Transparente Kunststoffbeutel in zwei Größen zur platzsparenden Aufbewarung verschiedenster Ausrüstungsgegenstände.
VORTEILE
- leicht
- wasser- und geruchsdicht
- integriertes Ventil
- Verschlusshilfe
- transparent/Inhalt sichtbar
- verschiedene Größen
NACHTEILE
- hoher Preis
- rascheln laut
- keine kleine Größe
BEWERTUNG
Allgemein
Einfache und geräumige Packbeutel für die Organisation und platzsparende Aufbewahrung von Ausrüstung auf Reisen. Egal ob Unterwäsche, Daunenjacke oder Schlafsack. In den großen und stabilen Beuteln findet einiges Platz. Das Kompressionsniveau ist gut und der Inhalt ist aufgrund des transparenten Kunststoffs leicht zu erkennen ohne den Beutel zu öffnen.

Die Beutel sind aufgrund ihrer Zusammensetzung luft- und wasserdicht, was sie zum Schutz von frischer Wäsche vor Nässe genau so eignet wie zum entspannten Transport von schmutziger Ausrüstung neben den noch sauberen Dingen. Nach Gebrauch können die Beutel auch leicht abgewaschen und wiederverwendet werden.
Der Zip-Verschluss erlaubt einen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf den Inhalt und die Komprimierung findet völlig ohne Hilfsmittel statt. Wer also hochwertige aber einfache Kompressionsbeutel sucht ist hier richtig. Der Preis ist hoch aber verschmerzbar.
Getestet habe ich die Beutel im Rucksack sowie im Koffer. Mit komprimiertem Inhalt aber auch nur als Verpackung zum Schutz vor Falten auf Geschäftsreisen. Hemd rein, die Luft ganz grob raus drücken und das Hemd in den Koffer. So bleibt es lange glatt, auch wenn der Koffer mal über die Gepäckbänder poltert.

Meist habe ich 2 kleine Beutel für frische Kleidung und 1 großen für die Schmutzwäsche im Koffer. Im Rucksack kommt es auf die Ausrüstung an, welche Größe ich bevorzugt verwende. Ganz kleine Beutel für Unterwäsche wären noch eine super Ergänzung.
Befüllung und Komprimierung
Die Befüllung geht durch die große Öffnung auf voller Breite ganz einfach von der Hand. Textilien oder sonstige Ausrüstung rein legen und schon mal den größten Teil der Luft durch flachdrücken auspressen. Jetzt wird der Beutel mit der Verschlusshilfe (oder wahlweise kräftigen Fingern) komplett verschlossen.

Anschließend wird der ganze Beutel samt Inhalt zusammengerollt und so die Luft nach außen gepresst. Bei manchen Ausrüstungsteilen ist es besser nicht zu rollen, sondern sich einfach drauf zu setzen. Vor allem wenn es hinterher flach in den Koffer soll. Bei vielen anderen Produkten muss der Verschluss etwas offen gelassen werden, damit beim Komprimieren die restliche Luft entweichen kann, um dann schnell alles dicht zu fummeln. Bei diesen Beuteln ist das schlichtweg nicht möglich. Eine sehr gute Lösung mit dem "einfachen Ventil".
Wer relativ voluminöse Kleidungsstücke einpackt (z.B. Daunenjacke o.ä.) kann den Rollvorgang nochmal wiederholen und bekommt eventuell nochmal etwas Luft aus dem Beutel raus. Oder alle Beutel nochmal auf einen Haufen und drauf setzen, oder oder oder... Das Ergebnis stellt mich für die einfache Beutelstruktur durchaus zufrieden.


Immer wieder wird die schwierige Komprimierung "unterwegs" angesprochen. Nachdem ich während meines Dienstes am Vaterland aber gelernt hatte, meine Ausrüstung freihand zu rollen ohne dabei den Boden oder sonstige matschgefährlichen Auflagen zu nutzen kann ich diese Meinung nicht teilen. Ein gut angespannter Bauch oder wahlweise die strammen Oberschenkel leisten mindestens die selben Dienste. Die Rückenplatte des Rucksacks, der Rückenprotektor oder was auch immer dabei ist kann ja auch noch verwendet werden. Also nicht meckern, sondern kreativ sein. Gleiches gilt für den verloren gegangenen "Clip". Wem die Bürofinger zu schade sind, der kann zwei Reifenheber zum "klemmen" nehmen, die Trinkflasche auf einer Unterlage drüber rollen, das Smartphone oder was auch immer.
Die Komprimierung lässt bei langer Lagerung minimal nach. Das ist dem einfachen Ventil aus einer doppelreihigen Verschweißung mit gegenüberliegenden Austrittslöchern geschuldet. Die Luft geht zwar leicht raus, aber hinterher auch auf gleichem Weg zurück. Keine Angst, das "zurück" ist minimal und wenn die Sachen einmal komprimiert verstaut wurden auch gar kein Problem, da die Bauschkraft einzelner Textilen dann nur für einen minimalen Rückfluss sorgen.
Eine Quote über die Komprimierung anzugeben finde ich überflüssig. Mein Daunenkissen lässt sich natürlich besser komprimieren, als 2 Radtrikots und eine Unterhose. Wer sich Mühe gibt, lässt der Luft aber wenig Chance im Beutel zu bleiben. Meiner Meinung nach ein topp Kompressionsniveau und das ganz ohne Hilfsmittel.
Material und Haltbarkeit
Das Set besteht aus Beuteln in den Größen 3 x L (50x70cm) und 2 x M (40x60cm). Pro Beutel ist eine Verschlusshilfe mit dabei. Auf Tour reicht es aber völlig aus, für alle Beutel eine Verschlusshilfe mit zu nehmen. Diese kann man dann auch praktisch als Klammer zur Organisation der Beutel nehmen.

Die Beutel überleben auch mehrere (viele) Komprimierungen, wenn man sie nicht gerade an scharfkantigen Gegenständen oder mit Reißverschlüssen malträtiert. Wenn ein Miniloch drin ist, dann nutze ich es für die Organisation von sonstigen Gegenständen wie Akkus, Kleinteile, ... da kann man eh nicht komprimieren. Aber auch nach häufiger Verwendung sieht das noch gut aus.

Die Größe fand ich absolut praktisch. Selbst wenn ich nur wenig Dinge im Beutel hatte, habe ich den Rest des Beutels einfache eingeklappt und mit eingerollt. Wenn man dann unterwegs aber doch mit mehr Inhalt rechnen muss (Regenjacke, kompletter Sack für Dreckwäsche...) dann geht das noch lässig rein.
An alle die an das Plastik als Materialwahl meckern mein ganz einfacher Tipp:
Überprüft bitte nochmal die Funktion eures Kompressionsjutebeutels oder riecht an eurem Beutel, wenn ihr 1 Woche feuchte Sportklamotten transportiert habt ohne ihn anschließend mit 300gr. Waschmittel und viel Wasser zu reinigen. Genau dann bemerkt ihr, dass das Plastik am Ende vielleicht der beste Kompromiss ist. Das Plastik lässt sich mit 1 Tropfen Spüli oder Desinfektionsmittel abwischen und wiederverwenden. Denkt mal drüber nach. ;-)
Spezielle Features
- wasserdicht
- luftdicht/geruchsdicht
- keine Hilfsmittel notwendig
- nur 3 Schritte von befüllen bis komprimiert
- vielfach verwendbar
- transparent
- super voluminös
Fazit
Die Beutel bekommen von mir 4 von 5 Zelten, da der Preis mit ca. 24 Euro UVP auf der Shred Rack - Seite oder auch 14 Euro inkl. Versand bei den bekannten Onlineriesen etwas zu hoch im Vergleich zu den Materialkosten ist. Andere Hersteller sind hier bei der Hälfte des Preises und haben nicht unbedingt dünnere Beutel oder schlechtere Funktionen. Dazu ist das Rascheln der Beutel nicht in jedem Massenquartier willkommen gewesen ;-)

