Man sollte wissen, wofür man den Rucksack nutzen möchte
VORTEILE
- Stauraum
- sehr robust
- bequem bei hohen Lasten
- Erweiterbar durch das Mollesystem
NACHTEILE
- nur ein großes Hauptfach
- schwer
- für Leute über 1,90 m nicht uneingeschränkt zu empfehlen
BEWERTUNG
Der Rucksack ist grundsolide. Ich besitze diesen seit 2017, war bereits mehrfach mit diesem unterwegs und er sieht noch aus wie neu.
Damals habe ich mit einem Angebot 170 Euro gezahlt, dies ist auch die Grundlage meiner Bewertung.
Nach über 5 Jahren sind mir jedoch einige Dinge aufgefallen, die ich damals nicht so auf dem Schirm hatte.
Der Rucksack ist super robust, das führt jedoch auch dazu, dass er immer recht schwer ist, allein auf Grund der Polsterung. Dies führt bei leichtem Gepäck dazu, dass man trotzdem recht schwer trägt (und Gewichtsgrenzen im Flieger fürchten muss). Wenn man jedoch mal sehr schweres Equipment mitführt, Zelt, Wasser, Nahrung, … ist man sehr dankbar über das Tragesystem.
Personen über 1,90 Meter empfehle ich eine ausführliche Testung des Rucksacks vor dem Kauf. Mit meinen 1,94 Meter bin ich mir heute nicht mehr sicher, ob das Tragesystem optimal für mich ist.
Der Rucksack ist klar als Militärrucksack konzipiert, dies ist in Ordnung, bringt aber auch Einschränkungen mit sich die man kennen muss. So gibt es recht wenige Unterteilungsmöglichkeiten innerhalb des Rucksacks. Bei Reise hat mich das in Verbindung mit dem Toploadsystem gestört, da man oft den halben Rucksack ausräumen muss um an seine Sachen zu kommen. Oft nimmt man auf solchen Reisen noch diverses Kleinzeug (Ladekabel, Kopfhörer, Powerbank, …) etc. mit. Diese lassen sich zwar im Deckelfach verstauen, sobald man dieses öffnet, muss man jedoch aufpassen, dass nichts herausfällt, da es keine eigenen Innentaschen gibt.
Was mich weiterhin stört sich die vielen Bänder zum Verstellen des Rucksacks, diese sind teilweise so lang, dass es störend ist. Ist zwar nur eine Kleinigkeit, wird man dennoch später bemerken.
Weil der Rucksack als Militärrucksack konzipiert ist, befindet sich außen rum Molle. Mit Zusatztaschen kann man dem o.g. Problem mit den Kabeln etwas aus dem Weg gehen.
Besitzern des Rucksacks empfehle ich Karabiner, Expander und etwas Schnur mitzuführen. Damit kann man das Mollesystem voll nutzen und bspw. nasse Schuhe, oder T-Shirts am Rucksack aufspannen.


Kurz und knackig:
Für die meisten Backpacker gibt es komfortablere Rucksäcke die bei geringen Lasten entspannter zu tragen sind und zudem über eine Öffnung in der Mitte des Rucksacks verfügen.
Der TT ist eher etwas für Leute die wirklich schwer tragen wollen/müssen, auf den Look stehen und einen haltbaren Rucksack suchen.
Ich fand es schade, dass kein Regencape mitgeliefert wurde, dies habe ich für 18 Euro damals nachkaufen müssen. Ob ich den Rucksack so noch einmal kaufen würde? Wahrscheinlich nicht. Je nachdem wo man unterwegs ist, ist eine besser sichtbare Farbe auch eine Überlegung.