Toller Laufschuh mit ordentlich Vortrieb!
VORTEILE
- Carbonplatte in der Sohle
- Sehr gute Dämpfung
- Ordentlicher Vortrieb
- Gelenkschonend
- Cooles Design
- Wettkampf und schnelle Läufe
NACHTEILE
BEWERTUNG



Griasts eich!
Meine Laufkarriere startete eigentlich erst vor Kurzem während eines dreimonatigen Aufenthalts in Österreich. Die Berge vor der Haustür und die doch kürzeren Tage waren die perfekte Motivation, um mehrmals die Woche die Laufschuhe zu schnüren. Bevor ich zum Joma R-5000 griff, war ich mit uralten Laufschuhen unterwegs. Der Wechsel war wie der Sprung vom Klapprad auf ein Rennrad – es liegen Welten dazwischen, besonders was die Dämpfung und den „Push“ angeht.
Sohlenkonstruktion
Das Herzstück des R-5000 ist die Kombination aus der Endoplate Carbonplatte und dem Fly Reactive Schaumstoff.
Dies führte zum einen zu einem gewissen Vorwärtsdrang. Die Carbonsohle hat eine unglaubliche Dynamik. Man merkt richtig, wie sie einen beim Abrollen nach vorne katapultiert. Als Anfänger ist das Fluch und Segen zugleich: Man will eigentlich langsam und entspannt laufen, aber der Schuh flüstert einem ständig zu: "Gib Gas!" Man muss sich aktiv bremsen, um nicht jedes Mal in viel zu hohe Pulszonen zu kommen. Und die waren bei mir trotz des vielen Rennradfahrens ungewohnt hoch.
Gleichzeitig fand ich den R-5000 extrem gelenkschonend. Trotz der Steifigkeit der Platte ist die Dämpfung hervorragend. Ich hatte keinerlei Schmerzen oder Probleme mit den Sehnen. Das war definitiv ein Punkt, vor dem ich als Einsteiger Respekt hatte.

Grip & Stabilität
Besonders beeindruckt hat mich die Performance im Herbst. In Österreich bin ich viel auf wechselnden Untergründen gelaufen. Auf Asphalt und Kies zeigte sich die Durability-Gummimischung der Außensohle, da sie hervorragenden Grip bot. Auch auf lockeren Kieswegen hatte ich immer einen stabilen Abdruck.
Nasses Laub ist ja eher der „Endgegner“ für viele Schuhe, wo man sich etwas unwohl und unsicher fühlt. Aber auch hier hat mich der Joma überzeugt. Trotz des leichten Gewichts (ca. 210 Gramm) vermittelt er viel Sicherheit. Der Halt im Schuh ist dank der gut strukturierten Fersenkappe und des Schnürsystems top. Man steht stabil über der Carbonplatte, ohne wegzukippen.



Belüftung und Tragekomfort
Ein weiteres Highlight ist das VTS-System. Das Obermaterial ist extrem atmungsaktiv. Im Herbst war das super, da der Fuß trocken bleibt und man bei kühleren Temperaturen nicht so schnell „überhitzt“. Das Mesh fühlt sich fast wie eine zweite Haut an und drückt an keiner Stelle.

Specs auf einen Blick
- Gewicht: Federleichte 210 g.
- Sprengung: 6 mm (ideal für einen mittelfußbetonten, schnellen Laufstil).
- Technologie: Endoplate (Carbon) + Fly Reactive (Reaktiver Schaum).
- Einsatzbereich: Wettkampf und schnelles Training auf Asphalt/befestigten Wegen (hat mich aber auch bei etwas langsamerem Training überzeugt).
😉)
Mein Fazit als Einsteiger
Wer sagt, Carbon-Schuhe sind nur was für Profis, sollte den Joma R-5000 testen. Für mich war er der Gamechanger. Vor allem der Spaßfaktor, den der Vortrieb und die gute Dämpfung mit sich brachten, hat mich wirklich motiviert, laufen zu gehen.
Auch der Komfort war bei Welten besser. Besonders im Vergleich zu meinen alten Laufschuhen war dies wirklich eine enorme Verbesserung.
Aber ich habe mich mit den Joma R-5000 auch immer sicher gefühlt und hatte Top-Grip auf Laub und Kies, was im Herbst essenziell ist.
Dennoch wurde mir nach einiger Recherche klar, dass man nicht nur mit einem Carbonschuh trainieren sollte. Ein weiterer Schuh ohne die Platte und mit starker Dämpfung ist unerlässlich, um die Sehnen auch mal zu schonen.


