Trekkinghosen

Von c.w.

Wandern – neuer Volkssport Nummer eins! Wer jedoch mehr als „nur“ ein bisschen Wandern möchte und sein eigenes, individuelles, gerne auch mal etwas längeres Abenteuer sucht, der geht zum Trekken bzw. macht eine Trekkingtour. Essentiell auf jeder Trekkingtour: die richtige Trekkinghose! Sitz, Tragegefühl, Schnitt, Belüftung, Taschen, Zipp-Off-Möglichkeiten und vor allem das Material und die Verarbeitung spielen bei der Trekkinghosenwahl eine große Rolle.

Lass dich von unserem Ratgeber inspirieren und vielleicht hast du ja auch schon eine bestimmte Trekkinghose im Sinn, die du demnächst ganz bequem online kaufen möchtest. Wir liefern dir alle wichtigen Argumente rund um die perfekte Trekkinghose. Und wenn du noch mehr darüber wissen möchtest: auf OUTSIDEstories findest du eine Menge authentischer Erfahrungen aus unserer Community – zu verschiedenen Modellen, von allen gängigen Herstellern und inklusive Preisvergleich.

Die Trekkinghose: Mutter aller Outdoorhosen!

Gemeinhin gilt die Trekkinghose als die Allzweckwaffe im Outdoorbereich. Ob anstrengende Bergtour, lange Schottertrails durch Skandinavien oder Eintagesausflüge mit der Familie, eine gute Trekkinghose macht jeden Tag aufs Neue eine hervorragende Figur. Es gibt eigentlich nur wenige Einschränkungen bei denen eine Trekkinghose die falsche Wahl ist (z.B. Hochtouren). Selbst im Büroalltag trifft man heute Trekkinghosen – und das zurecht. Der heutige Lifestyle und die modernen Schnitte und Farben der Trekkinghosen lassen das definitiv zu.

Durchgängiges Bein oder Zip-Off?

Das ist wohl die Gretchenfrage bei allen Trekkinghosen: soll das Hosenbein durchgängig sein oder doch lieber zum Abzippen? Beide Trekkinghosenvarianten haben ihre individuellen Vor- und Nachteile:

Zip-Off:

Zip-Off-Hosen sind äußerst praktisch und vielseitig. Vom Frühjahr bis weit in den Herbst kann man sie bei nahezu jeder Witterung problemlos tragen. Bei kühlen Temperaturen lässt man die Hosenbeine einfach lang und man erhält eine vollwertige lange Trekkinghose. Zur Belüftung kann man die Zipper (Reißverschlüsse) einfach ein paar Zentimeter öffnen und schon kann die Luft ordentlich zirkulieren. Im Sommer hingegen kann man die unteren Hosenbeine einfach komplett abzippen und man hat eine kurze Trekkinghose – also zwei Hosen in einer.

Die zusätzlichen Reißverschlüsse erhöhen natürlich das Gewicht der Hose – nicht viel, aber dennoch merklich. Gleichzeitig ist jedes mechanische Teil auch eine potentielle Schwachstelle. Und wenn die Windschutzleisten nicht ordentlich angebracht sind, sind die Zipper eine ordentliche Kältebrücke. Daher sind Zip-Off Trekkinghosen für Wintertouren nicht die optimale Wahl.

Langes Hosenbein:

Trekkinghosen mit langem Hosenbein sind der ultimative Schutz vor Sträuchern, Insekten und vor allem Kälte. Gerade in kühlen Regionen – vor allem Skandinavien, Island, Kanada, etc. – machen diese robusten „Arbeitshosen“ viel Sinn. Je nach Ausführung haben auch Trekkinghosen ohne Zip-Off Funktion große Belüftungsöffnungen an der Seite. Trekkinghosen mit langem Hosenbein sind in der Regel als Ganzjahreshosen geeignet.

An heißen Tagen staut sich die Hitze unter der Hose. Bei Bach- oder Flussdurchquerungen, kann man die Hose meist nicht ausreichend hochkrempeln, wodurch sie bisweilen durchaus sehr nass werden kann.

Zip-Off mit T-Zip

Das Problem ist bekannt: Die Hosenbeine sollen abgezippt werden, die Wanderstiefel möchte man jedoch keines falls ausziehen – warum auch, kostet ja alles Zeit und Energie! Trotzdem sind viele Trekking-Zip-Offs unten am Beinsaum zu eng geschnitten bzw. die Wanderstiefel an der Ferse zu groß, so dass die Hosenbeine nicht darüber gezogen werden können.  Ein T-Zip ist die Lösung! Der T-Zip ist ein weiterer Reißverschluss, der von unten nach oben verläuft und das Hosenbein auftrennt. So kann das abgezippte Hosenbein bequem ausgezogen werden.

Materialien und Zusammensetzung

Nichts geht über Polyamid. Polyamid gehört zu den stabilsten Stoffen, die man derzeit für Trekkinghosen bekommen kann. Dennoch ist er nicht der einzige Stoff, der verwendet wird: Einsätze an den Knien und am Gesäß sowie teilweise auf der Hoseninnenseite am Beinabschluss sind oft durch weitere Verbundstoffe z.B. Cordura oder Polyamid höherer Fadenzahl (Denier, Abk. „D“) verstärkt. So bleibt die Hose unter härteren Bedingungen gut gegen Abrieb geschützt. Ein Elasthananteil im Materialmix macht die Trekkinghose dehnfähig. Je höher der Elasthananteil, umso dehnbarer ist die Hose.

Wasserdicht und atmungsaktiv

Immer wieder stellt sich die Frage: was tun, wenn es regnet? – Klar, eine Regenhose hilft in jedem Fall. Aber nicht immer hat man eine Regenhose dabei – schließlich bedeutet das auch immer Zusatzgewicht und –volumen. Trekkinghosen sind stark wasserabweisend so lange sie neu bzw. sorgfältig gepflegt sind. Gleichzeitig lassen sie Luft durch die Webstruktur zirkulieren. Je dichter ein Stoff ist, desto weniger ist die Trekkinghose natürlich atmungsaktiv. Ist die Trekkinghose evtl. auch noch mit einem Imprägnierungsmittel z.B. Wachs behandelt, nimmt die Atmungsaktivität zusehends ab, dafür kann man getrost länger anhaltende Regenfälle relativ unbeschadet und trocken überstehen.

Hieb- und stichfest

Nein, eine Trekkinghose ist natürlich kein Kettenhemd! Aber viele Trekkinghosen sind so fest gewebt, dass Insekten meist keine Chance haben hindurch zu stechen. Gleichzeitig sind sie auch so reißfest, dass Ihnen längere Märsche durch Heidelandschaften mit Teppichen aus Heidelbeerbüschen oder stacheligen Zwerg- und Latschenkiefern nichts anhaben können. Einziger Schwachpunkt: die Reißverschlüsse. Sind die Windschutzleisten nicht ordentlich über die Zipperleiste gelegt, können hier kleine Insekten und spitze Nadeln durch die Hose stechen. Selbst Zecken haben keine Chance durch den Hosenstoff zu kommen – vorausgesetzt, der Hosenbeinabschluss ist regulierbar und unten verschließbar. So kann kein Steinchen, Schnee, Ast oder auch Insekt von unten in die Hose eindringen.

Noch besseren Schutz gegen „Gefahren“ von unten bieten nur Gamaschen. Fest integrierte bzw. heraustrennbare Gamaschen wie bei Hochtourenhosen sind in der Regel bei Trekkinghosen nicht anzutreffen und für die meisten Touren überflüssig. Ein einstellbarer hosensaum ist völlig ausreichend.

Damit nichts rutscht…

…verwendet man bei Jeans einen Gürtel. Wenn man jedoch mit Trekkingrucksack unterwegs ist, der direkt auf der Gürtellinie aufliegt, dann sind Druck- und Scheuerstellen bereits vorprogrammiert. Besser sind innen verlaufende Kordelzüge oder festinstallierte, innenliegende Gürtel aus einem weichen, anpassungsfähigem Material. Als Alternative können auch Hosenträger verwendet werden. Diese verlaufen über die Schultern und führen nicht zu Druck- oder Scheuerstellen.

Taschen und Materialschlaufen

Viele Trekkinghosen sind mit vielen Taschen ausgestattet. Wie viele man davon tatsächlichen nutzen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Von Vorteil ist es jedoch wenn die Taschen verschließbar sind. So geht nichts während der Trekkingtour verloren. Gleichzeitig kann auch nichts hineinkrabbeln!

Kartentaschen am Oberschenkel haben sich als große Erleichterung bei der Navigation ausgezeichnet. Somit findet die Landkarte jederzeit griffbereit Platz, ohne dass man den Rucksack absetzen muss.

Weitere Materialschlaufen auf der Gürtellinie oder auch knapp darunter sind ideal, wenn man sich vom Basecamp entfernt, um z.B. Feuerholz zu suchen. Man hat die Hände frei und muss keinen weiteren Rucksack für eine kleine Axt, Säge oder ggf. auch einen kleinen Klappspaten mitnehmen. Die Trekkinghose wird dann zur Arbeitshose – und mit vielen kleinen und großen Taschen kann so manche Trekkinghose sogar einem Daypack in Sachen Volumen durchaus Konkurrenz machen.

Welche Trekkinghosen es unseren Produkttestern in der Praxis angetan haben und welche Erfahrungen die Community damit gemacht hat, das könnt ihr direkt in den Produktbewertungen nachlesen.

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Titelbild: Fjällräven

Bilder im Text: Marek Chilinski / Fjällräven

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