Home away from home
VORTEILE
- leicht durch fehlendes Gestänge
- kleines Packmaß
- verhältnismäßig günstig
- zuverlässig bei Wind und Wetter
- großer Innenraum
NACHTEILE
- korrekter Aufbau braucht etwas Übung
- mehr Kondensation im Innenraum als bei einem doppelwandigen Zelt
BEWERTUNG
Das Lunar Solo - mein Zuhause für 5 Monate. Während meiner Wanderung auf dem Pacific Crest Trail stand mir das Tarptent zuverlässig bei Wind und Wetter zur Seite. Ob in der Wüste Kaliforniens, Gewittern in Oregon oder den Dauerregen in Washington - in 99% der Nächte konnte ich beruhigt schlafen. Der Innenraum ist für ein 1-Mann-Zelt wirklich erstaunlich geräumig, so dass ich locker meinen Rucksack verstauen konnte, wenn es mal nass wurde. Eine handvoll Male hatten wir besonders starke Winde - wenn es dabei noch zusätzlich regnete, konnte es schon mal vorkommen, dass der Regen durch das hochschließende Vorzelt etwas gegen das Moskitonetz schlug. Mit Kondensation hatte ich erst ab stundenlanger Regenstürme in Washington Probleme. Da zu dem Zeitpunkt aber ohnehin alles nass war, hat es mich wenig gestört. Wichtiger: Bei trockenem Wetter, leichtem Schauer und Schnee blieb die Kondensation aus. In trockenen Nächten habe ich häufig eine Seite des Vorzeltes offen gelassen.

Freistehende Zelte sind in der Tat etwas kniffliger aufzubauen als ein Zelt mit Gestänge. Zugegeben, bis ich den Dreh wirklich raus hatte, hat es etwas gedauert. Nach mehr als 150 Nächten in Folge in dem Lunar Solo teile ich hier meine Guide zum perfect pitch:
- Zelt auf einem ebenen Grund auslegen.
- Alle Abspanner auf die selbe Länge bringen. Das heißt bei mir möglichst lang, ca. eine Daumenbreite gespannt.
- Nun zunächst die vier Ecken locker abspannen. Dann einen Trekkingstock auf 125cm Länge einstellen und mittig in an der Zeltöffnung abspannen. Die Schnur sollte - je nach Möglichkeit - ungefähr vom Zelt 1.5m abgespannt werden.
- Danach den fehlenden hinteren Punkt locker abspannen.
- Erst dann von Ecke zu Ecke gehen und nachspannen. Ich beginne immer bei den vorderen beiden Ecken, dann die hinteren und anschließend die hintere mittige Schlaufe. Voila!
Mein Fazit:
Ein solides ultraleicht Zelt mit viel Innenraum, welches für den Preis wirklich unschlagbar ist.