Mach mal Platz hier!
VORTEILE
- sparen bis zu 75% Platz
- kein Staubsauger nötig
- wasserdicht
- gutes Ordnungssystem
- Schutz des Inhaltes gegen Schmutz, Insekten, Milben
- behält den Mief von Schmutzwäsche im Inneren
NACHTEILE
- Plastik
- wirkt nicht besonders stabil
- Verschlussclips gehen leicht verloren
- Preis
- Outdoor etwas schwierig zu komprimieren
BEWERTUNG
WAS STECKT HINTER DER MARKE TRONATURE?

Tronature ist eine Tochterfirma von ShredRack. Sie bietet nützliche Gadgets für Jedermann. Die aktuelle Produktpalette besteht aus einem Brustbeutel, einer Bauchtasche, einem Laptopständer sowie den praktischen Kompressionsbeuteln. Laut Tronature haben sie eigentlich gar kein wirkliches Headquarter, sondern sind im Grunde überall dort zu finden wohin es das Team, bestehend aus Reisenden, Produktentwicklern und Sportlern, eben gerade hin verschlagen hat. Schließlich entstehen Ideen für neue innovative in der draußen auf der Welt und nicht im Büro auf Reisbrettern. Das gleiche gilt natürlich auch für neue Lösungsansätze zu bekannten Problemen mit welchen man als Reisender konfrontiert wird.

ShredRack wurde 2017 als Startup ins Leben gerufen und besteht aus einen jungen Team aus Studenten und Freelancern, welche an der Entwicklung und Verbesserung deren Produkte arbeiten. Das Highlight der Produktpalette von ShredRack ist „Der wahrscheinlich nützlichste aufblasbare Dachgepäckträger der Welt!“. Näheres findet ihr auf der Herstellerseite.


Hinter beiden Firmen steckt Tobi Deckert (www.tobideckert.de) als führender Kopf. Welcher zum einen als Master of Science das technische Know-How und eine langjährige Berufserfahrung in der Produktentwicklung und zum anderen seine Leidenschaft für Extremsport in Produkte beider Firmen einfließen lässt. Sein Motto ist “The thought of not risking anything, is terrifying to me”.
WARUM DIE KOMPRESSIONSBEUTEL?
Bekommen habe ich die Tronature Premium Kompressionsbeutel von OUTSIDEstories zum Testen. Immer dann, wenn man viele Dinge, die unkomprimiert relativ viel Platz wegnehmen und man aber nur einen sehr begrenzten Raum zum Verstauen hat, macht Kompression Sinn. Besonders Kleidung, oder auch der Schlafsack brauchen sehr viel Platz. Auf meinem Alpencross 2018 stand ich genau vor diesem Problem. Da unser Cross selbst geplant war und wir somit ohne Gepäck-Shuttle auskommen mussten, war es nötig, alles Notwendige in einen 30 Liter Evoc Tour FR Tour (Bewertung siehe hier) zu bekommen.

Nach etwas Stöbern im Internet bin ich so bei Amazon auf No-Name Kompressions-Vakuumbeutel (siehe hier) gestoßen, welche einfach durch Rollen zu komprimieren sind und somit ohne Staubsauger auskommen, wie es bei vielen anderen Modellen der Fall ist. Durch die Kompressionsbeutel ist es je nach Bauschkraft des Inhaltes möglich bis zu gut 75% des Platzes ein zu sparen. Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, hat dadurch eine ganze Menge Kram in einem 30 Liter Rucksack Platz.




WAS BIETEN SIE?
Die Tronature Premium Kompressionsbeutel gibt es aktuell im 5er Sert für 14,85€ auf Amazon. Im Grunde habe ich in der vorherigen Frage im Großen und Ganzen schon die vorteilhaften Features beschrieben. Sie sparen bis zu 75% Platz und sind ideal für Reisen da man zur Kompression keinen Staubsauger oder sonst irgendetwas benötigt. Dazu kommt noch, dass die Packbeutel wasserdicht sind und man mit ihnen auch ein gutes Ordnungssystem in seinen Rucksack, bzw. Koffer bekommt. Ein weiterer durchaus erwähnenswerter Vorteil ist der zusätzliche Schutz des Inhaltes gegen Schmutz, Insekten, Milben und schlechte Gerüche. Ebenso kann man mit ihnen auch die miefige verschwitze Schmutzwäsche von der frischen gut trennen, ohne das der Mief auf die frischen Sachen übertragen wird. Das Set von Tronature besteht aus 3 Beutel Größe L (50 x 70) und 2 Beutel Größe M (40 x 60), sowie 5 Zippern zum einfachen Verschließen.



WIE MACHEN SICH DIE BEUTEL IM EINSATZ?
Das Prinzip ist im Grunde denkbar einfach. Die Beutel bestehen am oberen Ende aus einem Verschluss-System mit zwei Zippverschlüssen, damit er auch wirklich dichthält und unten aus einem integrierten Ventil. Der Aufbau des Ventils ist eine ziemlich clevere aber simple Lösung. Der untere Teil des Beutels ist doppelt verschweißt, die beiden Schweißnähte sind jedoch nicht komplett durchgehen, sondern die obere hat auf der einen und die untere auf der anderen Seite eine Öffnung. Dadurch ist es möglich, dass der Inhalt die Innere Öffnung beim Rollen auseinanderdrückt um Luft durch den Zwischenraum nach außen zu pressen.

Mir ist hier nur aufgefallen, dass man beim Rollen aufpassen muss, dass der zu komprimierende Inhalt nicht die innere Öffnung blockiert, da sonst kaum Luft entweichen kann. Aber draufsetzen hilft hier Wunder um auch das letzte bisschen Luft rauszuquetschen. Ob man jetzt den Beutel gerollt, oder wieder „gerade gebogen“ verstaut ist Geschmackssache. Das Ausrollen ist nur ein bisschen ein Gefummel, da die Rolle erstaunlich starr und widerspenstig ist, selbst wenn der Inhalt vorher federleicht und weich war.
Also hier noch mal kurz und knapp für die Minimalisten:
- Zeug rein
- Beutel zu
- Rollen
- Fertig!
Auf dem Alpencross habe ich diese Verpackungsmöglichkeit schätzen und lieben gelernt. Bis auf ein paar nervige Punkte die aber recht schnell zusammengefasst sind.
- Es ist etwas nervig diese Prozedur jeden Morgen durchzuführen.
- Die Beutelinhalte sollten gut sortiert und durchdacht sein, so das man unterwegs nicht mehrere öffnen muss, denn…
- umso größer der Beutel umso umständlicher ist es sie draußen wieder klein zu bekommen, wenn man nicht gerade eine flache, steinfreie und saubere Unterfläche auffinden kann.










FAZIT?
Mein Fazit bezüglich der Vakuumbeutel hätte eigentlich 5 Zelte verdient, da ich das System wirklich praktisch und einfach unverzichtbar finde, wenn es mal länger auf Outdoor-Tour geht. Aber nachdem ich meine Billigvariante mit denen von Tronature verglichen habe, kann ich beim besten Willen keinen Unterschied feststellen. Vielleicht die Materialzusammensetzung, was sie stabiler macht? Das ist aber wirklich eine reine Mutmaßung. Der Testzeitraum war hierfür einfach doch etwas begrenzt. Sollte ich im Laufe der Zeit hier drastische Unterschiede feststellen, werde ich diese hier als Kommentar vermerken. Der Preisunterschied von Tronature mit 5 Beuteln für 14,85€ zu meinen No-Name mit 8 Beuteln für 7,99€ ist nicht gerade minimal, weshalb ich die Tronature Beutel alleine durch den Preis/Leistungs-Aspekt aktuell nur mit 3 Zelte bewerten kann. Heute schließe ich mal maximal komprimiert #wirsehenunsdraussen…
