Isoliert fast so gut wie der Erdmantel.
VORTEILE
- Sehr leichte Reinigung
- Super Grip (Flasche und Verschluss)
- geschirrspühlertauglich (mit einem ABER)
- Wärme-/ Kälte- Erhaltung
- Füllmenge (im Alltag)
- schwimmt
NACHTEILE
- Gewicht
- zu gringe Füllmenge (für Tagestouren)
- Handwäsche empfohlen
BEWERTUNG
Gewicht (leer): 338[g]
Fassungsvermögen: 0,47 [l] (16oz.)

Von OUTSIDEstorieshabe ich die Vacuum Bottle Roaster Loop Cap zum Testen bekommen.
Company:
Das in den US ansässige Unternehmen Earthwell legt großen Wert auf Langlebigkeit und Wiederverwendung ihrer Produkte und ist mitunter auch beteiligt am „1% for the planet“-Programm. Durch die elegante Optik sind ihre Produkte nicht nur im Outdoorbereich zu verwenden, sondern haben auch im Alltag für mich ihre Daseinsberechtigung gefunden.
Die „Thermoskanne“ im Test:
Wie eingangs bereits erwähnt habe ich die Earthwell Bottle einerseits für kürzere Tageswanderungen draußen verwendet und aber auch im Alltag.
Zum Schluss meines 6-wöchigen Testzeitraumes habe ich die Flasche allerdings hauptsächlich im Büro-Alltag und zum Morgenkaffee-Transport verwendet, da meine Variante mit 0,47 [l] für eine ausgedehnte Tageswanderung für mich zu klein ist (es gibt aber auch größere Ausführungen!).




Aber abgesehen davon macht die Earthwell Bottle auch draußen eine hervorragende Figur.
Durch das pulverbeschichtete Metall und den aufgerauten Kunststoff-Verschluss hat man auch mit Handschuhen oder auch bei Regen die Earthwell Bottle sehr gut im Griff („Earth-Grip“).

Durch das für den Anwender simple Design lässt sich die Flasche sehr leicht reinigen. Hier sei speziell der Verschluss erwähnt, der ohne Hinterschneidungen oder anderen komplexen Geometrien auskommt.


Die Trinköffnung selbst hat eine angenehme Größe und durch die kleine zusätzliche „Trinkbelüftung“ (die an sich nur ein kleines Loch ist, aber doch eine große Wirkung hat) kann beim Trinken kein Vakuum entstehen.

Die Verschlusskappe hält im geschlossenen Zustand mittels 2 Nasen. Bei mir hat sich die Kappe nie von selbst geöffnet, könnte mir aber dennoch vorstellen, dass wenn die Flasche unachtsam im Rucksack herumrollt, sie sich in einem ungünstigen Fall von selber öffnen kann. Beim Trinken wird die Verschlusskappe dann über einen kleinen Schnapper fixiert, sodass sie nichtmehr stört. Öffnen und schließen geht leicht mit einer Hand!


Nach Angaben von Earthwell hält ihre Flasche Flüssigkeiten 10 Stunden heiß, 40 Stunden eiskalt und 16 Stunden kalt.
Da ich beim Wandern kein Thermometer mitgenommen habe, vorab mein persönliches Empfinden: Die Flüssigkeit bleibt in der Earthwell ausreichend temperiert.
Einen groben Temperaturverlauf habe ich mir dann noch getrennt in den eigenen 4 Wänden gemessen:


Versuchsaufbau 1:
Messung über 24h bei Raumtemperatur (~24°C)
Gemessen wurde hier über einen Zeitraum von 24h mit 11 Stichprobenmessungen.
Bei einer Starttemperatur von 95°C (Flasche nicht vorgewärmt) auf eine Endtemperatur von 32,6°C

Versuchsaufbau 2:
Messung nach 24h im Kühlschrank (Umgebungstemperatur 8°C)
Gemessen wurde hier nur die Anfangs- und Endtemperatur.
Starttemperatur 96,1°C (Flasche nicht vorgewärmt) auf eine Endtemperatur von 38,2°C
Vergleicht man die beiden Endtemperaturen aus Versuch 1 und 2, zeigt sich die gute Isolationswirkung der Earthwell Bottle. Trotz der deutlich unterschiedlichen Außentemperaturen der beiden Versuche zeigte sich in beiden Fällen eine ähnlich Temperaturabgabe nach 24h. (Die Endtemperaturdifferenz von Versuch 1 zu Versuch 2 kann sich durch die Stichprobemessung bei Versuch 1 erklären, da hier die Flasche bei jeder Messung geöffnet wurde.)
Fazit:
Mir hat die Earthwell Bottle sehr zugesagt. Nicht nur durch die gute Temperaturerhaltung, sondern speziell auch durch das optisch ansprechende Simple-Design. Die angenehme und wetterunabhängige Haptik, besonders am Verschluss, hebt die Earthwell Bottle von anderen Thermoskannen ab.
Als Randnotiz und für alle Stand-Up-Paddle-Freunde gab’s noch einen kleinen Zufalls-Test: Die Flasche schwimmt auch wenn sie voll ist. Man muss sich also keine Sorgen machen, wenn einem die Flasche mitten am See mal ins Wasser fällt!