Du schwimmst gerne? Warum nicht auch sicher? Restube!
VORTEILE
- Klein
- Leicht
- Viel Volumen
- Qualitativ hochwertig
- Verstellbare Handschlaufe
NACHTEILE
BEWERTUNG
Liebe Outdoorfreunde,
ich darf euch heute ein Rettungs- bzw. Pausensystem vorstellen, welches für das Schwimmen gedacht ist. Und zwar die Schwimmboje „Swim Buoy“ von Restube.

Beginnen wir zuerst einmal mit den Daten und Fakten rund um das Produkt.
Wichtigster Wert: Der Auftrieb. Die Boje hat einen Auftrieb von 12.5 Kilo was bedeutet, sie hat ein Volumen von 12.5 Litern. Der Auftrieb erhöht sich um ca. 3% in Salzwasser, da dieses eine höhere Dichte hat. Reicht der Auftrieb aus, um sich eine angenehme Pause zu gönnen? Ja, 12.5 Kilo sind absolut ausreichend für diesen Zweck. Ich habe die Boje beim Schwimmen in einem Teich getestet und konnte sie unter keinen Umständen untertauchen – und das mit Absicht. Also, wenn man zum Pause machen ruhig auf ihr hängt, ist sie perfekt als Haltekörper.

Nächster wichtiger Wert in meinen Augen: die Größe. Diese ist natürlich abhängig vom Volumen, allerdings spielt hier die Form eine wichtige Rolle. Mit 76 x35 cm im aufgeblasenen Zustand hat sie die angegebenen 12.5 Liter Volumen und das Verhältnis von Länge zu Umfang ist gut gelungen. Denn eine zu lange „Wurst“ würde sich biegen, wie eine Poolnudel. Eine Luftballonform würde zum anhalten ungut sein, ähnlich einem Ball im Wasser. Durch die Form hat man eine gute „Fläche“ auf der man mit der Brust gut liegen kann ohne abzurutschen.
Die Größe ist aber auch relevant im gepackten Zustand, für Transportzwecke. Wenn der Stoff unnötig viel zum Volumen beitragen würde, weil er dick oder schlecht geschnitten ist, würde man mit Sicherheit manchmal entscheiden die Boje lieber nicht mitzunehmen, da sie ja „keinen Platz“ mehr im Gepäck hat. Ich kann in diesem Fall versichern, sie ist im ausgelassenen Zustand sehr klein zusammenlegbar und dadurch nimmt sie keinen Wertvollen Platz für andere Ausrüstung weg. Sie passt nämlich in eine Hosentasche, wenn man sie entsprechend faltet.
Ein wichtiger Punkt ist natürlich in Kombination mit dem Volumen auch das Gewicht. Blödes Beispiel gefällig? Stellt euch vor die Boje wiegt 10 Kilo. Und hat 12.5 Kilo Auftrieb. Da bleiben nur 2.5 Kilo nutzbarer Auftrieb übrig. Ebenso würde man sie niemals mitnehmen – da sie schon fast 50% vom Maximalgewicht bei einem Flugreisekoffer einnimmt. Natürlich sind 10 Kilo so extrem übertrieben und unrealistisch, dass ich bezweifle das es ein so schlechtes Produkt überhaupt gibt. Aber Ihr wisst was ich meine - jedes Gramm zählt (zumindest bei Flugreisen und beim Wandern) und damit ist es förderlich, wenn das Equipment leicht ist. Wie leicht? Nur 210 Gramm! Das ist wirklich sehr wenig. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Stoff einen sehr robusten Eindruck macht.
Womit ich bei einem subjektiven Punkt bin: Qualität. Jeder Hersteller wird seine Produkte loben und niemals behaupten sie seien von schlechter Qualität. Es gibt keine genormte Einheit für Qualität und daher geben die meisten Hersteller das Material an, aus dem Ihr Produkt ist. In diesem Fall konnte ich nicht herausfinden aus welchem Kunststoff die Boje ist, jedoch macht sie einen sehr stabilen Eindruck und ist absolut dicht über mehrere Tage (das habe ich extra getestet – 5 Tage lang und sie war immer noch komplett voll!). Die Qualität würde ich also als hochwertig einschätzen und nehme daher an, dass man damit entsprechend lange Freude hat. Und falls man mal ein Loch findet – mit einem Kunststoffkleber und einem Stück Folie kann man sie sicher auch flicken.
Kommen wir zu meinem praktischen Tests: Ich kann euch leider keine Bilder bieten vom aktuellen Einsatz, die Bilder waren auf meiner Kamera, welche mir im Urlaub geraubt wurde.
Allerdings beschreibe ich euch meine gemachten Tests gerne ausführlich.
Das erste Mal wo ich die Boje mithatte war bei einem gemütlichem Schwimmtag an einem Teich. Dort habe ich sie aufgeblasen, bevor ich schwimmen ging und zog sie nach. Dafür hat sie eine Leine montiert, welche man sich ums Handgelenk fixieren kann. Das ist sehr gemütlich und man spürt sie kaum hinter sich treiben. Ich hab dort versucht sie unterzutauchen – was, wie schon gesagt nicht möglich war. Man kann sich auf sie setzen mit ein wenig Geschick, also macht sie auch abseits der Rettungsmöglichkeit einfach nur Spaß.
Der zweite Test war in einem Canyon. Da ich Canyoning-Guide bin, nehme ich öfter auch Anfänger in Canyons mit. Dort habe ich sie getestet im Hinblick auf einen ermüdeten Canyonauten, welcher bei einer langen Schwimmstrecke die Kraft verliert. Dazu musste ich die Boje aber beim Schwimmen aufblasen – das war zwar eine Herausforderung, jedoch letztlich ohne Probleme machbar (war sogar ein interessantes Training für mich).
Das Ventil ist zum Aufblasen supersimpel, da es recht wenig Widerstand bietet. Jedoch zum Ablassen ist es ein wenig mühsam, vor allem mit Handschuhen wie ich sie beim Canyoning anhabe. Ohne Handschuhe bzw. mit einem Werkzeug (Ast oder ähnliches) kann man es hingegen sehr gut bedienen und bekommt die Luft in weniger als einer Minute vollständig heraus und kann die Boje wieder sehr klein zusammenfalten.
Fazit:
Abschließend möchte ich sagen: ich würde nie von selbst auf die Idee kommen mir so eine Boje zu kaufen. Da ich recht gut schwimmen kann, hab ich da keine großen Hemmungen auch weit hinaus zu schwimmen, auch ohne Rückversicherung.
Allerdings muss ich schon sagen, man hat ein besseres Gefühl, wenn man so einen Schwimmkörper mithat. Und für das Canyoning finde ich sie absolut genial und werde sie immer als Sicherheit mitführen. Ebenso überlege ich sie für das Tauchen mitzunehmen – falls man mal zusätzlich zum Jacket Auftrieb braucht oder einem Schwimmer helfen möchte. Der Preis ist bei ca. 25 Euro angesetzt, was ich angesichts der Qualität angemessen finde. Wenn jemand nach einem Schwimmbehelf dieser Art sucht: Klare Empfehlung hier!






























