf allen Untergründen.

Natürlich bleibt auch mit dem besten Profil ein nasser, glatter Stein oder eine feuchte Wurzel grundsätzlich rutschig. Ein Schuh kann die Physik nicht außer Kraft setzen. Trotzdem war die Bodenhaftung beim Ultra Raptor 3 sehr überzeugend und für mich einer seiner größten Pluspunkte.

Auf reinem Asphalt ist die feste und stark profilierte Sohle dagegen nicht in ihrem eigentlichen Element. Kurze Asphaltabschnitte lassen sich natürlich problemlos zurücklegen.

Für eine längere Tour, die fast ausschließlich über Straße oder sehr harte und ebene Wege führt, würde ich persönlich aber einen weicheren und flexibleren Schuh wählen.

Der Ultra Raptor 3 braucht Gelände. Er liebt Gelände. Und genau dort sollte man ihn auch einsetzen.

Steinchen müssen draußen bleiben

Ein Detail, das mir besonders gut gefallen hat, ist der integrierte gestrickte Gamaschenkragen am oberen Rand des Schuhs.

Ich bin sehr viel über Wiesen, gemähte Flächen, Feldwege und auch querfeldein unterwegs. Dabei passiert es schnell, dass kleine Steine, Grashalme, loses Heu oder anderer Schmutz von oben in den Schuh gelangen.

Das ist nicht nur unangenehm. Manchmal muss man sogar anhalten, den Schuh ausziehen und den kleinen Stein oder Grashalm wieder entfernen.

Während meines gesamten Tests hatte ich dieses Problem beim Ultra Raptor 3 kein einziges Mal.

Das gestrickte Bündchen lag angenehm am Fuß an und hielt Steine, Gras und anderen Schmutz zuverlässig draußen. Es drückte nicht und fühlte sich auch nicht unangenehm eng an.

Das Bündchen ist eine echt pfiffige Idee.
Nicht nur ein pfiffiges Ausstattungsfeature, sondern ein Zubehör, was für jeden Wanderschuh als Standart gelten sollte. Das elastische Strickbund ist für mich eine echte Kaufempfehlung!

Es ist einfach da und macht genau das, was es machen soll.

Gerade für Menschen, die viel auf losen, steinigen oder grasigen Untergründen unterwegs sind, ist das ein richtig guter Pluspunkt. Manchmal sind es eben diese kleinen Details, die bei der tatsächlichen Nutzung einen großen Unterschied machen.

Nasses Gras? Kann er.

Einen richtigen Dauerregentest konnte ich mit dem Ultra Raptor 3 leider nicht durchführen. Das Wetter war während der sechs Wochen überwiegend trocken und teilweise extrem warm.

Ein kurzer Nieselregen oder kleiner Schauer ist für einen Wanderschuh aber auch noch kein wirklicher Härtetest. Dafür war ich mehrfach in nassen Wiesen und in hohem, feuchtem Gras unterwegs.

Ich finde diesen Test teilweise sogar aussagekräftiger als einen kurzen leichten Regen. Beim Gehen durch hohes nasses Gras streifen die Halme ständig am Obermaterial entlang. Durch diese dauerhafte Reibung wird die Feuchtigkeit regelrecht gegen das Material gedrückt.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
Nasses-Gras-Test bestanden! Für mich der ultimative Nässetest.

Diesen Test hat der Ultra Raptor 3 mit Bravour bestanden.

Das Obermaterial wurde außen leicht feucht beziehungsweise nass. Im Inneren blieben meine Füße aber vollständig trocken. Die Nässe wurde also nicht durch das Material in den Schuh gerieben.

Ob das auch nach mehreren Stunden Dauerregen noch so wäre, kann ich ehrlich nicht beurteilen. Alles andere wäre reine Spekulation.

Gegen nasse Wiesen, hohes feuchtes Gras und kurze Schauer bot mein Testmodell aber einen sehr zuverlässigen Schutz.

Fast 40 Grad sind auch für einen Schuh kein Wellnessurlaub

Der Hersteller beschreibt das Obermaterial als atmungsaktiv. Grundsätzlich ist es für einen so stabilen Wanderschuh tatsächlich relativ leicht.

Trotzdem darf man die Belüftung nicht mit der eines sehr luftigen Trailrunning-Schuhs aus weichem Mesh vergleichen. Das Material ist dichter, robuster und bietet einen deutlich höheren Schutz vor Nässe und äußeren Einflüssen.

Während meines Testzeitraums hatten wir teilweise Temperaturen von 35 bis fast 40 Grad. Bei solchen Temperaturen schwitzt der Fuß wahrscheinlich in fast jedem geschlossenen Schuh.

Ich habe bei dieser extremen Hitze bewusst keine sehr langen Wanderungen unternommen, sondern den Ultra Raptor 3 hauptsächlich auf kürzeren Hunderunden und kleineren Waldstrecken getragen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
Macht auch Spaß bei 40°

Dabei wurde es im Schuh schon recht warm und mein Fuß fühlte sich gelegentlich etwas überhitzt an. Mega unangenehm fand ich es aber nicht.

Im Vergleich zu einem schweren klassischen Bergwanderschuh, vielleicht sogar aus Leder, wirkt der Ultra Raptor 3 immer noch deutlich leichter und weniger massiv. Für normale sommerliche Temperaturen ist er aus meiner Sicht deshalb gut geeignet.

Bei extremer Hitze muss man allerdings damit rechnen, dass die stabile und wasserabweisende Konstruktion weniger Luft durchlässt als ein offener Trailrunningschuh.

Man kann eben nicht alles gleichzeitig haben: sehr viel Schutz vor Nässe, Steinen und Geröll und dabei eine Belüftung wie bei einer Sandale.

Von der Hunderunde bis zu 17,3 Kilometern

Während der sechs Wochen habe ich den Ultra Raptor 3 sehr unterschiedlich eingesetzt.

Er begleitete mich auf kurzen Hunderunden zwischen ungefähr 2,5 und 4 Kilometern, auf flotteren Strecken bis etwa 5 Kilometer und auf längeren Wanderungen.

Die meisten Touren fanden bei mir zu Hause im Wachtberger Ländchen statt. Zusätzlich war ich mit dem Schuh im Siebengebirge und im Ahrgebirge unterwegs.

Dabei kamen Waldwege, Wiesenwege, Schotter, Kies, Geröll und teilweise auch sehr unbefestigte und holprige Strecken zusammen. Im Ahrgebirge und Siebengebirge waren außerdem einige stärkere Steigungen und Abstiege dabei.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
Schnelles Wandern, mit einigen Powerabschnitten waren wichtige Testbedingungen.

Meine längste Wanderung mit dem Ultra Raptor 3 betrug 17,3 Kilometer. Dabei trug ich zusätzlich einen Rucksack.

Der Schuh meisterte diese Strecke problemlos. Ich bekam keine Blasen und keine Druckstellen. Trotz der längeren Strecke hatte ich nicht das Gefühl, dass meine Füße oder Beine durch den Schuh unnötig schwer wurden.

Gerade dieses geringe Gewicht ist für mich eines der besten Argumente für den Ultra Raptor 3.

Optisch und vom Schutz her wirkt er wie ein sehr robuster Wanderschuh. Am Fuß fühlt er sich aber deutlich leichter an als viele klassische Modelle.

Besonders bei längeren Wanderungen macht sich das bemerkbar. Schwere Schuhe können irgendwann dazu führen, dass sich nicht nur die Füße, sondern die ganzen Beine müde und schwer anfühlen. Im Sommer verstärkt sich dieses Gefühl durch die Wärme häufig noch.

Beim Ultra Raptor 3 hatte ich dieses Problem nicht. Selbst nach längeren Strecken fühlten sich meine Füße nicht an, als würde an jedem Bein ein schwerer Klotz hängen.

Genau darin liegt für mich der besondere Spagat dieses Schuhs: Er bietet einen Schutz und eine Stabilität, die man eher von einem kräftigen Wanderschuh erwartet, verbindet das aber mit einem deutlich geringeren Gewicht.

Speedhiking ja – aber bitte nicht übertreiben

La Sportiva beschreibt den Ultra Raptor 3 als sportlichen und vielseitigen Wanderschuh. Grundsätzlich kann man mit ihm auch flott unterwegs sein. Sein geringes Gewicht unterstützt ein zügiges Wandertempo.

Beim Begriff Speedhiking muss man allerdings ein bisschen genauer unterscheiden.

Wenn man darunter ein sportliches und schnelleres Wandern versteht, funktioniert der Ultra Raptor 3 gut. Er gibt sicheren Halt, rollt ordentlich ab und fühlt sich trotz seiner robusten Konstruktion nicht schwer an.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
Eine bequeme Ortholite Innesohle sorgt für Komfort, allerdings lädt die Dämpfung insgesamt nicht zum Laufen ein.

Wer aber beim Speedhiking fast schon in Richtung Powerwalking oder leichtes Laufen geht, dürfte die feste Sohle irgendwann als zu starr empfinden.

Für sehr schnelles Gehen über lange Strecken, starkes Powerwalking oder kurze Laufeinheiten ist mir der Schuh persönlich zu fest und zu wenig flexibel. Dafür fehlt mir eine weichere Dämpfung und ein dynamischerer Übergang.

In diesem Bereich würde ich eher zu einem echten Speedhiking-Schuh oder zu einem Trailrunningschuh greifen.

Die Stärke des Ultra Raptor 3 ist nicht maximale Geschwindigkeit. Seine Stärke ist die Kombination aus geringem Gewicht, sehr gutem Grip, sicherem Halt und einem ausgeprägten Rundumschutz.

Nachhaltigkeit ist mehr als ein grünes Fähnchen

La Sportiva verwendet laut Hersteller an verschiedenen Stellen recycelte Materialien. Dazu gehören Anteile im Ripstop-Obermaterial, im Innenfutter, in den Bändern, Schnürsenkeln, der EVA-Komponente und im Ortholite-Hybrid-Fußbett.

Auch die Verpackung kam bei meinem Test ohne eine unnötige Menge Kunststoff aus.

Zur Nachhaltigkeit gehört für mich allerdings nicht nur, ob ein recycelter Materialanteil vorhanden ist oder ein grünes Fähnchen am Schuh hängt.

Ein Produkt sollte vor allem langlebig sein und nicht nach wenigen Einsätzen ersetzt werden müssen.

Nach sechs Wochen machte der Ultra Raptor 3 einen ausgesprochen robusten Eindruck. Das Obermaterial ist trotz seines geringen Gewichts widerstandsfähig. Auch die kräftige Sohle, die Zehenkappe und der umlaufende Schutzrand wirken so, als könnten sie viele weitere Kilometer vertragen.

Eine endgültige Aussage über die jahrelange Haltbarkeit ist nach sechs Wochen natürlich nicht möglich. Der erste Eindruck nach meinem Testzeitraum ist aber sehr gut.

Lange Haltbarkeit spricht für Nachhaltigkeit
Lange Haltbarkeit spricht für Nachhaltigkeit. Der Raptor zeigt nach 6 Wochen keine Verschleißerscheinungen. 

Mein Fazit – leicht, stark und mit Vorliebe fürs Gelände

 

Der La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman ist für mich ein sehr gelungener Allround-Wanderschuh für unebene, steinige und anspruchsvollere Wege. Seine größten Stärken sind der hervorragende Grip, der sichere Rundumschutz und das vergleichsweise geringe Gewicht. Trotz seiner stabilen Bauweise fühlten sich meine Füße auch auf längeren Touren nicht unnötig schwer an.

Der kompetente OUTSIDEstories-Test: Wanderschuh La Sportiva Ultra Raptor 3 Woman
Der Ultra Raptor 3 geht jedes Gelände mit und sieht nach 6 Wochen intensiven Einsatzes noch aus wie am 1. Tag.

Sehr gut gefallen hat mir außerdem das gestrickte Bündchen am Schaft. Während des gesamten Tests blieben kleine Steine, Grashalme und anderer Schmutz zuverlässig draußen. Auch nasse Wiesen und hohes feuchtes Gras meisterte der Schuh problemlos, meine Füße blieben trocken. Ob er auch bei stundenlangem Dauerregen vollständig wasserdicht bleibt, konnte ich allerdings nicht überprüfen.

 

Die feste Sohle gibt viel Sicherheit und ein gutes Bodengefühl, macht den Schuh aber gleichzeitig weniger flexibel. Für normales bis flotteres Wandern ist das kein Problem. Für sehr schnelles Speedhiking, starkes Powerwalking oder leichtes Laufen würde ich persönlich jedoch einen dynamischeren Schuh wählen.

 

WAS BESONDERS GUT WAR

 

• sehr geringes Gewicht für einen so stabilen Wanderschuh

• hervorragender Grip auf steinigen, lockeren und rutschigen Untergründen

• sehr guter Schutz für Zehen, Ferse und Fußseiten

• hochwertige und robuste Verarbeitung

• gestricktes Bündchen hält Steine, Gras und Schmutz draußen

• auch auf längeren Touren keine schweren Füße

• nasse Wiesen und hohes Gras problemlos gemeistert

 

WAS MAN WISSEN SOLLTE

 

• fällt eher klein aus

• relativ schmal geschnitten

• feste und recht starre Sohle

• braucht etwas Zeit zum Einlaufen

• Dämpfung eher fest als weich

• bei extremer Hitze nur eingeschränkt luftig

• Wasserdichtigkeit bei Dauerregen konnte ich nicht abschließend testen

• für lange Asphaltstrecken weniger geeignet

Ein super leichter Wanderschuh für alle, die das Gelände lieben.

FÜR WEN GEEIGNET?

Aus meiner Sicht ist der Ultra Raptor 3 besonders für Menschen geeignet, die viel auf unebenen, steinigen oder rutschigen Wegen unterwegs sind und dabei Wert auf sicheren Halt und einen sehr guten Schutz der Füße legen.

Auch für längere Tageswanderungen, Touren mit Rucksack, Mittelgebirge, Bergwege und anspruchsvollere Untergründe ist er ein zuverlässiger Begleiter. Wer einen eher schmalen Fuß hat und einen leichten, aber trotzdem stabilen Wanderschuh sucht, dürfte sich hier sehr wohlfühlen.

 

FÜR WEN WENIGER GEEIGNET

Weniger geeignet ist er für sehr breite Füße und für Menschen, die einen besonders weichen, stark gedämpften und flexiblen Schuh bevorzugen.

Auch für lange Asphaltstrecken, sehr schnelles Speedhiking, Powerwalking oder leichtes Laufen wäre er nicht meine erste Wahl. Dafür ist die Sohle einfach zu fest und zu starr.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis von 165 Euro empfinde ich aufgrund der hochwertigen Verarbeitung, der robusten Materialien und des sehr guten Schutzes als angemessen.

Viel Spaß mit deinem neuen Wamnderschuh.
Viel Spaß mit deinem neuen Wanderschuh.

PERSÖNLICHE BEWERTUNG

Ein leichter, robuster und ausgesprochen trittsicherer Wanderschuh, der seine größten Stärken dort zeigt, wo die Wege steinig, uneben und etwas anspruchsvoller werden.

4,75 von 5 Sternen

Sehr empfehlenswert.

Viel Spaß mit deinen neuen Wanderschuhen! Wir sehen uns draußen.

 



Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

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