Simple und einfach zu bedienende Kompressionsbeutel
VORTEILE
- 5er Pack
- Einfache Bedienung ohne Pumpe oder Staubsauger
- unterschiedliche Größen
- Transparent
- Schützt vor Dreck, Gerüchen, Wasser, Insekten, etc.
- leicht
NACHTEILE
- Macht keinen langlebigen EIndruck
- Bedienung ist fürs Trekken etwas umständlich
- Für häufige Nutzung ungeeignet
- Hält nicht immer dicht
- Ökologisch fragwürig
BEWERTUNG

Von Outside Stories erhielt ich die Tronature Premium Kompressionsbeutel und konnte diese die letzten 6 Wochen lang testen. Die Beutel kommen als 5er -Pack,bestehend aus zwei Beuteln in der Größe M mit den Maßen 40cm x 60cm und drei Beuteln in der Größe L mit den Maßen 50cm x 70cm. Die Beutel kommen von den Machern von Shred Rack, einem universellen aufblasbaren Dachgepäckträger mit geringem Packmaß.
Erster Eindruck
Beim Auspacken viel mir als erstes die Ähnlichkeit zu meinen großen Vakuum-Packsäcken auf, in denen ich Bettwäsche verstaue, allerdings besitzen diese ein Ventil und das Vakuum kommt nur mit Hilfe eines Staubsaugers zustande. Bei den Tronature Beuteln konnte ich im Gegensatz dazu auf den ersten Blick kein sichtbares Ventil entdecken. Ansonsten ist die Funktionsweise identisch.
Das Material scheint zwar einigermaßen robust, beim Gedanken daran, diese Beutel auf einer Trekkingtour zu nutzen, wo der Beutel auch mal mit Steinen oder anderem Material in Berührung kommen könnte, bereitete mir allerdings sofort Unbehagen.
Davon abgesehen fiel mir schnell auf, dass die Beutel in der Größe M schon recht groß sind. Meines Erachtens wäre es idealer gewesen, einen Beutel in der Größe S beizulegen und nur zwei in der Größe L.

Die Beutel sind mit einem doppeltem Zipp-Verschluss versehen. Zum Öffnen lässt sich dieser einfach aufziehen und der Sack lässt sich befüllen.
Da sich das Ventil auch nur schwer auf einem Foto erkennen lässt, muss man es sich wie folgt vorstellen: Alle Ränder eines jeden Beutels sind zugeschweißt. An der Unterseite gibt es allerdings zwei Schweißnähte. Die erste beginnt bereits ca. 5 cm oberhalb des Randes und schließt nicht bis zum Ende ab. Die untere Schweißnaht ist ebenfalls nicht komplett geschlossen und hat auf den gegenüberliegenden Seiten ebenfalls eine Öffnung. Es wurde also eine kleine Kammer zwischen beiden Nähten eingeschweißt. Wird der Sack nun verschlossen und die Luft aus ihm herausgepresst, kann die Luft über beide Öffnungen entweichen, aber nicht wieder eintreten, da sich die Kammer zwischen beiden Öffnungen aufgrund des Unterdrucks zusammenzieht. Dieses simple Prinzip eines Ventils spart somit Material, Gewicht und ist fast kaum störanfällig.
Beim Befüllen muss darauf geachtet werden, den Beutel nicht zu überfüllen. Die Textilien müssen so platziert werden, dass am Verschluss genug Platz bleibt, damit sich derselbige noch verschließen lässt. Auch am unteren Ende muss etwas Platz gelassen werden, damit beim Herauspressen der Luft nicht ein Stück Stoff in das Ventil gelangen kann und dieses somit undicht macht. Beim Verschließen des Zipp-Verschlusses hilft ein weißer Plastikclip, welcher jedem Beutel beiliegt. Dieser kann, wie man es von Gefrierbeuteln kennt, von einer Seite auf die andere gezogen werden, wodurch sich die Zipp-Verschlüsse ineinanderschieben. Achtung, der Clip ist nicht fest mit dem Beutel verbunden und kann somit verloren gehen, ist zum Verschließen der Kompressionsbeutel aber nicht essentiell.
Um nun die Textilien zu komprimieren, beginnt man den Beutel samt Inhalt an der Oberseite beim Verschluss einzurollen und drückt somit die Luft unten durch das Ventil nach draußen. Hat man den Sack hier zu voll gepackt, erweist sich das Zusammenrollen als sehr umständlich. Im Idealfall ist alles komplett auf die Breite des Beutels ausgebreitet und nicht allzu hoch, damit alles gut gerollt werden kann.
Möchte man den Kompressionsbeutel wieder öffnen, dann kann man ganz einfach mit den Händen den Zipp-Verschluss auseinanderziehen.
Leider musste ich bei meinem ersten Test feststellen, dass der Beutel wieder Luft zog. Nach ca. zwei Stunden war die Kompressionswirkung nicht mehr vorhanden und die Kleidung hatte wieder das alte Volumen. Hierzu muss ich auch sagen, das der Beutel bei meinem ersten Test nicht bewegt oder transportiert wurde. Bei einem weiteren Test mit einem Schlafsack blieb die Kompressionswirkung über 2 Wochen bestehen.

Einsatzgebiet

Die Kompressionsbeutel sind ideal für Reisen, bei denen man nur wenig Stauraum hat und/oder dafür sorgen will, das die Kleidung sauber, trocken und frisch bleibt. Für mich haben sich die Beutel ideal für Wochenend-Touren erwiesen, bei denen ich eine feste Unterkunft hatte (Hostel, Pension, etc.). Die großen Beutel nutze ich, um Platz in meinen Schubfächern zu schaffen indem ich Saisonkleidung wie z.B. kurze Hosen komprimiere.
Des Weiteren nutze ich einen M-Sack, um meinen Schlafsack nicht in der schlecht packbaren Standard-Verpackung zu transportieren. Ich konnte den Schlafsack wesentlich stärker komprimieren und er war durch den Beutel flach, wodurch er wunderbar zusammen mit weiterem Material in einen nicht allzu großen Rucksack passt und zudem auch noch vor Feuchtigkeit geschützt ist.
Meiner Meinung nach bieten sich die Beutel nicht allzu gut zum Trekking an, die Beutel halten zwar in der Regel dicht, allerdings empfinde ich das Material als zu dünn (ein Zelt Abzug) und befürchte die Beutel würden beschädigt, wenn diese mit rauem Boden oder Steinen in Kontakt kommen. Hier würde ich eher auf robuste Packsäcke aus LKW Planen oder ähnlichem mit Roll- und Clipverschluss zurückgreifen, bei denen die Luft einfach rausgdrückt werden kann, ohne alles umständlich rollen zu müssen.


Fazit
Die Tronature Packsäcke sind einfach zu bedienen, schützen und komprimieren Textilien aller Art, sind sehr leicht und Dank der Transparenz kann man immer gut erkennen, was in welchem Beutel verstaut ist. Die Beutel funktionieren ohne Zubehör wie Pumpe oder Staubsauger und lassen sich, wenn sie nicht benötigt werden, einfach zusammenfalten und leicht verstauen. Sie eignen sich besonders gut, um zu Hause in Schränken Platz zu schaffen oder um auf Reisen möglichst viel Textilien bei begrenzt verfügbaren Stauraum zu transportieren. Wie oben schon erwähnt sehe ich Trekkingtouren mit Camping nicht als ideales Einsatzgebiet, da es hier leichter bedienbare und robustere Kompressionssäcke gibt (ein Zelt Abzug).