High-End Trailrunner für widrigste Bedingungen
VORTEILE
- High-End Komponenten
- BOA-Bindung
- Griffige Sohle
- Wasserdicht
- Sehr warm / wintertauglich
- Einstiegshilfen / Anziehschlaufen
NACHTEILE
- Weiche Ferse
- Gamasche nicht abnehmbar
- Vereinzelt Druck-/Scheuerstellen
- Preis
BEWERTUNG
Ein Trailrunner mit BOA-Bindungssystem, Polartec-Gamasche, Ortholite Innensohle und Scarpa-eigenem Sohlenkonzept? Als ich das gehört bzw. gelesen habe, wurden meine Augen immer größer. Zu meiner größten Freude durfte ich den High-End-Schuh mit dem High-End-Namen „Scarpa Ribelle Run Kalibra G“ testen. Mit den folgenden ausführlichen Beschreibungen möchte ich allen, die mit dem Gedanken spielen, sich den Schuh zuzulegen, einen Einblick in meine Erfahrungen der letzten Wochen geben.
Aufbau des Testberichts
1. Das Produkt
1.1 Daten & Fakten
1.2 Versprechen des Herstellers
1.3 Anwendungsbereich
2. Test & Ergebnisse
2.1 Testumfang – Einsatzdauer, Einsatzgebiete
2.2 Testergebnisse – Funktionalität, Tragegefühl & Passform, Haltbarkeit, Nachhaltigkeit, Optik
2.3 Preis-Leistungs-Verhältnis – Preisspanne, Preise ähnlicher Produkte, Preis-Leistungs-Fazit
2.4 Empfehlung & Fazit
3. Weitere Infos zum Produkt
4. Über mich
1. Das Produkt
1.1 Daten & Fakten
- Gewicht: 370g (1/2 Paar, Größe 42)
- Kalibra Gamasche: Die Gamasche besteht aus einer Polyurethan-Membran von Polartec® Windbloc®, die mit einem wasserabweisenden Reißverschluss und einem Klettverschluss geschlossen wird, um den Schutz vor Wind, Regen und Kälte zu maximieren.
- Obermaterial: Das innere Obermaterial, in dem sich das Schnürsystem befindet, besteht aus leichtem und atmungsaktivem Mesh, das durch eine Mikrofaserstruktur und eine TPU-Folie verstärkt wird. Mit TPU-Rand versehen, der den gesamten Schuh umhüllt und schützt.
- Schnürung: Das Wrap360 Schnürsystem wurde zusammen mit BOA® entwickelt und ermöglicht eine vollständige Umhüllung des Fußes ohne jegliche Druckstellen. Das Herzstück dieses Systems ist das BOA® Fit System mit dem Li2-Dial, das eine präzise, mikroverstellbare Passform in beide Richtungen bietet und die Stabilität und Kontrolle in technischem Gelände verbessert.
- Sohle: PRESA TRN-04 ist eine Sohle für technische Pfade, auf denen Grip und Präzision von entscheidender Bedeutung sind. 5 mm tiefe Stollen, die für maximale Leistung auf Schnee und Matsch entwickelt wurden, sind der wichtigste Aspekt des Sohlendesigns. Die Sohlenmischung ist SUPERGUM W, die im Winter sehr leistungsfähig ist und Grip auf vereistem Terrain und Schnee garantiert.
- EVA Ferseneinsatz niedriger Dichte für Stoßdämpfung
- EVA Zwischensohle mittlerer Dichte für Stabilität und Schubreaktion
- Sprengung: Ferse 24,5mm – Zehen 20,5mm – Drop 4mm
- Design mit Kerben für bessere Dämpfung
- Laufsohle von Scarpa entwickelt, mit High-performance Supergum Gummimischung für Grip und Beweglichkeit
- Warme und trockene Füße auch bei extremer Kälte
- Veränderbare Passform
- Leichtgewicht
Quelle: Scarpa
1.2 Versprechen des Herstellers
Der RIBELLE RUN KALIBRA G ist ein Trailrunningschuh für extreme Bedingungen und mixed Terrain, wenn Kälte, Schnee und Schlamm mehr Schutz und Zuverlässigkeit erfordern. Dieses Modell eignet sich für Läufer, die Schuhe für Mittelstreckentraining und Rennen in den Wintermonaten oder im Sommer auf weicherem, technischerem Berggelände benötigen. Die wichtigste Innovation dieses Schuhs ist das Wrap360 Schnürsystem, das in Zusammenarbeit mit BOA® entwickelt wurde und eine vollständige Umhüllung des Fußes ermöglicht.
Quelle: Scarpa
1.3 Anwendungsbereich
- Trailrunning
- Speed-Hiking
2. Test & Ergebnisse
2.1 Testumfang
Ich habe den Scarpa Ribelle Run Kalibra G in den letzten Wochen bei verschiedensten Outdoor-Aktivitäten intensivst getestet. Der Schuh hat dabei so ziemlich alles mitgemacht: Asphalt-Belag, wurzelige Trails, matschige und mit prall gefüllten Schlaglöchern übersäte Forstwege, nasse Almwiesen, sumpfige Wanderwege, Pfade mit feucht-rutschigen Plattenfelsen und natürlich auch frischen Schnee sowie hart gefrorenen Harsch mit eisigem Untergrund.
2.2 Testergebnisse
Folgend erfahrt Ihr, wie sich der Scarpa Kalibra G im umfassenden Praxistest geschlagen hat. Zwecks Übersichtlichkeit und einer gezielten Suche, habe ich die Ergebnisse in verschiedene Abschnitte gegliedert.
High-End Komponenten
Die Liste der technischen Eigenschaften zeigt es bereits: Der Scarpa Ribelle Run Kalibra G ist bei sämtlichen Komponenten mit der jeweils aktuell verfügbaren High-End-Klasse ausgestattet. Die Gamasche wartet mit der Polartec Windbloc Technologie auf. Der Schuh verfügt nicht über eine „normale“ Schnürung, sondern über das Wrap360 Schnürsystem von BOA. Die PRESA Sohle lässt ebenfalls keine Wünsche offen.
Sind all diese Komponenten wirklich notwendig? Darüber lässt sich mit Sicherheit streiten. Ich finde den Ansatz von Scarpa aber sehr spannend, diese Top-Einzelkomponenten zu einem funktionierenden Gesamtkonzept zu vereinen und so einen Oberklasse Trailrunner für schwierige Bedingungen zu schaffen. Wer sich im aktuellen Stand der Technik bewegen will, ist mit dem Ribelle Run Kalibra G auf alle Fälle gut beraten.
Zugegebenermaßen ist Scarpa aber nicht der einzige namhafte Hersteller, der einen Trailrunner mit Gamasche und High-End Ausstattung im Angebot hat. Die Modelle von La Sportiva, Salomon und adidas Terrex sehen dem von Scarpa zum Verwechseln ähnlich. Ein gewisser Trend lässt sich für diese Herbst-Winter-Saison also durchaus erkennen. Wichtig ist aber, den Scarpa Trailrunner nicht mit ähnlich aussehenden, teilweise sogar bedingt steigeisenfesten Bergschuhen mit Gamasche zu verwechseln (z.B. von Mammut oder Millet). Diese unterscheiden sich im Fersenaufbau und der Sohlensteifigkeit mit Sicherheit deutlich und verfolgen auch einen noch extremeren Einsatzzweck.
BOA-Bindung
Das Schnürsystem von BOA kannte ich bisher nur von Schneeschuhen. Daher war ich hier besonders gespannt, wie sich das System an einem Trailrunner macht. Bevor es an die Details geht, kann ich schon sagen, das BOA-System hat mich voll überzeugt und ich bin ein echter Fan davon geworden.
Mittels eines Rädchens an der jeweiligen Schuh-Außenseite wird eine Drahtkonstruktion, die sich innerhalb des Schuhs um den kompletten Oberfuß legt, angezogen bzw. angespannt. D.h. je weiter das Rädchen gedreht wird, desto mehr zieht sich die Drahtkonstruktion zu und desto enger sitzt der Schuh am Fuß. Dieser Vorgang läuft stufenlos ab. Dadurch lässt sich der Schuh wirklich sehr individuell und nach persönlichen Vorlieben sehr eng oder auch etwas lockerer anziehen. Mit diesem System habe ich den für mich perfekten Sitz des Schuhs gefunden. Auch bei längerem Einsatz über mehrere Stunden und in schwierigem Terrain hat sich die Bindung nie gelockert. Der Schuh saß immer satt am Fuß.
Um die Schnürung zu öffnen, wird das kleine Rädchen einfach nach außen gezogen, wodurch sich die Drahtkonstruktion löst und sich der Schuh durch etwas Zug ganz einfach lösen lässt.
Für mich ist dieses Schnürsystem auf jeden Fall ein Mehrwert. Der Schuh sitzt perfekt am Fuß, es löst sich nichts und ein kleiner Spaß-Faktor ist mit dem technischen BOA-System auch gegeben.
Griffige Sohle
Die 5mm tiefe Sohle ist mit einem sehr kantigen, aggressiven Profil versehen und in verschiedene Bereiche unterteilt (siehe Bilder). Neben nassem bzw. matschigem Untergrund habe ich die Trailrunner auch intensiv auf Schnee und Eis getestet. Das Testgelände war von vereisten Steinen und Wurzeln durchzogen und trotzdem hatte ich mit den Schuhen jederzeit perfekten Grip. Ich war sehr überrascht, wie griffig ich mich mit den Scarpas bewegen konnte und habe die mitgebrachten Grödel mit großer Freude im Rucksack gelassen. Das Versprechen des Herstellers hinsichtlich der Wintertauglichkeit wird voll und ganz erfüllt. Was in Schnee und Eis funktioniert, hat natürlich auch auf Forstwegen, Trampelpfaden, nassen Wiesen und glatten Steinen keinerlei Wünsche offengelassen.
Wasserdicht
Die deutlich über den Knöchel reichende, mit dem Schuh fest verbundene Gamasche sorgt für einen Top-Schutz vor Nässe. Die Gamasche wird mit einem Reißverschluss geschlossen und mittels eines Klettverschlusses um die untere Wade fixiert. Dies funktioniert gut und die Gamasche sitzt bei mir einwandfrei. Das Rädchen der BOA-Bindung wird durch eine kreisrunde Aussparung der Gamasche gesteckt, sodass das System jederzeit zugänglich bleibt. Durch eine Gummierung an der Innenseite des Gamaschenbundes hält die Gamasche dort, wo sie hingehört, und rutscht nicht nach unten.
Weder strömender Regen noch knöcheltiefes Wasser in Schlaglöchern noch wadentiefer Schnee konnten der Gamasche etwas anhaben und meine Füße sind stets trocken geblieben. Die Gamasche ist hoch genug, um auch das Eindringen von Wasser, Matsch oder Schnee von oben zu verhindern. Liegt Mal etwas mehr Schnee, sitzt die Gamasche eng genug oder die Hose wird idealerweise über die Gamasche gezogen.
Den von Scarpa als wasserabweisend angegebenen Reißverschluss würde ich nach meinen Tests als wasserdicht bezeichnen. Nach den vielen Schlecht-Wetter-Tests konnte ich es nicht unterlassen und habe den Schuh maximaler Nässe ausgesetzt. Nach einer ordentlichen Schlammschlacht bin ich mit den Schuhen in die Dusche gestiegen. Die Gamasche und der Reißverschluss haben dem direkten Wasserstrahl konstant standgehalten. Erst nach direkter Attacke mit dem Wasserstrahl auf das Rädchen der Bindung sind die Füße innen nass geworden. Der einzige Schwachpunkt ist also der Übergang zwischen Gamasche und dem Rädchen der Bindung. Den künstlich nachgestellten Fall, dass genau dort ein konstanter und harter Wasserstrahl auftrifft, würde ich allerdings bei normalem und vorgesehenem Gebrauch fast ausschließen.
Fazit: Trockene Füße auch in härtesten Bedingungen.
Sehr warm / wintertauglich
Die Gamasche hält nicht nur Nässe, sondern auch Wind sehr gut ab. Ich habe den Schuh im Bereich von +15°C bis -5°C getestet. Bei allen Aktivitäten über 10°C war mir der Kalibra G definitiv zu warm. Sobald es jedoch kälter ist, wird der Schuh seiner Bestimmung gerecht und hält die Füße angenehm warm. Auch in knöcheltiefem Schnee sind meine sonst üblichen Eisfüße ausgeblieben. Im Winter macht dieser Trailrunner also richtig Spaß.
Einstiegshilfen / Anziehschlaufen
Beim ersten Anblick des Schuhs mit der schlank geschnittenen Gamasche stellte sich mir die Frage, wie angenehm sich wohl der Einstieg in den Schuh gestalten mag. Aber hier hat Scarpa mitgedacht. Sowohl am Fersenbereich als auch im Bereich der Zunge / Schale am Oberfuß befindet sich jeweils eine griffige Schlaufe. Hakt man mit den Zeigefingern in diese Schlaufen ein, lässt sich der Schuh (sofern Gamasche und Bindung ganz geöffnet sind) relativ leicht mit etwas Zug überziehen. Der Reißverschluss der Gamasche geht für mein Empfinden weit genug nach unten, sodass die Gamasche weit geöffnet und etwas über den Schuh heruntergezogen werden kann. Zudem kann die Gamasche über die BOA-Bindung herausgestülpt werden. Den Ein- und Ausstieg konnte ich mit etwas Übung so recht schnell und problemlos bewältigen.
Weiche Ferse
Der Fersenaufbau des Scarpa Run Kalibra G ist für meinen persönlichen Geschmack etwas zu weich. Dieser subjektive Eindruck mag bei mir entstanden sein, weil ich den Schuh größtenteils in doch eher alpinem Gelände getestet habe. Wer auf winterlichen Trails auf gute Dämpfung setzt, ist mit Sicherheit gut bedient. Ich hätte mir etwas mehr Härte gewünscht, um mich in anspruchsvollerem Gelände etwas sicherer zu fühlen. Mir ist beim Testen allerdings auch aufgefallen, dass ich häufig den Anspruch eines Bergschuhs zum Vergleich genommen habe, statt den eines leichten, lockeren Trailrunners. Dies also lediglich zur Einordnung, was mir aufgefallen ist.
Gamasche nicht abnehmbar
Die wind- und wasserfeste Gamasche ist fest in die Schuhkonstruktion eingelassen und lässt sich leider nicht abnehmen. Eine abnehmbare Gamasche hätte mir sehr gut gefallen, um den Schuh noch vielfältiger zu machen und z.B. bei wärmerem und trockeneren Wetter Schweißfüße zu vermeiden und kein separates Paar zu benötigen. Der Wunsch kommt auch daher, dass ich diese Sohle gerne auch im Sommer unter den Füßen hätte.
Vereinzelt Druckstellen
Während des Tests hat mich die Zunge bzw. die Lasche am Oberfuß des linken vorderen Knöchelbereich etwas gedrückt. Da die Zunge / Lasche recht wenig bis gar nicht gepolstert ist, kam es bei mir dadurch zu einer kleinen Scheuerstelle, die sich bei längerem Tragen natürlich unangenehm bemerkbar machte. Dies ließ sich durch etwas Probieren mit einer Feinjustage der Schnürung größtenteils korrigieren. Das Problem ist bei mir ausschließlich am linken Fuß aufgetreten.
Preis
Ja, der Kalibra G ist mit High-End Komponenten ausgestattet und hält auch voll und ganz, was er verspricht. Aber ja, ein UVP von 249,99€ ist für Trailrunning-Schuhe auch ein sehr stolzer Preis. Der Scarpa bewegt sich damit in einer ähnlichen Range, wie die Modelle der bekannten Wettbewerber. Ob man bereit ist, diesen Preis für die beschriebene Leistung zu bezahlen, darf jeder für sich entscheiden.
2.2.2 Tragegefühl & Passform
Der Schuh trägt sich sehr angenehm. Wie bei Scarpa üblich, empfiehlt sich eine Größe größer zu wählen, um im Zehenbereich ausreichend Platz zu haben. Durch die BOA-Schnürung lässt sich der Schuh, wie oben im Detail beschrieben, ideal an die individuelle Fußform anpassen. Die Ortholite Einlegesohle sorgt für ein angenehmes Gefühl im Fußbett. Wie oben bereits ausführlicher beschrieben, kam es bei mir am linken Fuß zu kleineren Druck-/Scheuerstellen aufgrund der wenig gepolsterten Zunge / Lasche am Oberfuß.
2.2.3 Haltbarkeit
Der Scarpa hat die intensiven Tests gut überstanden. Ich konnte noch keine größere Abnutzung an Sohle oder Oberfläche feststellen. In der Sohle ist relativ viel EVA-Material verbaut, welches bei Trailrunnern häufig zum Einsatz kommt. Bei häufigem Einsatz im alpinen Bereich könnte ich mir vorstellen, dass dies ein begrenzender Faktor in Punkto Langlebigkeit sein könnte. Wichtig: Das ist Vermutung und nicht Wissen! Insgesamt macht der Schuh einen robusten Eindruck und hat mich bisher nie im Stich gelassen.
2.2.4 Nachhaltigkeit
Scarpa wirbt mit dem sogenannten „Green Manifesto“ für Nachhaltigkeit und verspricht Langlebigkeit, große Teile der Produktion in Europa und generelle soziale und umweltbezogene Verträglichkeit. Für den Kalibra G habe ich keine spezifischen Angaben zu nachhaltigen Materialien bzw. nachhaltiger Produktion gefunden.
2.2.5 Optik
Der Schuh in der in der Farbe „Black-Azure“ ist mit der hochgezogenen Gamasche, der BOA-Bindung, den dominanten Schriftzügen und dem bei Scarpa von vielen Modellen bekannten Streifendesign auf jeden Fall ein Hingucker. Mir gefällt die Optik sehr und auf wilden Pfaden bleibt doch der ein oder andere Blick auf den Schuhen hängen. Ich finde das Design sehr gelungen und fühle mich mit den Schuhen sehr wohl.
2.3 Preis-Leistungs-Verhältnis
Preise im Überblick:
- UVP des Herstellers: 249,99 €
- Aktueller Preis (11/2022): Mit etwas Glück ist das Modell auch kurz nach Markterscheinen bereits für etwas mehr als 200€ zu haben.
Wie oben geschrieben punktet der Kalibra G mit den versprochenen und gehaltenen Leistungen. Für den UVP wird es für mich persönlich mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis eng bzw. würde mich die Frage der Notwendigkeit für diese Preis sicherlich beschäftigen. Wer online etwas auf Preisjagd geht, bekommt für gute 200€ aber auf alle Fälle ein Top-Trailrunner für harte Bedingungen. Die Ausstattung hat dann eben auch seinen Preis.
2.4 Fazit & Empfehlung
In Summe für mich ein sehr gelungenes Schuh-Konzept. Ob man die High-End Komponenten wirklich braucht? Zunächst dachte ich eher nein. Nach vielen Einsätzen unter widrigen Bedingungen würde ich mich jetzt allerdings fragen, welchen Schuh ich wohl alternativ angezogen hätte. Ich weiß es nicht und bin daher nun sehr glücklich mit dem Schuh. Wer bereit ist, das Geld auszugeben, wird auf alle Fälle nicht enttäuscht werden!
Empfehlung des Kalibra G für:
- Trailrunning in Regen, Matsch, Schnee und Eis
- Winterliche Wanderungen
Eher keine Empfehlung des Kalibra G für:
- Mildere Tage / Temperaturen über 10°C (definitiv zu warm!)
- Ausgewachsene Winter-Alpintouren (mit anhaltenderen Felspassagen oder sogar Steigeiseneinsatz)
3. Weitere Infos zum Produkt
Weitere Infos zum Produkt findet ihr auf der Website des Herstellers, auf YouTube oder den einschlägigen Outdoor-Onlineshops.
4. Über mich
Folgend ein paar Infos zu mir, um meine Bewertung einordnen zu können:
- Männlich, 30 Jahre
- 72kg, 174cm
- Kleidergröße: S-M, Hosen in 30/30 bzw. 24/48
- Schuhgröße: 42
- Hobby-Berg-Sportler
- Seit 5 Jahren regelmäßig in den Bergen unterwegs
- Regelmäßige Bergtouren bis 25km / 1.500hm (ca. 10-15 pro Jahr)
- Mehrtägige Hütten-Touren bis 5 Tage (2-3 pro Jahr)
- Klettersteige bis Kategorie C/D (5-10 pro Jahr)
- Hochtouren bis 4.000m (1-2 pro Jahr)
- Indoor-Klettern bis UIAA 6 (wöchentlich)
- Ski-Fahren – gemütlich (1-2 Wochenenden pro Jahr)





































































