Leichtes und kompaktes 2 Personen-Trekkingzelt mit einmaligem Preis-Leistungs-Verhältnis
VORTEILE
- Niedriges Gewicht (1,96 kg)
- Kleines Packmaß (40 cm x 12 cm x 12 cm)
- Zwei Seiteneingänge
- Innenkabine bereits mit Außenzelt verknüpft (kann ohne nass zu werden bei Regen aufgebaut werden)
- Schneller und einfacher Aufbau
- Windbeständig
NACHTEILE
- Eingänge zur Kabine "nur" durch Moskitonetz abgetrennt
- Kleine Abszisse
- Knapp bemessen für zwei Personen (Kabinenmaße: Kabinenbreite: max. 130 cm, 110 cm am Kopf- und 80 cm am Fußende, 210 cm lang)
BEWERTUNG
Trekkingzelte sind wahnsinnig teuer, man muss mit mehreren Hundert Euro rechnen um ein gescheites Zelt zu erhalten? Nicht unbedingt. Das Quickhiker Ultralight 2 ist mit einem Neupreis von ca. 150 Euro gut erschwinglich. Und Quechua achtet dennoch auf eine gute und praktikable Verarbeitung.
Das Zelt ist mit einem Gewicht von 1,96 kg ein echtes Leichtgewicht. Wenn man sich mal nicht sicher ist, ob man ein Zelt für seine Reise benötigt, kann man das Quickhiker einfach trotzdem einpacken. Diese knapp zwei Kilo machen sich kaum bemerkbar. Und auch mit dem Packmaß von 40 x 12 x 12 cm macht sich das Zelt, egal ob im oder am Rucksack kaum bemerkbar. Man kann es also auch super im Flugzeug einfach in den Rucksack packen und danach wieder draußen dran hängen.
Dass bei so einem geringen Gewicht auch irgendwo gespart werden muss ist klar. Das merkt man vor allem an der Größe. Offiziell handelt es sich um ein Zweipersonenzelt. Doch bei folgenden Kabinenmaßen: Kabinenbreite: max. 130 cm, 110 cm am Kopf- und 80 cm am Fußende, 210 cm Länge und Kabinenhöhe von 95 cm, wird es zu zweit schön kuschelig in der Kabine, was aber auch zusätzlich wärmen kann. Das Zelt hat zwei Seiteneingänge, wobei sich an einem eine Abszisse befindet, um das Gepäck vor dem Regen zu schützen. Die zwei Eingänge sind in sofern angenehm, dass man nicht erst über den Schlafnachbarn drübersteigen muss um raus zu kommen. Die Abszisse reicht gut für einen großen (75l) Rucksack oder zwei etwas kleinere. Mit dem Kocher innerhalb der Abszisse zu hantieren wird allerdings etwas eng. Dabei müsste man sehr vorsichtig sein.
Die Konstruktion und Aufbauweise des Zeltes hat mich zunächst etwas verwundert. So etwas hatte ich vorher noch nicht gesehen. Aber wenn man sich die Beschreibung ansieht, und es das erste mal aufgebaut hat, ist es einfach und schnell aufgebaut und alle Schnüre und Stangen ergeben an ihrer Stelle auch Sinn. Das Innenzelt ist bereits mit dem Ausenzelt verknüpft. Man breitet also einfach das gesamte Zelt auf dem Boden aus, spannt die Schnüre und muss nur eine Stange durchschieben und evtl nochmals etwas nachspannen und das Zelt steht. Da das Innenzelt bereits aufgehängt ist, kann man es auch bei Regen aufbauen, ohne dass es innen nass wird. Der Aufbau hat sogar schon komplett ohne Heringe funktioniert, da der Boden zu steinig war. Die Schnüre wurden dann einfach mit einigen schweren Steinen auf Spannung gehalten. Sogar bei diesem improvisierten Aufbau hat das Zelt einem Sturm standgehalten. Richtig mit Heringen befestigt, muss man sich also keine Sorgen machen, das Zelt könne wegfliegen. Ebenso ist es auch Wasserdicht. Starker Regen konnte ihm bisher noch nichts anhaben.
In den meisten Zelten hat man bei den Eingängen in die Kabine zwei Reißverschlüsse. Einen für das Moskitonetz und einen für die eigentliche Öffnung aus festem Stoff. Bei diesem Zelt gibt es nur einen Reißverschluss. Die Kabine ist "nur" durch ein Moskitonetz abgetrennt. Dies sorgt einerseits für eine sehr gute Belüftung. Wenn man aber im Hochgebirge oder weiter im Norden unterwegs ist kommt natürlich auch mehr kalte Luft hinein. Man muss sich also überlegen für welche Touren man das Zelt benötigt, oder wie Kälteempfindlich man ist.
Die einzigen zwei Makel an dem ansonsten rundum stimmigen Zelt sind also die Größe und evtl. der fehlende zweite Reißverschluss am Eingang. Aber man muss sich überlegen für welche Touren man das Zelt benötigt und wer auch nicht viel schleppen möchte, muss nunmal irgendwo auch Kompromisse eingehen.
Alles in allem ist das Zelt für normale mehrtägige Trekkingtouren in Mittel- und Südeuropa gut geeignet. Im Sommer in den Alpen oder Skandinavien sollte es auch kein Problem darstellen. Nur wer bei starkem Schnee ins Hochgebirge möchte, sollte sich evtl. nach einem anderen Zelt umsehen. Für den Preis ist es schwierig ein Zelt vergleichbarer Qualität zu finden.

