Super Sturzsensor, der nicht auffällt und toll funktioniert!
VORTEILE
- Sehr leicht
- IP67 (für den sportlichen Einsatz wasserdicht)
- Verbindung mit Smartphone sehr einfach
- Erhöht die Sicherheit deutlich
- Akku hält sehr lange (nachladen mit Micro USB)
- Preis/Leistung (crash replacement!!!)
NACHTEILE
- Zwingend Netz notwendig (aber Edge reicht)
- Notrufservice nur gepaart mit Versicherung möglich (siehe unten)
BEWERTUNG

Vorwort:
Bike/Skifahren und andere Outdooraktivitäten können alleine sehr gefährlich sein. Daher sieht man mich so gut wie nie alleine auf dem Bike oder den Skiern. Natürlich kann man jetzt sagen ... ach man muss halt aufpassen und nicht immer ans Limit gehen. Doch das ist völliger Schwachsinn. Das Risiko minimieren ist eins, aber ist es meistens nicht so, dass gerade dann, wenn man vorsichtig ist alles schief geht? Ich bin zum Glück noch nicht in die Situation gekommen alleine irgendwo zu liegen und auf Hilfe zu hoffen.
Jedoch hatte ich schon die ein oder andere brenzlige Lage, dass ich ohne die Hilfe von Freunden nicht unterm Bike herausgekommen bin, da ich verkeilt auf dem Rücken in einem Loch lag und das Bike so dermaßen dumm auf mir Lag, dass ich einfach nicht rauskam. Wenn man dann auch noch das Handy hinten im Rucksack liegen hat ist man aufgeschmissen.
Gerade hier kommt der Tocsen ins Spiel. Denn wenn ich allein unterwegs wäre und nach einem Sturz genau diese Situation auftritt, sollte mein Standort und ein "Hilferuf" an meine hinterlegten Kontakte, andere Tocsen Benutzer in der Nähe und den Notdienst (Notruf) abgesetzt werden.
Schauen wir mal wie das so funktioniert.

Der Test:
Der Tocsen kommt in einer kleinen modernen Verpackung. Direkt sieht man den Slogan "Save your life. crash helmet sensor".

Das suggeriert natürlich jedem, egal ob Profi- oder Hobbyoutdoorler einen riesen Sicherheitszuwachs. Auf der Rückseite findet man dann den Ablauf wie der Tocsen funktioniert:
Crash -> Tocsen Sensor erkennt den Crash -> In der App läuft ein Timer (30 sec) ab um den Hilferuf zu unterbrechen -> Notfallkontakte, Tocsen Cummunity und Rettungskräfte werden alarmiert (mit GPS Position). Simpel und effektiv ist hier die Devise. Zudem steht weiter unten auch folgender Spruch: „Ruft Hilfe, wenn du es nicht mehr kannst“.

Wenn das alles so klasse klappt, bin ich mehr als zufrieden und mit im Boot.
Die Tutorials:
Wer wie ich sehr faul ist Anleitungen zu lesen wird mit dem Tocsen extrem zufrieden sein, denn es gibt auf der Tocsen Homepage für alles wichtige klasse Videotutorials:
Das Einrichten/Anbringen:
Das Einrichten vom Tocsen geht wirklich kinderleicht.
Man öffnet die Tocsen App, legt den Sensor neben sich, er wird gesucht und das Einrichtungsprogramm macht mit einem Schritt für Schritt alles Wichtige. Hier kann man kaum was falsch machen.
Der Tocsen sollte dann auch wie beschrieben an den Helm geklebt werden. Jetzt habe ich das natürlich gleich hinterfragt und wunderte mich wieso man ihn nicht einfach mit einem Kabelbinder befestigen kann, so dass er auch an anderen Helmen einfach wiederverwendet werden kann? Nach einiger Recherche habe ich herausgefunden, dass der Tocsen sehr dicht und bombenfest am Helm montiert sein muss, da sonst die internen Sensoren ggf. nicht alle Stürze mitbekommen. Hier sollte man dann auch wirklich mal das Schwabendenken ablegen und die Sicherheit im Blick behalten.

Die Funktionalität:
Um den Tocsen in der Simulation mal zu testen, gibt es auf der App ein extra Simulationsprogramm, welches einwandfrei funktioniert und alles was man wissen muss durchgeht. Hier werden dann auch die Notrufkontakte per SMS und App informiert, dass man Hilfe braucht, wenn man nicht innerhalb der 30 Sekunden den Sturztimer deaktiviert. Ich konnte nicht einmal eine Fehlfunktion feststellen und muss sagen der Tocsen macht ne super Figur.
Als ich dann draußen den Tocsen öfters ins hohe Gras fallen oder auch selber mich mal absichtlich fallen ließ um ihn direkt mal zu testen, hat er direkt das Biepen angefangen und die App startet den Timer. Was ich hier unterstreichen will, ist, dass der Tocsen selbst hörbar ist, so dass man nicht vergisst die der App Entwarnung zu geben.


Der Akku:
Der Akku hält extrem lange. Ich habe jetzt nicht wirklich auf die Stunde/Tag genau einen Test gemacht aber kann euch sagen, dass der Tocsen viel benutzt (4 MTB Touren) wird und ich auch gerade zum Testen oft rumspielte und nach ca. 4 Wochen habe ich noch 16%. Was will man mehr? Es ist dann auch ganz einfach den Tocsen mit einem normalen Micro – USB – Kabel zu laden.
Wissenswertes (Daten):
Nur 36 Gramm schwer
Wasserdicht (IP67)
Akku hält extrem lange
Simulation vorhanden
Wissenswertes (Funktionalität):
- Tocsen einrichten!
- Auf Funktionalität testen
- Vor der Tour App verbinden und Akku checken
- Unbedingt den Tocsen richtig montieren
- Ohne Netz keine Sicherheit
- GPS wird bei Notruf weitergereicht
- Notrufkontakte brauchen zwingend die App nicht (SMS)
- Geht euer Helm kaputt? Kein Problem, sendet ihn (natürlich incl. alter Tocsen) ein und ihr bekommt einen neuen Tocsen zugeschickt
- Es gibt eine 24/7 Bosch Notrufhotline gepaart mit einer Versicherung zu kaufen

- Nur mit aktiver App geht der Tocsen! (Daher müsst ihr keine Angst vor Fehlauslösungen im Keller oder Auto haben, wenn ihr den Helm bewegt)
Für was kann ich den Tocsen nutzen?
- Reiten
- Biken
- Skifahren
- Scooterfahren
- Inlinern/Schlittschuhlaufen
- weiteres, das einen Helm benötigt …
Fazit:
Was soll ich sagen?
Der Tocsen macht das was er soll und auch noch erster Klasse! Er erkannt bei mir jeden Crash und Fehlauslösungen blieben fern. Ich kann euch wirklich nur ans Herz legen, wenn ihr draußen allein unterwegs seid, einen Helm aufhabt, und auch noch schwieriges Gelände vor euch liegt. Legt euch diesen kleinen Helfer zu und ihr minimiert euer Risiko drastisch. Von Tocsen hätte ich mir jedoch lieber noch ein günstigeres Premium Abo gewünscht, dass lediglich den 24/7 Bosch Notrufservice beinhaltet.
Absolute Kaufempfehlung!!!
Und ehrlich verdiente 5 Sterne.