Livigno im Winter: Beindruckendes „Klein-Tibet“ - Italien

Kai Schmid Von Kai Schmid
01 Jul 2026
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Winter in Livigno bietet vielseitige Outdoor-Erlebnisse für Skitourengeher:innen, Telemark-Fans, Schneeschuhwanderer und Winterwandernde. Die klassische Skitour auf den Monte delle Mine lockt mit breiten Hängen und beeindruckendem Panorama über das Hochtal. Das ruhige Val Federia gehört zu den schönsten Schneeschuhrevieren und zeigt Livignos stille Winterlandschaft abseits der Pisten. a { text-decoration: none; color: #464feb; } tr th, tr td { border: 1px solid #e6e6e6; } tr th { background-color: #f5f5f5; } Die Region gilt als abgelegenes Hochplateau, umgeben von markanten Bergketten, und wird deshalb auch

6 Winteraktivitäten rund um Lenggries - Bayern

Kai Schmid Von Kai Schmid
01 Jul 2026
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Lenggries ist ein echtes Paradies für Winteraktivitäten. Wenn du unter der Woche kommst, kannst du die Vielfalt an Wintersport fast ungestört genießen: Skifahren, Skitouren, Snowboarden, Langlaufen, Winter- und Schneeschuhwandern oder Rodeln – hier findest du alles, was dein Herz begehrt.

Kommst du aus München, bist du in weniger als einer Stunde mitten in der Winteridylle des Isarwinkels. Die Gipfel rund um das Brauneck (1.556 Meter) gehören zu den beliebtesten Hausbergen der Münchner. Kein Wunder: Die beeindruckende Landschaft entlang der wilden Isar zieht an sonnigen Wintertagen zahlreiche Besucher an – und wartet darauf, von dir entdeckt zu werden.

 

Lenggries
Das Skigebiet am Brauneck bei Lenggries geht bis auf 1.712 Meter. Foto: Tourismus Lenggries, Foto: Adrian Greiter.

Winteraktivitäten rund um Lenggries #1: Skifahren auf dem Hausberg, dem Brauneck

Als Alpinskifahrer*in bist du auf dem Lenggrieser Hausberg Brauneck (1556 Meter) genau richtig, denn hier lockt ein zusammenhängendes Wintersportparadies, das traumhafte Talabfahrten und gefühlt unzählige urige Hütten bietet.

Von leichten und mittelschweren Strecken über actionreiche Buckelpisten bis hin zur rabenschwarzen Weltcup-Abfahrt gibt es das passende Terrain für Skifahrer und Snowboarder mit unterschiedlichen Ansprüchen.

Skifahren in Lenggries - Winteraktivitäten rund um Lenggries
Abwechslungsreiche Pisten für Familien und Feinschmecker: Im Skigebiet am Brauneck haben schon so einige kleine Münchner und Münchnerinnen das Skifahren gelernt. Foto: Tourismus Lenggries, Foto: Adrian Greiter

Der kostenlose Shuttlebus bringt dich vom Dorf auf den Berg, wo die Beschneiungsanlage bis ins Frühjahr für beste Bedingungen sorgt. Besonderer Tipp: Das kulinarische Hütten-Hopping. Morgens zum Kaffee auf die Strasser-Alm, mittags auf der Kot-Alm den Kaiserschmarrn genießen und nachmittags einen hausgemachten Strudel auf der Sonnenterrasse der Stie-Alm. Jede Hütte hat ihren individuellen Charme und serviert eigene Spezialitäten.

Übrigens: Wusstest du, dass hier die ehemaligen Skirennfahrerinnen Martina Ertl und Hilde Gerg als Kinder ihre ersten Schwünge gezogen haben? „Ihren“ Hausberg schätzen sie bis heute.

Hüttenvielfalt Lenggries - Winteraktivitäten rund um Lenggries
Urig, gemütlich, traditionell: Die Hüttenvielfalt auf dem Brauneck in Lenggries ist enorm. Foto: Tourismus Lenggries, Foto: Adrian Greiter.

Kurzprofil - Skigebiet im Überblick:

  • 34 Pistenkilometer und 19 Lifte
  • Höhe von 700 bis 1700 m
  • Tagesskipass für 42 Euro für Erwachsene
  • Sechs Skischulen
  • Dreitagesskikurs für Kinder bei Michaela Gerg für 176 Euro
  • Mittagsbetreuung für 16 Euro
  • Weitere Infos: Skifahren und Snowboarden in Lenggries
Winterausrüstung online kaufen► Wintersportausrustung online beim Experten Bergfreunde aussuchen und kaufen.'>
► Wintersportausrustung online beim Experten Bergfreunde aussuchen und kaufen.

Winteraktivitäten rund um Lenggries #2: Winterwandern zu den Hirschen auf die Reiseralm

Um die winterliche Landschaft rund um Lenggries zu erkunden, gibt es viele Routen im 42 Kilometer langen Winterwanderwegenetz der Region. Ein besonderes Ziel ist die Reiseralm, denn sie bietet neben einer gemütlichen Einkehrmöglichkeit tierische Begegnungen und einen rasanten Rückweg. Dafür wanderst du eine gute halbe Stunde durch den verschneiten Winterwald.

Lenggries
Zieh' dich warm an: Rund um Lenggries erwarten dich 42 Kilometer Winterwanderwege. Foto: Tourismus Oberbayern München, Foto: Peter von Felbert.

Die Reiseralm mit der großen Sonnenterasse und Blick auf den wilden Geierstein sowie Roß- und Buchstein, liegt auf 900 Metern am Fuße des Brauneck, des Lenggrieser Hausbergs.

Winterwandern Lenggries - Winteraktivitäten rund um Lenggries
Nach dem Füttern gibt‘s die Belohnung: ein Bussi vom Platzhirsch. 

Nicht nur für Kinder, auch für die Großen ein Erlebnis: Die Rotwildherde auf der Reiseralm. Du kannst sie unterstützen und mit artgerechtem Wildfutter aus einem Automaten selbst füttern.

Abwärts geht’s nach einer heißen Schokolade und einem Stück Streuselkuchen am besten auf Rodeln. Die 1,5 Kilometer lange Strecke ist auf zwei Kufen schnell zurückgelegt.

Kurzprofil - Winterwandern auf die Reiseralm:

  • Höhenmeter: 250 hm
  • Gesamtstreckenlänge: 7 km
  • Gesamtgehzeit: 1,5 h
  • Schwierigkeit: einfach
  • Besonderheit: Rotwildfütterung
  • Start: Brauneck-Bergbahn Talstation
  • Ziel: Reiseralm
  • Weitere Infos: Familienwanderung Reiser Alm 

Woher stammt der Name Lenggries?

Der Ortsname Lenggries leitet sich vom „langen Gries“ ab, den riesigen Kiesbänken im Flussbett der Isar. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Gemeinde im Jahr 1257. Heute ist Lenggries flächenmäßig eine der größten Gemeinden Deutschlands und eine der Top-Wintersport-Adressen. 

Winteraktivitäten rund um Lenggries #3: Mit den Schneeschuhen auf aussichtsreiche Gipfel

In Lenggries gibt es zahlreiche Schneeschuhtouren, die bereits nach kurzen Aufstiegen mit herrlichen Ausblicken auf das Isartal bis zum Karwendelgebirge belohnen. Aber auch schwierige Bergtouren sind möglich. Eine anspruchsvolle Runde führt etwa auf das Seekarkreuz (1601 Meter). Dafür schlägst du zunächst den Weg zum Schloss Hohenburg ein.

Lenggries
Wenn du aus dem Waldbereich aufgestiegen bist, hast du das ganze weite Land unter dir. Foto: Tourismus Lenggries, Foto: A. Greiter.

In Richtung Hirschtal gelangst du zur Winterstube und folgst ab hier der Beschilderung auf die Lenggrieser Hütte, entweder über den Sulzersteig oder den präparierten Winterwanderweg auf der Seekarstraße.

Von der ganzjährig bewirtschafteten Hütte aus geht es über den bewaldeten Rücken zum Seekarkreuz, sichere Bedingungen vorausgesetzt. Oben wartet die 360 Grad Aussicht auf den Isarwinkel und die Tegernseer Berge auf dich.

Schneeschuhwandern Lenggries - Winteraktivitäten rund um Lenggries
In großen Schritten durch den Tiefschnee zum Gipfel. Foto: Tourismus Lenggries, Foto: A. Greiter.

Wenn du dich zunächst lieber auf erfahrene Guides verlässt, wende dich an Bergwanderführer Blasius Heiß (71). Er kennt sich selbst abseits der bekannten Routen bestens aus und zeigt Besuchern bei seinen geführten Schneeschuhtouren die schönsten Seiten des Lenggrieser Winters.

Kurzprofil - Schneeschuhwandern in Lenggries:

  • Höhenmeter: 900 hm
  • Gesamtstreckenlänge: 17 km
  • Gesamtgehzeit: 5:30 h
  • Schwierigkeit: anspruchsvoll
  • Besonderheit: als geführte Tour buchbar
  • Start: Bahnhof Lenggries
  • Ziel: Seekarkreuz
  • Weitere Infos: Schneeschuhtouren in Lenggries 

 

Ratgeber Schneeschuhe► Unsere Redaktion hat einen ausführlichen Ratgeber zum Thema Schneeschuhe verfasst.'>
► Unsere Redaktion hat einen ausführlichen Ratgeber zum Thema Schneeschuhe verfasst.


Winteraktivitäten rund um Lenggries #4: Langlaufen durchs Tal bei Tag und Nacht

Unterhalb der Berggipfel schlängeln sich bestens präparierte Loipen (klassisch und Skating), auf denen Langläufer naturnah sporteln. Allein im Ortsbereich von Lenggries warten 42 Loipenkilometer.

Langlaufen Lenggries - Winteraktivitäten rund um Lenggries
Lenggries ist mit seinen 164 Loipenkilometern ein wahres Langlaufparadies für Skater und Klassiker.

Wer lieber Ausflüge in die nähere Umgebung unternehmen möchte, findet außerhalb weitere 112 abwechslungsreiche Kilometer. Besonders empfehlenswert ist die 14 Kilometer lange Runde durchs Schwarzenbachtal. Dafür brauchst du zwar eine gute Portion Kondition, aber dafür belohnt sie dich mit wunderschöner Natur.

Lenggries
Im Duo in der Skatingtechnik geht es durch die verschneite Landschaft. Foto: Dietmar Denger.

Auch in den Abendstunden musst du die Brettl noch nicht abschnallen, denn eine zwei Kilometer lange Nachtloipe lädt zum Gleiten unter Sternen ein. Wenn du zunächst noch an deiner Technik feilen möchtest, helfen dir Stefan Jaud und seine Frau Simone in ihrer Langlaufschule „Light-Lines“ gerne weiter.

Ein eintägiger Anfängerkurs (fünfeinhalb Stunden inklusive Mittagspause) kostet pro Person ab 59 Euro (ohne Leihausrüstung).

Lamglaufmausrüstung►Langlaufausrüstung muss nicht sündhaft teuer sein. Check hier Decathlon.'>
►Langlaufausrüstung muss nicht sündhaft teuer sein. Check hier Decathlon.

Winteraktivitäten rund um Lenggries #5: Schlittenfahren ohne Stress. Der Rodellift am Brauneck

Schlittenspaß ganz ohne mühsames Bergaufstapfen geht in Lenggries mit dem Rodellift am Brauneck. In Fußnähe zur Talstation der Brauneck-Bergbahn ersetzt ein Schlepplift das anstrengende Hinauf, damit das Hinunter auf frisch geschmirgelten Kufen gleich noch einmal so viel Freude macht. Einfach den Liftbügel in die Ankervorrichtung einhaken und los geht’s.

Für 6 Euro die Fahrt (inklusive Leihrodel) fängt der Spaß an, die Fünferkarte kostet 25 Euro. Für Kinder gibt es ermäßigte Preise.

Rodeln Lenggries -Winteraktivitäten rund um Lenggries
Mit dem Schlitten geht’s rasant vom Berg ins Tal. Foto: Montevia.

In Betrieb ist der erste Rodellift am Brauneck immer ab 16 Uhr, vorausgesetzt natürlich, es liegt ausreichend Schnee. Zur Einkehr bietet sich nach dem sportlichen Wintervergnügen die Zielhang-Alm am Fuße der circa 500 Meter langen Schlittenpiste an. Der Schlepplift und der Rodelhang gehören allein den „Im-Sitzen-Sportlern“.

Und wem es doch einmal zu steil werden sollte (gerade am Anfang ist die Piste eher als rot denn als blau einzustufen), der kann einfach die am Untersatz befestigte Handbremse ziehen. 

  • Weitere Infos: Rodellift am Brauneck
  • Freitag, 02.01.2026
  • Freitag, 09.01.2026
  • Freitag, 06.02.2026
  • Freitag, 13.02.2026
  • jeweils 17:00 bis 20:00 Uhr
Rodel online kaufen► Bergsportexperten wie Bergzeit haben nicht nur Skiausrüstung, sondern auch Rodel im Programm.'>
► Bergsportexperten wie Bergzeit haben nicht nur Skiausrüstung, sondern auch Rodel im Programm.

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Winteraktivit

Ratgeber Schneeschuhe - Zum Winterwandern oder Hochalpin

admin Von admin
19 Jun 2026
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 Ratgeber Schneeschuhe. Querfeldein zu Fuß in ein unberührtes Schneefeld zu laufen, geht wohl kaum besser als mit Schneeschuhen. Die sportlichen Helferlein machen Winterwandern abseits der befestigten Wege möglich und unterstützen ambitionierte Alpinisten bei ihrem Weg zum Gipfel.

Wenn die Schneehöhen ein Durchkommen mit normalen Wanderschuhen unmöglich machen, kommen die Schneeschuhe zum Einsatz und verhindern ein anstrengendes und meist gefährliches Einsinken im tiefen Schnee. Klingt sehr vielversprechend, aber worauf kommt es bei Schneeschuhen letztendlich an? Und welche Schneeschuhe eignen sich optimal für deinen Einsatzzweck?

Welche Eigenschaften von Schneeschuhen sind grundlegend wichtig?

Ratgeber Schneeschuhe
Durch traumhafte Winterlandschaften stöbern. Doch wie die richtigen Schneeschuhe finden. Foto: Bernd Ritschel.

Ratgeber Schneeschuhe: Wie funktionieren sie eigentlich?

Tiefer Schnee, Wanderschuhe an den Füßen und noch ein ganzes Stück zum Gipfel. Eine ungünstige Kombination, die meist ein unangenehmes und kräftezehrendes Einsinken bis zur Hüfte mit sich bringt und nicht selten gefährlich werden kann. Der Grund des Einsinkens ist ein zu hohes Gewicht auf den kleinen Querschnitt der Fußfläche. So kommt eine zu hohe Belastung auf die Schneedecke und sie gibt nach.

Schneeschuhe schaffen eine größere Auflagefläche und verteilen das Körpergewicht großflächig auf dem Untergrund. So wird ein Einsinken verhindert und du gehst komfortabel auf der Oberfläche der Schneedecke bis zum Gipfel.

Ratgeber Schneeschuhe
Die große Auflagefläche der Schneeschuhe verhindert das Einsinken im tiefen Schnee. Foto: Maria Knoll

Eisige Passagen, oder verwinkelte und rutschige Stellen im bewaldeten Gebiet sind auch bei verdichtetem Schnee unangenehm. Hier punkten Schneeschuhe zusätzlich zu den Wanderschuhen mit Steigeisen auf der Unterseite. Diese krallen sich in Eis und Schnee und sorgen für eine perfekte Traktion. Wenn es steil bergauf geht, ist der Winkel zwischen den Füßen und der Wadenmuskulatur meist sehr steil.

Ratgeber Schneeschuhe
Gut zu sehen: Die Zacken, mit denen sich der Schneeschuh auch festen und eisigen Untergrund beißt.

Ein sehr unangenehmes und anstrengendes Gehverhalten auf den Zehenspitzen ist die natürliche Folge. Schneeschuhe lösen dieses Problem mit sogenannten Steighilfen. Sie befinden sich unter dem Fersenbereich der Bindung und lassen sich bei Bedarf nach oben klappen. So stehst du auch an steilen Anstiegen waagerecht in den Schuhen und kannst dir bequem deinen Weg nach oben bahnen.

Ratgeber Schneeschuhe
Die Steighilfen. Im Prinzip nur ein Bügel, der hochgeklappt wird und der Schuh so steiler steht. Foto: Maria Knoll

Wer den Berg hinaufgeht, muss auch wieder runterkommen. Eine einfache Regel, die auch bei der Schneeschuhentwicklung berücksichtigt wurde. Durch ein flexibles Heck am hinteren Ende der Schneeschuhe, kommt vor allem beim Bergabgehen ein deutlich höherer Gehkomfort zustande.

Ratgeber Schneeschuhe: Wie finde ich die richtige Größe für mich? 

Schneeschuh-Modelle unterscheiden sich in der Größe enorm. Von kleinen, sehr wendigen Modellen, bis hin zu großflächigen Schuhen für tiefe Schneedecken ist das Angebot breit gefächert.

Dein (Gesamt-)Gewicht wiegt schwer

Wichtig bei der Größenauswahl ist zunächst das Gewicht, das die Schuhe tragen müssen. Hierbei ist das Körpergewicht inklusive der Ausrüstung zu berechnen, denn schließlich müssen die Schuhe auch den Rucksack mit über die Schneedecke befördern.

Ratgeber Schneeschuhe
Die Größe der Schneeschuhe wird bestimmt durch das Gewicht des Trägers plus seiner Ausrüstung. Foto: Maria Knoll

Durch den Wald oder auf den Gipfel? Der Einsatzbereich

  • Zudem kommt es auf den Einsatzbereich an. Verspielte Touren mit bewaldeten Gebieten, abwechslungsreichem Gelände und kurzen Steilpassagen fordern eher kleine und wendige Schneeschuhe. Auch eisige Stellen sind mit kleineren Schneeschuhen besser zu überwinden, da mehr Gewicht auf eine geringe Fläche trifft und der Halt auf verdichtetem Untergrund somit besser ist.
     
  • Warten lange Schneefelder, ausgedehnte Winterwanderungen und tiefer Schnee, sind großflächige Schneeschuhe die richtige Wahl. Je größer die Schneeschuhe, desto größer die Auflagefläche und desto komfortabler ist das Vorankommen im - oder besser gesagt auf tiefem Schnee. Stehen Traversen auf windgepresstem Schnee an, bieten sich schmale Schneeschuhe an. Sie können nicht so stark zur Seite hin abkippen und bleiben zuverlässig in der Spur.

Das Gewicht bestimmt die Größe. Faustregel für die Auswahl

  • Größe 22 für bis zu 70 Kilogramm Gesamtgewicht
     
  • Größe 25 für 70 bis 100 Kilogramm Gesamtgewicht
     
  • Größe 30 für über 100 Kilogramm Gesamtgewicht

Ratgeber Schneeschuhe: Die Bauweise bestimmt den Einsatzbereich

Schneeschuhe unterscheiden sich außerdem in der Bauweise entscheidend. Auch hier kommt es auf den Einsatzbereich an, um sich bei den verschiedenen Materialien und Bauarten die passende aussuchen zu können.

Generell kann zwischen Aluminium- und Kunststoff-Schneeschuhen unterschieden werden.

Aluminium-Schneeschuhe - Die "Classics"

Die Basisvariante im Schneeschuh-Universum. Ein leichter Rohr-Rahmen aus Aluminium bildet die äußere Begrenzung der Schneeschuhe. Die Innenfläche des Rahmens ist mit einem robusten Kunststoff bespannt. So entsteht eine verlässliche Auflagefläche, und die Schneeschuhe bieten einen sicheren Halt auf tiefen Schneedecken.

Ratgeber Schneeschuhe
Klassische Alurahmen-Konstruktion. Im Rahmen eingespannt ist eine Kunststoffschicht, die das Einsinken verhindert.

Sie punkten mit geringem Gewicht und eignen sich am besten für flaches Gelände mit tiefem Schnee und ausgedehnten Winterwanderungen. Diese Art von Schneeschuhen wird auch „Classics“ genannt. Da unter der Kunststoff-Schicht nur schlecht Steigeisen und Zacken angebracht werden können sind diese Modelle für steile, eisige und alpine Unternehmungen eher ungeeignet.

Innerhalb der Aluminium-Kategorie wird zudem noch zwischen einem Aluminium-Rohrrahmen und einem Aluminium-Flachrahmen, aus legiertem und gehärtetem Aluminium unterschieden. Der oben beschriebene Rohrrahmen mit Kunststoffbezug ist der Klassiker, während der Flachrahmen aus Aluminium auf der Unterseite zusätzlich mit Steigeisen und Zacken bestückt werden kann und sich so mehr für alpine Einsätze eignet.

Kunststoff-Schneeschuhe - Für den härteren Einsatz

Die meisten Schneeschuhe sind mit einer Konstruktion aus Kunststoff gefertigt. Dieser ist kälteunempfindlich und bietet den Vorteil, dass überall auf der Unterseite der Schneeschuhe Steigeisen, Krallen oder Zacken angebracht werden können, um ein Rutschen auf eisigem Untergrund und steilen Passagen zu verhindern.

Ratgeber Schneeschuhe
Kunststoff-Rahmen bieten neben dem geringeren Gewicht vor allem besseren Seitenhalt und hohe Tragfähigkeit.

Kunststoff-Schneeschuhe bieten viele Vorteile, „weil diese auf kompaktem Schnee und vor allem beim Queren von Hängen wesentlich besseren Halt bieten“, weiß Werner Koch, Geschäftsführer der Koch Alpin GmbH und damit Experte in Sachen Schneeschuhen. „Die größere Auflagefläche klassischer Alurahmen hat nur bei Tiefschnee im weiten offenen Gelände einen deutlichen Vorteil. Kunststoff-Modelle mit gezacktem Profilrahmen sind leichter, bieten aber trotz ihres geringen Gewichts guten seitlichen Halt und auch eine hohe Tragfähigkeit“, fügt er hinzu.

Ratgeber Schneeschuhe: Die Bindung, das Herzstück

Die Bindung ist die Schnittstelle, zwischen dem Sportler und den Schneeschuhen - enorm wichtig und das Herzstück der Schneeschuhe. Sie befindet sich meist mittig auf dem Grundkörper der Schneeschuhe und ist in der Regel beweglich. Die freischwingende Achse macht die Drehbewegung über den Fußballen möglich.

Ratgeber Schneeschuhe
Hier gut zu sehen: Die Bindung, das Herzstück eines jeden Schneeschuhs, ist mittig und beweglich angebracht. 

So lässt sich beim Fortbewegen ein natürlicher Gang fortführen, indem die Bindung auf den Schneeschuhen nach oben klappt. Wird das Gelände dauerhaft steiler, lässt sich im hinteren Bereich unter der Bindung eine Steighilfe befestigen. Sie sorgt dafür, dass die Füße in der Bindung im steilen Gelände eine waagerechte Position einnehmen.

Ratgeber Schneeschuhe: Zwei Arten von Bindungen lassen sich unterscheiden:

Die klassische Riemen-Bindung

Für die leichte Bedienung der Bindung ist es wichtig, dass die Hebel und Verstell-Mechanismen angenehm groß gestaltet sind, um diese auch beim Tragen von Handschuhen schnell und einfach bedienen zu können. Zudem bietet die Bindung Stabilität beim Gehen und ist damit Grundvoraussetzung für sicheres und komfortables Vorankommen mit Schneeschuhen.

Ratgeber Schneeschuhe
Klassische Bindung mit Einstellriemen. Foto: Maria Knoll

„Qualitativ hochwertige Schneeschuhe verfügen über ein bequemes Bindungssystem. Sie sollten mit einem Bindungssystem ausgestattet sein, das die Durchblutung des Fußes nicht einschränkt. Sonst gibt es schnell kalte Zehen.“, erklärt Andi Ried, Salesmanager von Koch Alpin.

Die passgenaue, sehr flexible Boa-Bindung

Innerhalb der Bindungen wird zwischen normalen Ratschen-Bindungen, wie sie vom Snowboard bekannt sind, und Bindungen mit dem Boa-System unterschieden. Sogenannte Boa-Bindungen sind mit einem Drehrad versehen, das mit einem einzigen Handgriff die Bindung um den gesamten Fuß enger, oder lockerer stellen lässt. Das Boa-Bindungssystem macht das Ein- und Aussteigen noch komfortabler und sorgt in kürzester Zeit für perfekte Passform am gesamten Fuß.

Ratgeber Schneeschuhe
Die BOA-Dreheinstellung ist schnell, sehr präzise und damit auch für häufiges An- und Ausziehen ideal. Foto: Maria Knoll

Boa-Bindungen bieten vor allem dann Vorteile, wenn sich die Bedingungen unterwegs häufig verändern. Bei alpinen Einsätzen, wo sich steile und flache Passagen, eisige Hänge und Tiefschneefelder vermischen, kann es sehr wertvoll sein, die Bindung mit nur einem Handgriff einstellen zu können. Auch wenn die Schneeschuhe häufig aus- und wieder angezogen werden müssen, ist die Boa-Bindung eine echter Komfort-Garant.

Ratgeber Schneeschuhe: Einsatz Winterwandern oder Hochalpin?

1. Winterwandern - Spaziergang im tiefen Schnee

Wer gemütlich den Winter genießen möchte und auf flachen Spaziergängen und leichten Wanderungen im Gebirge voll auf seine Kosten kommt, für den eignen sich die „Classics“ am besten.

Ratgeber Schneeschuhe
Bei Wanderungen durch Wälder sowie bei einfacheren, flachen Touren sind die Alu-"Classics" die beste Wahl. Foto: Maria Knoll

Schneeschuhe mit einem Aluminiumrahmen, großer Auflagefläche und einer komfortablen und festen Bindung. „Der klassische Alurahmen mit Soft-Deck, ist perfekt für weites, teils hügeliges Gelände mit viel Schnee gedacht“, empfiehlt Andreas Ried. Bei den winterlichen Spaziergängen und Wanderungen liegt der Schwerpunkt der Belastung durch das Körpergewicht eher in der Mitte der Schneeschuhe. Zudem ist das Gelände meist flacher, wodurch Harscheisen und Steigeisen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Der Fokus liegt auf der großen Auflagefläche und einem komfortablen Fortbewegen auf langen Strecken im Schnee.

Wenn die Wahl auf großflächige Schneeschuhe mit Aluminiumrahmen fällt, kommt ein weiterer Vorteil zum Tragen. Durch die weiche Kunststoffbespannung zwischen den Alurohren entsteht beim Gehen eine angenehme Dämpfung. So kann die Wanderung durch die Winterwelt beliebig ausgedehnt werden und das Vorankommen macht richtig Spaß.
 

Das Angebot des Schneeschuhherstellers Tubbs ist recht breit gefächert und spricht die Kernzielgruppe der Schneeschuhgeher an. Der Schwerpunkt des Schneeschuh-Angebots liegt bei den Genuss-Wanderern. Geringes Gewicht und strapazierfähige Materialien vereinen sich bei den Schneeschuhen von Tubbs zu verlässlichen Begleitern beim Schneeschuhwandern und leichten Bergabenteuern.

2. Hochalpiner Einsatz und Expeditionen

Ambitionierte alpine Unternehmungen, Expeditionen und steile Gipfelanstiege. Hier werden die Schneeschuhe bis ans Limit getestet. Verlässliche Materialien und eine ausgefeilte Technik der Schuhe sind hier Grundlage, um sich voll und ganz auf den Sport konzentrieren zu können.

Ratgeber Schneeschuhe
Im hochalpinen Einsatz haben sich Kunststoff-Schneeschuhe mit gutem Seitengrip bewährt. Foto: Bernd Ritschel

Aggressive Krallen und Steigeisen sind bei alpinen Einsätzen unverzichtbar. Gerade wenn steile und vereiste Stellen warten, sind die Schneeschuhe mit rutschfestem Untergrund ein wichtiger Unterstützer auf dem Weg zum Gipfel. Hier kommen die Kunststoff-Schneeschuhe, oder Flachrahmenkonstruktionen aus Aluminium zum Einsatz. Robustes Material und geringes Gewicht spielen zusammen und bieten dir den perfekten Halt beim Auf- und Abstieg. Für Querungen ist es zudem wichtig, dass die Seitschienen der Schuhe zusätzlich mit Krallen und Steigeisen ausgestattet sind und bei geringer Auflagefläche im Gelände Halt finden.

Bei alpinen Touren in steilem Gelände verlagert sich der Schwerpunkt der Belastung auf den Schneeschuhen in den vorderen Bereich. Auch hier befinden sich bei den Modellen für ambitioniertere Einsätze Krallen und Zacken. Diese Modelle sind wie oben beschrieben meist kleiner, leichter und wendiger und bieten eine geringere Auflagefläche als die Wander-Schneeschuhe.

Ratgeber Schneeschuhe
Geringes Gewicht, Steighilfen und aggressive Krallen sind für den Einsatz im alpinen Bereich unabdingbar. Foto: Maria Knoll

Gerade wenn es steil bergauf geht, sind Steighilfen unabdingbar. Sie sorgen bei extremen Bergabenteuern dafür, dass du dauerhaft in einer angenehmen Fußposition bergauf laufen kannst. Meist ist die Steighilfe ein kleines klappbares Teil unter der Bindung, das mit einem Handgriff aufgestellt werden kann und den Fuß, wie eine Art Absatz unterstützt.
 

Der Schneeschuhhersteller Atlas spezialisiert sich mehr auf Highend-Schneeschuhe. Das Sortiment ist im Vergleich zu den Kollegen von Tubbs mehr auf Spezialeinsätze wie Hochalpin-Touren oder Expeditionen zugeschnitten. Im Vordergrund steht das geringe Gewicht der Schneeschuhe. Ein echter Vorteil, wenn lange und kräftezehrende Ausflüge auf der Tagesordnung stehen.


Perfekter Grip auf unterschiedlichsten Schneearten steht bei diesen Schneeschuh-Modellen im Vordergrund. Abgerundet werden die hochwertigen Schneeschuhe für anspruchsvolle Touren meist mit einer Boa-Bindung. Sie bietet höchsten Komfort und ein zeitsparendes Handling, auch mit Handschuhen.
 

Lauftechnik mit Schneeschuhen► Lies dazu unseren Ratgeber Lauftechnik mit Schneeschuhen.'>
► Lies dazu unseren Ratgeber Lauftechnik mit Schneeschuhen.

3. Spezialeinsätze von Schneeschuhen: Kinder, Winterrunner

Neben den klassischen Einsatzbereichen von Schneeschuhen, wie dem Winterwandern, oder alpinen Einsätzen gibt es zudem besondere Schneeschuh-Modelle für Kinder und Läufer.

Bei den Kindermodellen ist die Größe an das Gewicht der Kleinen angepasst und das Handling an der Bindung vereinfacht. So kann auch der Nachwuchs mit in den Schnee. Coole Grafiken und sogar blinkende LEDs auf den Schneeschuhen motivieren die Kleinen zusätzlich.

Winterrunning: Spezielle Schneeschuhe mit hervorragendem Abrollverhalten sind für den Einsatz beim Laufen entwickelt worden. Bei diesen Modellen kann beispielsweise die Federung durch die Flexibilität der Kunststoff-Bespannung eingestellt werden. Die Bindung ist abnehmbar und kann so direkt am gewünschten Schuhwerk angebracht werden.

Ratgeber Schneeschuhe
Spezialeinsätze wie Wintertrailruns oder für Kinder erfordern einige spezielle Lösungen. Foto: Sandro Zangrando

Die Form dieser Schuhe und das geringe Gewicht unterscheiden sich zudem von den normalen Modellen. So kann die Joggingrunde in den tiefen Schnee verlegt werden und der Trainingsreiz wird verändert.

Ratgeber Schneeschuhe: Zusätzliche Ausrüstung

Mit den Schneeschuhen unter den Füßen ist die Grundlage für spaßige Winter-Erlebnisse geschaffen. Zusätzlich gibt es jedoch eine ganze Bandbreite an hilfreichen Unterstützern, die das Bergerlebnis noch komfortabler machen. Hier die zwei wichtigsten Ausrüstungsgegenstände.

Kein Schneeschuh-Abenteuer ohne Stöcke

Um das Gleichgewicht zu halten und sich im tiefen Schnee auf den Beinen wohlzufühlen sind Stöcke unabdingbar. Ein großer Teller mit einer voluminösen Auflagefläche bietet sich an, wenn tiefe Schneefelder durchquert werden sollen. So kann der Stock nicht einsinken und bietet verlässlichen Halt.

Ratgeber Schneeschuhe
Keine Schneeschuhwanderung ohne Stöcke. Am wichtigsten ist ein großer Teller, damit der Stock nicht im tiefen Schnee einsinkt. Foto: Bernd Ritschel

Eine Höhenverstellung, sowie ein langgezogener Griff sind zudem empfehlenswert, dass bei Querungen die Länge und die Griff-Position schnell und einfach verändert werden können. Für den einfachen Transport sind Teleskopstöcke, oder faltbare Modelle die beste Wahl. Sie lassen sich einfach im Rucksack verstauen und sind bei Bedarf schnell griffbereit.

Keine Diskussion: Ohne robuste, isolierte Schuhe kein Winterspaß

Für einen sicheren Halt beim Schneeschuh-Wandern ist das richtige Schuhwerk essenziell. Ausreichend isolierte Schuhe mit wasserdichten Eigenschaften sorgen für warme und trockene Füße bei niedrigen Temperaturen. Der dauerhafte Kontakt mit Schnee sorgt für Kontakt mit Feuchtigkeit. Eine Gore-Tex-Membran hält Wasser aus dem Innern der Schuhe fern und sorgt durch atmungsaktive Eigenschaften für trockene Bedingungen im Innern der Schuhe.

Ratgeber Schneeschuhe
Die Anforderungen an deine Schuhe: Warm, wasserdicht und einen guter Halt.

Hochwertige Bergschuhe und Trekkingstiefel sind für den Einsatz beim Schneeschuh-Gehen am besten geeignet. Eine Sohle mit ausreichender Steifigkeit, sowie festes Obermaterial sind Grundlage, um sicher in den Schneeschuhen unterwegs zu sein.

Ratgeber Schneeschuhe: Die wichtigsten Auswahlkriterien auf einen Blick

  1. Dein Einsatzgebiet (Winterwandern oder Hochalpin)
     
  2. Die richtige Größe bzw. Länge resultierend aus deinem Gesamtgewicht
     
  3. Die passenden Materialien (Alu oder Kunststoff)
     
  4. Die richtige Bindung (klassisch oder BOA)
     
  5. Das richtige Zubehör
Ratgeber Schneeschuhe
Die Auswahl an Schneeschuhen ist groß. Doch wenn du deinen Einsatzzweck und deine persönlichen Voraussetzungen kennst, ergibt sich rasch der für dich geeignetste Schneeschuh. Foto: Maria Knoll

Für eine letztendliche Kaufentscheidung kann zusätzlich auch das Ausprobieren in der Natur helfen. Wir empfehlen die vielen Angebote an Schneeschuh-Verleihstellen auszuprobieren und hier zu entscheiden, welche Features der Schneeschuhe für den persönlichen Einsatzbereich wichtig sind. 

Was kosten Schneeschuhe von Atlas oder Tubbs?

  • Die "Classic"-Modelle für den Hochalpin- und Expeditionseinsatz von Atlas mit Alurahmen schlagen - je nach Ausstattung und Bindungsvariante - mit rund 150 bis knapp 275 Euro zu Buche.
  • Für Tubbs-Schneeschuhe zum vornehmlich Winterwandern musst du - ebenfalls abhängig von der Ausstattung und den Bindungsvarianten - auch rund 150 bis knapp 275 Euro anlegen. 

Wo kann ich diese Schneeschuhe kaufen?

Hier einige ausgewählte Händler, bei denen die Atlas- und Tubbs-Schneeschuhe online oder im Laden bekommst:

Ratgeber Schneeschuhe
Spaß macht's, wenn du die richtigen Schneeschuhe für dich und deine Tour gefunden hast. Foto: Maria Knoll

 

 

 

 

 

Sponsored Post: Dieser Blog-Post wurde mit freundlicher Unterstützung von koch alpin erstellt. Siehe auch unser Blog-Verhaltens-Kodex.

 

 

Ratgeber Schneeschuhe - Für Anfänger und Fortgeschrittene

admin Von admin
07 Jul 2026
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Schneeschuhe ermöglichen dir Winterwanderungen fernab der großen, touristischen Hotspots. Egal, ob eine gemütliche Schneeschuhwanderung durch den Wald oder eine alpine Tour durch unberührten Tiefschnee: Schneeschuhe sind voll im Trend und eine tolle Möglichkeit, um sich frei und im eigenen Tempo in der winterlichen Natur zu bewegen.

► Welche verschiedenen Modelle es gibt und worauf du achten solltest, wenn du dir neue Schneeschuhe kaufen möchtest? Das erklären wir dir in diesem Ratgeber. 

Podcast mit Roman Rohrmoser► "Man muss halt 's Hirn einschalten," weiß Freerider Roman Rohrmoser. Hör' unseren Podcast dazu.">
► "Man muss halt 's Hirn einschalten," weiß Freerider Roman Rohrmoser. Hör' unseren Podcast dazu.

Die Top-5-Features – das Wichtigste über Schneeschuhe in Kürze

1. Grip: 

Je mehr Zacken ein Schneeschuh auf der Unterseite aufweist, desto besser ist der Grip auch in harschem Terrain. Lange, spitze Zacken greifen selbst auf vereisten Stellen, während sich abgerundete Zähne für lockeren Schnee in flachem Gelände eignen.

2. Bindung: 

Schneeschuhbindungen sollten so konstruiert sein, dass du auch mit dicken Winter- oder sogar Snowboardschuhen darin Platz findest. Es dürfen keine Druckstellen in den Schuhen entstehen. Gleichzeitig muss der Druck so verteilt sein, dass die Schneeschuhe auch im Tiefschnee oder beim Traversieren an den Füßen bleiben! Die Bindung sollte sich darüber hinaus schnell und intuitiv anlegen lassen – im Optimalfall auch mit Handschuhen.

3. Material: 

Der Schneeschuhrahmen ist meist aus Alu, Stahl oder Kunststoff gefertigt. Stahl ist zwar widerstandsfähiger, dafür ist Aluminium leichter. Entscheidend jedoch für den Einsatz sind weniger das Material, sondern vielmehr die Verarbeitung und die Tauglichkeit der Steigeisen bzw. Zähne am Rahmen.

4. Körpergewicht entscheidet über Schneeschuhgröße: 

Schneeschuhe werden nicht wie normale Schuhe nach Schuhgröße gemessen, sondern nach dem Gesamtgewicht des Benutzers. Je schwerer der Wanderer, desto mehr Auflagefläche ist natürlich nötig, um ihn über den Schnee zu transportieren.

5. Länge vs. Breite: 

Schneeschuhe für Männer sind in der Regel länger und breiter als die entsprechenden für Frauen – was auch mit dem geschlechterspezifischen Gewichtsunterschieden zu tun hat. Wer als Mann dennoch auf die etwas schmalere Variante zurückgreifen möchte, kann natürlich auch die Damenvarianten nutzen.

Der kompetente OUTSIDEstories-Ratgeber: Schneeschuhe für Winterwanderungen und alpine Touren
Mit Schneeschuhen kannst du unberührte Winterlandschaften auf großem Fuß erkunden. Foto: MSR/Scott Rinckenberger.

Aus welchem Material werden Schneeschuhe hergestellt?

Der auffälligste Unterschied bei den verschiedenen Schneeschuhmodellen ist sicherlich das verwendete Material. Dabei gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Metall oder Kunststoff. Beides hat Vor- und Nachteile, beides hat seine Daseinsberechtigung.

  • Die Schneeschuhe mit einem Metallrahmen besitzen einen sehr leichten, aber dennoch stabilen, vollumlaufenden Rahmen aus einem Metallrohr, der mit einem leichten und reißfesten Material bespannt ist – zum Beispiel Hypalon. Der größte Vorteil dieses Typs ist – neben seinem geringen Gewicht – seine große Fläche, weshalb er besonders bei weichem und tiefem Pulverschnee in relativ flachem Gelände seine Stärke voll ausspielt.

    Je alpiner es wird, desto größer werden jedoch die Probleme der Rohrrahmen-Schneeschuhe, da sie in steilerem Gelände auf zusammengepresstem, harschigem Schnee oftmals nur wenig Halt bieten. Harsch- bzw. Steigeisen finden sich meist direkt unter den Zehen, um bei jedem Schritt die Reibung und damit die Traktion zu maximieren.  
     
  • Als Alternative kommt der Kunststoffdeck-Schneeschuh ins Spiel. Gefertigt aus robustem und kälteresistentem Kunststoff, verfügt dieser Typ im Idealfall über am Kunststoffrahmen angebrachte Harsch- bzw. Steigeisen. Diese bieten auch bei festem Schnee und Eis noch guten Grip und sind so für alpines Schneeschuhwandern prädestiniert. Weniger hilfreich sind Harsch- bzw. Steigeisen aufgrund ihrer geringen Auflagefläche bei weichem und tiefem Powder.
     
  • Einen Sonderfall stellen Flachrahmenkonstruktionen (kein Rohr!) aus Aluminium dar. Durch die flache Struktur des Rahmens können hier problemlos Zacken und Harscheisenleisten verarbeitet werden, sodass dieser Typ trotz Rahmenkonstruktion über eine ausgezeichnete Griffigkeit verfügt. Je nach Größe der Auflagefläche kommst du damit auch im tiefen Schnee bestens vor
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Beispiel für eine Flachrahmenkonstruktion mit vielen Zacken für guten Grip: Der Lightning Trail von MSR .

Welches Modell du dir letztendlich zulegst, hängt – wie oben bereits angedeutet – in erster Linie davon ab, welche Art von Schneeschuhwanderung du vor hast: eher eine gemütliche und ebenerdige Winterwanderung mit dem bespannten Alu-Rohr-Schneeschuh oder eher eine alpine Tour mit dem Kunststoffschneeschuh oder der Flachrahmenkonstruktion.

Worauf musst du beim Kauf von Schneeschuhen noch achten?

Die perfekte Größe hängt weder von deiner Schuhgröße, noch von deiner Körpergröße ab. Der alles entscheidende Faktor ist dein Körpergewicht, das der Schneeschuh letztlich zu tragen hat. Hier gilt: Je schwerer, desto größer!

Dabei solltest du nicht vergessen, dass du neben dem eigenen Körpergewicht unter Umständen, zum Beispiel auf mehrtägigen Touren, auch noch weitere Lasten zu transportieren hast – vor allem deinen Rucksack. 

Etwas flexibler sind Modelle, wie der Evo Trail von MSR, der sich mit einer Verlängerung (Tail) modifizieren lässt, welche die Grundfläche und damit die Tragfähigkeit erhöhen und den Einsatzbereich erweitern.

Laufeigenschaften des Schneeschuhs und Komfort

Das Laufen mit dem Schneeschuh sollte so natürlich wie möglich funktionieren – im Idealfall merkst du nicht einmal, dass du sie überhaupt trägst. Dieses Ideal ist leider nur schwer zu erreichen, denn durch die notwendige, breite Auflagefläche (proportional zum Gewicht) wird auch der Gang automatisch breiter. Die meisten Hersteller bemühen sich deshalb um eher schmal geschnittene Modelle, viele haben auch kleinere und schmalere Damenversionen im Sortiment, die auch für Kinder und Jugendliche in Frage kommen.

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► Klick' hier, um dir die richtige Lauftechnik erklären zu lassen.



Je nachdem, wie steil die geplanten Touren sind, solltest du unbedingt darauf achten, dass deine neuen Schneeschuhe über Steighilfen verfügen. Das sind hochklappbare Metallbügel unter der Ferse, die bei Steigungen hinzugenommen werden und für einen ebenen Stand am Hang sorgen (s. Bild unten). Sie verringern die Mühen des Anstiegs enorm und bescheren dir ein deutlich komfortableres Gehgefühl. Steighilfen erhöhen die Effizienz in steilem Gelände enorm.

Welche Bindung am Schneeschuh ergibt Sinn?

Für diese Wintersportschuhe gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Bindungssysteme in enstrpechender Qualität. Der alles entscheidende Faktor ist der feste Sitz des Schuhs im Schneeschuh.

Klassische Bindungssysteme arbeiten häufig mit einem oder mehreren Riemen, moderne Schneeschuhe wie der Evo Trail von MSR verfügen inzwischen auch über Mesh-Netze, welche den Druck noch besser verteilen und gerade bei langen Strecken für Komfort sorgen und nervige Druckstellen verhindern. Wichtig ist neben einem guten Halt auch etwas Flexibilität für den Fuß, die zum Beispiel beim Traversieren, für ein deutlich angenehmeres Fortkommen sorgt.

Auch das Handling sollte nicht außer Acht gelassen werden. Auch hier kann die Paraglide Bindung der Trail-Modelle von MSR punkten. Die Rollschnallen lassen sich schnell und intuitiv bedienen und sogar mit Handschuhen easy anlegen und wieder lösen. Andere wie der Tubbs Flex RDG sind mit einem Drehverschluss, einem sog. Boa-System, ausgestattet.

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Schneeschuhbindungen sind in den letzten Jahren deutlich komfortabler geworden und verfügen zum Teil auch ein Boa-Drehverschluss. Hier ein Tubbs Flex RDG mit Boa-Bindung. Foto: Maria Knoll.

Grip und Griffigkeit

Besonders bei Schneeschuhwanderungen in alpinem, steileren Terrain sollten deine Schneeschuhe ausreichende Traktion bieten. Neben den vielzackigen Harscheisenleisten am Rahmen der meisten alpin ausgerichteten Modelle sorgen dafür Steigeisenzacken.

Diese sind in der Regel im Zehenbereich unter der Bindungsplatte zu finden und graben sich bei jedem Schritt in das Eis und harten Schnee. Hier kommt es auf Härte und Flexibilität zugleich an, um am Berg optimalen Halt zu erzeugen.

Was dürfen Schneeschuhe kosten?

Einstiegspreis sind rund 50 Euro, die teuersten kratzen an der 350-Euro-Marke. Wichtig ist dabei, dass nicht der Preis entscheidet, sondern dein Einsatzzweck. Für eine einfache Schneeschuhwanderung im Wald benötigst du keine Hightech-Schneeschuhe wie für eine hochalpine Tour. Mithilfe der von OUTSIDEstories-Usern getesteten Schneeschuhe kannst du dir einen guten Überblick über das Preis-Leistungs-Verhältnis schaffen.

Wo kannst du Schneeschuhekaufen?

Der klassische Sportfachhandel bietet diese im Winter im stationären Handel an. Meist ist jedoch die Auswahl begrenzt. Im Onlinehandel findest du alle Marken, Größen und Typen. 

Gute Erfahrungen haben wir mit folgenden Onlinehändlern gemacht:

► Bergfreunde

► Bergzeit

► Decathlon

► Snowline (hier bekommst du 10 % Rabatt mit dem Code „OUTSIDEstories“)

 

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Ratgeber: Lauftechnik mit Schneeschuhen

admin Von admin
18 Jun 2026
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Lauftechnik mit Schneeschuhen. Schneeschuhe sind eine wanderbare Alternative zum Tourenski gehen. Im Yeti-Style durch tief verschneite Gegenden laufen, hat schon beinahe etwas Mystisches. Ganz neu ist die Idee, mit „Tennisschlägern“ am Fuß durch die Wälder zu stapfen, nicht.

Schon rund 50 Jahre vor Christi hat man im Kaukasus flache Lederflächen eingesetzt, um nicht im Schnee zu versinken. Heutige Schneeschuhe sind deutlich nutzungsfreundlicher und sicherer. Wie du mit ihnen am besten (um-)gehst, sagt dir dieser kleine Lauftrainer.

Lauftechnik mit Schneeschuhen
Querungen können bei eisigem und steilen Gelände recht knifflig sein. 

Lauftechnik mit Schneeschuhen: 1. Flaches Gelände. So läuft es sich in flachem bis leicht hügeligem Terrain mit Schneeschuhen

  • Viel Schnee und flaches Gelände sind die Top-Voraussetzungen fürs Schneeschuhlaufen. Eine bestimmte Technik wird nicht benötigt. Du läufst einfach wie beim Wandern.
  • Beim Gehen solltest du die Schrittbreite ungefähr hüftbreit halten
  • Die Einzelschritte setzt du am besten gerade – nicht verwinkelt – gleichmäßig und nicht zu groß
  • Den Schneeschuh setzt du mit der Ferse zuerst auf und rollst dann nach vorn ab
  • Achte darauf, dass dein Körperschwerpunkt mittig über dem Schneeschuh bleibt
  • Wander- oder Trekkingstöcke machen Sinn. Sie helfen die Balance zu halten und zu stabilisieren, ggf. geben sie dir an schwierigen Passagen auch Halt und Vortrieb.
  • Der Stockeinsatz funktioniert spiegelbildlich zu Arm und Bein. Heißt: Du setzt den Stock links vorn ein, während das rechte Bein hinten ist. Beim nächsten Schritt entsprechend umgekehrt.
  • Achte bei den Stöcken darauf, dass die sogenannten Winterteller montiert sind. Mit ihnen stichst du nicht in den tiefen Schnee ein
  • Bei Querungen und Abstiegen solltest du hüftbreit gehen und darauf achten, dass du dir nicht selbst auf die Schneeschuhe trittst

Übrigens: Deine sportliche Ehre bleibt voll erhalten, wenn’s zu steil oder eisig wird und du die Schneeschuhe einfach abschnallst.
 

Lauftechnik mit Schneeschuhen: 2. Richtig Schneeschuhlaufen bei steilem Terrain

Wird es richtig steil und vor allem eisig, geht es gleich richtig zur Sache. Je steiler der Aufstieg oder Abstieg, desto sicherer sollte deine Lauftechnik sein. 

  • Kleine Grundregel: Leg nicht gleich von Null auf Hundert los. Steigere dein Niveau an den Aufstiegen langsam.
  • Steig in der Falllinie auf und ab
  • Hoch geht’s leichter, da die Schneeschuhe vorn Steigeisen  haben
  • Vorsicht aber beim Abstieg – hier kannst du wesentlich leichter abrutschen
  • Querungen sind die unangenehmsten Passagen. Nicht alle Schneeschuhe bieten genug Halt und das hüftbreite Gehen ist anstrengend. Einige Schneeschuhe verfügen daher über Eisenzähne an den Rändern.
  • Sei ein guter Pfadfinder: Eine vorausschauende Spurwahl hilft, knifflige Passagen zu vermeiden. Lange Querungen solltest du vermeiden.
Lauftechnik mit Schneeschuhen
Wird´s alpin sollte deine Lauftechnik sicher sein. Zudem musst du die Lawinensituation stets im Auge behalten.

 

Achtung: Auch wenn es „nur“ eine Schneeschuh-Tour ist: In alpinem Gelände ist eine Lawinenausrüstung unverzichtbar. D.h. konkret: Ein LVS-Gerät, Schaufel und Sonde. Mehr Infos dazu findest du in unserem Ratgeber Lawinenausrüstung/LVS-Geräte.

 

 

 

5 mal Winterspaß in Oberaudorf - Bayern

admin Von admin
17 Jun 2026
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Oberaudorf kennt der eine oder andere eventuell von der Fahrt in den Süden. Der Ort liegt kurz vor dem österreichischen Kiefersfelden an der A93 im Inntal. Was weniger bekannt ist: Oberaudorf hat einiges in Sachen Wintersport abseits der großen Touristenspuren in petto.

► Oberaudorf bietet ein Tag- und Nacht-Skigebiet, eine zackige Rodelbahn, Langlaufloipen, Schneeschuhwanderwege und für die Harten sogar Winter-Canyoning. 

1. Pistenspaß in Oberaudorf: Skigebiet Hocheck

Gut, es ist wahrlich nicht riesig, das Skigebiet Hocheck. Aber für einen Tag, mit Kids oder nach der Arbeit im Flutlicht, ist der "Erlebnisberg Oberaudorfer-Hocheck" eine klasse Alternative. Es ist überschaubar, relativ günstig und vor allem sind alle wesentlichen Pisten beschneit. 

OUTSIDEstories Unterwegs Tipp Hocheck Oberaudorf
Immer im Blick: Das Inntal und Oberaudorf vom Hocheck aus. Foto: Hocheck Bahn, Thomas Kujat.

"Rückgrat" des Hochecks ist ein 4er-Sessellift, der dich schnell auf den 860 Meter hohen Berg bringt. Auf immerhin zehn Kilometern Pisten in allen Schwierigkeitsgraden kannst du dich austoben (4 km leicht, 3 km mittel, 1 km schwer und sogar 2 km Freeride bzw. Routen).

OUTSIDEstories Unterwegs Tipp Flutlicht Hocheck
Gilt als bestes Flutlicht-Skigebiet in der Alpenregion: Das Hocheck. Foto: Tourist-Information Oberaudorf.

Ein besonderes Erlebnis ist das Flutlichtskifahren und –snowboarden immer dienstags, donnerstags, freitags und samstags von 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr auf der Hauptpiste. Das Hocheck wurde dafür sogar mehrfach als „bestes Nachtskigebiet“ in der Alpenregion ausgezeichnet. 

Kurzprofil:

  • Pistenlänge: 10 km
  • davon: 3 Schlepplifte, ein 4er-Sessellift
  • Bergstation Höhe: 860 Meter ü.N.N.
  • Tagbetrieb: 9:00 bis 16:30 Uhr
  • Flutlicht: 18:30 bis 21:30 (Dienstag, Donnerstag und Samstag)
  • Mehr Info: Hocheck
  • Skiverleih an der Talstation

2. Schlittenspaß in Oberaudorf: Rodelbahnen

Jetzt wird es kufig. Das Oberaudorfer-Hocheck hat mit seiner fast drei Kilometer langen Rodelbahn ein echtes Trumpf im Ärmel.

OUTSIDEstories Unterwegs Tipp Rodeln Hocheck 1 (c) Hocheck - Thomas Kujat
Gleich geht´s bergab: Die Rodelbahn am Hocheck ist satte drei Kilometer lang. Foto: Thomas Kujat.

Die konzipierte Bahn ist die einzige TÜV-geprüfte Winterrodelbahn Deutschlands. Durch ihr stetiges Gefälle und die vielen Kurven fordert die mittelschwere Rodelbahn vollen Einsatz.

Bequem: Der 4er-Sessellift der Hocheckbahn erspart schweißtreibende Aufstiege. Hartgesottene können auch zu Fuß hochlaufen. Der Weg verläuft über das Schützenheim auf der Bergstraße in Richtung Hocheck. Gehzeit: rund eine Stunde. 

Die ultimativen und selbst erprobten OUTSIDEstories Rodel-Ausrüstungs-Tipps: 

Ein echtes Highlight: Nachtrodeln: Jeden Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag geht den Oberaudorfern ein Flutlicht auf. Bis 21:30 Uhr kannst du mit deinem Schlitten die Bahn runterballern. Mal sehen, wie viele Fahrten du schaffst, bevor du dir einen Absacker-Glühwein zum Ausklang gönnst. 

OUTSIDEstories Unterwegs Tipp Rodeln Hocheck (c) Tourist-Information Oberaudorf
Fast wie Rodel-Profi Hackl Schorsch. Doch du solltest die Bahn nicht unterschätzen und dich entsprechend ausrüsten. Ein Helm ist obligatorisch, vor allem für Kinder. Foto: Tourist-Information Oberaudorf.

Kurzprofil:

  • Streckenlänge: 3 km
  • Schwierigkeit: mittel
  • Dauer Abfahrt: 45 Minuten
  • Aufstieg zu Fuß: ca. 1 Stunde
  • Bergstation Höhe: 860 Meter ü.N.N.
  • 4er-Sesselbahn
  • Tagbetrieb: 9:00 bis 16:30 Uhr
  • Nachtbetrieb Sesselbahn im Flutlicht: 18:30 bis 21:30 (Dienstag, Donnerstag und Samstag)
  • Die Rodelstrecke ist bis ca. 23:00 Uhr beleuchtet
  • Rodelverleih an der Talstation
  • Mehr Info: Hocheck

3. Loipenspaß in Oberaudorf: Langlaufen

Es muss nicht immer rasant talabwärts gehen. Beim Langlaufen kommst du ebenso auf deine Kosten. Und wenn du es etwas härter brauchst, dann skatest du einfach. Ausdauer ist jedoch bei beiden Varianten gefragt.

OUTSIDEstories Loipen Langlauf Obeaudorf
Die Langlauflopien führen dich in einsame Landschaften. Foto: Tourist-Information Oberaudorf.

Ab Oberraudorf starten mehrere abwechslungsreiche Strecken mit leichten, wie fordernden Anstiegen und lange Geraden. Besonders zu empfehlen ist die Loipe Mühlau. Die fast sieben Kilometer lange Strecke führt durch die verschneite Landschaft und bietet gerade in den Morgenstunden schöne Eindrücke.

Übersicht Loipen:

  • Dorfloipe Oberaudorf - ca. 1,9 Kilometer
  • Dorfloipe Niederaudorf - ca. 3,5 Kilometer
  • Verbindungsloipe Ober- und Niederaudorf - ca. 1,3 Kilometer
  • Thalloipe Oberaudorf - ca. 2,9 Kilometer
  • Sportplatzloipe - ca. 2,1 Kilometer
  • Langlaufloipe Skizentrum Sudelfeld-Grafenherberg (Skating) - ca. 1,8 Kilometer
  • Loipe Mühlau Oberaudorf - ca. 6,7 Kilometer
  • Benutzung: kostenfrei

► Der OUTSIDEstories-Tipp: Hol' dir unseren kompletten Langlauf-Ratgeber mit 55 Seiten geballter Ausrüstungsinfos.
► Hier geht es zum Gratis-Download

4. Winter-Wanderspaß in Oberaudorf: Schneeschuhe

Auf abgelegenen Pfaden mitten in der Natur und umgeben von der atemberaubenden Bergwelt: Schneeschuhwandern ist die Wintervariante des Wanderns. Das tolle: du kommst schnell weg von den klassischen Spazierwegen und tauchst richtig ein in die Landschaft. Ein Natur-Flash ist dir auf jeden Fall sicher.

OUTSIDEstories Unterwegs Tipp Schneeschuhwandern 1 (c) Hocheck - Thomas Kujat
Mit Schneeschuhen kommst du in die entlegensten Ecken der Region. Foto: Hocheck - Thomas Kujat.

Zehn Schneeschuh-Touren bieten sich in und um Oberaudorf an. Es fängt bei einer einfachen Ein-Stunden-Tour zur Mariandlalm an und endet bei der großen Geigelsteintour für die rund sechs Stunden veranschlagt werden. 

Wer sich mit Schneeschuhen noch unsicher fühlt, bucht am besten eine geführte Wanderung mit einem Guide. Infos dazu hat das Tourismusbüro in Oberaudorf. 

OUTSIDEstories-Tipp: Besonders romantisch sind auch die Schneeschuhwanderungen abends mit Stirnlampe. Alles zur richtigen Outdoorbeleuchtung findest du in unserem Ratgeber Stirnlampen. 


Kurzprofile Schneeschuhwanderungen:

  1. Mariandlalm, 4,3 km, 1 Stunde, leicht
  2. Tannersteigerl zum Mittleren Sudelfeld, 2.5 km, 1,5 Stunden, leicht
  3. Laubenstein, 1350 m, 12,5, 5:30 Stunden, leicht
  4. Rehleitenkopf, 1337 m, 15,5 km, 5:45 Stunden, leicht
  5. Geigelstein, 1813 m, 17 km, 6 Stunden, leicht
  6. Wandberghütte-Windbichlalm-Gränzing, 8,5 km, 2 Stunden, mittel
  7. Brennkopf, 1353 m, 1,3 km, 3:45 Stunden, mittel
  8. Von Osterhofen zum Wendelstein und nach Bayrischzell, 11,7 km, 4:10 Stunden, mittel
  9. Schneeschuhtour Walchsee Heuberg, 10,4 km, 6 Stunden, mittel
  10. Zum Wendelstein und Kesselwand, 11,8 km, 4:30 Stunden, schwer 

 

Auf was musst du bei Schneeschuhen besonders achten?
►Siehe dazu den ausführlichen OUTSIDEstories Ausrüstungsratgeber Schneeschuhe
oder 
Schneeschuhe online beim Bergsportspezialisten kaufen.

5. Action-Spaß: Winter-Canyoning

Professionell Bibbern. Wenn dich die Kälte nicht abgeschreckt ist das Winter-Canyoning ein frisches Highlight. Über Seilrutschen wanderst du erst durch die Winterlandschaft dem Bachverlauf entlang, stapfst über Felsblöcke mit Eis und Schnee und seilst dich über 70 Meter in die Tiefe der Schlucht ab.

OUTSIDEstories Unterwegs Tipp Winter Canyoning 2 (c) Tourist-Information Oberaudorf
Heißer OUTSIDEstories Unterwegs-Tipp: Winter Canyoning. Foto: Tourist-Information Oberaudorf.

Klar, das ist nichts für Coachpotatoes, aber doch gut machbar. Dicke Neopren-Anzüge und entsprechende Ausrüstung bekommst du beim Veranstalter. Infos dazu kannst du beim Tourismusbüro Oberaudorf erfragen.

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Haftungsausschluss: Diese Tour(en) wurde(n) nach bestem Wissen aufbereitet. Eine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben wird dennoch nicht gegeben. Das Befahren und Begehen erfolgt stets auf eigene Gefahr. Lies hier den vollständigen Haftungsausschluss.