Die Auvergne in Frankreich zählt zu den faszinierendsten Regionen für Radfahrer – und das nicht nur wegen der legendären Tour de France, die hier regelmäßig Station macht. Wer mit dem Gravelbike oder Rennrad unterwegs ist und nach echten Herausforderungen sucht, findet in der Region rund um Vic-sur-Cère ein wahres Paradies: spektakuläre Anstiege, einsame Bergstraßen und eine Vulkanlandschaft, die ihresgleichen sucht.
Zwischen erloschenen Kratern, tiefen Schluchten und kurvigen Panoramastraßen entfaltet sich eine Szenerie, die Radfahrerherzen höherschlagen lässt. Highlights wie der Pas de Peyrol, der höchste Straßenpass des Massif Central, oder der Col de Pertus bieten nicht nur sportliche Herausforderungen, sondern auch atemberaubende Ausblicke.
► King Toni und der Soulminister haben fünf außergewöhnliche Touren in der Gegend erkundet – mit Gravelbike und Rennrad, mit Leidenschaft und Blick fürs Detail. Ihre Erlebnisse zeigen, warum die Auvergne ein Geheimtipp für Radreisen in Frankreich ist.
Hier die fünf Touren auf einen Blick:
- Die drei Muskelkater. Von Polminhac ins tiefe Tal und zurück
- Killing me softly. Runde von Polminhac über Jussac - La Croic des Cheulles und zurück
- Vulkantanz: Col du Pertus – Pas de Peyrol und Puy Mary-Runde
- Durch die grüne Hölle zum Stausee Truyère
- Around the French Ozarks: Rund um den Lac de Saint Étienne de Cantalès
Auvergne Gravelbike und Rennrad #1:
Die drei Muskelkater. Von Polminhac ins tiefe Tal und zurück
Was als lockeres Einfahren gedacht war, endete beinahe in einem Graben und in einer Regenschlacht. Aber eins nach dem anderen.
Das Bike-Hauptquartier wird am Fluss Cère aufgeschlagen
King Toni und der Soulminister haben sich als Basislager einen kleinen Campingplatz in Polminhac, idyllisch gelegen am Flüsschen Cère, auserkoren. Die Rahmenbedingungen: kalt und regnerisch - obwohl der Monat Juli andere Temperaturen versprochen hatte. Aber unsere zwei Helden sind ja hart gesotten.
Ausfahrt ins Grüne
Am Vormittag geht es los: Parallel zum Flüsschen führt eine wenig befahrene Départementstraße zunächst moderat bergauf. Die vom Vortag nach über 12 Stunden Anfahrt noch etwas eingerosteten Radlermuskeln kommen langsam auf Betriebstemperatur. Hinter dem Ort Vézac wartet die „Rue de Bel Air" - die Straße der guten Luft (man hätte es ahnen können) - mit der ersten Acht-Prozent-Steigung auf.
Auf der D 206 führt auf über 800 Höhenmeter durch Wald, es ist frisch, und es gibt nichts zu sehen außer eben Wald, dafür geht es leicht bergab. Französisches Hinterland. Wahrscheinlich recht schön. Aber bei Grau-in-Grau-Wetter leider nicht besonders verlockend.
Hinter Vezels stürzt die Straße um rund 300 Höhenmeter regelrecht ab ins Tal des Flüsschens Maurs-Baïs. Es ist menschenleer, keine Autos, nur ein Fischweiher. King Toni wird fast romantisch, sieht aber die von Regenfällen aufgerissene Straße rechtzeitig. Vor ihnen klafft ein fettes Loch. Ein willkommener Foto- und Bananenstopp.
Regen, Wald und Prozente
Die kurze Pause können King Toni und der Soulminister auch gut gebrauchen. Denn was runtergeht, muss auch wieder rauf. Zwanzig Prozent Steigung sind ein Wort. Nach dem Anfangshammer bleibt es zwischen 9 und 14 Prozent fiesem Anstieg, bis die zwei bei Teissières-les-Bouliès wieder auf der Höhe sind. Dafür setzt nun französischer Landregen ein, der unsere zwei Pedaleure die nächsten 20 Kilometer zurück zur Homebase peitscht.
Kurzprofil:
- Distanz: 62,3 km
- Auf und Abstieg: 990 hm
- Gefahrene Zeit: ca. 3:15 min
- Start- und Ziel: Polminhac
- Kaum Versorgungsmöglichkeiten unterwegs
Auvergne Gravelbike und Rennrad#2: Killing me softly. Runde von Polminhac über Jussac - La Croic des Cheulles und zurück
Am nächsten Morgen macht die südfranzösische Sonne ihrem Namen alle Ehre und vertreibt die Feuchtigkeit und Kühle der Nacht schnell. Für heute ist eine Etappe geplant, die King Toni und den Soulminister in die Ausläufer eines ehemaligen gigantischen Vulkans bringen, der die Ausmaße von 2.700 Quadratkilometern hatte.
Der Vulkan fläzt in der Gegend wie ein alte Krake
Schaut man die Gegend auf Google Maps großflächig an, sieht sie aus wie ein Riesenkrake, die fett auf dem Boden liegt und seine zahlreichen Tentakel in alle Richtungen ausgebreitet hat. Der Kopf bzw. der Gipfel ist der 1.787 Meter hohe Puy Mary, der zweithöchste Gipfel der Monts du Cantal im Zentralmassiv. Heute wird unser Team diesen nicht in Angriff nehmen. Er thront aber quasi immer sichtbar über der Route.
Die zwei Bike-Buddies verlassen Polminhac noch gut gelaunt und bekommen dann gleich ihre erste Morgenlektion verpasst: Die Straße windet sich aus dem Tal der Cère auf rund acht Kilometern Distanz von 600 Höhenmetern auf 1.050 Höhenmeter. Für die Prozentfetischisten: Maximal 12 Prozent Steigung sagen Bonjour.
Auf der Hochebene glaubt sich unser Bike-Team in einer anderen Welt. Nichts als Gegend, über die der Wind pfeift, kaum mal ein Gehöft ist zu sehen, dafür bekommen die neugierigen Aubrac-Rinder auf den weiten Feldern endlich mal Abwechslung.
Diese Rinderrasse ist bekannt für ihre Robustheit, Langlebigkeit und Anpassungsfähigkeit an extreme Wetterbedingungen. Das kann unser Team allerdings nicht von sich behaupten.
Kriegerdenkmäler aber keine Cafés
Die Route führt von dem Höhenzug rasant runter ins Tal der Jordanne und befindet sich damit fast wieder auf der gleichen Meereshöhe wie der Startort. Im Ort Saint Simon gibt es, außer einem Kriegerdenkmaleigentlich eigentlich nichts zu sehen.
Doch für einen ersten Café au Lait hier könnten sich King Toni und der Soulminister durchaus erwärmen, aber es ist kein liebliches Bistro unter schattenspendenden Platanen weit und breit zu entdecken. Dieser Umstand wird sich auf der heutigen Etappe noch öfters bemerkbar machen.
Es gilt den nächsten Tentakel-Ausläufer des alten Vulkans zu überwinden, die nächsten knapp 300 Höhenmeter sind kaum der Rede wert und von Marmanhac bis zum westlichsten Punkt der Tour, Jussac, bleibt es erfreulich eben. Die von hier aus nach Osten, zurück Richtung Vulkanberge führende D 46 fordert dann unseren Bike-Buddies mit konsequenten Höhenmetern wieder einiges ab.
Nach über vier Stunden pedalierter Fahrzeit erscheint wieder diese Vision: ein kuschliges Café oder ein Bar-Tabac-Bistro an einem schmucken Platz. Doch diese Zeiten scheinen lange vorbei. Die Ortschaften sind wie ausgestorben, die Cafés schon lange geschlossen und die Brunnen am Marktplatz führen kein Wasser mehr. Die Auvergne war noch nie dicht besiedelt, aber dass die Dörfer so krass ausdünnen, ist schwer zu verstehen.
Die Auvergne war schon immer dünn besiedelt
Genug gejammert. In Velzic drehen wir noch eine Ehrenrunde um die Dorfkirche, dann wird es nochmal hart für unsere zwei Pedaleure. Eine kleine Asphaltstraße, die noch nicht einmal die Kategorie „D" wie Départementstraße tragen darf, fordert nochmal alle Kraftreserven des mittlerweile doch langen Radtags. Es ist die vorletzte Bergprüfung, die zumindest King Toni mit Bravour meistert. Die Steigung: fies, die Landschaft: versöhnlich schön.
Der letzte Anstieg des Tages führt den Mini-Peloton nochmal über die Hochebene mit den Aubrac-Rindern auf über 1.000 Höhenmeter. Die Tiere grasen noch immer gechillt vor sich hin und nehmen keine Notiz von den zwei nun etwas ausgebrannten Radlern, da muss schon mehr kommen, um die aus der Ruhe zu bringen. Von da aus geht es bergab wieder zurück ins Tal der Cère zum Bike-Basislager.
Auvergne #3 Vulkantanz: Col du Pertus – Pas de Peyrol und Puy Mary-Runde
Polmhinac Camping, 8:30 Uhr. Die Morgensonne tastet sich vorsichtig über die Gipfel der Monts du Cantal, während King Toni sein Rad checkt und der Soulminister noch mit der Bialetti-Espressokanne diskutiert. Heute steht die Königsetappe an: Der „Vulkantanz“ – eine Runde über den Col du Pertus, den Pas de Peyrol und den sagenumwobenen Puy Mary, mit 1.787 Metern der zweithöchste Gipfel des Zentralmassivs.
Col du Pertus – der Auftakt mit Aussicht
Die Passstraße windet sich gleich zu Beginn in eleganten Schwüngen bergauf. Der 1.309 Meter hohe Col du Pertus ist auf der Ostrampe kein Monster, aber durchaus ein guter Warmmacher. King Toni zieht locker davon, als hätte er die Steigung im Blut.
Der Soulminister hingegen fährt mit der Ruhe eines Mannes, der weiß, dass der Tag noch lang ist. Die Landschaft ist sattgrün, die Luft klar, und irgendwo zwischen Kuhglocken und Krähenrufen beginnt das Abenteuer.
Pas de Peyrol – der lange Aufstieg
Dann kommt der Pas de Peyrol, die Auffahrt zum Vulkan. Der höchste Straßenpass des Zentralmassivs ist kein Ort für halbe Sachen. Die letzten Kilometer ziehen sich fast schon unverschämt. King Toni beißt sich durch, der Soulminister murmelt etwas von „innerer Einkehr“ und „äußerer Quälerei“.
Oben angekommen, stehen sie vor dem Puy Mary – einem Vulkan, der aussieht, als hätte er die Auvergne persönlich geformt. Ganz hoch auf den Gipfel kommt unsere Truppe leider nicht, es führt nur ein Wanderweg nach oben und die zwei können ihre Bikes nicht unbeaufsichtigt lassen.
Doch die Aussicht vom Pass ist ebenso dramatisch wie überwältigend: Kraterlandschaften, windgepeitschte Grate, und eine Weite, die den Alltag vergessen lässt. Der Vulkantanz hat seinen Höhepunkt erreicht.
Abfahrt im Rausch
Die Rückfahrt vom Pass erfolgt auf demselben Weg nach Madailles-Saint Julien ist ein Rausch: 10 Kilometer Kurven, Tempo, Wind. King Toni fliegt voraus, der Soulminister folgt mit einem Lächeln, das man durch den Fahrtwind fast hören kann.
Unten im Tal wartet ein Café mit lokalem Apfelkuchen – und ein Gefühl, das man nur kennt, wenn man Berge bezwungen hat, die mehr sind als nur Höhenmeter.
Col du Pertus – Jetzt schlägt er zu
Spätestens jetzt erfahren unsere zwei Helden, was es heißt, auf den Spuren der Tour de France zu wandeln. Der Col du Pertus an der Westrampe ist ein hinterlistiges Monster, das erbarmungslos zuschlägt: 4,5 Kilometer, 390 Höhenmeter und im Schnitt 9,5 Prozent und mehr Steigung.
Dass diese Route gemein ist, hätte man ja schon bei der Anfahrt erahnen können: Die großzügigen Fanmalereien auf der Straße zeugen von spannenden Bergwertungen bei den Radrennen. King Toni und der Soulminister feiern die letzte Passhöhe des Tages mit einer mittlerweile etwas zerknautschen Banane ab, bevor es dann etwas entspannter zurück zum Campground in Polminhac geht.
Col du Pertus - so schreibt man ihn korrekt
Die korrekte Bezeichnung für den Pass in der Auvergne ist Col du Pertus. Allerdings existieren auch die Varianten Col du Perthus und Col de Pertus, die gelegentlich verwendet werden – teils aus regionaler Sprachvariation, teils durch Verwechslung mit dem gleichnamigen Pass in den Pyrenäen (Col du Perthus), der die Grenze zwischen Frankreich und Spanien markiert.
Kurzprofil:
- Distanz: ca. 45,7 km
- Höhenmeter: rund 1.410 hm
- Start/Ziel: Polmhinac
- Highlights: Col du Pertus, Pas de Peyrol, Puy Mary
- Versorgung: spärlich – besser Banane einpacken, nur am Pas de Peyrol gibt es Kiosk
- Stimmung: episch mit Aussicht auf innere Erleuchtung und äußere Anstrengung
Auvergne #4: Durch die grüne Hölle zum Stausee Truyère
Es ist früher Vormittag, und King Toni steht bereits in den Pedalen und treibt den Soulminister an. Die heutige Etappe verspricht Abenteuer: eine Tour durch das wilde Herz der Auvergne, vorbei an dichten Wäldern, einsamen Weilern und hinunter zum tief eingeschnittenen Truyère-Stausee. Klingt idyllisch – wird aber alles andere als gemütlich.
Wenn die Straße verschwindet und das Grün übernimmt
Startpunkt ist ein unscheinbares Dorf namens Brommat, das die zwei Pedaleure mit dem Auto angefahren haben. Die ersten Kilometer führen durch hügeliges Gelände, das sich nicht entscheiden kann, ob es lieblich oder launisch sein will.
Die Straße ist schmal, der Asphalt alt, und das Grün links und rechts drängt sich immer näher an die Pedaleure heran. King Toni kommentiert trocken: „Das hier ist kein Radweg, das ist ein botanischer Tunnel.“
Die „grüne Hölle"
Was folgt, ist ein Abschnitt, den man nur mit einem Wort beschreiben kann: wild. Die Route windet sich durch ein Waldgebiet, das aussieht, als hätte es seit Jahrzehnten keinen Förster mehr gesehen. Moos auf dem Asphalt, Farn bis zur Hüfte, und irgendwo dazwischen ein Bach, der sich kurzerhand die Straße als Flussbett ausgesucht hat.
Der Soulminister murmelt etwas von „grüner Hölle“, während King Toni bereits das nächste Schlagloch überspringt.
Abfahrt ins Truyère-Tal
Nach dem Dschungel kommt die Belohnung: eine lange, kurvige Abfahrt hinunter zum Lac de Grandval, einem der größten Stauseen der Region. Der Truyère, ein Nebenfluss des Lot, wurde hier aufgestaut und bildet eine fjordartige Landschaft, die in ihrer Tiefe und Ruhe überrascht. Die beiden Radhelden stoppen kurz an einer Aussichtskanzel – und schweigen. Nicht aus Erschöpfung, sondern aus Staunen.
Der Rückweg – ein letzter Kraftakt
Zurück geht’s natürlich bergauf. Und zwar ordentlich. Die Straße windet sich in Serpentinen durch das Tal, vorbei an verlassenen Bauernhöfen und grasenden Charolais-Rindern. Die letzten Kilometer sind zäh, aber die Landschaft versöhnt: sattes Grün, weite Blicke, und das Gefühl, wirklich draußen zu sein.
Als sie wieder das Basislager erreichen, ist klar: Diese Etappe war nicht lang, aber trotzdem keine Spazierfahrt – sondern ein kleines „grünes“ Abenteuer.
Kurzprofil:
- Distanz: ca. 37,7 km
- Höhenmeter: rund 800 hm
- Start/Ziel: Nähe Brommat
- Highlights: Waldpassagen, Lac de Grandval, Truyère-Tal
- Versorgung: quasi nicht vorhanden – Selbstverpflegung empfohlen
- Stimmung: wild, grün, fordernd
Die Kraftquelle der Region: der Fluss Truyère
Der Truyère ist ein 167 km langer Fluss, der sich tief in die Vulkanlandschaft der Auvergne eingeschnitten hat. Die Stauseen, darunter der Lac de Grandval, dienen der Energiegewinnung und sind gleichzeitig Rückzugsorte für Fischotter, Reiher und Radfahrer mit Hang zur Einsamkeit.
Auvergne #5: Around the French Ozarks: Rund um den Lac de Saint Étienne de Cantalès
Es ist später Vormittag, und King Toni hat bereits die erste Banane intus, der Soulminister macht derweil die Komoot-Streckenführung auf seinem Smartphone klar. Die heutige Etappe führt rund um den Lac de Saint Étienne de Cantalès – einen Stausee, der sich in die bewaldeten Hügel der südlichen Auvergne schmiegt wie ein vergessener Fjord.
Die Gegend erinnert an die Ozarks in den USA: viel Wasser, viel Wald, wenig Menschen. Und genau das macht sie so reizvoll.
Wenn Frankreich plötzlich nach Missouri aussieht
Die Tour beginnt mit einem sanften Anstieg durch dichte Mischwälder. Die Straße ist gut asphaltiert, die Luft riecht nach Moos und Morgentau. King Toni rollt locker voraus, der Soulminister lässt sich Zeit – heute ist kein Tag für Rekorde, sondern für Rhythmus. Immer wieder blitzt der See durch die Bäume, mal tiefblau, mal silbern, je nach Sonnenstand.
Croissants statt Colts
Die Route führt über mehrere Brücken, die sich wie filigrane Finger über die Ausläufer des Sees spannen. Der Lac de Saint Étienne de Cantalès ist kein gewöhnlicher See – er wurde in den 1940er Jahren zur Energiegewinnung aufgestaut und ist heute ein beliebtes Ziel für Angler, Kanuten und Radfahrer mit Hang zur Einsamkeit. King Toni kommentiert trocken: „Hier könnte man auch einen Western drehen – mit Croissants statt Colts.“
Die Ozark-Vibes
Die Landschaft ist hügelig, aber nie brutal. Immer wieder geht es rauf und runter, durch kleine Weiler mit klingenden Namen wie Laroquebrou oder Saint-Gérons. Die Häuser aus dunklem Vulkangestein wirken wie aus der Zeit gefallen, die Gärten sind wild und voller Lavendel. Der Soulminister philosophiert über die Schönheit des Verfalls, während King Toni bereits das nächste Komoot-Segment anpeilt.
Café au Lait? Diesmal ja!
In Laroquebrou gibt es tatsächlich ein kleines Café direkt am Wasser. Die zwei Radhelden gönnen sich einen ersehnten Café au Lait und ein Stück Tarte aux Pommes. Die Sonne steht hoch, der See glitzert, und für einen Moment ist alles perfekt. „French Ozarks“, murmelt der Soulminister, „aber mit Stil.“
Finale mit Flow
Die letzten Kilometer führen über eine kleine Höhenstraße mit Panorama. Noch einmal zeigt sich die Auvergne von ihrer besten Seite: sattes Grün, tiefe Täler, und ein See, der sich wie ein Spiegel durch die Landschaft zieht. Als King Toni und der Soulminister wieder am Ausgangspunkt am Parkplatz am Plage d'Espinet ankommen, ist klar: Diese Tour war anders – weniger wild, aber dafür umso romantischer.
Kurzprofil:
- Distanz: ca. 43,7 km
- Höhenmeter: rund 670 hm
- Start/Ziel: Parkplatz am Plage d'Espinet
- Highlights: Lac de Saint Étienne de Cantalès, Brücken, Waldpassagen
- Versorgung: vereinzelt Cafés und Ortschaften mit Versorgungsmöglichkeiten
- Stimmung: entspannt, landschaftlich stark, macht "seensüchtig"
Die Inspiration: Die Ozarks
Die Ozarks (auch „Ozark Mountains“ oder „Ozark Plateau“) sind ein ausgedehntes Mittelgebirge im zentralen Süden der USA, das sich über Teile von Missouri, Arkansas, Oklahoma und Kansas erstreckt. Sie gelten als das größte Hochland zwischen den Appalachen und den Rocky Mountains.
Die Ozarks sind also eine landschaftlich vielfältige, historisch geprägte Region mit viel Wald, Wasser und Höhenunterschieden – was den Vergleich mit der südlichen Auvergne rund um den Lac de Saint Étienne de Cantalès durchaus passend macht.
- Der Name „Ozarks“ stammt vermutlich von der französischen Redewendung „Aux Arks“ („zu den Arkansas“), bezogen auf frühe französische Handelsposten.
- Eine alternative Deutung ist „aux arcs“ („zu den Bögen“), was sich auf die häufig vorkommenden Naturbrücken und Höhlenformationen bezieht.
- Eine gleichnamige Netflix-Serie hat den Namen bekannt gemacht.
Reise-Infos zu den Gravelbike- und Rennradtouren in der Auvergne
Lage:
Der Ort Vic-sur-Cère liegt im Département Cantal, mitten im regionalen Naturpark der Vulkane der Auvergne. Es gehört zur Region Auvergene Rhône-Alpes. Als „Basislager" wurde der Ort Polmhinac ausgesucht. Er wartet mit einem Campingplatz, einer Boulangerie sowie einer tageweise geöffneten Pizzeria auf.
Anfahrt von Deutschland:
- Auto ab München: ca. 10 bis 11 Stunden über Genf/Lyon
- Auto ab Frankfurt: ca. 10 bis 11 Stunden über Basel/Dijon
Die Auvergne:
- UNESCO-geschützte Vulkanlandschaft (Chaîne des Puys)
- Natur, Ruhe und authentisches Landleben
- Berühmt für Käse (Cantal, Bleu d’Auvergne) und rustikale Küche
Rennrad-Hotspot:
- Anspruchsvolle Bergtouren mit wenig Verkehr
- Klassiker: Pas de Peyrol, Col de Pertus, Gorges de Jordanne
- Gut asphaltierte Straßen, spektakuläre Ausblicke
Tour de France:
- Die Region ist regelmäßig Teil von Bergetappen
- Aurillac (20 km entfernt) war bereits 14-mal Etappenort
Campingplätze:
- Im Tal der Cère gibt es einige Campingplätze
- Wir können den Camping du Val de Cère in Polmhinac empfehlen
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Was du an Werkzeug dabei haben solltest. Dos and Don´ts
Don´t:
Die Touren führen über einsame Strecken und der nächste Service ist weit. Komm' also erst gar nicht auf die Idee ohne entsprechendes Werkzeug und ggf. ohne Ersatzschlauch losfahren.
Do:
Unbedingt einpacken:
- Reifenheber
- Mini-Pumpe
- Ggf. CO₂-Pumpe (+Ersatzkartuschen)
- Ein bis zwei Ersatzschläuche und/oder Flickzeug
- Inbus
- Multitool
- Kettennietendrücker
- ggf. Bremsbeläge
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Haftungsausschluss: Diese Tour(en) wurde(n) nach bestem Wissen aufbereitet. Eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben wird dennoch nicht gegeben. Das Befahren und Begehen erfolgt stets auf eigene Gefahr. Lies hier den vollständigen Haftungsausschluss.