Genug Volumen für Fast-Hike, Pack-Run, Ultra-Marathon...
VORTEILE
- sitzt! mehr Kleidungsstück als Rucksack
- Trinksystemkompatibel + Soft-Flasks
- gut fixiert ohne zu rutschen oder einzuengen
- liegt eng an und verteilt das Gewicht optimal
- leicht zugängliche und sinnvoll unterteilte Taschen
- geringes aber ausreichendes Volumen (6 L)
NACHTEILE
- eher nichts für Wintertouren oder Overnighter
- geringes Volumen setzt natürlich Grenzen (6 L)
- kann trotz des geringen Volumens überladen werden
- wenig Befestigungsmöglichkeiten außen dran
- etwas umständlich anzuziehen
- nicht so gut Schlammabweisend (viel Mesh)
BEWERTUNG
Von Anfang an sei gesagt, dass ich bei dieser Bewertung sicherlich einem Bias unterliege, denn ich bin von der Weste absolut begeistert. Dennoch oder gerade deshalb möchte ich hier das gute Stück besonders detailliert beschreiben und meine hoffentlich nachvollziehbare Einschätzung mit euch teilen.
Als, wie ist es möglich genug aber nicht zu viel Equipment dabei zu haben und dass bei Sportarten, die besonders von Leichtigkeit und Minimalismus profitieren? Nun, das Trage- und Befestigungssystem sollte eng anliegen und das Gewicht optimal verteilen, gut am Körper fixiert sein, ohne zu rutschen oder einzuengen, leicht zugängliche und sinnvoll unterteilte Taschen haben und einen durch sein eher geringes Volumen dazu zwingen, alles Unnötige zu Hause zu lassen. Und ehrlich gesagt, neben all diesen Punkten, die diese Weste spielend erfüllt, ist sie eins meiner Lieblingskleidungsstücke geworden. Richtig, sie ist mehr Kleidungsstück als Rucksack und bietet damit ein ganz neues Level an Komfort.


Tragesystem
Ein Rucksack lässt sich leicht in das Tragesystem aus Rückenplatte, Schulter- und Hüftgurte auf der einen und den Packsack mit Fächern und Befestigungsmöglichkeiten auf der anderen Seite unterteilen. Das ist bei dieser Weste nicht so möglich, da alles fließend ineinandergreift.
Die Innenseite der Weste besteht aus einem, durch seine grobe und dreidimensionale Struktur gut belüfteten, Netzgewebe, das mit einer Breite von mindestens 7 cm auf den Schultern, 11 cm an den Flanken, 13 cm vor der Brust und 20 cm am Rücken eine große Auflagefläche bietet (Größe M/L). Diese Fläche ermöglicht es das Gewicht sehr gut zu verteilen und am Körper zu fixieren. Eine leichte Flexibilität des Materials zusammen mit verstellbaren Riemen vor Brust und Bauch und an den Flanken ermöglicht letzte und gezielte Anpassungen, die sogar sehr einfach während des Laufens, als Reaktion auf sich veränderndes Gewicht und Packmaß der mitgeführten Ausrüstung, möglich sind.
Sie schließt vorn mit 2 entlang einer 18 cm langen Kunststoffleiste durch Aufstecken angebrachten elastischen Riemen. Diese können durch das Anbringen an je 6 verschiedenen Positionen in den gewünschten Höhen fixiert werden, verfügen auf der einen Seite über Schlaufen, die das Öffnen erleichtern und auf der anderen Seite über Schnallen, die durch Zug am Riemenende eine Längeneinstellung möglich machen. Der Ganze Verschluss ergänzt durch die Kunststoffleisten, die den Zug auf ihrer ganzen Länge verteilen, die breiten Auflageflächen der Weste. Sie sind in Zugrichtung sehr steif, liegen am Körper jedoch flach und flexibel an. Die Schnallen und Riemen tragen ebenso wenig auf und funktionieren einfach.
Diese Weste hat also kein Tragesystem, sie ist ein Tragesystem. Ein gut vorgeformtes, festsitzendes, aber zugleich weder schweißtreibendes noch einengendes System, das mit etwas flexiblen, aber festen und gut verarbeiteten, sowie zusätzlich eingefassten Materialien, sehr robust wirkt. Während die Innenseite sehr grobmaschig ist, ist die äußere sehr feinmaschig. Dieses erhöht den Schutz, da es wenig Gelegenheiten bietet irgendwo hinterzuhaken. Zugleich bietet es die Plattform für aufgesetzte und integrierte Taschen und Befestigungsmöglichkeiten.




Vorderseite der Weste - Taschen, Art und Umfang
Vorn auf bzw. in den mit mindestens 13 cm Breite sehr gut aufliegenden Brunstpartien befinden sich einige Taschen. Auf beiden Seiten ist eine etwa 10 cm breite und 20 cm hohe Einschubtasche für Soft-Flasks zu finden. Diese ist innen mit einem Haltegummiband und oben drüber mit einem Fixierriemen für Flasche und Trinkhalm ausgestattet. Da drauf befinden sich im unteren Bereich etwa 10 x 10 cm große Einschubtaschen, die optimal für Snacks geeignet sind. Diese Kombination allein stellt bereits sicher, dass die mitgeführte Verpflegung optimal zugänglich ist und zugleich als Gegengewicht für das auf dem Rücken befindliche Equipment dient.
Für flache Gegenstände, die zwar schnell griffbereit, aber auch besonders gegen Verlust gesichert sein sollen, befindet sich auf der linken Seite eine Napoleon-Tasche mit einem 16 cm langen 3C-Reisverschluss. Diese erstreckt sich über die gesamte Fläche der großen Einschubtasche, wodurch diese beim Beladen etwas an Volumen einbüßen muss. Überhaupt beeinträchtigt eine besonders vollgestopfte Tasche immer eine andere in ihrer Aufnahmefähigkeit. Jedoch ist das aufgesetzte Netzgewebe sehr elastisch, macht einiges möglich und fixiert mit zusätzlich nach innen eingeschlagenen Kanten den Tascheninhalt sehr zuverlässig.



Rückseite der Weste – Taschen, Art und Umfang
Im Rückenteil befinden sich 4 ineinander und übereinander geschachtelte Taschen, 3 mit Reisverschluss und eine Einschubtasche mit Kompressionsriemen. Diese Taschen werden im unteren Bereich seitlich durch zwei schräg nach vorn geöffnete Einschubtaschen flankiert.
Direkt am Rücken ist eine etwa 18 x 35 cm große Tasche für ein Trinksystem. Eine Aufhängung per kleiner Riemenschlaufe mit Klickverschluss ist oben mittig angebracht. Der Verschluss ist so klein, dass er bei meiner Trinkblase von Source gut durch den Verschluss passt und der Riemen wurde hier zusätzlich nach außen geführt, wo er eine kleine Schlaufe zum Aufhängen der Weste formt. So kann die Weste auch voll beladen an einer Garderobe aufgehängt werden, ohne dass das Material ungünstig belastet wird. Die Ausgänge für den Schlauch befinden sich auf den Schultern. Das Fach ist jedoch für die von mir üblicherweise benutzte 3 L Trinkblase zu klein. Hier bieten sich wahrscheinlich eher 2 L an.
Die zweite Tasche ist nur 16 x 16 cm groß, ragt innen in die dritte hinein und bietet sich aufgrund der darin befindlichen kleinen Netzfächer und dem Schlüsselhaken für den Kleinkram an, der zwar mit muss, unterwegs aber nicht so griffbereit, wie die Snacks sein muss.
Dem folgt dann eine weitere große Tasche mit der gleichen Grundfläche, wie die des Trinksystems. Ein Fach, dass sich für voluminöse Ausrüstungsgegenstände anbietet und auf dem sich aufgesetzt noch eine nach unten hin schmaler werdende Einschubtasche befindet, die nach oben zu den Schultern hin mit zwei längenverstellbaren Riemen ganz gut geschlossen werden kann.
Die Seitlichen unteren zwei Einschubtaschen sind etwa 12 x 12 cm groß und eignen sich für flache Flaschen, weitere Snacks, eine Falttasse oder einen kleinen Wasserfilter.
Natürlich sind außer den Seitlichen Taschen keine davon zu erreichen, solange sich die Weste auf dem eigenen Rücken befindet. Doch ist das Equipment darin auch so gut gesichert, dass es ruhig vergessen werden kann, bis es dann wirklich gebraucht wird.


An der Weste – weitere Befestigungsmöglichkeiten
Oben auf der Rückseite der Weste befindet sich rechts und links am Ansatz der Schulterpartie je ein farblich hervorgehobenes, weitenverstellbares und 12 cm langes Gummiband. Diese elastischen und gut fixierten Aufnahmen eignen sich hervorragend dafür, zusammengefaltete Stöcker zu befestigen. Solche Stöcker eignen sich beim Wandern und Laufen z.B. dazu, bei Anstiegen die Beine zu entlasten oder in schwierigem Gelände Halt und Balance zu bewahren, doch werden sie selten durchgehend benötigt. Die Stockaufnahme an dieser Weste finde ich wirklich gelungen. Zwar können die Stöcker nicht während des Laufens verstaut oder entnommen werden, doch sitzen sie dafür umso besser. Der Platz ist oben auf der Rückenpartie optimal, da hier das Gepäck am wenigsten hin und her schwankt. Zudem sitzen die Stöcker direkt nah am Körper, was das hin und her Baumeln zuverlässig unterbindet.
Unten auf den Rückentaschen befindet sich ein 6 x 1.5 cm großer Riemen, der zur Aufnahme einer ansteckbaren Lampe dient. Ein solches Rücklicht ist bei Nachtläufen die optimale Ergänzung zu einer Kopflampe, wobei ich gemerkt habe, dass sich die Befestigung des Rücklichts rückseitig am Stirnband der Kopflampe für mich noch eher anbietet.
Viel mehr Befestigungsmöglichkeiten für an der Außenseite der Weste zu fixierendes Equipment gibt es dann auch nicht. Das ist jedoch auch eine Einschränkung die Sinn ergibt, da einen so nichts dazu verleitet später störend herumbaumelnden Ballast an die Weste zu binden.


Besonderheiten
Die Riemen sind genau das, was die letzte Passformoptimierung ermöglicht. Zusammen mit dem vorgeformten etwas elastischem Material der Weste ergibt sich ein sehr guter und nahezu rutschfreier Sitz, mit der Flexibilität auch mal eine Fleece- oder dünne Daunenjacke samt Regenbekleidung darunter zu ziehen.
In der rechten Brusttasche, in der sich eine der Flaschen befindet, hängt an einem kleinen Band eine Pfeife. Gerade auf minimalistischen Touren ist im Fall der Fälle möglicherweise nicht alles zur Selbsthilfe benötigte zur Hand. Und um Hilfe rufen ist gar nicht so einfach, wie man denkt. Nicht nur, dass die Stimme schnell versagt, wenn die Puste dafür überhaupt noch da ist, ein schriller und hoher Ton ist auch deutlich weiter zu hören.
Die Weste kommt zusammen mit 2 500 mL Soft-Flasks. Diese wurden von HydraPak gefertigt und sind genau auf die Weste angepasst. Ein ovaler Querschnitt sorgt dafür, dass die ohnehin nicht reibenden weichen Flaschen noch besser an der Brust anliegen. Der steife Kragen und Deckel der Flasche lässt sich am Saum der Tasche mit einem innen angenähten Gummiband fixieren und der Trinkhalm mit Beißventil steht von selbst, kann aber zusätzlich hinter einem Riemen gesichert werden. Das Ventil hält optimal dicht und lässt beim Draufbeißen erstaunlich viel durch.
Die Weste an sich ist kompatibel mit Trinksystemen, die etwa 2 L fassen können. Natürlich geht da an sich jede Trinkblase, die etwa die richtigen Maße hat, doch befindet sich an der Weste ein Extra, dass versucht eine entsprechende Blase von Osprey nahe zu legen. Am Brustgurt findet sich ab Werk ein entfernbarer Magnethalter, an dem sich ein entsprechender Trinkschlauch fixieren lässt, sodass dieser nicht störend herumbaumelt.


Meine Beladung
Indem ich einmal umreiße, was ich auf sportlichen und langen Outdoor-Touren in der Weste verstaue bzw. wie ich es an ihr befestige, möchte ich einmal verdeutlichen, was alles mit nur 6 L Volumen möglich ist. Und diese Kombination aus griffbereiter Verpflegung, komfortabler Pausen- und zusätzlicher Notfallausrüstung, die sich mit dieser Weste so transportieren lässt, dass Laufen möglich ist oder eine Wanderung einem wie ein lockerer Spaziergang vorkommt, ist genau das, was ich an ihr so schätze.
Vorn: In den Brusttaschen bietet sich an, was vermutlich jeder einpacken würde. Wasser, Riegel, Gele etc. außer der nötigen Verpflegung findet bei mir höchstens noch mein Handy Platz in der Napoleon-Tasche.
Eine schöne Modifikation wäre lediglich das ersetze einer der Soft-Flasks durch den Katadyn-Wasserfilter BeFree. Diese Soft-Flask-Filter-Kombination ermöglicht es dann unterwegs leichter nachzutanken.
Seitlich: Ansonsten nehme ich in einer der seitlichen Einschubtaschen eine Falttasse und evtl. noch einen kleinen Filter mit. So bleibt die Weste an sich auch auf langen Touren leichter, da mir der Liter vorn meist reicht und ich so auf zusätzliches Wasser auf dem Rücken verzichten kann. Zusätzlich findet dann oft Extra-Verpflegung, Nüsse, aber auch Getränkepulver und Elektrolyttabletten in einer der Seitentaschen Platz.
Hinten: Auf dem Rücken tummelt sich dann so einiges. Die Trinkblasen-Tasche bleibt meist leer, in der kleinen Tasche findet neben Klopapier und Erfrischungstüchern die kleine Apotheke, bestehend aus Tape, Blasenpflastern Wärmepads und Wärmecreme, Platz. Auf kritischen Nachttouren sind sogar für alle Fälle Magenberuhiger, Koffein- und Schmerztabletten am Start. Im großen Hauptfach nehme ich dann eine Rettungsdecke in Schlafsackform Regenbekleidung und zusätzliche Verpflegung mit und in der großen Einschubtasche hat immer noch eine dünne daunengefütterte Pausenjacke in einem wasserdichten Packsack Platz.
Oben auf: Auf die Weste schnalle ich gern meine faltbaren Carbon-Stöcke. Gerade für die An- und Abreise oder auf nicht so technisch anspruchsvollen Passagen ein Segen, diese nicht permanent in den Händen halten zu müssen.
Hier siehst du was ich auf meine erste 50 km Tour mitgenommen habe. Dazu kamen noch Verpflegung, sowie eine Pausen- und eine Regenjacke. Mittlerweile habe ich die Falttasse durch eine leichtere von Salomon ersetzt, das Sitzkissen weggelassen und einen meiner Wasserfilter, sowie Wärmesalbe ergänzt.

Optik und Haptik
Die Weste sieht wirklich schick aus. Die rote Variante fällt etwas mehr ins Auge, als die schwarze, beide sehen aber modern und technisch aus. Die aufgedruckten Beschriftungen und Akzente halten zudem sehr gut und werden erst nach einer ganzen Weile etwas abgewetzt aussehen. Auch das Mesh Gewebe scheint nicht von der schnell ausleiernden oder Fäden ziehenden Art zu sein. Auch komplett vollgestopft macht die Weste einen aufgeräumten und gut organisierten Eindruck, auch wenn der entsprechende Überblick nicht unbedingt bei einem selbst besteht.
Die verwendeten Materialien fassen sich gut an, fühlen sich auch mit nur einem sehr dünnen T-Shirt darunter angenehm an und scheinen zugleich robust und gut verarbeitet. Die Verschlüsse sind leicht und minimalistisch gehalten, erlauben aber vor allen eine einfache Bedienung. Selbst mit dünnen Handschuhen ist die Handhabung kein allzu großes Problem. Einen großen Vorteil bieten dabei die durch Kunststoffenden auf gespreizten Schlaufen an den Reisverschlüssen der Rückenpartie.


Materialien
Verbaut sind laut Hersteller 70D X 140D starke Ripstop Nylon Gewebe. Diese sind ohne PU oder Silikon Beschichtung im besten Falle wasserabweisend, aber nicht dicht. Ob sich hier Imprägniermittel wie die von Nikwax sinnvoll anwenden lassen ist bei dem ganzen Mesh auch fraglich. Ich nutze bei schlecht Wetter einfach einen leichten wasserdichten Packsack, der zugleich dazu dienen kann eine leichte Daunenjacke zu komprimieren. Die Materialien machen aber alle samt einen hochwertigen und stabilen Eindruck. Und die verwendeten Reisverschlüsse und Schnallen sind von den Marktführern YKK und WJ.


Daten
- Volumen: 6 L (Herstellerangabe)
- Taschenanzahl: 11 (5 vorn, 6 hinten)
- Gewicht: 320 kg (Herstellerangabe)
- Gewicht: 420 g (selbst gemessen, mit Flaschen, sonst leer)
- Maße: 41 x 20 x 13 cm (Herstellerangabe)
- Maße: 38 x 40 x 5 cm (H x B x T – leer und selbst gemessen)
- Maße: 40 x 25 x 22 cm (H x B x T – bepackt und selbst gemessen)
- Packmaß: 30 x 10 cm (selbst gemessen, leer, zusammengerollt)
- Lastbereich: 0 - 15 kg (Herstellerangabe)
- Lastbereich: 3 - 5 kg (meine Empfehlung)
- Wasserdichte: nicht wasserdicht, aber mit etwas Imprägnierung gut abweisend
- Regenhülle: nicht vorhanden
- Farben: Rot/Weiß (Phoenix Red), Schwarz (Alpine Black)
- Größen: S/M (86 - 102 cm), M/L (94 - 112 oder 99 - 114 cm)
- Variante: Duro für Männer, Dyna für Frauen
- Garantie: Online Registrierung erforderlich
- Haupt-Material: 70D X 140D Ripstop Nylon


Einordnung
Mittlerweile sind alle meine Rucksäcke, ob großer oder kleiner Wanderrucksack oder Daypack, mit einem Trinksystem kompatibel. Ein Standard, der sich fest etabliert hat. Doch ist dies in den Rucksäcken entweder ein Extra, das sich mit den übrigen Funktionen arrangieren muss, oder sie sind zu sehr darauf spezialisiert und festgelegt. Zum Beispiel kommen sich bei den Wanderrucksäcken das Wasser und die eingepackte Ausrüstung insofern in die Quere, dass die Ausrüstung bei schwindendem Wasservorrat weniger fest gepackt ist und beim Auffüllen erst gelockert oder sogar vorübergehend aus dem Rucksack entnommen werden muss. Die Trinkrucksäcke auf der anderen Seite handeln das Trinksystem sehr gut, verfügen aber über kaum oder gar keine Möglichkeiten weitere Gegenstände mit zu führen. Geschweige denn, dass sie es schaffen das Gewicht vom Rücken weg zu verteilen oder optimal zu fixieren.
Diese Weste hingegen schafft den Spagat zwischen sich selbst anpassenden Taschen und einem komfortablen Sitz auf der einen und einem gut verteilten und fixierten Gewicht auf der anderen Seite. Mit ihrem ausreichenden und nicht zum Überladen einladend geringem Volumen ist sie aus meiner Sicht perfekt für besonders Sportliche Touren.
Ich habe sie selbst bereits für Fast-Hikes von 50 km am Stück, Pack-Running Touren mit Minimalst-Ausrüstung und einige Halbmarathons benutzt und werde in all diesen Bereichen nie wieder nach einem herkömmlichen Rucksack greifen.

Resümee
Von all den Lauf- und Trinkwesten in all den verschiedenen Größen finde ich diese hier am passendsten. Zumindest funktionieren die 6 L für mich ganz gut. Ich starte meine Aktionen gern autark, alles dabei zu haben schafft eine gewisse Freiheit, die ich mir gerne leisten mag. Und 6 L verleiten zugleich nicht allzu sehr dazu sich so viel aufzuladen, dass Laufen nicht mehr möglich ist.
Trailrunning auch über lange Strecken und Nachtwanderungen wie neulich mit 50 km und 1500 hm im Harz sind so selbst im eisigen Frühjahr kein Problem. Ultraleichte Pack-Running Touren plane ich eh nur für die Sommerzeit und auch da ist mit nur 6 L und passendem UL Equipment was möglich. Was ich von der Weste an sich, dem Design, Funktionen und Co. halte habe ich denke ich ausführlich erläutert. Ein letztes und an sich durchaus angebrachtes Lob verkneife ich mir hier aber. Denn gutes Equipment wird schnell mit Lob aufgeladen, bewundert und scheint einem mit etwas finanziellem Aufwand mehr Spaß oder gar Leistung da draußen zu verleihen. Aber mal ehrlich, das Equipment hilft, ist aber nicht die Lösung selbst. Viel entscheidender ist Spaß bei der Sache und für das ein oder andere Vorhaben die entsprechende Vorbereitung in puncto Training, Planung, Fokus etc. Als raus mit euch!