Ein super leichter Trekkingrucksack der mich auf mittlerweile fast 1000 km begleitet hat.
VORTEILE
- leicht
- geräumig
- robust
- abnehmbares Deckelfach
NACHTEILE
- nur ein großes Hauptfach
- minimalistische Polsterung
- wird bei voller Beladung leicht unförmig
- fehlende Regenhülle
BEWERTUNG
Ich habe mir den Osprey für den Alpe Adria Trail gekauft, da er durch sein sehr geringes Eigengewicht hervorgestochen hat. Zu Lasten dieses geringen Eigengewichtes geht leider die Polsterung auf ein Minimum zurück, was gerade bei langen Touren Druckstellen verursachen kann. Trotzdem hat der Rucksack ein angenehmes leichtes Tragegefühl und sitzt bei richtiger Beladung super am Rücken.
Rucksack:
Der Rucksack ist ein Toploader und verfügt über ein großes Hauptfach, das auch durch einen Reißverschluss am unteren Teil zugänglich ist. Ebenso hat er ein Deckelfach, welches sich abnehmen lässt und als extra Tasche mit Wertsachen mitnehmen lässt. Allerdings ist die Abnahme des Deckelfaches etwas umständlich, da die beiden Haltebänder ausgefädelt werden müssen. Das Hauptfach selbst hat keine weiteren Fächer oder Unterteilungen, was gerade bei längeren Touren und vollem Rucksack das erreichen von Gegenständen etwas erschweren kann.
An der Seite befinden sich noch zwei elastische Taschen für Flaschen oder dergleichen.
Am Hüftgurt gibt es ebenfalls noch eine kleine Tasche für Fotoapparat, Müsliriegel, Tempos oder was man sonst noch auf die schnelle gebrauchen kann.
An den Trägern des Rucksackes gibt es noch eine extra Schlaufe zur schnellen Befestigung der Stöcke, was es sehr erleichtert, diese schnell zu verräumen ohne den Rucksack abnehmen zu müssen.
Auf der Vorderseite befindet sich noch ein Mesh-Fach für nasse Kleidung oder Karten.
Form und Schnürung:
Der Rucksack besteht aus einem robusten Material, das sich leicht dehnen lässt. Bei voller Beladung führt dies leider dazu, dass der Rucksack sehr schnell unförmig aussieht und in die Breite geht, was für ein unangenehmes Tragegefühl sorgen kann. Zur Komprimierung befinden sich rechts und links zwei Bandsysteme durch die man den Rucksack etwas zusammenziehen kann um die Tiefe etwas zu schmälern.
Polsterung und Tragesystem:
Wie bereits gesagt ist die Polsterung beim Tempest sehr minimalistisch ausgefallen. Sowohl die Träger als auch der Hüftgurt sind mit Mesh überzogenem Schaum ausgestattet, ebenso das Rückensystem. Trotzdem kommt der Tragekomfort nicht zu kurz. Allerdings sollten Frauen mit zierlichen Schultern und schlanken Körperbau mit Druckstellen an Schultern und Hüften rechnen. Hier kann eine etwas dickere Polsterung vom Vorteil sein. Man muss also zwischen leichten Rucksackgewicht und ausreichend dicken Polsterung abwägen.
Ich persönlich mag den Osprey Tempest ganz gerne. Mit den paar Schwächen (fehlende Unterteilung des Hauptfaches, schlechte Formbeständigkeit) habe ich mich arrangiert und mittlerweile schon zahlreiche Mehr-Tages-Wanderungen unternommen. Durch sein geringes Eigengewicht kann ich mir ab und zu den Luxus einer extra Hose gönnen.