Sehr griffiger Trailrunningschuh
VORTEILE
- Hoher Komfort
- leicht
- griffig auf fast allen Untergründen
- peppige Farben
NACHTEILE
- zu schwammig
- man steht zu wenig im Schuh
- zu wenig Halt
BEWERTUNG
Der Name ließt sich wie von einer anderen Welt: DTS 4 M RB9X und der Werbeslogan verspricht, dass er vom ersten Anprobieren an dein bester Freund wird. Mal sehen ob der Testschuh von Outside auch hält was er verspricht.
Der Schuh wurde vor allem beim Gassigehen, Laufen und Spazieren gestestet. Darunter waren sowohl Asphaltflächen sowie lockerer Waldboden als auch auch Waldwege darunter. Bis zum Test habe ich mit meinen Joggingshuhen bereits 150km abgespult. Da kam mir eine neue Version als Trainingsschuh gerade richtig.
Ich bin daneben auch täglich ca. 6km mit meinem Hund unterwegs und laufe auf immer wechselnden Geländearten.

Erster Eindruck und Unboxing:
Beim ersten Anprobieren fiel mir gleich die kleine Größe auf. Der Leisten ist im Vorfußbereich relativ schmal gehalten. Vergleichbar wäre das wie andere Modelle von z.B. Adidas. Hier brauche ich mindestens eine bis anderthalb Größen größer. So war es auch beim DTS. Beim Umtauschmodell fühlte ich mich gleich sicherer die richtige Größe gewählt zu haben. Mein Fuß fühlte sich wie auf Wolken. Mir fiel gleich auf, dass er beim ersten Anprobieren sehr “fluffig“ weich ist. Im Werbeslogan von Icebug habe ich nach kleiner Recherche herausgefunden, dass das extrem gute Gefühl meines Fußes vom nachempfundenen Leisten stammt. Außerdem ist zu erwähnen, dass der Schaft und die Zunge “extrem“ gepolstert sind. Es fällt wirklich auf dass der Vergleich mit den Wolken nicht weit hergeholt ist.

Verarbeitung:
Icebug hat den Schuh stabil und wertig hergestellt. Die Sohle macht einen extrem griffigen Eindruck. Schon das Geräusch auf Parkett in der Wohnung verspricht viel Grip auf Asphaltflächen und gute Traktion auf nassem Untergrund. Der Hersteller verspricht, dass durch die neue BUGforce Mittelsohle der Energie-Return verbessert und damit das Lauftraining effizienter gestaltet wird. Dies wird sich noch im direkten Praxistest herausstellen. Den direkten Vergleich soll der Laufschuh Asics Gel Cumulus liefern (mit dem ich bis zum Test 150km gelaufen bin).
Das Oberflächenmaterial gibt Icebug mit einem Engineered-Mesh-Upper an. Es handelt sich hierbei um ein luftdurchlässiges, nicht wasserdichtes aber leichtes Obermaterial. Außerdem solle die Sohle vor Überpronation schützen. Meiner Meinung nach ist bei Laufschuhen an der Innenseite der Sohle daher ein Kunststoffgemisch angebracht, welches die Sohle weniger stark eindrückt. So wird ein „Umknicken“ langfristig unterbunden. Der Schuh kommt mir aber bereits beim ersten Anprobieren relativ weich vor. Ich bin gespannt wie sich dieses Gefühl im direkten Praxistest weiterentwickelt.
Alles in Allem bin ich bereits beim Auspacken vom niedrigen Gewicht überrascht. Der Schuh liegt gleich leicht in der Hand und trägt sich noch leichter am Fuß.
Meine Ansprüche an diese Art von Schuhe sind als Alltags-Trainingsschuh gedacht, im Sinne von Läufe durch den Wald oder über unbefestigtes Terrain. Als Pondant sehe ich in der selben Kategorie eher den Salomon Speedcross mit einer ähnlichen Sohlenstruktur. Über das Spazierengehen sollte der Schuh dann auch noch für schnellere Läufe zu gebrauchen sein. Ich bin zwar nicht täglich im Vollspeedmodus unterwegs, brauche aber einen Schuh der ein Allroundtalent ist.

Handhabung:
Mein allererster Test von diesem Modell war gleich ein geplanter 10km Lauf durch Wald und Wiesen. Ich habe mir vorgenommen bei gutem Wetter und trockenen Konditionen so richtig die “Sau“ rauszulassen. Darunter sollen Waldwege und loser Boden ebenso dabei sein wie Asphaltflächen oder Schotterwege. Mir wurde allerdings schon schnell klar, dass ich die Schuhe nicht die Stabilität hervorbrachten wie es im Vergleich Laufschuhe tun. Die Fersenstabilisierung war einfach zu schwammig. Auf Asphalt braucht vor allem die Ferse enormen Rückhalt, wegen des harten Untergrunds. Der Schuh wirkt im allgemeinen sehr weich. Für schnelle Läufe auf harten Untergründen war er mir eine Nummer zu weich. Für diese Art von Läufe eignet sich der DTS nur eingeschränkt. Im Wald wo die Geschwindigkeit nicht mehr so hoch war, verhielt er sich deutlich besser. Hier war auch die Dämpfung in Verbindung mit dem Untergrund besser.
Ich habe das Gefühl “wirklich im Schuh zu stehen“ etwas vermisst. Mir kam es so vor, als ob der Schwerpunkt durch die schwammige Sohle etwas erhöht war. Da ich mir bei meinem ersten Testlauf 10km vorgenommen hatte und ich nicht mal 5 Km weit kam, fällt das Fazit etwas ernüchtert aus. Ich würde den DTS eher in die Kategorie Trailrunningschuh einordnen. Er hat sehr sehr guten Grip, auf trockenen Oberflächen als auch auf nassen Wurzeln oder Asphalt. Die Sohle hat durch die sehr besondere ICEBUG- Struktur Halt auf vielen Flächen. Für einen Schuh den ich auch zum Trainieren anhaben soll, hat er mir zu wenig Seitenhalt. Ebenso im Fersenbereich ist er mir zu schwammig.
Dies ist auch der Grund dafür, warum ich nicht eins mit dem Schuh geworden bin. Ich bin 2018 wirklich viel gelaufen und habe dabei Laufschuhe von verschiedenen Herstellern angehabt. Für meine Bedürfnisse war der DTS aber weniger geeignet. Deshalb kann ich nicht gerade behaupten, dass er zu meinem Lebensabschnitts-Partner geworden ist.











































