Komfortabler Allrounder für Trail und Straße.
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Sehr gutes Allround-Laufgefühl
  • Angenehm komfortables Laufgefühl
  • Guter Grip im Gelände
  • Hoher Schutz im Vorfußbereich
  • Stabiler Sitz im Fersenbereich
  • Gute Mischung für Straße und leichten Trail

NACHTEILE


BEWERTUNG

Tester: Christian (Schuhgröße: 42,5)

Testprodukt: Brooks Ghost Trail

Allgemein
Allgemein2

 Vorab: Nachdem ich schon seit ein paar Jahren immer wieder mit verschiedenen Ghost-Modellen unterwegs bin, konnte ich im letzten Herbst auch den Brooks Ghost 17 testen (dazu gibt’s auch schon einen eigenen Bericht von mir). Umso gespannter war ich jetzt auf die Trail-Version – vor allem darauf, wie sehr sie sich vom Straßenmodell unterscheidet und ob sie im Gelände genauso überzeugen kann. 

Schon bei den ersten Läufen ist mir aufgefallen, dass sich der Trailschuh ziemlich nah am bekannten Laufgefühl des Ghost 17 orientiert. Viele grundlegende Eigenschaften hat Brooks hier beibehalten, was den Einstieg echt angenehm macht – vor allem, wenn man das Straßenmodell schon kennt. Deshalb werden sich in diesem Bericht an einigen Stellen Punkte wiederfinden, die ich so oder ähnlich schon beim Ghost 17 beschrieben habe. Ich versuche daher, den Fokus klar auf die Unterschiede zu legen und am Ende nochmal darzulegen, wie sich die Trail-Version in der Praxis schlägt. 

Optik: Den Brooks Ghost Trail gibt es sowohl als Herren- als auch als Damenmodell – jeweils mit einer ziemlich großen Auswahl an Farbvarianten. Aktuell stehen bei den Frauen sieben und bei den Herren sechs verschiedene Designs zur Auswahl. Beim Herrenmodell reicht das Ganze von eher schlichten Kombinationen wie Grau/Schwarz bis hin zu auffälligeren Varianten wie Atlantic Deep/Black/Green oder Blue/Starfish/Moonlight. Mein Testprodukt hat die Farbkombi Bleached Sand/Rabbit/Bluefish.

Allgemein3

Auch wenn die Optik bei einem Laufschuh nicht das wichtigste Kriterium ist, ist sie mir persönlich auch nicht egal. Schon der Brooks Ghost 17 hat sich im Vergleich zu älteren Generationen optisch echt weiterentwickelt und wirkt deutlich moderner. Beim Ghost Trail hat Brooks meiner Meinung nach aber noch einmal einen draufgesetzt.

Was mir besonders gefällt, ist, dass das Design insgesamt ziemlich stimmig wirkt. Es gibt mit Beige und Grau zwei eher ruhige Grundfarben, die dann durch gelb-türkisblaue Akzente ergänzt werden. Diese Farbakzente ziehen sich wirklich durch den ganzen Schuh – vom Logo an der Seite über die 3-D-Struktur im Obermaterial, die Zunge und Schnürsenkel bis hin zur Lasche hinten und sogar Details an der Sohle sowie innen im Schuh. 

Logo
Design

Dazu kommen noch kleinere Designdetails, wie eingearbeitete Materialbezeichnungen an der Sohle. Ein nettes Extra ist auch der „Ghost“-Schriftzug, der ziemlich unauffällig hinten in den Schuh eingeprägt ist, was irgendwie ganz gut zum Namen passt.

Ghost Logo

Auch wenn die Farbgebung insgesamt eher hell ist, hatte ich nicht das Gefühl, dass der Schuh super schnell dreckig aussieht. Klar, ein bisschen Schmutz bleibt bei Trails nicht aus, aber er fällt meiner Meinung nach nicht so extrem auf, wie man vielleicht zuerst denken würde.

Obermaterial: Hier finde ich zunächst den Nachhaltigkeitsaspekt gut: Laut Brooks bestehen 62,3 % des Obermaterials aus recycelten Materialien. Insgesamt macht der Schuh einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung passt, die Nähte sind sauber gesetzt und es steht nichts störend ab.

Beim Mesh-Obermaterial selbst habe ich im Vergleich zum Brooks Ghost 17 auf den ersten Blick gar nicht so große Unterschiede gemerkt. Wenn man genauer hinschaut (und läuft), fällt aber auf, dass die Struktur etwas feiner ist. Dadurch wirkt der vordere Bereich etwas flexibler, gleichzeitig aber auch robuster. Der Schuh passt sich vorn gut an den Fuß an, ohne labbrig zu wirken.

Mesh

Ein klarer Unterschied zum Ghost 17 ist die zusätzliche 3D-gedruckte Schicht, die im Zehenbereich und seitlich angebracht ist. Gerade im Gelände macht das echt Sinn, weil der Fuß dadurch besser vor Stößen gegen Steine oder Äste geschützt ist.

Druck

Richtig positiv überrascht hat mich der Fersenbereich. Genau da hatte ich beim Ghost 17 noch ein bisschen Kritik, weil sich die Verstärkung für mich nicht ganz rund angefühlt hat. Beim Ghost Trail hat Brooks das deutlich besser gelöst: Die Verstärkung ist breiter und gibt dem Schuh hinten spürbar mehr Stabilität. Praktisch finde ich auch die Lasche in diesem Bereich, die man von vielen Trailschuhen kennt. Diese hilft beim Reinschlüpfen und ist ganz nützlich, wenn man die Schuhe mal außen am Rucksack befestigen will.

Hinten

Außerdem hat Brooks am sogenannten „Kickback“-Fersenkragen festgehalten, der leicht von der Achillessehne weggeht. Das sorgt dafür, dass weniger Druck und Reibung entsteht – ich hatte zumindest das Gefühl, dass das ganz gut gegen Blasen hilft. Gleichzeitig ist der Bereich angenehm gepolstert und stabilisiert den Fuß, ohne einzuengen. Zusammen mit der weich gepolsterten Zunge sitzt der Schuh insgesamt sicher und bequem – und durch die Form kommt man beim Anziehen sehr leicht rein.

Schnürung: Bei der Schnürung hat Brooks im Vergleich zum Brooks Ghost 17 doch einiges verändert. Statt der klassischen Schnürung mit 14 Ösen gibt es hier nur noch 12 „Löcher“ plus eine zusätzliche Option an der Lasche. Anders ist auch, dass die beiden mittleren Ösen gar keine klassischen Löcher mehr sind, sondern kleine Schlaufen. 

Schnürsenkel

Ich selbst habe beim Laufen meistens nur zehn Ösen genutzt und das oberste Paar ausgelassen, weil mir dort sonst etwas zu viel Druck auf dem Spann entsteht – das kenne ich allerdings auch von anderen Laufschuhen schon.

Die Schnürsenkel selbst sind deutlich flacher und wirken auf mich auch etwas elastischer als beim Ghost 17. Dadurch lässt sich der Schuh insgesamt fester schnüren, ohne dass es direkt unangenehm wird. Gerade im Spannbereich bringt das spürbar mehr Flexibilität, während der Halt trotzdem gut bleibt.

Obwohl ich eigentlich eher dünnere, weniger gepolsterte Zungen bevorzuge, hat mich die Umsetzung hier echt überzeugt. In Kombination mit der Schnürung ergibt sich ein sehr angenehmer Sitz – fest, aber nicht drückend.

Sohle: Während Brooks beim Herzstück des Schuhs, der Zwischensohle, wie beim Ghost 17 weiterhin auf die stickstoff-injizierte DNA-LOFT-v3-Dämpfung setzt, hat sich bei der Außensohle des Brooks Ghost Trail dagegen deutlich mehr getan.

Die Zwischensohle war mir vom Ghost 17 bereits gut bekannt, sodass ich mich nicht groß umstellen musste. Das typische, angenehm weiche Laufgefühl hatte ich sofort wieder. Der Schuh läuft sich insgesamt sehr komfortabel beim Aufsetzen, und die Dämpfung ist wie gewohnt stark. Besonders die im Vergleich zu älteren Modellen reduzierte Sprengung sorgt für ein natürliches und angenehmes Abrollverhalten. Insgesamt wirkt die Dämpfung weich, aber nicht schwammig – eher genau richtig dosiert. Der Fuß rollt gleichmäßig ab, Stöße werden sauber abgefangen und das Laufgefühl bleibt durchgehend rund und harmonisch.

DNA

Deutlich verändert hat Brooks allerdings die Außensohle. Hier kommt beim Ghost Trail ein 3-Millimeter-Stollenprofil zum Einsatz, das mich in den Testläufen wirklich positiv überrascht hat. Die Struktur bietet sehr guten Grip, gerade auch auf nassem Untergrund, und sorgt für ein sicheres Auftreten. Besonders bei bergab führenden Passagen hatte ich nie das Gefühl, wegzurutschen. Aber auch bergauf sowie bei schnellen Richtungswechseln konnte ich mich jederzeit auf den Schuh verlassen.

Sohle3
Sohle2
Sohle4

Ergänzend dazu ist auch die mir bereits bekannte Innensohle wieder sehr bequem. Sie liegt stabil im Schuh, verrutscht nicht und lässt sich bei Bedarf problemlos herausnehmen – was ich praktisch zum Lüften oder Reinigen finde.

Innensohle

Praxiseinsatz und Alltag: Ich habe den Brooks Ghost Trail bei Läufen unterschiedlicher Länge bis etwa 20 Kilometer getestet – sowohl auf der Straße als auch auf Trail-Abschnitten und bei unterschiedlichen Intensitäten. Dadurch kann ich sagen, dass ich ihn für sehr schnelle Einheiten oder auch für Wettkämpfe eher weniger empfehlen würde, da es dafür aus meiner Sicht passendere Modelle gibt.

Was man dem Schuh aber definitiv anmerkt: Er ist eine sehr gelungene Weiterentwicklung des Straßenmodells Brooks Ghost 17. Der Komfort ist hoch, und das Laufgefühl bleibt über die gesamte Distanz angenehm konstant. Trotzdem würde ich ihn nicht als reinen Trailschuh einordnen, sondern eher als Allrounder, mit dem man problemlos auch abseits der Straße unterwegs sein kann – also auf Schotter, Waldwegen und leichten Trails.

Für echte, technisch anspruchsvolle Trails gibt es im Sortiment von Brooks meiner Meinung nach bessere Alternativen, zum Beispiel den Cascadia.

Für Läuferinnen und Läufer, die gerade erst in den Trailbereich einsteigen oder einfach mal etwas mehr abseits der Straße laufen möchten, ist der Ghost Trail aber eine wirklich gute Wahl. Er bietet viel Flexibilität, eine angenehme Dämpfung auf der Straße und gleichzeitig ausreichend Stabilität und sehr verlässlichen Grip im Gelände.

Für längere und technisch schwierigere Distanzen im alpinen Bereich ist er allerdings eher nicht gedacht – dafür stößt er dann doch an seine Grenzen.

Praxis1
 PRaxis2

Fazit: Der Brooks Ghost Trail ist für mich eine sehr gute Weiterentwicklung des Ghost 17. Die größte Stärke liegt für mich ganz klar in seiner Vielseitigkeit. Auf der Straße läuft er sich weiterhin komfortabel, weich und rund, gleichzeitig hat man durch die überarbeitete Außensohle mit Stollenprofil aber deutlich mehr Sicherheit im Gelände. Im Unterschied zum Ghost 17 hat sich auch beim Obermaterial, der Passform und der Schnürung einige Dinge verändert, wodurch der Schuh insgesamt etwas „trailiger“ ist, ohne seinen komfortablen Charakter zu verlieren. Trotzdem muss ich auch sagen: Der Ghost Trail ist kein spezialisierter Trailschuh für anspruchsvolles Terrain.

Insgesamt ist er aber ein starker Allroundschuh, weshalb ich ihn für den Einstieg in den Trailbereich empfehlen würde.

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IM TEST

Test: MAIER SPORTS Metor rec W - Outdoorjacke, Damen


MAIER SPORTS Metor rec W - Outdoorjacke, Damen

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Die perfekte Jacke für wechselhafte Bedingungen.
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Starke Thermoregulation
  • Sehr gute Atmungsaktivität
  • Effektiver Windschutz
  • Leicht & kompakt
  • Funktionale Details
  • Zuverlässiger Wetterschutz

NACHTEILE


BEWERTUNG

Über den Hersteller

Karpos ist eine vergleichsweise junge Marke, blickt jedoch auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurück. Ihre Wurzeln liegen in der Manifattura Valcismon, einem Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Textilproduktion.

Gegründet wurde Manifattura Valcismon im Jahr 1946 von Olindo und Irma Cremonese in einem kleinen Ort am Fuße der Dolomiten. Was einst als kleine Wollspinnerei begann, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem international erfolgreichen Hersteller hochwertiger Sportbekleidung. Die Verbindung aus traditionellem Handwerk, Innovation und Leidenschaft für den Bergsport prägt bis heute die Philosophie der Marke.

Fakten und Zahlen

  • Hauptsitz: Fonzaso, Italien
  • Mitarbeiter: ca. 500 in 10 Ländern (56 % weiblich / 44 % männlich)
  •  
  • 1972: Beginn der Produktion von Langlaufbekleidung
  • 1983: Einstieg in den Radsportbereich
  • 2007: Gründung von Karpos – Fokus auf Outdoorbekleidung (z. B. Skibergsteigen, Trailrunning)
  • Muttergesellschaft: Manifattura Valcismon (MVC Group)
    • Weitere Marken: Sportful und Castelli 

Das Testprodukt

Unter dem Motto „Leicht, schützend und bereit für den Weg“ präsentiert sich die Karpos Lavaredo Evo W Jacket als vielseitige Outdoorjacke für sportliche Aktivitäten.

Verpackung und Lieferung

Produktdetails

  • Einsatzbereich: Trailrunning, Mountainbike, Trekking
  • Größen: XS–XXL (Testgröße: S, Farbe: BEET RED/VULCAN)
  • Passform: Slim Fit
  • Farben: 5 Varianten verfügbar
  • Gewicht: ca. 206 g 

Material

  • Hauptmaterial: 100 % Polyamid
  • Futter: 100 % Polyester
  • Rückseite, untere Ärmel und Bündchen: 73 % Polyamid, 27 % Elasthan 

Ausstattung und Aufbau

Die Jacke überzeugt durch eine durchdachte Konstruktion und funktionale Details:

  • Zwei seitliche Einschubtaschen mit Reißverschluss zur sicheren Aufbewahrung von Kleinigkeiten
  • Flache Belüftungsöffnungen im Achselbereich für eine effektive Temperaturregulierung
  • Strategisch platzierte Isolierung für optimale Wärmeleistung bei gleichzeitig hoher Bewegungsfreiheit
  • Elastische Bündchen an Saum und Ärmeln für einen sicheren Sitz und zusätzlichen Komfort
  • Integrierte Daumenlöcher für besseren Sitz
  • Anatomisch geschnittene Kapuze

Einschubtasche mit Reißverschluss
Strategisch platzierte Isolierung

Testbedingungen und Praxiseindruck

Die Lavaredo Evo W Jacket wurde über einen Zeitraum von sechs Wochen unter sehr unterschiedlichen Wetterbedingungen getestet. Die Temperaturen lagen dabei zwischen -3 und 15 °C und wurden von wechselhaften Verhältnissen wie Sonne, Wind, Schneefall und leichtem Regen begleitet.

Seit Beginn des Frühlings zeigte sich das Wetter äußerst unbeständig – ganz im Sinne des bekannten Sprichworts „April, April, der macht, was er will“. Diese Unbeständigkeit beschränkte sich jedoch nicht nur auf den April. Bereits im März herrschte ein ähnlich wechselhaftes Wetter mit schnellen Übergängen zwischen sonnigen Abschnitten, kühlen Temperaturen, Wind sowie gelegentlichen Regen- und Schneeschauern.

Gerade diese Wetterbedingungen bieten jedoch ideale Voraussetzungen, um einen umfassenden Eindruck von der Jacke zu gewinnen.

Trail Run Leopoldsteinersee
Trail Run Krumpenthal

Einsatz beim Laufen (Ebene und Trail)

Bei lockeren Laufeinheiten in der Ebene überzeugte die Jacke durch eine gelungene Balance zwischen Wärmeisolierung und Atmungsaktivität. Während einer Einheit änderten sich die Bedingungen von sonnigen 5 °C hin zu Regen, Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Trail R
Trail Run Tull

Die strategisch platzierten Belüftungsöffnungen sowie das atmungsaktive Material im Rücken- und Ärmelbereich verhindern effektiv ein Überhitzen. Auch in Kombination mit einem Rucksack bleibt der Temperaturaus­tausch weitgehend sehr gut erhalten. Gleichzeitig sorgt die integrierte Octa-Isolation in Verbindung mit dem winddichten Außenmaterial dafür, dass der Körper selbst bei plötzlichen Wetterumschwüngen nicht auskühlt. Die DWR-Imprägnierung bietet zusätzlichen Schutz vor leichter Nässe durch Regen oder Schnee und lässt Wassertropfen zuverlässig abperlen.

Belüftungsöffnungen
Innenmaterial und Belüftung
Ärmel innen Material

Positiv hervorzuheben ist zudem die geringe Geräuschentwicklung. Selbst in Bewegung bleibt die Jacke angenehm leise, und weder Reißverschluss noch Kapuzen- oder Bundabschluss scheuern. Gerade dieser oft unterschätzte Aspekt trägt spürbar zum Tragekomfort bei, insbesondere, wenn man in Begleitung unterwegs ist.

Kapuze
Kapuze
Kapuze

Die winddichte Vorderseite reduziert den Windchill-Effekt deutlich. Die Ärmel lassen sich dank Daumenlöchern gut fixieren, was zusätzlichen Schutz bietet. Erst bei längeren Belastungen kann der elastische Abschluss minimal Druck ausüben, bleibt jedoch insgesamt komfortabel.

Daumenloch
Daumenloch

>Ein weiterer Pluspunkt ist das geringe Packmaß. Wird es unterwegs zu warm, lässt sich die Jacke problemlos im Trinkrucksack verstauen.

Einsatz beim Langlaufen

Auch beim Langlaufen wurde die Jacke intensiv getestet. Hier sind die Anforderungen an Atmungsaktivität und Windschutz aufgrund des häufigen Wechsels zwischen Anstiegen und Abfahrten besonders hoch.

Langlaufen
Langlaufen Eisenerzer Ramsau

Bei Temperaturen zwischen 0 °C und 4 °C sowie wechselnden Bedingungen konnte die Jacke erneut überzeugen. Während einer etwa zweistündigen Einheit schlug das Wetter plötzlich um: Starker Wind und Schneefall ersetzten die zuvor milden Frühlingsbedingungen.

Trotz eines bereits leicht verschwitzten Shirts darunter zeigte sich die Jacke als äußerst leistungsfähig. Besonders beeindruckend war die Fähigkeit, die Körperwärme effektiv zu speichern und gleichzeitig ein Auskühlen zu verhindern. Ein entscheidender Vorteil, insbesondere für kälteempfindliche Personen.

Resümee

Die Lavaredo Evo W Jacket von Karpos überzeugt insgesamt durch ein durchdachtes Konzept und eine gelungene Umsetzung. Besonders im Temperaturbereich zwischen -1 °C und 10 °C spielt die Jacke ihre Stärken voll aus. In diesem Spektrum bietet sie eine sehr ausgewogene Kombination aus Wärmeleistung, Atmungsaktivität und Wetterschutz. Außerhalb dieses Bereichs, sowohl bei deutlich kälteren als auch wärmeren Bedingungen, stößt sie naturgemäß an ihre Grenzen.

Ihre ideale Einsatzzeit liegt klar im Frühling und Herbst. Gerade in diesen oft wechselhaften Jahreszeiten mit schnellen Wetterumschwüngen zeigt die Jacke ihre Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit. Doch auch im Sommer wird sie mit Sicherheit ihren Platz in meinem Rucksack finden. Insbesondere bei Bergtouren oder auch beim Biken, wo am Gipfel, bei plötzlichen Wetterumschwüngen oder bei der Abfahrt zusätzlicher Schutz gefragt ist. Dank ihres geringen Packmaßes lässt sie sich problemlos verstauen und fällt kaum ins Gewicht.

Im Rahmen des intensiven Tests über mehrere Wochen hinweg wurde die Jacke fast täglich getragen und inzwischen auch zwei Mal gewaschen. Dabei konnte ich keinerlei Einbußen in Funktion oder Qualität feststellen. Die DWR-Imprägnierung arbeitet weiterhin zuverlässig, und auch die Farbintensität ist unverändert erhalten geblieben.

Nach den intensiven Einheiten oder wechselhaften Bedingungen ist die Jacke innerhalb kürzester Zeit wieder komplett trocken und einsatzbereit. Auch nach dem Waschen kann ist sie bei Raumtemperatur von ca. 22°C nach ungefähr 24h schon trocken sein und kann im nächsten Training wieder ihre Leistung bringen. 

Von der hochwertigen Verarbeitung über die Materialwahl bis hin zu den durchdachten funktionalen Details hinterlässt die Jacke einen rundum positiven Eindruck. Insgesamt ein großes Lob an den Hersteller. Die Lavaredo Evo W Jacket ist ein verlässlicher Begleiter, die auch langfristig überzeugen dürfte.

Trail Run Kumpenthal
Langlaufen Eisenerzer Ramsau



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Test: KARPOS Lavaredo Evo (W) Jacket - Laufjacke, Damen


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