Super weiter und bequeme Barfußsneaker
VORTEILE
- Leicht
- Weites Fußbett
- Breite Zehenkammer
- Wasserdicht
NACHTEILE
- Für manche zu breites Fußbett
BEWERTUNG


Barfußgehen ist in! aber nicht jedermanns Sache. Man sollte nicht meinen, es sei eine gute Idee, welche zu kaufen und sich voller Freude ins Dauertragen zu stürzen. Barfußschuhe fördern die natürliche Fußfunktion, die Fußmuskulatur und das Gleichgewicht. Das stimmt! Aber gerade weil es so ist, WEIL sie die Muskulatur auf eine für uns in den Zivilisationsschuhen ungewohnter Weise beanspruchen und die Bodenunebenheiten viel deutlicher wahrgenommen werden, muss man seinen Füßen die Chance geben sich langsam daran zu gewöhnen. Die erforderliche Muskulatur hat so die Möglichkeit sich nach und nach aufzubauen und ihre mit Barfußschuhen wieder erforderliche Arbeit zu erbringen.
Ich habe die Rigdgeway von XERO SHOES in der Farbe Fog und in Größe 41 probetragen dürfen.



Der Ridgeway ist ein Wanderschuh, den es für Männer und Frauen gibt und der im Retrostyle erscheint. Er ist mit. 625 Gramm pro PAAR ein sehr leichter Wanderschuh. Bei manchen anderen ist das das Gewicht EINES Schuhs. Er ist in 4 Farben erhältlich, die passend zum naturnahen Retrostyle in Herbstfarben das Outfit ergänzen.
Kommen wir gleich mal zu den Highlights. Auch wenn das Obermaterial nach einem baumwollartigen groben Gewebe aussieht, sind sie wasserdicht. Der Wanderschuh macht aber einen Spagat. Einerseits ist der Schuh in Mid-Cut-Höhe im klassischen Wanderschuhdesign. Andererseits hat de Outdoorsneaker ein luftiges Erscheinungsbild. Zudem ist er sehr leicht und entgegen normaler Wanderschuhe sehr flexibel. Der legere Schnitt bringt aber rauch mit sich, dass die Schuhe nicht die starre Unterstützung von vorallem Hochgebirgswanderschuhen.


Die Sohle ist ganz typisch für Barfußschuhe. Sie verfügt über keine Sprengung/ Dämpfung und ist nur 12,5 mm dick. Das ist für einen Wanderschuh schon mehr als erwartet, aber noch nicht zu viel, um weiterhin den Untergrund zu spüren und ein naturnahes Geherlebnis haben zu können. Um dennoch im Gelände ausreichend Grip zu haben ist das Profiltiefe 3,5 mm hoch.
Die Knöchel werden trotz des insgesamt sehr flexiblen Schuhs durch ein festes Polster gut geschützt vor Stößen aber auch ein wenig stabilisiert.
Die barfußschuhtypisch breite Zehenkammer ist wirklich enorm breit. Ich trage 40,5 und habe hier Größe 41 gewählt. Es ist ein schönes Gefühl auch nach Stunden keine Druckstellen an den Zehen zu haben. Allerdings muss man erst lernen, dass eben im Offroad-Bereich tatsächlich keine Seitenführung oder Unterstützung an den Zehen vorhanden ist. Übungssache und Gewohnheit.
Ein weiterer Vorteil der recht breiten Schuhe ist, dass im Winter noch ausreichend Platz für warme Socken ist.
Das Profil ist dezent aber durchdacht und griffig. Ich bin damit über Holz, Fels, Kies, Laub und sowohl über trockene als auch nasse Untergründe gegangen und hatte immer guten Halt. Für mich persönlich könnte beim Gehen über nicht allzu raue Untergründe die Sohle dünner und noch flexibler sein. Andererseits war gerade auf unebenen Untergründen die nicht zu weiche Sohle ein Segen, so dass ich nicht jeden spitzen Stein oder jede Kante durchspürte. Für das griffige Gefühl beziehungsweise die eigene Stabilität ist natürlich auch förderlich, dass die Zehen sich in der Zehenkammer aufspreizen können.
Die helle Farbe ist chic und passt gerade im Alltagsstyle gut zu unterschiedlichen Materialien und Farben. Ich war erstaunt, dass es tatsächlich recht schmutzunempfindlich ist. Dennoch halte ich die Farbe Fog für nicht ganz outdoortauglich, zumindest nicht bei schlechtem Wetter.
Ich habe die Schuhe nach mehreren Tagen des Eingewöhnens final bei einer Tageswanderung im Park um die Plitvicer Seen in Kroatien getragen. Wir waren 10 Stunden zu Fuß unterwegs und haben 25 km zurückgelegt. Ich hatte an keiner Stelle eine Blase oder Druckstelle. Ein wenig musste ich darauf achten, die Schuhe am Schaft nicht zu eng zu schnüren. Das Bedürfnis nach mehr halt hatte mich dazu verleitet. Die Füße hatten jede Menge Platz und bei Temperaturen um die 20 Grad fühlte ich mich gut belüftet.
Auch nach ein wenig Übung merkte ich bei so einer langen Wanderung vor allem beim "Kaltstart", als es gleich zügig bergauf ging, meine Waden. Wer Barfußschuhe tragen möchte, sollte sich als wirklich die Zeit nehmen und die Muskulatur langsam aufbauen, damit die Schuhe wirklich gesundheitsfördernd sein können.