Doppellagig schützt besser
VORTEILE
- Guter Blasenschutz
- Wenig Geruchsbildung
- Geschmeidiges Tragegefühl
NACHTEILE
- Sorgfalt beim Anziehen notwendig
BEWERTUNG
"Tschüss 'liebe' lasen. Adieu Schweißfuß."... das sieht man als erstes auf der Verpackung stehen, wenn man die Socken auspackt. Wieder mal so ein Versprechen, ein Mittel gegen Blasen gefunden zu haben, das waren meine ersten Gedanken.
Wie will es denn der Firma Wrightsock bitte gelingen, dass meine zarten Füßchen keine Blasen bekommen? Ich habe doch schon alles ausprobiert. "Doppellagig" steht außerdem auf der Verpackung des Modells Coolmesh II. Also mal genauer geschaut: Es handelt sich im Prinzip um zwei Paar Socken, die in einander vernäht sind.
Von außen sieht man dies den Socken nicht wirklich an, sie sehen aus wie normale Wandersocken. Beim Grifftest zwischen Daumen und Zeigefinger merkt man allerdings, dass da irgendetwas anders ist. Man spürt, dass sich dort zwei Paar Socken zwischen den Fingern befinden. Wie gesagt, von außen ist das nicht zu erkennen, weder am Bündchen, noch an Ferse oder Zehen.

Material:
- Die Materialzusammensetzung der Wrigthsock Coolmesh II sieht wie folgt aus:
- 70% / 71% Polyester (Innenlage / Außenlage)
- 26% / 24% Nylon
- 4% / 5% Elasthan
- 0% / 0% Wolle

Passform:
Ich habe die Socken in der Größe "Large" (41,5 - 45) getestet. Bei meiner Schuhgröße um die 42/43 hatte ich schon die Befürchtung, dass die Socken sehr groß ausfallen. Diese Sorge ist unbegründet, die Socken passen perfekt. Es gibt keine Links- / Rechts-Unterscheidung, macht das Leben leichter.
Die Höhe der Socken reicht gut über den Schuhrand meiner Wanderschuhe hinaus, enden knapp unterhalb des Wadenmuskels. Wrightsock teilt die Socken in vier verschiedene Stärken ein, die Coolmesh II sind hier in der dünnsten Kategorie, die Polsterung ist minimal.
Tragekomfort:
Beim Anziehen der Socken muss man ein wenig Sorgfalt walten lassen, damit der Innensocken keine Falten oder Wulste bildet. Hat man den Socken dann aber an der Position, an der man diesen haben will, fühlt sich dieser äußerst geschmeidig an. nicht nur die anliegende Passform wirkt angenehm, auch die doppelte Lage an der Fußsohle hinterlässt einen sanften Eindruck. Bei einer meiner Test-Touren gab es einiges an Regen, sodass früher oder später die Socken feucht sind. Aber selbst in diesem Zustand sind die Socken angenehm zu tragen.
Test im Einsatz:
Tragekomfort hin oder her, neue Socken fühlen sich meistens gut an. Nun aber zum Härtetest: Blasenvermeidung.
Getestet habe ich die Socken in Roh-Form. Also kein Tape an den Fersen, kein Fußbalsam an den Fersen, Blasenrisiko hoch.
Schnell habe ich gemerkt: Die doppellagigen Socken wirken! Die Reibung, die normalerweise zwischen Fuß und Socken bzw. Schuh anliegt, wird von den beiden Sockenschichten absorbiert. Doch nicht zu früh freuen, erstmal die 3 Stunden Aufstieg abwarten.
Aber selbst nach den 3 Stunden Aufstieg sitzen zum einen die Socken noch perfekt, zum anderen gibt es keinerlei Anzeichen für Blasen. Auch im Abstieg wo üblicherweise die Fußsohlen irgendwann zu brennen anfangen, wirken die beiden Lagen Wunder. Das Versprechen mit dem Blasenschutz kann ich also bestätigen.
Da war doch noch was anderes auf der Verpackung. Ach ja..."Adieu Schweißfuß". Ich habe die Socken an drei Touren hintereinander getragen, an einem der Tage wurden die Socken durch Regen etwas feucht. Aber selbst nach dem dritten Tag riechen die Socken noch immer nicht unangenehm. Wie das so ganz ohne Merino funktioniert, ist mir ein Rätsel.
Die doppelte Lage hätte ich im Vorfeld als nachteilig beim Tempo des Trockenvorgangs betrachtet. Ich konnte hier allerdings nach einem Waschgang keine deutlich erhöhte Trocknungszeit feststellen. Allerdings wirken die Socken ziemlich "schrumpelig" nach dem Waschen, was allerdings beim späteren Anziehen nicht nachteilig ist. Der Tragekomfort ist wie im Neuzustand.
Fazit:
Es funktioniert! Die doppelten Lagen reduzieren die Blasengefahr deutlich. Die Socken fühlen sich sehr gut an, und das ist doch das Wichtigste: Die Füße fühlen sich wohl auf Tour.
