zusätzliche Abspannmöglichkeit an Kopf und Fußende
breite Liegefläche
NACHTEILE
+ Sitzen durch Höhe möglich
+ praktische Tasche zum Verstauen
+schneller Aufbau
Wassersäule nur 3000ml
chemischer Geruch
Nachspannen nicht gut gelöst
BEWERTUNG
Qeedo
Da die Marke Queedo für mich noch ein absolut unbeschriebenes Blatt, ein paar Zeilen zu dieser Firma:
Der Name Qeedo hat etymologisch folgenden Ursprung:
Die Firma hat ihren Sitz in Süddeutschland in Ellwangen und bietet unter ihrem Namen unterschiedlichste Outdoorprodukte von Zelten bis hin zu Campingmöbeln und Rucksäcke an. Jeder outdoorbegeisterte Mensch wird also irgendwas in deren Produktpalette wiederfinden. Damit deckt das Unternehmen die essentiellen Utensilien ab, die jeder Outdoorer den Erfahrungen nach bei seinen Aktivitäten im Freien verwenden kann. Praxisorientierte Produkte, die Sinn machen und ihren Zweck zuverlässig erfüllen, machen das Sortiment der Marke Qeedo aus. Im Preisvergleich fallen alle Produkte der Marke dadurch auf, dass sie vergleichsweise günstig zu erwerben sind.
Positiv ist zu verzeichnen, dass Qeedo einen engen Kontakt und regen Austausch mit der Basis pflegt, um ihre Produkte immer weiter zu verbessern. Diesen Ansatz kann ich absolut gutheißen.
Weitere Infos gibt es unter www.qeedo.de
Das Light Birch:
Hubba Hubba bist du es ? Nach dem ersten schnellen Aufbauen in meiner Küche dachte ich zunächst mich in meiner Zelttasche vertan zu haben, und das falsche Zelt herausgeholt zu haben. Aber nein, es war tatsächlich das Light Birch das vor mir aufgebaut stand. Die Ähnlichkeit ist jedoch mehr als frappierend. Aber da ich das Hubba Hubba sehr wert schätze, denke ich mir, warum man nicht bei dem, was gut klappt, genau hinschauen sollte für seine eigene Produktion. Später dazu aber noch mehr:
Zunächst ein paar Fakten:
Personenanzahl 2
Wassersäule: 3.000 mm
Material: Polyester
Außenmaße: 210 x 275 x 100 cm (LxBxH)
Innenfläche : 210 x 135 cm
Apsidenbreite: 65 cm
Zelthöhe 100 cm
Packmaß: 48 x 16 x 16 cm (LxBxH)
Gewicht 2,92 kg
Farbe: olivgrün.
Und damit angenehm unauffällig, wenn man doch einmal nicht entdeckt werden möchte.
Lieferumfang:
Neben Innen- und Außenzelt wird eine geräumige Packtasche mitgeliefert. Des weiteren haben wir 9 Heringe, ebenso wie das Zeltgestänge. wiederum in einer kleinen Tasche verpackt. 2 stabile Gummis zum Befestigen um das gerollte Zelt sowie eine kleine Meshplane zum Einhängen im Innern unter der Zeltdecke runden den Umfang ab.
Material:
Das Zelt besteht aus Polyester und verdammt, so riecht es leider auch. Beim ersten Auspacken und Aufbauen verströmte ein wirklich unangenehmer künstlicher und chemischer Geruch. Auch bei den ersten Nutzungen war dieser Geruch leider auch im Innenzelt noch nicht verflogen, mit weiterer Nutzung im Freien ist es mittlerweile jedoch ein wenig besser geworden.
Aufbau:
Das Light Birch lässt sich absolut problemlos alleine und in unter 5 Minuten aufbauen
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Der Aufbau erklärt sich dabei von selbst. Zur Sicherheit ist in der Packtasche auch noch eine gute Anleitung eingearbeitet, mit dabei auch die verschiedenen Aufbauoptionen (nur Außenzelt etc. )
Zunächst sollte man das Zelt an der windzugewandten Seite mit den Heringen an seinen 2 Enden befestigen. Dann lässt sich das zusammenhängende Stangensystem schnell und einfach in die vorgefertigten Seitenösen einstecken.
Oben noch das Innenzelt schnell an dem Gestänge einklicken und nur noch die weiteren Heringe befestigen und schon steht das Innenzelt.
Jetzt gilt es nur noch das Überzelt hinüberzuwerfen, an den seitlichen Stangen über den Eingängen einklicken und wiederum fix mit zwei Heringen an den Seiten unten befestigen. Die anderen Ecken werden einfach nur in das untere der Seitenstangen eingehängt.
Positiv fällt dabei auf, dass es noch jeweils eine Schlaufe sowohl am Kopf- und Fußende des Zeltes befinden, mit welcher sich diese Seitenteile besser spannen lassen.
Positiv ist auch, dass sich das Außenzelt mit einem Klettverschluss an den Außenstangen befestigen lässt und somit für mehr Halt des Außenzeltes sorgt.
Negativ jedoch fällt beim Spannen des Außenzeltes aus, dass die Nachspannbänder äußerst schwer zu betätigen sind, so dass großes Nachspannen kaum möglich ist. Ein Ausrichten dieser Schlaufen in die entgegengesetzte Richtung wäre viel einfacher und praktischer gewesen. Hier sollte seitens Qeedo definitiv nachgebessert werden, da ein gutes Abspannen des Überzeltes essentiell ist.
Des weiteren verfügt das Zelt über die Befestigungsmöglichkeiten für 2 Abspannseilen, so dass hier im Einsatz immer noch einmal nachiustiert werden kann, sollte ein Sturm aufziehen.
Gut gelöst ist am Eingang noch ein Überlappen des Materials, welches mit einem leichten Klett verschlossen wird und so noch einmal besser gegen Nässe schützt. Leider gibt es jedoch an dieser Stelle nur eine Schlaufe zum Befestigen. Besser wäre es gewesen auch auf der anderen Seite des Reißverschlusses eine Schlaufe anzubringen. Auf diese Weise ließe sich das Zelt an dieser Stelle viel besser spannen. Auch das Öffnen der "Tür" in beide Seiten fiele einfacher.
Es bieten sich zudem die Möglichkeiten, nur das Außenzelt mit dem zusätzlich erhältlichem Footprint zu benutzen, wenn man noch etwas Gewicht sparen möchte. Natürlich kann man auch nur mit Außenzelt unterwegs sein. Die Möglichkeit, dass Innenzelt bei z.B. Regen nach Aufbau des Außenzeltes einzuhängen, besteht, wurde von mir aber noch nicht vorgenommen.
Das Innere:
Im Innern des Zeltes überrascht das Light Birch.
Die 130 cm lassen genau ausreichend Platz für 2 Isomatten und bietet sogar etwas mehr Platz als das Hubba Hubba.
Zudem besteht die Möglichkeit der zusätzlichen Belüftung am Kopf- und am Fußende. Leider hier jedoch ohne Moskitoschutz. Man sollte es sich also genau überlegen, ob man diese Lüftungen aufmachen möchte.
Erreichbar ist jedoch so aus dem Inneren ein Stellfenster des Außenzeltes, welches sich manuell öffnen oder auch schließen lässt.
Die Eingangstür aus Mesh lässt sich dann super einfach an der Seitenwand einschieben, so dass das nervige Aufrollen entfällt. Dafür zunächst einen fetten Daumen nach oben. Aber....Sollte diese Außentür jedoch einmal nass geworden sein..... könnte dies für einige Feuchtigkeit auf dem Zeltboden sorgen, da es hinuntertropfen würde...Also vielleicht doch nicht die beste Lösung (zmdst. bei Regen).
Das Außenzelt lässt sich an der Öffnung problemlos und fest zusammenrollen und an einer Kordel einfach befestigen.
Im Innern des Zeltes gibt es sowohl an der Fuß- als auch an der Kopfseite ein sich ausbreitenden Meshfach. Dieses hat die Form eines Rechtecks und ist tief genug, so dass sich auch wirklich etwas verstauen lässt. Bei vielen anderen Zelten ist dieser nur minimalistisch ausgeprägt.
Ein wunderbares Additum ist ein an der Decke des Innenzeltes gespanntes Meshfach, wo sich schnell Sachen, wie Brille etc., verstauen lassen. Dieses Gitter lässt sich jedoch auch wieder abbauen, wenn man etwas Gewicht sparen möchte. Befestigt wird es mit den gleichen Haken wie das Innenzelt am Zeltgestänge.
Die Apsiden:
Absolut gewinnbringend ist für mich aber, dass das Zelt über zwei Eingänge inklusive eines Fliegengitters verfügt, so dass man beim Verlassen des Zeltes nicht über seinen Partner hinübersteigen muss.
Zudem bieten die Apsiden genügend Stauraum, so dass jeder der beiden Wanderer seinen Rucksack auf seiner Seite verstauen kann. Kochen ist hier jedoch nur ganz bedingt möglich.
Wasserdichte:
Ich habe das Zelt bei stundenlangem Dauerregen über die Weihnachtstage getestet. Und ich war definitiv positiv überrascht. Trotz der relativen Wassersäule von 3000 mm ( Die Wassersäule (auch Meter Wassersäule) ist eine Maßeinheit zur Angabe von Druck. Sie gilt bei technischen Geweben und Textil-Laminaten für wasserdichte Bekleidung und Zelte als Referenz für die Wasserdurchlässigkeit des Materials. Angegeben ist meist ein Wert in Millimetern, zum Beispiel 10.000 Millimeter Wassersäule. Je höher der Wert, desto dichter das Material ) hielt das Zelt absolut dicht. Der Regen perlte nur so am Außenzelt ab, wie es in dem kleinen Video hoffentlich gut zu sehen ist:
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Zu überprüfen ist natürlich noch, inwiefern die Bodenwanne an ihre Grenzen stößt. Aufgrund der Jahreszeit ist es mir aber noch nicht gelungen, dies über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Ich werde dies aber bei Zeiten diesem Test hinzufügen, wie meine Langzeiterfahrung mit dem Light Birch ist.
Fazit:
Für mich wäre das Zelt als Solowanderer defintitiv zu schwer. Für zwei Personen lässt sich das Gewicht aber mehr als verkraften. Natürlich gibt es leichtere Zelte, aber sollte man z.B. Radwanderer sein oder aber auch das Zelt für gelegentliches Camping nutzen, ist das vorliegende Gewicht vollkommen in Ordnung. Die technischen Details und der Aufbau sind zwar identisch mit dem Hubba Hubba, aber es machen sich trotzdem große Unterschiede in der Qualität bemerkbar. Von den Abspannseilen ausgehend, über einen etwas schwerer gehenden Reißverschluss bis hin zum Geruch gibt es einige Unterschiede. Ich würde das Zelt aber durchaus als ein 2-3 Jahreszelt definieren. Leider hatte ich nicht die Möglichkeit in einem Windkanal zu testen und der große Sturm blieb über die Feiertage auch aus.
Des Weiteren ist aber bei stürmischen sandigen Bedingungen damit zu rechnen, dass Staub und Wind zwischen unter dem Außenzelt ins Innenzelt hindurchströmt, da das Außenzelt nicht ganz nach unten abschließt, wie hier zu sehen ist.
Dies ist jedoch bei dem Preis des Zeltes vollkommen zu verkraften, denn es kostet zum Teil nur 1/5 des großen Bruders. Und hier findet sich m.E. auch das Publikum für das Zelt. Denn wenn ich momentan noch nicht das große Geld habe, um mich mit den qualitativ besseren Zelten ausstatten zu können, oder ich nur gelegentlich auf Wanderungen gehe bzw. die meiste Zeit Autocamping exerziere, so ist dieses Zelt mit Sicherheit eine absolut gute Wahl, welches ich daher auch absolut weiterempfehlen möchte. Denn für den Preis bekommt man ein wirklich gutes Zelt, mit dem man viel Freude haben kann. Dennoch muss ich aufgrund der undefinierbaren chemischen Gerüche defintitiv einen Punkt abziehen. Geld hin oder her, aber die Gesundheit und die Umwelt sollte einem wichtiger sein.
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