Solider, preiswerter Teller für Touren und Camping
VORTEILE
- preiswert
- recht leicht
- gut verstaubar bei Touren
- durch Vertiefung kann man auch auf dem Schoß essen
- langlebig (bei guter Pflege)
- geschmacksneutral
NACHTEILE
- Farbvarianten könnten optisch schöner sein
- erhitzt sich stark
- zerkratzt schnell
BEWERTUNG
Tester: Christian
Testprodukt: Origin Outdoors Emaille Teller blau 26 cm flach
Testzeitraum: 6 Wochen
Zum Hersteller/zur Service-Company: Das Produkt wurde mir gemeinsam mit sieben weiteren Produkten von der Relags GmbH zur Verfügung gestellt, die 1985 gegründet wurde und als Importeur, Hersteller und Servicecompany im Bereich Outdoor-Hardware in Europa fungiert.
So bedient sie heute mehr als 1.200 Kunden im europäischen Bereich mit über 4.000 Artikeln. Mir persönlich hat die Firma bisher nichts gesagt und ich war direkt sehr begeistert, wie viele Artikel der Online-Shop enthält.
Was für mich jedoch nicht durchsichtig ist, ob man dort nur als Händler oder auch als Privatperson bestellen kann und wie der Bestellvorgang abläuft (lediglich den Hinweis Versand oder Abholung bei Ihrem Fachhändler fanden wir auf der Webseite). Mehr Infos zum Händler findet ihr auf dessen Webseite. (Anmerkung der Redaktion: Relags GmbH tritt ausschließlich als Großhändler auf. Die Produkte der Marken ORIGIN OUTDOORS und BASICNATURE werden über den gut sortierten Outdoor-Einzelhandel für Endverbraucher angeboten. Siehe Preisvergleich links.)
Für alle Interessierten möchten ich nicht unerwähnt lassen, welche Testprodukte wir alle von der Relags GmbH erhalten haben:
- Isolierflasche „Active“ der Marke Origin Outdoors
- Lunchbox „Bamboo“ der Marke Origin Outdoors
- Bienenwachstücher der Marke Origin Outdoors
- Bundeswehrbesteck „Titan“ der Marke Origin Outdoors
- Emaille Teller der Marke Origin Outdoors
- Titanbecher der Marke BasicNature
- Picknickdecke „Beach“ der Marke BasicNature
- Grill- und Feuerschale „Hexagon“ der Marke Origin Outdoors



Produktbeschreibung des Herstellers: Der Hersteller beschreibt den Teller als langlebig, geschmacksneutral, einfach zu reinigen und sehr leicht. Zudem verweist er auf die glatte Oberfläche, die bakterienhemmend sei. Aus diesem Grund eignet er sich vor allem für Grillen, Wandern und Camping.
Optik/Material:
Den Teller gibt es in den beiden Farben Blau und Oceangrün sowie in den zwei unterschiedlichen Ausführungen tief und flach. Ich habe die flache Ausführung in der Farbe Blau als Testprodukt erhalten. Zwar ist es gemeinhin Geschmackssache, wie die Optik eines Produktes wirkt, jedoch gefällt mir die Farbe des Tellers nicht wirklich. Dieser Aspekt ist aber gerade bei einem Teller wichtig, denn das Auge isst ja bekanntlich mit. Obwohl das Design recht ruhig wirkt, hat der Hersteller kleine, hellere Farbpigmente eingebracht, sodass der Teller nicht ganz so langweilig erscheint. Des Weiteren befindet sich am Tellerrand eine Umkantung in Edelstahl, die den Teller „schön“ abrundet.
Das robuste Material aus dem der Teller besteht, wird aus einer Verbindung aus Glas und Stahl hergestellt. Diese wird bei sehr hohen Temperaturen gebrannt, sodass das Produkt eine sehr lange Lebenszeit haben soll. Und das kann man sich direkt vorstellen, wenn man den Teller zum ersten Mal in der Hand hält: Er ist so fest, dass es sich mit den bloßen Händen nicht verformen lässt. Lediglich beim darüberstreichen fühlt es sich so an, als hätte die Beschichtung kleine Luftblasen. Ob dies normal ist, kann ich zwar nicht abschließend beantworten. Ich gehe aber mal davon aus.

Der silberfarbene Edelstahlrand ist hingegen einwandfrei verarbeitet.


Insgesamt hat der Teller ein Gewicht von 253 Gramm. Im Vergleich zu einem Teller aus Kunststoff (auch wenn man diese beiden eigentlich nicht vergleichen kann) ist er damit etwa dreimal so schwer. Hinsichtlich des Aspektes, dass es sich allerdings um ein sehr langlebiges Produkt handelt und dieses geschmacksneutral ist, kann der Aspekt des Gewichtes meines Erachtens vernachlässigt werden.

Größentechnisch hat der Teller einen Durchmesser von 26 Zentimeter, wobei die Fläche für das Essen ca. 19 Zentimeter beträgt. Im Vergleich mit klassischen Porzellantellern, die man gewöhnlich Zuhause verwendet, verfügt das Produkt somit über eine ähnliche Mittelfläche. Gerade für meine Person, dem bisher bei Outdoor-Touren der Platz im Inneren der Brotdose ausreichte, ist der Teller groß genug für eine Mahlzeit in der Natur.



Reinigung/Hygiene: Aufgrund der glatten Materialoberfläche lässt sich der Teller super reinigen. Auf Touren kann man ihn sehr leicht am Ende der Pause unter fließendem Wasser säubern – beispielsweise auch mal in einem „sauberen Bach“ – und mit einem Tuch trocken reiben. Wenn es draußen warm ist trocknet der Teller nach dem Abwaschen aber auch schnell. So bekommt man ihn ganz einfach „transportsauber“ und vermeidet Verunreinigungen im Inneren des Rucksacks.
Noch einfacher ist die Reinigung Zuhause (nach den Wanderungen). Hier kann man ihn schnell mit Wasser und Spülmittel säubern oder ohne Probleme in die Spülmaschine stecken (da er spülmaschinenfest ist).
Dabei sollte man allerdings in keinem Fall Scheuermittel oder einen Stahlschwamm benutzen, da hierdurch die Emaille-Schicht beschädigt wird.
Praxiseinsatz: Bei Rucksacktouren ist der Teller aufgrund seiner Größe recht gut im Rucksack zu verstauen. Dabei sollte man jedoch aufpassen, dass er beim Transport keinen Kontakt zu anderen Gegenständen aus Metall hat, da die entstehenden Geräusche sonst stören. Aus diesem Grund habe ich ihn immer hochkant, direkt am Rücken verstaut.
Beim Essen bietet der Teller genügend Platz für Speisen unterschiedlicher Art. Brötchen, Gemüse, Fleisch und vieles mehr kann man problemlos aus dem Teller essen. Was mich diesbezüglich allerdings sehr begeisterte und wo der Teller punkten konnte, war die Tatsache, dass man aus dem Teller (obwohl es die flache Variante ist) auch sehr gut Eintöpfe essen kann. Für Suppen ist der Teller allerdings zu flach. Da der Teller geschmacksneutral ist, schmeckt alles so, wie es schmecken soll.

Zudem finde ich auch die Vertiefung ganz gut, da diese tief genug ist, dass man problemlos den Teller beim Essen auf dem Schoß haben kann. Hierbei sollte man dann jedoch beachten, dass das Essen nicht zu heiß ist, da sich das Material doch schnell aufheizen kann und dann Verbrennungsgefahr besteht.
Außerdem konnte ich sehr schnell feststellen, dass man beim Schneiden im Teller sehr vorsichtig sein muss. Bereits nach einer Mahlzeit, bei der ich Fleisch mit dem Bundeswehrbesteckset geschnitten hatte, konnte ich kleine Kratzer in der Oberfläche sehen. Auch wenn ich bereits vorher die Hypothese hatte, dass bei häufigem Schneiden irgendwann kleinste Kratzer auftreten würden, so war ich ehrlich gesagt überrascht, dass so schnell die Emaille-Schicht Beschädigungen aufweist. Werden diese Kratzer größer, besteht die Gefahr – wie ich herausgefunden habe – dass Splitter in die Nahrung gelangen können oder sich Keime in den Rillen ansiedeln. Dann ist es sinnvoll den Teller zu entsorgen.

Fazit: Der Teller von Origin Outdoors lies mich zunächst einen schönen Backflash erleben, in dem er mich wegen des Emaille an meine Retrotasse aus selbigem Material erinnerte, aus der ich bei meiner Ur-Großmutter immer warme Milch trinken und mich daran wärmen durfte. Schon damals glänzte das Material aufgrund seiner Stabilität und Langlebigkeit. Da der Teller zudem genügend Platz für eine Vielzahl von Speisen bietet, würde ich ihn besonders Menschen empfehlen, denen der nachhaltige Aspekt wichtig ist und die gerne ausgiebigere Pausen bei ihren Touren einlegen.



Er ist meines Erachtens sowohl für Wanderungen und Camping-Touren, als auch beim Barbecue geeignet. Was ich persönlich nicht ganz so schön finde, ist die Farbe des Tellers – dies ist aber Geschmacksache. Hier gibt es meines Erachtens schönere Designs. Auch wenn der Teller für mein Befinden bereits früh kleinste Kratzer durch den Schneidevorgang aufweist, ist der Preis des Produktes vollkommen in Ordnung, da man hier einen Teller erwirbt, den man trotzdem langfristig nutzen kann, wenn man ihn etwas mit Vorsicht behandelt. Alles in allem kann man hier nicht viel falsch machen.