Es müssen nicht immer die heimischen Berge sein. Wenn es in den Alpen zu wenig Schnee hat oder sich in den Ferien zu viele Skibegeisterte auf den Pisten tummeln, dann erweitern wir unseren Horizont.
Das Team von OUTSIDEstories nimmt euch mit, auf eine Reise in „exotische“ Skigebiete dieser Welt. Lasst euch begeistern von verschneiten Gipfeln, atemberaubender Landschaft und menschenleeren Skiabfahrten in exotischen Ländern, die ihr so bestimmt nicht auf dem Schneeradar hattet!
Noch eine Anmerkung: Wir wissen natürlich, dass die politische Situation in einigen der vorgestellten Ländern mehr als schwierig ist. Uns geht es jedoch nur um die Skigebiete, die wir euch wertfrei vorstellen wollen.
Für einige der Länder solltest du im Vorfeld auf jeden Fall die Website des Auswärtige Amts konsultieren.
Die Übersicht:
- Marokko
- Libanon
- Nord-Korea
- Iran
- Bulgarien
- Griechenland
- Südspanien
- Korsika
- Nordmazedonien
- Georgien
- China
- Kasachstan
- Neuseeland
1. Marokko - Skigebiet Oukaimeden
Du wirst es nicht glauben: Zur Stadt Marrakesch gehören nicht nur die Basarhändler und nervigen Gaukler, sondern auch das atemberaubende Panorama des verschneiten Atlas-Gebirges. Das Skigebiet Oukaimeden ist nur rund 75 Kilometer entfernt und wartet mit einem großen Plus auf: Es geht auf bis zu 3.268 Meter Höhe hinauf.
Insgesamt stehen 10 Kilometer Piste und 7 Skilifte zur Verfügung. Darüber hinaus ist der Hohe Atlas für Skitourengeher eine spannende Möglichkeit, sich abseits der Skipisten aufzuhalten. Eine Tour um den Jebel Toubkal, dem mit 4.167 Metern höchsten Gipfel Nordafrikas, gehört mit Sicherheit zu den absoluten Highlights.
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2. Libanon - Skigebiet Mzaar Kfardebian
Morgens Skifahren, nachmittags im Mittelmeer baden – der Schnee im Nahen Osten macht es möglich. Das weitläufigste Skigebiet im Libanon nennt sich Mzaar Kfardebian. Es liegt nur knapp eine Autostunde von der quirligen Metropole Beirut entfernt und bietet einen herrlichen Blick über das Bekaa-Tal.
Das Skigebiet stellt 80 Pistenkilometer zur Verfügung, genügend, um dich einen Tag auszutoben. 18 Liftanlagen bringen die Skifahrer und Snowboarder immer wieder nach oben. Vom höchsten Gipfel, dem 2.465 Meter hohen Dome du Mzaar, kann man bei schönem Wetter sogar das Meer sehen. Doch wichtiger als der Wintersport ist in Mzaar Kfardebian jedoch das „Sehen und Gesehen werden“ der libanesischen High Society.
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Unser Tipp: In den vorgestellten Skigebieten ist es nicht immer gesichert, dass du dort die passende Ausrüstung findest. Besser, du bringst dein Equiment zu Hause auf Vordermann.
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3. Nord-Korea - Skigebiet Masik-Ryong
Ein wirklich exotisches Skigebiet. Das im Jahr 2013-2014 eröffnete Skigebiet Masik-Ryong ist das erste und bisher einzige Skigebiet in Nordkorea. Es erstreckt sich vom 1.360 Meter hohen Gipfel des Berg Taehwa bis hinab zum Masik-Pass in 768 Meter Höhe. Der Diktator Kim Jong-un soll einer der besten Skifahrer des Landes sein – sagt zumindest die Propaganda. Fotos gibt es noch keine, aber das soll uns nicht weiter abhalten.
Erlesen und ausgesucht ist hier alles: die Hotels, die Aufpasser und die Pisten. Es gibt neun mittelschwere bis schwere Abfahrten sowie zwei Anfängerpisten und eine Rodelbahn – du findest alles, was Wintersportler von einem Skiresort erwarten, nur keine Spur von echtem nordkoreanischem Leben.
4. Iran - Skigebiet Dizin Ski Resort, Tochal
Wer hätte das gedacht – Skifahren im Iran? Es gibt sie wirklich – 48 Pistenkilometer verteilt auf 21 Skigebiete bietet das Land am Persischen Golf. Das größte und bekannteste Skigebiet ist das Dizin Ski Resort in der Provinz Teheran. Das Wintersportgebiet liegt auf einer Höhe von 2.530 bis 3.506 Metern und begeistert seine Gäste mit 18 Pistenkilometern.
Ein weiteres Highlight im Iran, ist der auf 3.740 Metern gelegene Tochal im Elbrusgebirge. Der imposante Berg erstreckt sich unmittelbar vor den Toren der Haupt- und Millionenstadt Teheran - von hier kannst du mit der längsten Gondel der Welt, direkt in das Skigebiet einsteigen. Es erwarten dich 7 Lifte und 10 Pistenkilometer. Durch die hohe Lage kannst du hier oft bis in den Juni Skifahren. Außerdem findest du hier das wohl höchstgelegene Skihotel der Welt auf rund 3.545 Metern.
5. Bulgarien - Skigebiet Bansko
„Unlimited Ski and Fun“ - mit dieser selbstbewussten Headline markiert Bansko ganz klar seine Stellung im innerbulgarischen Skiresort-Ranking, das tatsächlich 20 Skigebiete aufwartet. Das führende Wintersportgebiet wartet mit 48 Pistenkilometern und 14 Liften auf dich – das ist entsprechend viel, denn es gibt im ganzen Land derzeit rund 200 Pistenkilometer.
Neben zahlreichen blau markierten Pisten, sind gut die Hälfte mit rot markiert. Die drei Kilometer lange schwarze Piste trennt am Ende die Spreu vom Weizen. Skibegeisterte finden in Bansko nicht nur auf der Piste ihren Spaß. Das Skigebiet bietet ebenso 8 Kilometer ausgeschilderte Skirouten für ambitionierte Skitourengeher.
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6. Griechenland - Skigebiet Mount Parnassos
Unter dem Schutz der griechischen Götter geht es im Skigebiet Mount Parnassos Fterolakka/Kellaria bis auf 2.260 Meter. 36 Pistenkilometer und 17 Liftanlagen versprechen dir einen unvergesslichen Skitag.
Das Wintersportgebiet Mount Parnassos in Zentalgriechenland erlangte seine Bekanntheit durch den Bau der ersten Gondelbahn in Griechenland. Und du wirst es nicht glauben, sie ist bis heute die einzige Gondelbahn geblieben. Die Saison läuft von Dezember bis Anfang Mai.
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7. Südspanien - Andalusien - Skigebiet Sierra Nevada
Ski fahren mit Blick auf das Mittelmeer – diese Kombination findest du in dem Skigebiet Sierra Nevada. Das Skigebiet vereint gleich zwei Superlative: Es ist das südlichste und zudem höchste Wintersportgebiet in Europa. Mit 120 Pistenkilometern aller Schwierigkeitsgrade, 22 Liften, einem Snowpark, Halfpipe und Loipen für Langläufer konkurrieren die Andalusier durchaus mit den Kollegen aus den Alpen. Da es nur zwei Autostunden von der Costa del Sol entfernt ist kannst du hier sogar Bade- und Winterurlaub kombinieren.
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8. Korsika - Skigebiet Bastelica, Haut Asco oder Ghisoni
Die korsischen Berge sind bekannt für ihre respektablen Schneehöhen, und hin und wieder schneit es sogar auch am Strand recht ordentlich. Mit etwas Glück kann man von Dezember bis April in einem der drei Skigebiete (Bastelica, Haut Asco oder Ghisoni), alle zwischen 1.400 und 1.870 Metern Höhe, seine Bretter anschnallen. Das Pistenniveau ist allerdings nicht auf Alpenstandard und eher für Anfänger ausgelegt. Zudem gibt es sogar Langlaufloipen (Evisa, Zicavo, Quenza und Val d’Ese).
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9. Nordmazedonien - Skigebiete Popova Šapka und Mavrovo
In der Region Pološki gibt es gleich 2 Skigebiete. Popova Šapka ist der Name eines Berggipfels in der Republik Nordmazedonien und gleichzeitig auch der Name eines der Skigebiete. Satte 20 Pistenkilometer, davon 7 Kilometer schwarze, 7 Kilometer mittel und 6 Kilometer leichte Pisten sowie 9 Lifte weist das Skigebiet zum Skifahren und Snowboarden auf. Das Skiresort liegt auf einer Höhe von 1.708 bis 2.525 Metern. Mavrovo – Zare Lazareski, das zweite Skigebiet, ist etwas kleiner und kann mit nur 25 Pistenkilometern aufwarten.
10. Georgien - 7 Skigebiete und Chacha satt
Nur vier Flugstunden entfernt, an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien, liegt dieses kleine, etwas unscheinbare Land mit den großen Bergen. Ganz Georgien wartet mit insgesamt 7 Skigebieten, 92 Pistenkilometer, 48 Skiliften und jede Menge Chacha - dem traditionelle Schnaps - auf.
Das beste und größte Skigebiet in Georgien ist Gudauri. Es bietet 35 Pistenkilometer und geht auf eine Höhe von 3.276 Meter. Das Resort mit dem empfehlenswertesten Preis-Leistungsverhältnis sagt man ist das Skigebiet Goderdzi Resort. Darüber hat sich hier im Kaukasus eines der größten Heliskiing-Reviere der Welt herauskristallisiert. Ein gutes Gefühl: man ist mit österreichischen Hubschraubern und nicht mit abgerockten sowjetischen Kampfschlegeln..
Hier alle 7 Skigebiete Georgiens auf einen Blick:
- Bakuriani
- Bachmaro (Bakhmaro) - auch Heliskiing
- Betania
- Gudauri - auch Heliskiing
- Goderzi Resort
- Hatsvali – Mestia
- Tetnuldi – Mestia
11. Die Olympia-Resorts in China
Für die 24. Olympischen Winterspiele 2022 in Peking wurden für die alpinen Ski- und Snowboard-Disziplinen zwei Regionen auserkoren: Yanqing und Zhangjiakou.
So befindet sich das Nationale Ski-Alpin-Zentrum in Yanqing, quasi in einem Vorort von Peking rund 75 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums. Im dortigen Xiaohaituo-Gebirge befindet sich das Nationale Ski-Alpin-Zentrum und dort finden auch alle Alpin-Wettkämpfe statt. Auch die milliardenteure Bobbahn ist ein Highlingt in Yanqing.
Für die Spiele wurde auf 1.200 Meter Höhe ein komplett neues Skiresort aus dem Gebirgsboden gestampft, das mit immerhin 25 Pistenkilometern und neun Seilbahnen durchaus einiges zu bieten hat. Die längste der sieben Pisten weist eine Höhendifferenz von 900 Meter auf, das ist genug, um deine Oberschenkel zum Brennen zu bringen. Mit 68 Grad Gefälle zählt einer der Strecken sogar zu den steilsten Pisten weltweit.
Weitere Ski- und Snowboardresorts in der Provinz Hebei:
Wanlong Ski Resort:
Nahe der Stadt Zhangjiakou liegt das Ski Resort Wanlong. Die Stadt liegt rund drei Autostunden - oder eine mit dem neuerbauten Hochgeschwindigkeitszug - von Peking entfernt in der Provinz Hebei. Es hat sich als Austragungsort des Parallelslalom im Snowboarden bei den Olympischen Spielen einen Namen gemacht. Das Skigebiet, das bis auf eine Höhe von 2.110 Meter reicht, glänzt mit insgesamt 22 Pistenkilometern und 6 Liften. Eine Besonderheit sind mit Sicherheit die sogenannten „Trockenskipisten“ auf Matten, auf denen man auch in der schneelosen Jahreszeit Skipaß haben kann.
- Leichte Pisten: 4 km
- Mittelschwere Pisten: 12 km
- Schwere Pisten: 6 km
Genting Resort Secret Garden (auch Yunding Ski Park)
Ebenfalls von Zhangjiakou aus erreicht man das Genting Resort Secret Garden quasi in der Nachbarschaft des Wanlong Skigebiets auf maximal 2.100 Meter Meereshöhe. Es ist eigentlich ein Hotelkomplex mit Skigebiet, das erst 2011 erbaut wurde. Während Olympia finden hier die Freestyle-Ski- und Snowboard-Wettbewerbe statt. Alle Nicht-Olympioniken erfreuen sich auf insgesamt 18 Pistenkilometern und sogar 1,3 Kilometer Skiroute sind wie das skifahrerische Salz in der Suppe. 5 Lifte schaufeln die Skifahrer im Yunding Ski Park in die Höhen.
- Leichte Pisten: 3,3 km
- Mittelschwere Pisten: 7,4 km
- Schwere Pisten: 5,3 km
- Skiroute: 1,3 km
12. Kasachstan: Shymbulak (Chimbulak). Der Hot-Spot in Zentralasien
Shymbulak, auch unter der russischen Schreibweise Chimbulak bekannt, gilt als das bekannteste und modernste Skigebiet Kasachstans und wird häufig als das größte Skigebiet Zentralasiens bezeichnet. Es liegt im Transili-Alatau-Gebirge (Tien Shan) südlich von Almaty und ist dank seiner Nähe zur Millionenstadt eines der am leichtesten erreichbaren Wintersportzentren der Region.
Das Skigebiet erstreckt sich auf einer Höhe von 2.260 bis 3.180 Metern und bietet einen Höhenunterschied von rund 920 Metern. Für Skifahrer und Snowboarder stehen 20 Pistenkilometer zur Verfügung, die von 9 Liftanlagen erschlossen werden. Die Pisten verteilen sich auf etwa 20 Prozent leichte, 50 Prozent mittelschwere und 30 Prozent schwere Abfahrten.
Besonders attraktiv ist die Lage: Shymbulak befindet sich nur etwa 25 bis 30 Kilometer südlich von Almaty und ist über die berühmte Medeu-Bergstation und eine moderne Gondelbahn direkt erreichbar. Dadurch lässt sich ein Skitag problemlos mit einem Aufenthalt in der größten Stadt Kasachstans verbinden.
International bekannt wurde Shymbulak als Austragungsort der Asiatischen Winterspiele 2011 sowie der Winter-Universiade 2017. Die Anlage wurde in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert und bietet heute eine Infrastruktur, die internationalen Standards entspricht.
Ein Alleinstellungsmerkmal ist die hohe Schneesicherheit durch die Höhenlage. Die Skisaison dauert in der Regel von November bis April. Zudem wirbt das Resort mit einer der höchstgelegenen beleuchteten Nachtskipisten der Welt auf rund 3.200 Metern Höhe.
13. Neuseeland – Cardrona Alpine Resort
Neuseeland verfügt insgesamt über rund 24 öffentlich zugängliche Skigebiete und Skifelder. Davon befinden sich vier auf der Nordinsel (darunter Whakapapa, Tūroa, Tukino und Manganui) und etwa 20 auf der Südinsel, wo sich der Schwerpunkt des neuseeländischen Wintersports befindet. Die Skisaison beginnt im Juni und geht bis Oktober.
Das Cardrona Alpine Resort zählt zu den renommiertesten Skigebieten Neuseelands und liegt in der Region Otago auf der Südinsel, malerisch zwischen den beliebten Urlaubsorten Wānaka und Queenstown. Mit 45 Pistenkilometern, 10 Liftanlagen und einer Höhenlage von 1.260 bis 1.894 Metern gehört Cardrona zu den größten und vielseitigsten Skigebieten des Landes.
Die Bewertung von Skiresort.de liegt bei 4,0 von 5 Sternen. Cardrona gilt damit als eines der Aushängeschilder des Skisports auf der Südinsel und verbindet moderne Infrastruktur mit spektakulären Ausblicken auf die Bergwelt der Southern Alps.
Besonders geschätzt wird Cardrona für sein breites Angebot an Anfängerpisten, moderne Liftinfrastruktur und mehrere Snowparks, die regelmäßig Austragungsort internationaler Freestyle- und Snowboard-Wettbewerbe sind. Das Gebiet bietet abwechslungsreiches Terrain für alle Könnerstufen, von Familien und Einsteigern bis zu Freeridern und ambitionierten Wintersportlern.
Ein Pluspunkt ist die gute Erreichbarkeit: Von Queenstown und Wānaka aus ist das Skigebiet jeweils in weniger als einer Stunde erreichbar. Dank moderner Beschneiungsanlagen und der Lage in den neuseeländischen Alpen gilt Cardrona zudem als eines der schneesichersten Skigebiete des Landes.
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