Praktische Lösung wenn man was auf dem Dach transportiert
VORTEILE
- Leicht
- Kleines Packmaß
- Auf vielen Fahrzeugmodellen montierbar
- Ohne Werkzeug zu montieren
- Vielseitig einsetzbar
NACHTEILE
- Schwierig bei Dreitürern
- Bei hohen Autos nicht so einfach
- Geringe Kopffreiheit auf der Rücksitzbank
- Stark haftende Gurte machen das Festzurren schwer
BEWERTUNG
Die gummierten Spanngurtpaare sind in Neoprentaschen jeweils paarweise in einem Netz. Auf der Herstellerseite gibt es ein englischsprachiges Tutorial mit deutschem Untertitel , in dem der Aufbau erläutert wird. Wenn man es einmal richtig gesehen hat, reicht auch die kurze, englischsprachig bebilderte Anleitung in nur wenigen Schritten. Auch an welcher Stelle die Spanngurte arretiert werden. Ich dachte ja im ersten Moment, dass die Neoprentaschen nur zur Verstauung der Spanngurte sind, wenn diese nicht in Gebrauch sind. Video ist aber zu sehen, dass sie auch und vielleicht vor allem dafür da sind, Gurtschloss und Gurt während der Fahrt fest zu verwahren, damit sie nirgends dagegen schlagen.

Der Transportsack ist sehr robust und mit einem der Luftschläuche fest verbunden. So kann man ihn nicht verlieren, aber man muss ihn vor dem Aufblasen auch erstmal mit in der Schlauchhülle verstauen. Eine Kurzanleitung befindet sich auf der Rückseite. Also keine verknitterte Papieranleitung, die irgendwann durchnässt oder einfach weg ist.
Ob der Dachträger wirklich für nahezu alle Fahrzeuge montiert werden kann? Was ist mit 3 Türern? Oder mit 4 Türern wie z.B. VW-Busse mit nur einer Schiebetüre?
Knapp 2 kg ist natürlich ein Schnäppchen, was das Gewicht anbetrifft und auch von den Maßen her ist der SchredRack Prime gut geeignet um im Kofferaum mehr oder weniger dauerhaft mitgeführt zu werden, damit er mit an Board ist, wenn man ihn dann braucht.
Man kann den Prime im Gegensatz zum Air noch ein wenig mehr vielfältiger einsetzen. Durch den längeren Luftschlauch, kann und soll der hälftig oder teilweise doppelt montiert werden. Hierfür sind die Schlaufen vorgesehen, um dann die Luftschlauchhälften aneinander zu befestigen.
Zwei Paar Ski können problemlos darauf befestigt werden. Wie es mit mehr ist, ist nicht bekannt. Auch für einen spontanen Transport einer großen Leiter. Leider war es noch ein wenig kalt im April, zumindest im Wasser, so dass der Einsatz der Luftschläuche als Luftmatratze nicht getestet werden konnte. Dafür sind sie ja auch nicht gemacht.

Es ist vermutlich überwiegend Kopfsache. Wird der ShredRack richtig verzurrt und auch das Transportgut richtig fest verschnallt, dürfte es keinen Unterschied in Sachen Ladungssicherheit machen. Trotzdem bleibt der SchredRack hier als schnelle und flexible Transporthilfe für kurze Strecken in Erinnerung. Davon Abgesehen gibt es hier natürlich auch eher Grenzen in der Gewichtszuladung.
Beim ersten Aufbau war die Erwartung groß. Es klang, als ginge es sehr schnell und einfach. Ganz so einfach war es dann aber doch nicht. Ohne das Tutorial wäre die richtige Handhabung des Pumpsacks vermutlich misslungen. Denn mit mit-Luft-füllen und einrollen dauerte es lang und beim ersten mal waren auch die schmalen Luftdurchlässe in den Luftsack noch etwas verklebt.
So richtig schnell ging es beim ersten Aufbau nicht. 30 Minuten dauerte es. Spontan heißt wohl nicht zwingend schnell. Aber bei weiteren Aufbauten lässt sich das optimieren und dann liegt es wohl an Fahrzeughöhe und dem praktischen Geschick seine persönliche Bestzeit zu erreichen.
Die beiden Luftschläuche aus dem Transportsack rollt man aus. Eine durchsichtige Luftblase wird von einem robusten Mantel geschützt, der eine abriebfeste verstärkte Seite hat. Gerade für die scharfen Kanten der Ski ist dies wichtig um die Luftschläuche zu schützen. An der Öffnung der Luftblase ist eine Art Blasebalk. In diesem sind zwei unterschiedlich große Ringe eingearbeitet. Ohne Tutorial wäre ich nicht auf die richtige Handhabung gekommen. Wenn man weiß wie, versteht man auch die Bebilderung der Anleitung, aber andersherum eher nicht. Mit der einen Hand am Ring der dem Luftschlauch näher ist die Öffnung stabilisieren. Mit der anderen Hand den Blasesack geöffnet in die Länge ziehen, damit er sich mit Luft füllen kann, und dann den Ring kurz umklappen damit die Öffnung verschlossen ist und die eine Hand zur anderen führen um die Luft in den Luftschlauch zu pressen. Klingt kompliziert, aber es ist sehr effektiv und einfach zu handhaben, wenn man weiß WIE.

Wenn die Luftblase gefüllt ist wird der Blasesack umgeschlagen und mit in den Luftschlauch gesteckt, dann wird die Luftschlauchöffnung umgekrempelt und mit der Steckschnalle fixiert. Damit er sich nicht während des Transports unter der Belastung aufkrempeln kann gibt es zwei rote Schlaufen, durch welche die Steckschnallenseiten durchgeschlauft werden.
Pro Luftschlauch sind zwei Spanngurte mit Neoprentäschen im Lieferumfang enthalten. Die Gurtschnallen sind gummiert, so entstehen keine Beschädigungen am Fahrzeug oder auch am Transportgut. Andererseits stoppt die Gummierung stark und das Einfädeln wird dadurch etwas erschwert. Eine kleine Neoprentasche pro Gurt ist fest vernäht. Sie verstaut den Gurt nicht nur wenn das Zubehör im Auto ist. Sondern vor allem während des Transports sind die Gurtenden verstaut und das Auto wird geschützt.
Bei der Anbringung der Gurte muss man kurz überlegen, wo sie platziert werden und vor allem wo die Gurtschlösser dann liegen.
Der Gurt um die B-Säule lässt sich einfach montieren. Bei dem hinteren Gurt muss man je nach Auto schauen, dass man ihn so platziert, dass die Mitfahrer auf dem Rücksitz noch ausreichend Kopffreiheit haben. Bei meinem Fahrzeug, einem Dacia Lodgy war die Kopffreiheit bei einer Person mit 1,60 m, absolut ausreichend. Wie das bei anderen Fahrzeugtypen ist, kann nicht gesagt werden.
Die gummierten Gurtbänder haben einen genialen Halt an den Holmen und auch am Transportgut. Da rutscht nichts. Aber es ist sehr schwer die Gurte nachzuziehen. Damit ist es schwer, das Transportgut richtig fest zu verzurren. Nachziehen ist eher „Nachfädeln“, Stück für Stück.
Dennoch, egal wie die Gummierung hält, es ist gewöhnungsbedürftig, wenn man einen herkömmlichen Gepäckträger gewöhnt ist.
Ganz wichtig ist, dass man sowohl die Luftschläuche als auch das Transportgut mit den Gurten fixiert. Dafür sind Schlaufen an den Luftschläuchen vorhanden, durch welche man den Gurt fädeln kann.
Für flexible und offene Menschen ist der ShredRack eine gute Möglichkeit auch spontan oder auf verschiedenen Fahrzeugen etwas zu transportieren. Wer die Vorzüge eine starren Gepäckträgers mag und ihnen vertraut wird sich vermutlich schwer tun mit der Umstellung.












