Großer Rucksack m. praktischem Verschlusssystem zu top Preis
VORTEILE
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- viel Platz innen und zwei Seitentaschen
- praktischer Verschluss mit Rollsystem
- Regenschutz dabei
- Helmhalterung dabei
- Öffnung von oben und von vorne
NACHTEILE
- wenig Fächer innen, bzw. zu klein
- Rückenteil verformbar
- Reißverschluss vorne zusammen verbunden
- keine Damenvariante mit schmälerem Rückenteil
BEWERTUNG
Ein Rucksack ist essentiell auf egal welcher Tour. Wandern, Klettersteig, Skitour, Sportklettern, ohne Rucksack geht nichts. Und bei einigen Touren reicht der kleinere Tagesrucksack nicht aus und etwas größeres muss her. In diesem 40 L Rucksack "Antares" von Nordkamm hat definitiv vieles Platz und man ist auch für größere Vorhaben gut ausgerüstet.


Fächer
Der Antares 40L besteht hauptsächlich aus einem sehr großen Fach, in das auch wirklich viel hinein passt. Die komplette Ausrüstung für einen Tag Sportklettern inklusive Seil im Rucksack hat problemlos Platz. Innerhalb dieses Fachs gibt es an der rückenabgewandten Seite noch ein kleines mit Klettverschluss verschließbares Mesh-Fach und am Rücken ein Einsteckfach für die Trinkblase. Dass das kleine Fach mit Klett verschlossen ist finde ich etwas unpraktisch, ich finde Reißverschlüsse besser, aber es ist auch so gut nutzbar. Das große Fach wird mit durch Einrollen und mit einem Steckverschluss verschlossen.
Dieses Verschlusssystem finde ich sehr praktisch, da man dien Rucksack individuell genau so groß machen kann wie man ihn gerade braucht. Auch wenn man ihn nur auf eine Wanderung mitnimmt und nur wenig dabei hat, nervt er so nicht und kann gut verkleinert werden. Zusätzlich hat er noch oben ein kleines Reißverschluss-Fach, wo man von außen hin kommt ohne den Rollverschluss öffnen zu müssen. Dort passt gerade Geldbeutel, Handy und Schlüssel rein. Ich fände es etwas praktischer, wenn dieses Fach größer wäre oder es noch ein weiteres solches Fach gäbe, da ich gerne die kleineren Sachen in ein anderes Fach packe um sie schnell zu finden, zum Beispiel Sonnenbrille, Taschentücher, Sonnencreme o.ä., was sonst in den Tiefen des großen Rucksacks länger gesucht werden muss.
Praktisch ist aber auf jeden Fall, dass das große Fach auch von hinten mit zwei Reißverschlüssen geöffnet werden kann, so kann man dann wieder viel leichter den gesamten Rucksack durchsuchen und auch an die Dinge von ganz unten schnell heran kommen. Ein kleiner Nachteil ist aber, dass man immer beide Reißverschlüsse aufmachen muss, da beide miteinander verbunden sind. Dadurch ist die Öffnung zwar sehr groß, was praktisch ist, wenn man möglichst leicht an die Dinge kommen möchte, allerdings fällt dafür auch alles raus, wenn man den Rucksack nicht hinlegt.
Könnte man die Reißverschlüsse einzeln bedienen, könnte man auch den stehenden Rucksack so öffnen, um etwas von unten herauszuziehen. Dieser "Streifen", den man öffnen kann, ist oben mit einem stabilen Klett befestigt, und so geht er auch definitiv nicht von alleine auf, was natürlich sehr problematisch wäre. Das ist aber sichergestellt, dass das nicht passieren kann. Außen am Rucksack sind sowohl rechts als auch links Einsteckfächer für Trinkflasche o.ä. Das finde ich auch sehr praktisch, da man einerseits mehr Platz innen hat, wenn man mal wirklich viel dabei hat, und andererseits man schnell und leicht an die Trinkflasche (oder auch anderes) dran kommt, ohne den Rucksack aufmachen zu müssen. Mit den Gurten darüber kann man die Trinkfalsche auch fixieren, dass sie nicht herausfällt, sehr praktisch.
Diese Gurte können auch dafür verwendet werden, den Rucksack vom Volumen her zu verkleinern, wenn man nicht das ganze Volumen braucht und ihn nicht so weit in die Tiefe beladen möchte, um beispielsweise einen angenehmeren Schwerpunkt zu haben. Dafür gibt es auf jeder Seite zwei dieser "Spanngurte", die auch sehr gut funktionieren. Der Rucksack hat also die perfekten Voraussetzungen, um sowohl bei kleineren Touren "verkleinert" eingesetzt zu werden ohne viel zu groß und nervig zu sein, als auch bei größeren Unternehmungen wo der gesamte Platz gebraucht wird und die Trinkflaschen nach außen wandern müssen.
Nicht vergessen darf man bei den Fächern noch die kleineren Taschen am Hüftgurt. Es ist sehr praktisch, dass es zwei davon gibt und sie sind relativ groß, sodass sogar meine Kamera dort Platz hat. Das finde ich sehr toll, da ich sie so immer griffbereit habe und auch sicher verräumt ist. Das einzige, was mich an diesen Taschen stört, ist, dass der Reißverschluss nach hinten geschlossen wird. Ich finde es praktischer, wenn die Taschen zu sind, wenn der Reißverschluss vorne, Richtung Körpermitte, schließt.
Dann sehe ich auch besser, ob sie wirklich zu sind. Was ich außerdem unpraktisch finde, ist, dass der Haken für den Schlüssel in einer dieser Taschen ist. Ich packe den Schlüssel lieber oben rein, und dort ist kein Haken. In der Beckentasche klappert der Schlüssel bei mir nur, was mich beim Wandern nervt.

Rückenteil und Tragesystem
Die Träger des Nordkamm Antares sind dick gepolstert und der verwendete Mesh-Stoff an den Trägern ist angenehm. Ich habe den Rucksack auch mit Top und großem Gewicht getragen und muss sagen, dass die Träger trotzdem angenehm auf der Haut waren. Der Antares hat einen breiten Hüftgurt, der auch angenehm aufliegt und einen Brustgurt, der in mehreren Stufen einstellbar ist. Das Einstellen ist leider nicht stufenlos und auch nicht einfach möglich, man sollte sich auf eine Höhe festlegen und dabei bleiben, unterwegs ist es nicht angenehm. Das finde ich etwas unpraktisch, da ich gerne auf Tour mal das Tragesystem umstelle und mal den Rucksack mehr auf den Schultern und mal mehr auf der Hüfte habe.
Der Hüftgurt lässt sich mit Hilfe eines Klettsystems in 3 Größen einstellen, die auf dem Rucksack markiert sind. Das geht problemlos und ist kein großer Aufwand, so kann man den Rucksack auf verschiedene Körpergrößen einstellen. Die Träger sind oben noch verstellbar, sodass man den Rucksack fest an die Schultern ziehen kann oder ihm auch mehr Spielraum geben. Die Träger sind oben relativ weit auseinander, ich habe sonst hauptsächlich Deuter Rucksäcke mit schmalem Rückenteil (SL Variante), da merkt man schon einen Unterschied. Die schmalen sind mir etwas lieber, aber ich finde den Antares trotzdem nicht unangenehm. Was mich jedoch echt ein wenig stört ist das Rückenteil. Es ist relativ weich, sodass es sehr schnell am Rücken drückt und unbequem ist, wenn man den Rucksack nicht ordentlich packt. Beim Wandern, wenn man hauptsächlich Trinken, Brotzeit und Klamotten im Rucksack hat stört das nicht so, aber Karabiner o.ä. können schon sehr unangenehm sein. Und ein Poporutscher für den effizienten Abstieg im Schnee war auch sehr unangenehm direkt am Rücken, obwohl der eigentlich flach ist. Von manchen anderen Rucksäcken kenne ich das auch, es gibt aber auch welche die dieses Problem meiner Meinung nach nicht haben. Man sollte sich also bewusst sein, dass man diesen Rucksack bewusst packen muss, dann ist er auch bequem.


Befestigungssysteme und Regenschutz
Außen am Rucksack gibt es zwei Befestigungsschlaufen für Pickel, Wanderstöcke o.ä. Diese finde ich sehr angenehm, die Gummis haben einen kleinen Haken, den man einhängen kann, das funktioniert echt super und ist sehr praktisch. Außerdem ist beim Antares eine Helmhalterung dabei, die an vier Schlaufen an der Rucksackvorderseite eingehängt werden kann. der Helm sitzt darin auf jeden Fall sehr fest und so kann man im Rucksack einiges an Platz schaffen ohne dass der Helm außen herum schwingt und nervt. Zusätzlich ist auch noch eine Regenhülle dabei, genauso wie die Helmhalterung in einem praktischen kleinen Säckchen. Damit die Regenhülle nicht unter herunterrutschen kann, wird sie mit einem kleinen Haken eingehängt. Das ist sehr praktisch, es ist mir nämlich schon öfter mal passiert, dass sie verrutscht ist. Außerdem ist ein Gummizug am Rand, sodass die Hülle auf den Rucksack passt, egal wie voll er ist.





Fazit
Ich hatte den Rucksack auf mehreren Wanderungen und Klettertagen dabei. Ich fand es sehr praktisch, dass seine Größe so gut anpassbar ist und er außen zwei Flaschenfächer und zwei große Taschen am Beckengurt hat. Auch das Verschlusssystem und die Möglichkeit, den Rucksack von vorne zu öffnen finde ich sehr angenehm. Mit Helmhalterung und Regenhülle ist man komplett ausgestattet. Gestört hat mich, dass es nur ein kleines Reißverschlussfach gibt und dass man den Rucksack bewusst packen muss, damit er nicht drückt. Zu dem Preis bekommt man auf jeden Fall einen top Rucksack.