Das spartanische Fliegengewicht
VORTEILE
- ultraleicht
- Recco Reflektor
- verstellbare Rückenspannung
- Trinkblasensystem
NACHTEILE
- kein integrierter Regenschutz
- nicht wasserdicht
- wenig Taschen
BEWERTUNG
Ich durfte den Tatonka Skill 30 Recco für Outside Stories testen und nahm ihn für unterschiedliche Touren im In- und Ausland mit. Eines sei gleich zu Beginn gesagt: Wer viele Gadgets und Verstaumöglichkeiten bei einem Rucksack braucht, wird mit diesem Rucksack nicht glücklich werden. Dafür kann das 800 g leichte Fliegengewicht von Tatonka mit anderen Eigenschaften punkten.
Ich habe den Rucksack hauptsächlich fürs Wandern verwendet. Er musste auch zweimal als Reisegepäckstasche herhalten. Grundsätzlich wäre er meiner Meinung auch gut für Klettersteige und andere Späße gut zu verwenden. Dank dem Recco Reflektor eignet er sich auch gut zum Touren gehen.



RECCO Reflektor
Ich habe zum Recco Reflektor ein bisschen recherchiert und hier die Infos gesammelt.
RECCO-Reflektoren sind leichte passive Transponder, für deren Funktion weder Strom noch Aktivierung erforderlich sind. Sie bestehen aus einer Diode und einer Antenne. Somit ist man für die Retter findbar. Sie sind auf eine lange Lebensdauer ausgelegt, altern nicht und nutzen sich nicht ab. Wenn sie nicht mechanisch beschädigt sind, halten sie für immer.
Und so funktionierts:
1. Der RECCO-Detektor sendet ein Richtungsradarsignal aus, wie der Strahl einer Taschenlampe.
2. Wenn das Radarsignal auf den RECCO-Reflektor trifft, wird es zum Detektor zurückgesendet und richtet den Retter in Richtung des Opfers.
3. Je näher der Detektor dem Reflektor kommt, desto stärker ist das zurückgesendete Signal, so dass der Retter den Ort des Opfers genau bestimmen kann.
Weitere Infos zum Recco Reflektor gibts auf dieser Website: https://recco.com/technology/

X Vent Zero Tragesystem
Was mir bei diesem Rucksack am Besten gefällt ist das verstellbare Tragesystem am Rücken. Dieses kann man verstellen von keine Spannung bis voll durchgebrannt. Dazu gibt es zwei Gurte, mit denen man die Spannung einstellen kann. Das Coole dabei: Diese kann man sogar während dem Tragen bedienen. Durch die Spannung kann man bis zu einem gewissen Grad auch die Rückenlänge des Rucksackes einstellen. Was mir besonders gefallen hat: Da ich den Rucksack auch zum Reisen verwendet habe, habe ich ihn für den Transport auf keine Spannung eingestellt. Somit ließ er sich superleicht in einen anderen (größeren) Rucksack packen. Bei voller Spannung mit schwerem Gepäck fand ich ihn etwas unangenehm beim Steißbein, aber mit weniger (mittlerer) Spannung gabs dann keine Probleme.



Packsystem
Wie schon in der Einleitung erwähnt, funktioniert dieser Rucksack nach dem Sack-system. Am Anfang hat es mich doch ziemlich gestört, dass ich nur innen ein kleines Fach für Kleinigkeiten hatte. Mittlerweile habe ich mich jedoch daran gewöhnt und muss sogar sagen, dass ich das Prinzip bevorzuge, denn (1) überdenkt man seine Packliste und reduziert an Sachen, die man nicht zwingend braucht, (2) braucht man viel weniger Zeit zum Packen) und (3) ist der Rucksack natürlich leichter, da Stoff, Reißverschlüsse etc natürlich auch alles Gewicht ist.
Lediglich eine Gurttasche oder ähnlich ist mir beim Wandern wirklich abgegangen, wo ich mein Handy verstauen kann, da ich es oft griffbereit brauche fürs Navigieren. Meine Lösung war dann, dass ich es in die seitliche Getränketasche steckte (weibliche Sportkleidung ist leider oft nicht mit größeren Taschen versehen). Aber mit der Getränketasche habe ich nun für dieses Problem auch eine Lösung gefunden.

Gurte
Der Rucksack hat einen höhenverstellbaren Brustgurt und einen Hüftgurt. Dieser ist relativ breit und hat einen sehr angenehmen Stoff. Die Bänder kann man am Gummi befestigen, damit sie nicht in der Gegend herum hängen.

Taschen
Der Rucksack verfügt über drei Taschen: Eine kleine Tasche im Innenraum und zwei Getränketaschen außen. Ich nutzte diese auch für meine Wanderstöcke, bzw. fürs Handy. Dieses brauche ich oft griffbereit fürs navigieren, und da es bei diesem Rucksack keine andere griffbereite Tasche gibt, kam es meist in die Getränketasche. Normalerweise verwende ich hier Hüftgurttaschen, aber tja, irgendwo muss man sparen, um aufs leichte Gewicht zu kommen.
Bei den Getränketaschen gibt es jeweils Befestigungsmöglichkeit in Form einer Zickzack Schnur, welche man oben festziehen kann. Dadurch bleiben Flaschen, Stöcke etc an ihrer Stelle.



Materialschlingen
Am Kopf des Rucksackes befinden sich 4 Materialschlingen (um z.B. einen Kletterhelm zu befestigen). Ebenfalls kann man Materialien mittels Karabinern auch entlang des Rucksackes festmachen.

Wasserdichte
Eine Regenhülle ist beim Rucksack leider nicht integriert. Deshalb dachte ich, dass das Material vielleicht wasserdicht ist und habe ihn einmal auf einer Wanderung mit durchgehenden Nieselregen mitgenommen, um die Wasserdichte zu testen. Nach der Wanderung war der Inhalt des Rucksackes leider nass. Dass ist somit der einzige Punkt, wo ich wirklich meckern kann. Denn klar, eine Regenhülle bedeutet wieder Gewicht, aber wenn ich sie mir dann erst recht separat mitnehmen muss, weil das Material nicht dicht ist, hat das wieder wenig Sinn. Somit wird der Rucksack bei mir hauptsächlich im Sommer verwendet.


Trinkblasensystem
Der Rucksack besitzt ebenfalls über ein Trinkblasensystem. Am Rückenfach kann man die Trinkblase reingeben, sie oben beim Klettverschluss befestigen und den Schlauch durch eine Öffnung nach außen fädeln. Vorne kann man den Schlauch dann durch die Schlingen der Schulterriemen fädeln, damit er befestigt ist.



Fazit:
Bis auf die Wasserdichte ein richtig cooler Rucksack, den ich auch nach meiner Testzeit bestimmt noch viel verwenden werde.
