Ein hervorragender Wanderführer für das Lechtal
VORTEILE
- aktuelle GPS Daten
- Kartenmaterial
- detaillierte Routenbeschreibungen
- detaillierte Hüttenbeschreibungen
- robustes Material
- Höhenprofile
NACHTEILE
- fehlende Varianten
BEWERTUNG
Rother Wanderführer Lechtaler Höhenweg – Verwall-Runde
Allgemein:
Der Rother Wanderführer über den Lechtalter Höhenweg und die Verwall-Runde beschreibt wie der Name schon detailliert die zwei Weitwanderwege / Mehrtagesrouten im Lechtal. Insgesamt sind so 34 Etappen beschrieben, 20 Etappen zum Lechtaler Höhenweg zwischen Arlberg und Fernpass und 14 zur Verwall-Runde, welche sich südlich des Arlbergs befindet.

Format und Gewicht:
Der Wanderführer kommt in handlichem 16,5 X 11,5 cm Format daher, was den gängigen Rother-Wanderführern entspricht. Das Werk kann mit seinen Maßen und seinem Gewicht von 198 g ohne weitere Probleme entspannt in der Hosentasche während der Wanderungen transportiert werden.
Material:
Zweiter sehr wichtiger Punkt. Der Führer muss robust sein und auch mal Regen und Kälte und Verknickungen aushalten können: Daher ist er kartoniert mit Polytex-Laminierung.


Über den Kleber in den Bindungen konnte ich nichts ausfindig machen. Der Umschlag wird äußerst robust, auch wenn Knicke sicherlich unvermeidbar bei intensiver Nutzung sind, und so weist auch unser Wanderführer schon einige Abnutzungsspuren auf, die aber meines Erachtens auch erst einen Wanderführer ausmachen.
Der Autor:
Marc Zahel ist begeisterter Bergsteiger und Wanderer und ist bereits über 20 Jahre publizistisch tätig. Herausgekommen sind dabei mittlerweile über 80 Bücher, darunter etliche Wanderführer. In diesem Fall handelt es sich um die 1. Auflage zum Lechtaler Höhenweg, so dass auch diese Region mit Mehrtageswanderungen im Rother Verlag wiederfindet.

Aufmachung:
Der Führer zeigt auf der Buchrückseite eine grobe Überblickskarte, welche einen ersten Eindruck über die Auswahl der Touren macht.
Diese Überblickskarte wird auf Seite 6 und 7 des Werks dann noch ein wenig größer abgebildet, so dass auch schon einmal erkannt werden kann, wie man zu diesen Wandertouren kommen kann und wo sie in etwa liegen. Hier sind die Routen auch direkt farblich markiert, so dass man weiß, welcher Schwierigkeitsgrad den Wanderer erwartet.
Aufbau:
Allgemeine Infos:
Neben einer groben Übersichtskarte auf der Rückseite des Führers sowie auf einer Doppelseite am Anfang des Werkes, kann man anhand des Inhaltsverzeichnisses mit allen Touren direkt erkennen, welchen Schwierigkeitsgrad die einzelnen Touren jeweils haben.


Ebenso lässt sich die Dauer und die KM Anzahl erfassen, wobei die Kilometerangabe im gebirgigen Gelände immer mit Vorsicht zu genießen ist, da auch hier kurze 5 km manchmal sehr lang werden können. Sehr gut finde ich den Hinweis auf den Gebrauch des Buches, da hier auch noch einmal kurz die SAC Schwierigkeitsskala erläutert wird, welche im Buch immer wieder verwendet wird.


Danach geht es zur Planung und Durchführung der Tour. Dazu sind natürlich auch die GPS Daten von Bedeutung, welche sich mit Hilfe eines Codes problemlos von der Rother-Homepage runterladen und in verschiedenste WanderApps einpflegen lassen. Zu empfehlen ist hierbei u.a. auch die eigene Rother-Wanderapp, mit welcher sich problemlos auf dem Höhenweg navigieren lässt.




Neben den allgemeinen Anforderungen einer solchen Tour werden auch Tipps zu Wanderkarten und Ausrüstung sowie der „Taktik“ unterwegs gegeben. Aber auch potentielle Gefahren oder das Verhalten in Notfallsituationen werden thematisiert.
Dann startet die Beschreibung der jeweiligen Wanderrouten. Zunächst gibt Zahel allgemeinere Informationen zu dem Charakter des Wanderweges und wie man diesen angehen sollte. Da der Höhenweg darauf angelegt ist, dass man auf Berghütten schläft, werden diese im Anschluss detailliert dargestellt. So weiß man direkt, wie viele Personen dort nächtigen können, wie lang diese geöffnet sind und wo man weitere Infos über die Hütten erhält (hinsichtlich Buchung etc.).


Nachdem diese Beschreibung abgeschlossen ist, werden die einzelnen Etappen beschrieben. Der Aufbau hier ist immer gleich:
Nach einer allgemeinen kurzen Beschreibung der Tour (um überhaupt einen ersten Eindruck von der Tour zu gewinnen) werden Informationen zum Ausgangspunkt und Endpunkt gegeben. Signifikant ist auch die Anzeige von KM und Höhenmetern (sowohl hinauf als auch hinab), als auch die zeitliche Dauer, die man für die Tour einplanen sollte. Sehr gut ist auch , dass die Anforderungen nach der SAC Skala genannt werden, so weiß man direkt, was einen auf der Tour erwartet. Insbesondere bei schlechterem Wetter ist dies von großer Bedeutung.

Eine detaillierte Karte(1:75.0000) plus Höhenprofil sowie einige Vorfreude vermittelnde Bilder runden die Beschreibung ab.


Bei der Beschreibung der Verwall-Runde geht Zahel letztlich genauso vor, so dass man sich als Leser hier nicht noch einmal umstellen muss.
Ein Stichwortverzeichnis schließt das gelungene Werk über das Lechtal ab.
Fazit: Ein tolles Werk über das Wander-Eldorado im Lechtal in verlässlicher Rother-Qualität.