Grundausstattung Klettersteig - Basics für Einsteiger am Via Ferrata

Kai Schmid Von Kai Schmid
25 Sep 2026
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Du möchtest deinen ersten Klettersteig, einen „Eisenweg“, gehen und fragst dich, welche Ausrüstung wirklich notwendig ist? Keine Sorge: Für die meisten Einsteiger-Klettersteige brauchst du keine umfangreiche Materialsammlung. Einige Ausrüstungsgegenstände sind allerdings unverzichtbar und sorgen für die nötige Sicherheit im steilen Fels. Wir listen hier nur Preisspannen für Basicteile auf. Nach oben sind wie immer kaum Grenzen gesetzt.

► In unserem Ratgeber zeigen wir dir, welche Ausrüstung auf keinem Klettersteig fehlen darf und welche zusätzlichen Extras je nach Tour sinnvoll sein können. Damit gelingt der Einstieg ins Klettersteiggehen sicher und entspannt. Wir haben die Tipps in zwei Bereiche aufgeteilt.

A. Die unverhandelbare Sicherheitsausrüstung

B. Von unseren Kletterexperten empfohlene Bekleidung

Grundausstattung Klettersteig - Basics für Einsteiger am Via Ferrata
Mit der richtigen und passenden Ausrüstung macht der Zustieg und der Klettersteig Spaß. Foto: Tatonka.


Deine benötigte Grundausstattung:

  • Kletterhelm
  • Klettergurt
  • Klettersteigset
  • Kletterhandschuhe
  • Klettersteigtaugliche Schuhe
  • Bekleidung im Zwiebelprinzip
  • Kletterrucksack

 

Überschätze dich nicht. So kannst du die Schwierigkeitsgrade bei Klettersteigen einstufen.

Klettersteige sind in der Regel nach der sechsstufigen Schall-Skala von A bis F klassifiziert, wobei die Anforderungen mit jedem Grad steigen. Orientiere dich bei der Auswahl an deiner tatsächlichen Erfahrung und Leistungsfähigkeit, denn eine einzige Passage über dem eigenen Niveau (oder dem des Begleiters) kann bereits zur Umkehr zwingen. Diese muss technisch gar nicht so schwierig sein, aber wenn sie etwa ausgesetzt ist und es in einen tiefen Abgrund geht, haben schon manche Kletterer wackelige Beine bekommen.

Schall-Skala (A - F):

  • A (entspricht K1): wenig schwierig, ähnlich wie K1.
     
  • B (entspricht K2): mäßig schwierig, mit steilerem Felsgelände und ausgesetzten Stellen.
     
  • C (entspricht K3): Schwieriger, mit längeren Leitern und Trittstiften.
     
  • D (entspricht K4): sehr schwierig, oft senkrechte Passagen.
     
  • E (entspricht K5): extrem schwierig, anspruchsvolle Kletterstellen.
     
  • F (entspricht K6): Noch anspruchsvoller, selten anzutreffen.

* Die Schall-Skala ist in Deutschland und Österreich allgemein bekannt, eine weitere Einstufungsmethode, die Hüsler-Skala (K), findest du mehr in der Schweiz und Liechtenstein. 

Unterwegstipp Klettersteige
Sieht easy aus. Aber wie tief geht es runter? Schätze dein Können richtig ein. Foto: Bergschule Kleinwalsertal.

Hier einige Unterwegstipps zu Klettersteigen, die du bei OUTSIDEstories findest:

 

A. Deine unverhandelbare Sicherheitsausrüstung

Kraxeln mit Hirn: der Kletterhelm

Ein Helm gehört auf jedem Klettersteig zur absoluten Pflichtausrüstung. Anders als beim Wandern besteht hier die Gefahr von Steinschlag, herabfallender Ausrüstung oder Anstößen an Felsvorsprüngen. Ein gut sitzender Helm schützt den Kopf und kann im Ernstfall schwere Verletzungen verhindern.

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Für Anfänger vielleicht ungewohnt: ein Kletterhelm. Dieser ist aber unverzichtbar. Foto: Canva.

Wichtig sind:

  • CE- oder UIAA-zertifizierte Modelle
  • guter Sitz ohne Verrutschen
  • ausreichende Belüftung
  • geringes Gewicht für hohen Tragekomfort

Tipp: Der Helm sollte bereits beim Zustieg getragen werden, denn Steinschlag passiert nicht nur im eigentlichen Klettersteig.

► Preisspanne für Einsteiger: etwa 30 bis 50 Euro.
► Eine gute Quelle für Kletterhelme ist z. B. Decathlon.
► Mehr dazu im OUTSIDEstories-„Ratgeber Kletterhelm“.


Fest im Sitz: der Klettergurt

Der Klettergurt verbindet den Bergsportler mit dem Klettersteigset und bildet das zentrale Element der persönlichen Sicherung.

Für die meisten Klettersteige eignet sich ein klassischer Sitzgurt. Bei Kindern, schwerem Rucksack oder speziellen Anforderungen kann ein Kombigurt aus Sitz- und Brustgurt sinnvoll sein.

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Der Klettergurt trägt und fängt im Falle eines Sturzes dein ganzes Körpergewicht. Foto: Canva.

Darauf solltest du achten:

  • gute Passform
  • gepolsterte Beinschlaufen
  • ausreichend Bewegungsfreiheit
  • einfache Verstellbarkeit

► Preisspanne für Einsteiger: etwa 45 bis 55 Euro. 
► du bekommst Klettergurte etwa bei Bergzeit.
► Mehr dazu im „Ratgeber Klettergurte“.


Die Connection zum Fels: Klettersteigset mit Bandfalldämpfer

Das Klettersteigset ist die wichtigste Sicherheitskomponente überhaupt. Es verbindet den Gurt mit dem Stahlseil des Klettersteigs.

Ein modernes Set besteht aus:

  • zwei elastischen Fangarmen
  • zwei Klettersteigkarabinern
  • Bandfalldämpfer

Kommt es zu einem Sturz, reißt der Bandfalldämpfer kontrolliert auf und reduziert die auf den Körper wirkenden Kräfte erheblich. Dennoch können Stürze im Klettersteig erhebliche Verletzungen verursachen und man sollte sich auf keinen Fall „zum Spaß“ mal fallen lassen (macht man im Auto mit dem Airbag auch nicht).

Wichtig: Ausschließlich moderne Klettersteigsets verwenden und das Material regelmäßig auf Beschädigungen kontrollieren. Lass dich im Zweifelsfall beraten. Es kommt auch auf dein Gewicht und deine Körpermaße an.

► Preisspanne für Einsteiger: etwa 70 bis 100 Euro.
► Klettersteigsets bekommst du u. a. bei den Bergfreunden.
► Alles Wissenswerte im „Ratgeber Klettersteigset“.


Im Griff: Klettersteighandschuhe

Klettersteighandschuhe sind zwar nicht zwingend vorgeschrieben, gelten aber praktisch als Standard und ergeben wirklich Sinn, denn nach einiger Zeit am Draht und an den Trittbügeln schmerzen die Hände.

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Handschuhe sind ein sinnvolles Accessoires im Klettersteig. Sie geben sicheren Halt und schützen vor Verletzungen. Foto: Canva.

Vorteile:

  • Schutz vor Drahtlitzen am Stahlseil
  • besserer Grip bei Nässe
  • weniger Blasenbildung
  • mehr Komfort auf längeren Touren

Halbfingerhandschuhe bieten das beste Tastgefühl am Fels, Vollfingerhandschuhe schützen etwas besser.

► Preisspanne für Einsteiger: etwa 15 bis 25 Euro.
► Klettersteighandschuhe bekommst du günstig bei Decathlon. 


B. Von unseren Kletterexperten empfohlene Bekleidung

Wander- oder Bergschuhe mit griffiger Sohle

Die besten Sicherungssysteme helfen wenig, wenn die Schuhe keinen Halt finden. Turnschuhe oder Straßenschuhe bieten weder den nötigen Grip noch Sicherheit im Klettersteig. 

Für Klettersteige eignen sich:

  • leichte Bergschuhe
  • Zustiegsschuhe
  • stabile Wanderschuhe
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Feste Schuhe garantieren einen sicheren Halt auf dem Fels und auf den Eisenstiegen. Foto: AKU.

Auf diese Eigenschaften solltest du achten:

  • griffige Profilsohle
  • präziser Tritt
  • ausreichender Halt im Geröll und Fels
  • guter Sitz am Fuß

► du solltest für Approach- bzw. leichte Wanderschuhe rund 80 bis 120 Euro einplanen.
► Eine große Auswahl an diesen Schuhen bieten die Bergfreunde oder Bergzeit. 
► Mehr Informationen gibt es im OUTSIDEstories-Ratgeber zu leichten Wander- und Bergschuhen.


Wenn’s Wetter reinkommt: deine Outdoor-Bekleidung

Auf Klettersteigen bewegt man sich häufig stundenlang in exponiertem Gelände. Wind, Sonne oder Gewitter können die Bedingungen rasch verändern. Und auch nach Erreichen des Ziels musst du wieder zum Ausgangspunkt zurückkommen. 

Bewährt hat sich das klassische Zwiebelprinzip:

  1. Lage: Funktionsunterwäsche
  2. Lage: Midlayer oder Fleece
  3. Lage: Wetterschutzschicht 

So lässt sich die Bekleidung flexibel anpassen.

► Kosten für alle drei Schichten: etwa 150 bis 250 Euro.
► Lies dazu auch unseren Ratgeber „Grundausstattung Wandern“. Hier findest du alle Informationen zum Zwiebel- bzw. Schichtenprinzip und zu den einzelnen Bekleidungsteilen.
► Kletterbekleidung bekommst du online unter anderem bei den Bergfreunden.

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Das Stahlseil gibt die Route vor. Du bist über das Klettersteigset und den Klettergurt immer gesichert. Foto: Canva.

1. Lage: Funktionsunterwäsche/Baselayer

Funktionsunterwäsche transportiert Feuchtigkeit vom Körper weg und sorgt für ein angenehmes Klima. Verzichte auf Baumwoll-T-Shirts, die kleben dir sonst feucht und kalt den ganzen Tag am Körper. Shirt aus Synthetik-Material oder aus Merinowolle sind geeignet.

Vorteile von Funktions-Shirts:

  • schneller Feuchtigkeitstransport
  • weniger Auskühlung
  • höherer Tragekomfort

► Preisspanne für Einsteiger: etwa 30 bis 60 Euro.
► Alle Infos dazu: „Ratgeber Funktionsunterwäsche/Baselayer“. 
► Die Bergfreunde bieten ein großes Sortiment an Kletter-Funktionsunterwäsche.

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Wenn du mitten im Steig bist, bist du froh, wenn du auf jede Wetteränderung reagieren kannst. Foto: AKU, Roberto de Pellegrin.


2. Lage: Midlayer oder Fleece

Die mittlere Bekleidungsschicht dient als Wärmespeicher und schützt vor Kälte sowie wechselnden Wetterbedingungen. Besonders bewährt haben sich Fleecejacken, da sie pflegeleicht, strapazierfähig und für die meisten Wanderungen völlig ausreichend sind. Wer Gewicht und Packmaß sparen möchte, greift zu leichten Daunen- oder Kunstfaserjacken, die sich bei Nichtgebrauch kompakt verstauen lassen.

Die überzeugenden Features eines Fleecepulloves bzw. -jacke:

  • Warm
  • Atmungsaktiv
  • Schnell trocknend
  • Bequem
  • Robust/pflegeleicht

Kurz gesagt: gehört in jeden Rucksack.

► Preisspanne für Einsteiger: etwa 30 bis 100 Euro.
► Mehr dazu im „Ratgeber Midlayer/Fleecjacken".
► Online kaufen, etwa bei Decathlon.


3. Lage: Regenjacke oder Hardshelljacke (bzw. -hosen)

Selbst bei stabiler Wetterprognose gehört eine leichte Regenjacke in den Rucksack. Vor allem Einsteiger wollen es manchmal nicht wahrhaben, dass es auch bei warmem Wetter im Tal weiter oben zapfig werden kann.

Eine gute Hardshelljacke und -hose schützt dich vor:

  • Regen
  • Wind
  • Auskühlung

Besonders in hochalpinem Gelände kann ein Wetterwechsel schnell kritisch werden.

► Preisspanne für Einsteiger: etwa 70 bis 100 Euro.
► Mehr dazu im „Ratgeber Hardshell- und Regenjacken.“
► Online kaufen, etwa bei Bergfeunde.

 

Alles dabei: der Kletterrucksack

Der ideale Kletterrucksack ist kompakt, sitzt eng am Rücken und bietet genug Platz für Wasser, Wechselkleidung, Erste-Hilfe-Set und Verpflegung. Für die meisten Einsteiger sind zwanzig bis fünfundzwanzig Liter Volumen die beste Wahl. 

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Trotz Stahlführung: Klettern musst du schon selber. Foto: Canva.


Die Features auf einen Blick: 

  • Passendes Volumen – für die meisten Klettersteige reichen 20 bis 25 Liter Inhalt.
  • Körpernaher Sitz – verhindert Verrutschen und sorgt für mehr Stabilität.
  • Bewegungsfreiheit – schränkt Armbewegungen und den Helm nicht ein.
  • Robustes Material – hält Abrieb und Felskontakt besser stand.
  • Helmhalterung – ermöglicht den Transport des Helms außerhalb des Rucksacks.
  • Ausstattung – Fächerverteilung, Flaschenfach für Trinksystem 

► Preisspanne für Einsteiger: 35 bis 50 Euro.
► Mehr dazu im Ratgeber „Kletterrucksack/Daypack“.
► Kletterrucksäcke findest du z.B. bei Bergzeit oder Decathlon.


Die Grundausstattung für deine Klettersteigausrüstung:

 

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Alle neun Basics auf einen Blick. Funktionsgrafik: OUTSIDEstories.

 

Was du sonst noch dabei haben solltest: 

  • Erste-Hilfe-Set (Kosten: etwa 10 bis 25 Euro).
  • Eine Rettungsdecke wiegt nur wenige Gramm und gehört deshalb in jeden Rucksack.
    • Online zu bekommen für rund 5 Euro bei Bergzeit.
  • Sonnenschutz (Hut, Cap, Schlauchtuch, Sonnenbrille).
  • Outdoorbrille
    • Zu bekommen zum Bestpreis, etwa bei Decathlon.
  • ggf. Stirnlampe (wenn es länger dauern könnte)
  • Mobiltelefon (zur Navigation und/oder Notfall).
  • Trinken (solltest du nicht unterschätzen, unterwegs gibt es keinen Kiosk).
  • Proviant: Energieriegel, Snacks oder Vesperbrote (Nüsse, Trockenfrüchte ...).
     

Sinnvolle Zusatzausrüstung

Je nach Schwierigkeit und Tour können folgende Ausrüstungsgegenstände sinnvoll sein:

  • Klettersteig-Rastschlinge
  • zusätzliche Karabiner
  • Mit Kindern oder Einsteigern: Kurzseil
  • leichte Isolations- oder Daunenjacke
  • Chalkbag (eher selten notwendig)

 

In hochalpinem Gelände kann folgendes Equipment erforderlich sein:

  • Biwaksack
  • Steigeisen oder Grödel
  • Eispickel
  • Lawinenausrüstung bei winterlichen Bedingungen
  • LVS-Gerät
  • zusätzliche Notfallausrüstung

Die konkrete Ausrüstung sollte dabei immer an Jahreszeit, Route und aktuelle Bedingungen angepasst werden.

 

 

 

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Die besten Tagesrucksäcke/Daypacks im Test 2026

admin Von admin
31 Aug 2026
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Ob Wanderung, Bike-Tour oder Ausflug in die Natur: Ein guter Tagesrucksack ist der ideale Begleiter für alle Unternehmungen, bei denen du leicht und flexibel unterwegs sein möchtest. Daypacks mit etwa 15 bis 30 Litern Volumen bieten genügend Platz für Wasser, Verpflegung, eine Jacke und weitere wichtige Ausrüstung.

Doch welcher Rucksack passt zu deinen Ansprüchen? Tragekomfort, Gewicht, Belüftung, Fächeraufteilung und Wetterfestigkeit machen oft den entscheidenden Unterschied. Die OUTSIDEstories-Community hat zahlreiche Tagesrucksäcke verschiedener Hersteller und Preisklassen intensiv getestet und bewertet. Lies hier ihre authentischen Erfahrungen.

► In unserem Ratgeber erfährst du, worauf du beim Kauf achten solltest und welche Modelle unsere ProduktScouts besonders überzeugt haben. Finde jetzt den passenden Daypack für dein nächstes Outdoor-Abenteuer.

Die besten Tagesrucksäcke/Daypacks im Test 2026
Daypacks müssen Multitasking sein. Trotzdem kommt nicht jeder für jedes Abenteuer infrage. Foto: Tatonka.


Die wichtigsten Kriterien für einen Daypack:

Größe und Volumen

Ein Daypack weist meist ein Volumen von 15–30 Litern auf. Das ist ideal für Tageswanderungen. Er sollte genug Platz für Wasser, Snacks, eine Jacke und andere Kleinigkeiten bieten. 

Tragekomfort

Achte auf gepolsterte Schultergurte und einen belüfteten Rückenbereich. Ein Brust- und Hüftgurt kann zusätzlich helfen, das Gewicht besser zu verteilen und den Tragekomfort zu erhöhen.

Material und Wetterfestigkeit

Dein Tagesrucksack sollte aus robustem und wasserabweisendem Material bestehen. Ein integriertes Regencover als Regenschutz sollte im Lieferumfang enthalten sein.

Fächer und Organisation

Damit du deine Siebensachen im Rucksack leichter findest, sollte der Rucksack mehrere Fächer und Taschen bieten. Trinken ist gerade beim Outdoorsport notwendig. Deshalb kann entweder eine spezielle Tasche für deine Trinkflasche, an der Seite des Daypacks, oder ein separates Fach für eine Trinkblase und ein Durchlass für den Trinkschlauch nützlich sein.

Gewicht

Je leichter der Rucksack, desto komfortabler für deinen Rücken und je geringer die Gesamtanstrengung für deine Outdoor-Aktivität. Aber: Je leichter der Daypack, desto weniger robust ist er auch. Was für dich das Richtige ist, musst du für deine Touren abwägen.

Belüftung 

Ein gut belüfteter Rücken sorgt dafür, dass die unter dem Rucksack entstehende Feuchtigkeit verdunsten kann. Dafür bieten Hersteller unterschiedliche Systeme bzw. Konstruktionen an. Welches für dich am geeignetsten ist, solltest du am Produkt ausprobieren.

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Unsere Tester:innen (ProduktScouts) haben die Tagesrucksäcke selbst getestet. Sie sind Mitglieder von OUTSIDEstories, der großen Outdoor-Community im Netz.

Du bist auch begeisterte/r Outdoorsportler:in und interessiert an Innovationen für deine Ausrüstung? Dann werde Mitglied und bewirb dich für unser ProduktScout-Team. 

Lies ihre Tests, indem du unten auf das Bild des jeweiligen Tagesrucksacks klickst.

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Die besten Tagesrucksäcke im Test

https://outside-stories.de/berg/rucksaecke-taschen/rucksaecke/daypacks

 

 

 

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Ratgeber: Tagesrucksack / Daypack

admin Von admin
06 Jul 2026
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Ein Tagesrucksack bzw. Daypack als Reisebegleiter, für Outdoor-Trips, beim Sport oder als modisches Accessoire im Alltag ist ein wahrer Alleskönner und das ganze Jahr präsent. Wandern, Biken, Klettern, Skitour, Hochtour, Familienausflug oder Städtereise – ein vielseitig einsetzbarer Rucksack zählt zur Grundausstattung in jedem (Outdoor-)-Haushalt.

Um diese Vielfalt bestmöglich zu nutzen, gilt es beim Kauf deines Tagesrucksacks einiges zu beachten. Unser Ratgeber zeigt dir auf, worauf es im Detail ankommt.

Ratgeber tagesrucksaclk daypack
Tagesrucksäck müssen extrem vielseitig sein und sind wahre Alleskönner. Alle Fotos: Tatonka

Welche Größe zeichnet einen Tagesrucksack aus?

Die Auswahl an Rucksäcken im Handel ist schier endlos und die Größe eines Tagesrucksack ist Auslegungssache. Wir sprechen bei einem voll funktionstüchtigen Tagesrucksack bewusst von einem Packvolumen von 18 – 30 Liter Volumen. Kleinere Rucksäcke stoßen bei 1–2‑Tagestouren schnell an ihre Kapazitätsgrenze – größere Modelle werden gern unnötig überladen. 

Wie hängen Tragesystem und Rückenlänge deines Tagesrucksacks zusammen?

Neben dem Packvolumen ist vor allem die Rückenlänge entscheidend für die Auswahl deines Rucksacks. Diese ist, wie beim Menschen eben auch, je nach Hersteller und Modell sehr unterschiedlich. Deshalb kannst du nicht pauschal sagen, dass kleinere Personen auch zwangsläufig kleinere Rucksäcke benötigen.

Viele Hersteller geben daher in der Regel die Rückenlänge an, um von vornherein einen optimalen Sitz zu gewährleisten. Dabei wird der Abstand von den Schultern bis zum Steißbein gemessen.

Danach gilt es, das passende Tragesystem für dich ausfindig zu machen. Eine gute Belüftung gegen geringes Schwitzen versprechen sie alle. Dennoch sind die Unterschiede enorm – gespannte Netzsysteme haben nur eine extrem kleine Kontaktfläche am Rücken und somit die bestmögliche Rückenbelüftung. Diese Netzspannung geht jedoch teilweise erheblich zu Lasten des Packvolumens, da durch die konkave Beugung des Rückenpolsters einiges an Innenraum eingebüßt wird.

Detailbild_ Tragesysten an deinem Daypack bzw. Tagesrucksack
Tragesystem, Meshpolsterung und Belüftungsmöglichkeiten beeinflussen den Tragekomfort deines Tagesrucksacks. Foto: Osprey

Meshpolsterungen mit viel Auflage am Rücken, halten die Wärme an der Körperrückseite. Sie bieten meist sehr guten Tragekomfort, führen aber häufig zu durchgeschwitzten T-Shirts – trotz Belüftungstunnel und sehr luftdurchlässigen Polsterungen. Das Packvolumen bleibt in dieser Variante stets dasselbe. Bei schlechtem Packverhalten kann jedoch hartes Gepäck in den Rücken drücken.

Achte auf deine Rückenlänge und das passende Tragesystem deines Tagesrucksacks.Achte auf deine Rückenlänge und das passende Tragesystem deines Tagesrucksacks. Foto: Lowe Alpine'>
Achte auf deine Rückenlänge und das passende Tragesystem deines Tagesrucksacks. Foto: Lowe Alpine

Wofür entscheidest du dich bei deinem Daypack - Toploader vs. Frontloader?

Nein, wir sprechen hier nicht von Waschmaschinen. Trotzdem gibt es auch bei Rucksäcken dieselben Befüllvarianten.

  1. Toploader sind die klassischen Systeme. Sie verfügen über einen (abnehmbaren) Deckel, unter dem sich der Zugang zum Hauptfach befindet. Diese Variante ist sehr simple und robust, gleichzeitig auch äußerst praktisch, weil du ein Seil oder eine Jacke mit wenigen Handgriffen darin verstauen kannst. Im Deckelfach selbst kannst du Kleinigkeiten wie Geldbeutel, Sonnenbrille oder Energieriegel unterbringen. Bei vielen Tagesrucksäcken findest du hier auch die Regenhülle.
     
  2. Frontloader verfügen über einen (zumeist) 2-Wege-Reißverschluss, der zu ca. ¾ umlaufend ist. Somit kannst du sehr leicht und ordentlich packen und das Gepäck schnell wieder entnehmen. Langes Wühlen und Tasten ist nicht erforderlich, da du direkt in den Rucksack hineinsehen kannst.
Toploader vs. Frontloader deines Daypacks - du entscheidest selbst. Foto: Exped
Toploader vs. Frontloader deines Daypacks - du entscheidest selbst. Foto: Exped

Inwiefern beeinflussen Hüft- und Brustgurt den Komfort deine Tagesrucksack?

  • Häufig beobachtet man Hobbysportler, bei denen der Rucksack eigenartig schief auf dem Rücken sitzt. Doch das muss gar nicht sein. Dafür hat jeder Tagesrucksack einen Hüft- und Brustgurt. Sie fixieren den Lastenträger am Körper und sichern den festen Sitz.

    Gleichzeitig übernimmt der Hüftgurt bei richtiger Fixierung (ca. 2/3 der Hüftgurtbreite oberhalb des Hüftknochens) ein Vielfaches der Rucksacklast.
     
  • Hierzu kann per Riemeneinstellung an den Schultergurten der Rucksack näher an den Körper oder weiter weggezogen werden. Je weiter weg der Rucksack vom Körper getragen wird, umso mehr Last verteilt sich auf den Hüftgurt. Bei eng anliegendem Rucksack liegt die Hauptlast auf den Schultern. Der Brustgurt fixiert den Tagesrucksack gegen seitliches Verrutschen. Besonders wichtig ist dies beim Klettern und Skifahren. Als besonderes Sicherheitsfeature setzt sich bei immer mehr Herstellern die Signalpfeife im Brustgurt durch. Eine pfiffige Idee!
Hüft- und Brustgurt entscheiden über den perfekten Sitz deines Tagesrucksacks_VAUDE_Attenberger
Hüft- und Brustgurt entscheiden über den perfekten Sitz deines Tagesrucksacks. Foto: Vaude | Attenberger

Wie schaffst du Ordnung in deinem Tagesrucksack? 

Ein gut organisierter Rucksack macht die Tour erst so richtig zum Genuss. Daher bieten die meisten Tagesrucksäcke viele Möglichkeiten, die Kleinigkeiten des Alltags sinnvoll in kleineren und größeren Fächern und Taschen im Rucksack zu verstauen. Ein separates Fach für eine Trinkblase – und auch die dazugehörigen Halterungen – gehören heute mittlerweile zum guten Ton. Separate Fächer für Skitourenausrüstung (Schaufel und Sonde) sind in vielen Fällen quasi vorinstalliert.

Auf der Außenseite komplettieren seitliche Kompressionsriemen und Materialschlaufen für Stöcke oder Eispickel das Gesamtbild. Ein Netz aus elastischen Schnüren auf dem Deckel oder an der Rucksackfront ist besonders praktisch um einen Pulli oder die Jacke darin zu verstauen.

Detailbild_ Befestigunsmöglichkeiten an deinem Daypack bzw. Tagesrucksack
Vielseitige Befestigungsmöglichkeiten an Tagesrucksack erleichtern die Handhabung. Foto: Osprey

Leider gibt es diese simple Einrichtung mittlerweile fast gar nicht mehr. Ösen, um sich selbst ein Netz aus Schnur zu flechten, sind an einigen Tagesrucksäcken noch angebracht. Seitliche Einschubfächer eignen sich perfekt für den schnellen Zugriff auf eine Flasche Wasser, Taschentücher oder Kartenmaterial. Zu lange, überstehende Riemen rollt man am besten auf und fixiert sie mit einem Gummiband. So können sie sich unterwegs nirgends verfangen und vom Weg abbringen.

Genieße die Tour mit einem gut sortierten Rucksack_Tatonka
Achte auf das Tragesystem. Der Tatonka Skill 30 etwa hält dir den Rücken frei. Foto: Tatonka

Daypacks speziell für Damen – lohnt sich das?

Die Schuh- und Bekleidungshersteller wissen es schon lange und jetzt haben es auch die Rucksackhersteller erkannt – die weibliche Anatomie ist anders als die des Durchschnittsmanns. Daher ergibt es durchaus Sinn, Tagesrucksäcke speziell für Frauen im Sortiment zu haben.
 

Frauen haben schmalere Schultern. Zudem brauchen sie im Brustbereich spezielle Anpassungsbereiche für den Brustgurt. Und auch die Rückenlängen sind meist kürzer als die der Unisex- bzw. Männermodelle.

Aber keine Angst, liebe Männer – wenn ihr vor der Farbe nicht zurückschreckt und euch ein Damenmodell besser passt als das Männermodell, dürft ihr dies natürlich auch mit Stolz tragen (es soll ja Männer geben, die nicht 1,80 Meter groß und 80 Kilogramm schwer sind). Dasselbe gilt natürlich auch für die Damen in umgekehrter Weise. 

Frauen brauchen in aller Regel andere Rückenlängen als Männer bei einem Tagesrucksack_LoweAlpine
Frauen brauchen bei einem Tagesrucksack in aller Regel andere Rückenlängen als Männer. Foto: Lowe Alpine.

Das Gewicht hängt nicht nur von deinem Inhalt ab!

Was für eine Logik – je mehr Gewicht du mitnehmen möchtest, desto schwerer wird der Rucksack! Das gilt zum einen natürlich für den Inhalt, zum anderen aber auch für den Rucksack an sich. Gute, kompakte und leichte Tagesrucksäcke am unteren Rand der Volumenbegrenzung findest du bereits um die 800 Gramm. Je größer und umfangreicher der Tagesrucksack ist, desto schwerer wird er logischerweise auch.

Gute Modelle bleiben im oberen Volumenbereich in der Regel weit unter 1,5 Kilogramm. Aufgrund der Materialien sollte das Packgewicht ein gewisses Limit nicht überschreiten. Viele Hüftgurte sind nicht auf derartige Lasten ausgelegt.

Während ein Trekkingrucksack mit ca. 55 Litern Packvolumen schon mal locker 20 Kilogramm schultern kann, ohne einzuknicken, vertragen die Hüftgurte der Tagesrucksäcke maximal die Hälfte. Du solltest dich aber auf Tagestouren dennoch auf das Nötigste beschränken – das schont trotz allen Tragekomforts den Rücken am allermeisten.

Tagesrucksäcke Daypacks
Gute, kompakte und leichte Tagesrucksäcke begleiten dich überall hin. Foto: Tatonka

Was kostet ein Tagesrucksack ?

Je nachdem, für welchen Daypack du dich entscheidest, reicht die Preisspanne von 30 bis über 150 Euro. Nutze den tagesaktuellen Preisvergleich von OUTSIDEstories. Wichtig: Die Passform und der Komfort für DEINEN Rücken entscheiden, der Preis darf nicht das alleinige Argument sein!

Wo kannst du einen Tagesrucksack kaufen?

Um einen Tagesrucksack zu kaufen, bieten sich nach wie vor spezialisierte Online-Sportfachgeschäfte an, die eine große Online-Auswahl parat haben. Den günstigsten Tagesrucksack findest du über den Preisvergleich von verschiedenen Modellen, die auf OUTSIDEstories getestet und bewertet wurden. 

Hier einige ausgesuchte Händler, die Daypacks anbieten:

► Bergfreunde

► Bergzeit

► Decathlon

 

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