gut sitzender Visier-Skihelm
VORTEILE
- Größenverstellung
- Integriertes Visier
- Abdeckung fürs Visier inklusive
- Belüftung auf der Helmoberseite
NACHTEILE
- Visier ist sehr groß/ für manche vielleicht zu tief im Gesicht
BEWERTUNG

Ich durfte von WEDZE den Skihelm mit Visier PST 950 Mips testen.
Ich fahre seit 5 Jahren Abfahrtski und habe von anfangs natürlich nur mit Mütze und Skibrille und irgendwann (ich war nicht bei den ersten mit Helm dabei, sondern eher später) dann mit Helm. Inzwischen ist das hier dann mein 3. Skihelm und somit kann ich einigermaßen Vergleichen. Dieser hier ist in petrolblau oder in leinenbeige erhältlich. Ich habe den petrolblauen für den Test bekommen.
Beim Kauf gibt man die Kopfgröße an, damit man die richtige Helmgröße (S, M, L) bekommt. Ich habe den Helm in der richtigen Größe erhalten. Bei langen und vielen Haaren, wie ich sie habe ist das immer so eine Sache mit der Weite. Denn je nach Frisur (französischer Zopf, Pferdeschwanz, offene Haare) braucht es mehr oder weniger Platz. Auf einem Zopf einen zu engen Helm zu tragen führt in kürzester Zeit zu Kopfschmerzen. Auch könnte bei klirrender Kälte auch noch ein Funktionstuch unter dem Helm getragen werden. Die Weite wird wie bei den meisten Rad- und Skihelmen am Hinterkopf im Genick mit einem Rädchen reguliert. Das ist ohne weiteres auch Handschuhen möglich.
Auf dem Oberkopf befinden sich 6 Lüftungslöcher, die mit einem Regler stufenlos geöffnet werden können. Grundsätzlich bin ich ein Fan davon, die Belüftungslöcher offen zu tragen, weil es doch immer wieder warm hergeht und vor allem in der Schlange vor dem Lift oder in der Gondel sonst Hitzestau entstehen kann. Für die stürmischen oder richtig kalte Tage ist es aber auch wichtig, dass sie verschließbar sind.
Viele Helme werden mit einem Sack mit Kordelzug geliefert. Hier wurde statt dem Transportsack nur ein Visierschutz mitgeliefert. Ich fände beides zusammen perfekt.
Ein Skihelm mit Visier hat mehrere Vorteile. Der erste ist sicherlich, dass man die Brille weder verlieren kann noch sie einem (wenn man sie mal hoch auf den Helm setzt) hinten runter rutsch (selbst wenn sie fixiert ist). Ich habe mir bereits mehrfach unbemerkt die Brille beim in den Sessellift steigen vom Helm gewischt. Wenn die Druckknöpfe zur Fixierung nicht mehr so fest sitzen, verliert man die Brille ganz gern. Sehr ärgerlich. Nette Menschen haben sie mir immer mitgebracht und an der Bergstation übergeben.
Auch das Auf- und Ab"setzen" der Brille ist mit diesem Visier super einfach. Leichtes vom Helm wegrücken und Visier rauf oder runter schieben - fertig.
Das Visier ist in lila-türkis-blau-Regenbogenfarben und passt damit farblich hervorragend zum petrol-matt-farbenen Helm. Durch das schillernde Visier ist die Kombinationsmöglichkeit mit farbigen Skijacken oder Hosen vielfältig. Am unteren Rand des Visiers ist ein wirklich dicker (1,5 cm) Schaumstoffabschluss.

Der Kinnriemen ist gepolstert, natürlich längenverstellbar, und mit einem Steckverschluss zu schließen.
Tragetest:
Der Helm konnte in der Weite absolut zufriedenstellend eingestellt werden. Der Kinnriemen war nicht zu spüren, kratzte nicht und der Helm saß einfach gut.
Das Visier ließ sich intuitiv und leicht verstellen und die Rundumsicht war durch das große Visier in keiner Weise eingeschränkt.
Durch den dicken Schaumstoffrand konnte ich keine Zugluft wahrnehmen, obwohl das Visier das Gesicht nicht berührt. Ich habe sicherlich keine allzu große/ lange Nase. Aber was mir sofort auffiel ist, dass meine Nase unter dem Visier überhaupt nicht rausschaut. Wenn ich den Helm etwas zu weit vorne platziere verschwindet sie sogar komplett hinter dem Visier. Wenn ich den Helm so weit wie bequem möglich nach hinten setze, ist es auch nur die Nasenspitze.
Das finde ich nicht angenehm und weiß auch nicht, ob es so sein sollte. Ich habe jetzt nicht festgestellt, dass das Visier beschlagen würde. Allerdings weiß ich nicht, wie es ist, wenn noch ein Funktionstuch getragen wird bei Kälte und die Luft ausschließlich über die Nase ausgeatmet wird.
