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Test: JACK WOLFSKIN Wild Places 3in1 JKT - Regenjacke


JACK WOLFSKIN Wild Places 3in1 JKT - Regenjacke

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Stabiler Trainingspartner, straffe Dämpfung, viel Support.
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Coole Optik
  • Gute Passform
  • Sehr gute Dämpfung
  • 6 mm Sprengung passen gut zum Schuh
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis

NACHTEILE

  • Kein Bounce Effekt
  • Nicht sehr agil

BEWERTUNG

Under Armour Velociti Distance

 

TESTFACTS

 

Testzeitraum: ca. 3 Wochen

Hersteller: Under Armour

Modell: Velociti Distance

Kategorie: Daily Trainer, Dämpfung, Neutral

Technologien: HOVR+ Dämpfung, Micro-Mesh Obermaterial, 3D-geformte Einlegesohle

Sprengung: 6 mm

Gewicht: ca. 298 g (Herrengröße 42,5/43)

Preis: UVP ca. 160 €

 

 

HERSTELLERBESCHREIBUNG

 

Der UA Velociti Distance wurde entwickelt, um Geschwindigkeit und Ausdauer zu vereinen. Ausgestattet mit der neuen HOVR+ Dämpfung, bietet er eine hervorragende Energierückgabe und ein leichteres Laufgefühl als herkömmliche HOVR-Modelle.

  • Atmungsaktives Obermaterial: Das durchscheinende Mono-Mesh-Obermaterial ist leicht und sorgt für eine optimale Belüftung, während die interne Struktur im Mittel- und Vorfußbereich für Halt sorgt.

  • Reaktive Dämpfung: Der durchgehende HOVR+ Schaum ist weicher und reaktionsfreudiger, um die Beine auch auf langen Strecken frisch zu halten.

  • Langlebige Außensohle: Strategisch platzierte Gummielemente sorgen für Traktion und Haltbarkeit, ohne das Gewicht unnötig zu erhöhen.

 
 

OPTIK/HAPTIK

 

Wie immer zuerst einmal die kleine Anmerkung: Geschmack oder Gefallen liegt natürlich im Auge des Betrachters :-), deshalb sind die folgenden Zeilen dieses Abschnitts auch lediglich meine subjektive Meinung.
 

Under Armour enttäuscht beim Design eigentlich selten, eher im Gegenteil, nicht selten liefert das Designteam Ergebnisse, die beinahe zu schade sind, um sie zu laufen. Das Design des Velociti Distance ist modern, clean, unaufgeregt, und drei der fünf Farbvarianten beschränken sich auf konservative schwarz/weiß Kombis ohne farbige Akzente oder Highlights. Mein Testmodell ergänzt, das weiß/schwarz mit Akzenten in leuchtendem, leicht grünlichem gelb. Das Designteam hat die kräftige Signalfarbe dabei genauso dosiert, dass der Schuh etwas interessanter aussieht, ohne zu auffällig zu sein oder unbedingt auf sich aufmerksam machen zu wollen. Ich persönlich finde die blau/weiße Version mit Abstand am schönsten, irgendwie sorgt die Farbe dafür, das Design optimal zu präsentieren, der Schuh wirkt neben den anderen fast wie ein anderes Modell.
Im Gegensatz zu einigen anderen Under Armour Modellen, wie z.B. dem HOVR Machina 3 Clone kann sich der Velociti Distance nicht als „normaler“ Sneaker tarnen, die üppige Mittelsohle ist ein eindeutiger Hinweis auf seinen eigentlichen Einsatzzweck.
Was neben der üppigen Mittelsohle noch sofort auffällt, ist das Obermaterial. Es ist extrem dünn und grobporig, beinahe durchscheinend (Under Armour nennt das „Mono Mesh“ oder „Leno Weave“), wirkt sehr technisch und sieht modern aus. Ob das dünne Material auch robust genug ist, wird sich noch zeigen.
Der Schuh setzt auf eine „normale“ Schnürung mit ausreichend Zugpunkten und zusätzlichen oberen Löchern für eine Fersenhalt-/Marathonschnürung, eine eher dünne, nur leicht gepolsterte Zunge und einen ordentlich gepolsterten Einstiegs-/Fersenbereich. Die Fersenkonstruktion ist relativ weit hochgezogen und sehr stabil, das bietet besonders bei fortschreitender Ermüdung mehr halt und Führung.

Die Verarbeitung ist – wie ich es von UA gewohnt bin – tadellos. Keine Klebereste, saubere Übergänge, keine losen Fäden oder fehlerhafte Nähte.
Eine hochwertige Einlegesohle ist wie eigentlich bei fast allen Schuhen üblich auch hier vorhanden.

Beim ersten HandsOn merkt man aber auch: Ein absolutes Leichtgewicht wie der Velociti Wind oder ein Mizuno Hyperwarp Pure ist er mit knapp 300g bei Größe 43 nicht. Er fühlt sich eher an wie ein solider, gut gebauter Daily Trainer, der einiges wegstecken kann und optimalen Support bietet. 

 

Herrenmodelle
 
 
Under Armour Velociti Distance Blue Atlantis White 402
Under Armour Velociti Distance blue atlantis_white 402
Under Armour Velociti Distance White High Vis Yellow 102 2
Under Armour Velociti Distance white_high vis yellow 102 2
Under Armour Velociti Distance Black Metallic Gun Metal 001
Under Armour Velociti Distance black_metallic gun metal 001
Under Armour Velociti Distance Black White 002
Under Armour Velociti Distance black_white 002
Under Armour Velociti Distance Black White 101
Under Armour Velociti Distance black_white 101
Damenmodelle
 
Ua Velociti Distance W1
ua velociti distance w1
Ua Velociti Distance W4
ua velociti distance w4
Ua Velociti Distance W3
ua velociti distance w3
Ua Velociti Distance W2
ua velociti distance w2
 
 

LAUFEN MIT DEM VELOCITI DISTANCE

 

Passform & Sitz
Die Passform ist typisch Under Armour: eher sportlich, gut umschließend, also etwas schmaler als der Durchschnitt. Auch die Zehenbox ist nicht supergeräumig, weder in der Breite noch in der Höhe. Für meine schmalen Füße ist das perfekt, genauso wie es mag. Wer sehr breite Füße hat, sollte hier eventuell genau hinschauen oder eine halbe Nummer größer probieren, da das Mono-Mesh-Material zwar flexibel ist, aber nicht so nachgiebig wie ein klassisches Strick-Upper.
Der Fersen-/Einstiegsbereich ist ordentlich gepolstert und verhindert zuverlässig unangenehme Druckstellen. Auch auf dem Spann sind Druckstellen sehr unwahrscheinlich, die Zunge ist zwar relativ dünn, verteilt in Kombination mit den weichen Schnürsenkeln und genügend Zugpunkten an den richtigen Stellen den Druck auch bei eng geschnürtem Schuh sehr gleichmäßig.
 

Auf der Straße
Die Laufcharakteristik des Velociti Distance ist anders, merkwürdig, komisch, genau kann ich es nicht beschreiben, aber er läuft sich anders als Schuhe, die ich bisher gelaufen bin (über 200 Paar). Das ist grundsätzlich keine Kritik und muss auch nicht schlecht sein, und meiner Meinung nach sollten Laufschuhe auch ihren eigenen Charakter haben.
Das ungewohnte, fremdartige Gefühl verschwand nach den ersten Kilometern (Kopf und Körper stellen sich recht schnell auf veränderte Situationen ein), und ich konnte meine ca. 15km ohne irgendwelche Probleme absolvieren.
Dass der Schuh den Bewegungsapparat anders belastet als meine anderen Schuhe, bestätigte sich dann am nächsten Tag: Der letzte so starke mehrtägige Muskelkater ist nämlich schon eine lange Zeit her und das war auch nicht von einem lockeren Trainingslauf. Allerdings halte ich auch das nicht für was Schlechtes, sondern eher im Gegenteil, genau deshalb empfehle ich schon seit Jahren, möglichst verschiedene Schuhmodelle zu nutzen und dem Körper Abwechslung zu bieten, damit wirklich auch jeder Muskel, jede Sehne und jedes Band optimal trainiert wird und sich auf alle möglichen Situationen und Belastungen einstellen kann.
Dass der Körper sich an die Belastung gewöhnt, bestätigt sich dann auch, denn beim 2., wesentlich härteren Lauf, fühlt sich der Schuh weder komisch an noch gab es danach einen Muskelkater.
 

Der Velociti Distance rollt sehr sauber ab. Die 6 mm Sprengung sind meistens eine gute Wahl – man steht nicht so hoch auf der Ferse wie bei klassischen 10-12 mm-Schuhen (wie z.B. dem Wave Rider), was einen etwas dynamischeren Laufstil über den Mittelfuß begünstigt, ohne dabei viel Eingewöhnungszeit zu benötigen oder den Bewegungsapparat zu sehr zu belasten.
Dass der Schuh für längere Strecken gemacht ist,, bemerkt man recht schnell. Das Abrollverhalten ist neutral und kontrolliert, es wird kein Laufstil provoziert oder bevorzugt, man kann den Velociti Distance auf der Ferse genau so laufen wie auf dem Mittel- oder Vorfuß. Die Sohle lässt sich gut flexen, also nicht so gut wie bei FliFlops aber so gut, wie es bei üppig gedämpften Schuhen möglich ist, und die Rocker Geometrie ist nicht so stark ausgeprägt, dass sie Bewegung komplett vorgibt, aber stark genug, um eine gewisse Führung zu bieten. Dazu kommt, dass der Schuh allgemein recht stabil ist. Es gibt zwar keine „klassische“ Stütze, der Fuß sitzt aber fest im Schuh, bekommt genügend Halt von allen Seiten und eine stabile Fersenkonstruktion. Das sorgt besonders nach vielen anstrengenden Kilometern dafür, dass der Schuh merklich dabei hilft, sauber zu laufen und weiterhin ordentlich abzurollen.

Richtig schnelle Intervalle oder Sprints mag der Velociti Distance nicht ganz so sehr, er hat nicht die aggressive Spritzigkeit eines Carbon-Schuhs oder die extreme Leichtigkeit der Flow-Modelle. Aber für lange Dauerläufe, bei denen man gegen Ende vielleicht noch einmal das Tempo anziehen will, ist er ein sehr verlässlicher Partner. Er bietet genug Komfort, um die Gelenke zu schonen, bleibt aber direkt genug, um nicht das Gefühl für den Boden zu verlieren.

Under Armour Velociti Distance Laufen2 Ergebnis
Under Armour Velociti Distance laufen2_ergebnis
DÄMPFUNG

DÄMPFUNG

Hier liegt der größte Unterschied zur restlichen Velociti-Familie. Während der Velociti 3 oder Elite auf die gummilose Flow-Sohle setzen, nutzt der Distance HOVR+.

HOVR+ ist ein Schaum, dessen genaues Herstellungsverfahren mir nicht bekannt ist. Ich kann nicht sagen, ob es EVA, PEBA oder ein TPU-basierter Schaum ist. Under Armour ist mit technischen Angaben sparsam und beschränkt sich auf Schlagworte wie reaktiv oder formstabil.
Der Schuh ist nicht besonders weich, eine Eigenschaft, die auch eher gegen langfristige Formstabilität sprechen würde.
Man merkt, dass die Dämpfung auf bestmögliche Stabilität und Unterstützung über viele Stunden ausgelegt ist, denn viele der superkomfortablen Schuhe können nach mehreren Stunden sehr weich werden, die Schäume brauchen dann ihre Regenerationszeit.
Die Reaktivität ist verglichen mit vielen Premiu- Dämpfungen (ohne Carbonplatte) anderer Hersteller nicht besonders hoch, das könnte aber daran liegen, dass oft PEBA eingesetzt wird, was zwar extrem reaktiv, aber nicht besonders formstabil ist.
Da ich allerdings auch etwas verwöhnt bin, muss man diese Aussagen ein wenig mit Vorsicht genießen und ein wenig relativieren.
Es ist auch nicht so dass der Schuh merklich Energie verschwendet oder schluckt,tund der Fuß sinkt auch nicht bei jedem Schritt tief in den Schaum ein, es gibt nur nicht diesen krassen „Bounce“-Effekt wie es bei einigen PEBA-Dämpfungen der Fall ist.
Der Velociti Distance bzw. seine Dämpfung macht nämlich eigentlich genau das, wofür sie gemacht ist, nämlich dich über viele Kilometer gleichbleibend und energieeffizient zu unterstützen.
 

HOVR+ ist auf jeden Fall ein Upgrade zum alten HOVR, dass ich zum Beispiel im Machina 3 getestet habe. Es wirkt etwas weniger „passiv“ und macht mehr Spaß.

Under Armour Velociti Distance Dämpfung1
Under Armour Velociti Distance Dämpfung1
 
 

EVA

 

(Ethylen‑Vinyl‑Acetat)

  • Klassischer Schaum für Laufschuhe seit Jahrzehnten
  • Geschlossenzellig, relativ einfach herzustellen
  • Härte und Dämpfung gut steuerbar
  • Rückfederung solide, aber begrenzt
  • Typisch: 60–70 % Energierückgabe
  • Ermüdet schneller bei Kälte und langen Läufen
  • Mittleres Gewicht
  • Je nach Dichte deutlich schwerer als PEBA

 

Quick Info

PEBA

 

(Polyether‑Block‑Amid)

  • Hochleistungs-TPE
  • Sehr elastisch, extrem leicht
  • Wird oft als „Superfoam“ bezeichnet
  • Extrem hohe Rückfederung
  • Typisch: 80–90 %+ Energierückgabe
  • Bleibt auch bei Kälte elastisch
  • Sehr leicht, eines der leichtesten Schaum-Materialien überhaupt

 

Quick Info
 

 

GRIP/AUSSENSOHLE

 
 

Ein Punkt in vielenTestberichten,n bei dem z.B. die Flow-Modelle bei Nässe schwächelten, war der Grip auf glattem Untergrund. Der Velociti Distance setzt hier auf eine „klassischere“ Konstruktion mit Gummielementen an den strategisch wichtigen Stellen und mehr Bodenkontaktfläche.

Der Grip der Außensohle ist auf allen Untergründen absolut solide und liegt im allgemeinen Vergleich mit anderen Schuhen im oberen Mittel. Bei trockenen Untergründen braucht man gar nicht darüber nachzudenken, hier ist jederzeit ausreichend Grip vorhanden, egal ob schnelle Kurven oder zackige Richtungswechsel.
Auch bei Nässe hatte ich während meines Tests keine unsicheren Momente. Der Grip ist ausreichend und konsistent, jederzeit einschätzbarr, es gibt keine plötzlichen Gripverluste oder unergründliche Ausrutscher.
Der Velociti Distance ist auch abseits der Straße nutzbar. Für leichte Wald-/Weinbergswege ist das Profil völlig ausreichend und die Sohle ist stabil genug, um auch mit spitzen Steinen klarzukommen.
Sobald es matschig wird, sollte man aber besser wieder zurück zur Straße oder auf andere Schuhe wechseln, denn hier kommt der reine Straßenschuh natürlich an seine Grenzen.
Ein „Steinesammler“ ist die Sohle nicht, dass sich etwas im Profil verklemmt, ist sehr unwahrscheinlich.

 

Under Armour Velociti Distance Grip1 Ergebnis
Under Armour Velociti Distance Grip1_ergebnis
 

OBERMATERIAL

 

Das Obermaterial des Velociti Distance setzt auf ein extrem dünnes, grobporiges Mono‑Mesh („Leno Weave“) Material, das fast durchscheinend wirkt und dem Schuh einen sehr technischen, modernen Look verleiht. Die starke Belüftung sorgt für ein angenehm kühles Fußklima, gerade bei warmen Temperaturen oder längeren Läufen. Gleichzeitig bleibt das Material stabil genug, um im Mittel- und Vorfußbereich strukturierten Halt zu bieten, ohne sich schwammig anzufühlen.

Under Armour Velociti Distance Obermaterial1 Ergebnis

 

FAZIT

Der Under Armour Velociti Distance ist ein zuverlässiger Partner für das tägliche Training und lange Distanzen. Der Schuh sieht cool aus und hält was er verspricht.
Die Passform ist sportlich und umschließt den Fuß enganliegend, die Polsterung im Fersen-/Einstiegsbereich ist ordentlich und die Schnürung funktioniert ohne Druck und ohne nachjustieren.
Der Schuh rollt sauber und neutral ab und kann sowohl von Fersenläufern als auch von Mittel-/Vorfußläufern gelaufen werden. Die 6mm Sprengung passen sehr gut zum Schuh und es wird kein Laufstil bevorzugt oder provoziert.
Der Schuh hat eine stabile Fersenkonstruktion und bietet im Allgemeinen ordentlich Support und Stabilität und das ohne spezielle Stützelemente.
Der Schuh unterstützt den Läufer dabei einen sauberen Laufstil über lange Zeit und auch noch mit müden Beinen aufrechtzuerhalten, dafür hat Under Armour natürlich auch das ein oder andere Gramm an zusätzlichem Gewicht in Kauf genommen. Der Velociti Distance ist kein Super-Leichtgewicht, liegt aber im Durchschnitt seiner Klasse und fühlt sich auch nicht zu schwer an.
Die Dämpfung des Velociti Distance ist recht straff, behält ihre Eigenschaften aber im Gegensatz zu vielen anderen Schuhen, über viele Stunden konstant aufrecht, ohne weicher zu werden oder zu ermüden.
Wer Komfort mit Weichheit gleichsetzt, wird den Velociti Distance nicht unbedingt als komfortablen Schuh einschätzen, dennoch dämpft die Mittelsohle zuverlässig Stöße und Schläge ohne das dabei Energie verschwendet wird, der Fuß taucht nur minimal in den Schaum ein.
Die Reaktivität, also der sogenannte Bounce Effekt fällt, besonders im Vergleich zu Schuhen mit Carbonplatten oder hochreaktiven Dämpfungsschäumeneher, recht gering aus, das ist aber kein Problem und das ist auch nicht das Ziel des Schuhs.
 

Wer einen reinen Wettkampfschuh für die Bestzeit sucht, greift lieber zum Velociti Elite. Wer aber einen Schuh für 80% des Trainings – also die lockeren bis zügigen Dauerläufe – sucht, wird mit dem Velociti Distance glücklich.

Mit einer UVP von 160 € liegt der Schuh preislich im unteren Mittelfeld der Premiumdämpfungsschuhe. Dafür bekommt man einen sehr gut verarbeiteten, langlebigen Schuh, der auch optisch (wie fast immer bei UA) einiges hermacht.

 

FAQs – HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

 

Für welche Distanzen eignet sich der Velociti Distance am besten?

Der Schuh ist als Daily Trainer ausgelegt und funktioniert besonders gut für lockere bis zügige Dauerläufe im Bereich von 5 km bis Halbmarathon und darüber hinaus. Die HOVR+‑Dämpfung bleibt auch auf längeren Strecken stabil und komfortabel, ohne schwammig zu werden. Für reine Sprint‑ oder Intervall‑Sessions gibt es leichtere Modelle, für Wettkämpfe schnellere.

 

Ist der Velociti Distance ein Wettkampfschuh?

Nein. Er ist dynamisch und reaktiv, aber nicht aggressiv genug für Bestzeiten. Ihm fehlt die extreme Leichtigkeit der Flow‑Modelle und die Spritzigkeit eines Carbon‑Setups. Für Wettkämpfe empfiehlt sich eher der Velociti Elite.

 

Wie ist der Grip bei Nässe?

Der Grip ist deutlich besser als bei den Flow‑Modellen, da der Distance wieder auf strategisch platzierte Gummielemente setzt. Auf nassem Asphalt bleibt er zuverlässig, nur im Matsch stößt das Straßenprofil an seine Grenzen.

 

Ist der Schuh für breite Füße geeignet?

Der Schnitt ist typisch Under Armour: eher sportlich und schmal. Das Mono‑Mesh‑Upper ist zwar flexibel, aber nicht so nachgiebig wie Strickmaterial. Läufer mit breiten Füßen sollten eine halbe Nummer größer testen.

 

Wie stabil ist das dünne Obermaterial?

Das Mono‑Mesh wirkt extrem dünn und technisch, ist aber durch die interne Struktur im Mittel‑ und Vorfußbereich stabilisiert. Es bietet guten Halt, ohne sich schwammig anzufühlen. Langzeithaltbarkeit sollte dennoch beobachtet werden, da das Material sehr luftig ist.

 

Wie pflege ich den Velociti Distance am besten?

Durch das grobporige Mesh trocknet der Schuh schnell. Leichte Verschmutzungen lassen sich gut mit Wasser und einer weichen Bürste entfernen. Maschinenwäsche wird nicht empfohlen, da das dünne Upper und die Dämpfung darunter leiden könnten.

 

Ist der Schuh für schwere Läufer geeignet?

Ja. Die HOVR+‑Dämpfung ist stabil genug, um auch bei höherem Körpergewicht nicht einzuknicken oder „durchzuschlagen“.

 

Kann man mit dem Schuh auch auf Waldwegen laufen?

Auf trockenen, festen Waldwegen funktioniert er problemlos. Sobald es matschig wird, fehlt dem Profil die nötige Tiefe – er bleibt ein klarer Straßenschuh.

 

 

GALERIE

 

Under Armour Velociti Distance
    
Under Armour Velociti Distance

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Under Armour Velociti Distance
Under Armour Velociti Distance

Under Armour Velociti Distance

 

 

 

 

 

 

 

 

Under Armour Velociti Distance

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Mit Läuftungsschlitzen wäre sie für mich perfekt.
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Angenehmes Körperklima
  • Geringes Gewicht
  • Praktische Oberschenkel-Tasche
  • Guter Schutz vor Wind und leichtem Schnee
  • Integrierter Gürtel

NACHTEILE

  • Enger Schnitt
  • Integrierter Gürtel, wenn man ihn sehr eng macht

BEWERTUNG

Karpos Alagna Plus 2.0 Pants – Ausführlicher Erfahrungsbericht

Die Karpos Alagna Plus 2.0 Pants ist als technische Hybridhose konstruiert, die verschiedene Materialien kombiniert, um sowohl Schutz als auch Atmungsaktivität zu gewährleisten. Besonders auffällig ist die durchdachte Aufteilung der Stoffe: Auf der Vorderseite kommt ein winddichtes, elastisches Gewebe zum Einsatz, das vor kaltem Fahrtwind schützt und gleichzeitig eine leichte Isolation bietet. Gerade bei winterlichen Aktivitäten, bei denen man häufig gegen Wind unterwegs ist, sorgt diese Frontpartie für angenehme Wärme.

Die Rückseite besteht aus einem deutlich atmungsaktiveren, elastischen Material.

Der OUTSIDEstories-Test KARPOS Alagna Plus 2.0 Pants - Skitourenhose

 Dadurch kann überschüssige Wärme und Feuchtigkeit gut entweichen – ein entscheidender Vorteil bei anstrengenden Aufstiegen oder längeren Touren. Gleichzeitig sorgt der Elastananteil für viel Bewegungsfreiheit.Insgesamt entsteht durch diese Hybridkonstruktion eine sehr gelungene Kombination aus Windschutz, leichter Isolation, Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit.

Der OUTSIDEstories-Test KARPOS Alagna Plus 2.0 Pants - Skitourenhose

Material Zusammenfassung: 

VORDERSEITE:  88 % Polyamid 12 % Elasthan 
RUCKENSEITE:  92 % Polyester 8 % Elasthan 
FUTTER:  100 % Polyester

Gewicht: 

Auch das Gewicht ist bemerkenswert gering. Die Hose fühlt sich angenehm leicht an und trägt kaum auf, was besonders bei längeren Touren ein großer Vorteil ist. Trotz der Leichtigkeit wirkt das Material robust und hochwertig verarbeitet. Zudem setzt Karpos teilweise auf recycelte Materialien und eine umweltfreundlichere wasserabweisende Imprägnierung.

Der OUTSIDEstories-Test KARPOS Alagna Plus 2.0 Pants - Skitourenhose
Der OUTSIDEstories-Test KARPOS Alagna Plus 2.0 Pants - Skitourenhose

Einsatzgebiet

Die Hose ist klar für aktive Wintereinsätze in den Bergen konzipiert. Ursprünglich wurde sie vor allem für Skitouren entwickelt, sie eignet sich aber ebenso hervorragend für andere intensive Winteraktivitäten.

Typische Einsatzbereiche sind beispielsweise:

  • Skitouren und Splitboardtouren

  • Schneeschuhwanderungen

  • Winterwandern im alpinen Gelände

Gerade bei Aktivitäten mit viel Bewegung spielt die Hose ihre Stärken aus. Sie ist warm genug für kalte Bedingungen, verhindert aber gleichzeitig ein Überhitzen beim Aufstieg.

Bei meinen eigenen Touren kam sie vor allem beim Schneewandern in der Steiermark zum Einsatz. Dort hat sie sich in unterschiedlichsten Bedingungen bewährt – von kalten Morgenstunden über windige Passagen bis hin zu sonnigen, schweißtreibenden Aufstiegen. Genau für solche wechselhaften Bedingungen scheint die Hose gemacht zu sein.

Der OUTSIDEstories-Test KARPOS Alagna Plus 2.0 Pants - Skitourenhose

Besonderheiten

Die Alagna Plus 2.0 Pants bietet einige Details, die sie besonders funktional machen:

Der elastische Bund mit innenliegendem Kordelzug sorgt für einen sicheren Sitz. Besonders praktisch ist, dass dadurch keine Hosenträger notwendig sind. Der Bund lässt sich schnell und zuverlässig einstellen und hält die Hose auch bei viel Bewegung stabil an Ort und Stelle.

Der sportliche Schnitt unterstützt eine sehr gute Bewegungsfreiheit. Große Schritte im Schnee, steilere Aufstiege oder längere Wanderungen sind problemlos möglich, ohne dass die Hose einengt.

Am unteren Beinabschluss befinden sich Reißverschlüsse mit Erweiterung, sodass die Hose problemlos über größere Berg- oder Skitourenschuhe passt. Zusätzlich sind die Beinabschlüsse verstärkt, um Beschädigungen durch Skikanten oder Steigeisen zu vermeiden.

Der OUTSIDEstories-Test KARPOS Alagna Plus 2.0 Pants - Skitourenhose

Praktisch sind auch die insgesamt drei Reißverschlusstaschen, in denen sich kleinere Gegenstände sicher verstauen lassen.

Ein kleiner Kritikpunkt: Lüftungsreißverschlüsse an den Beinen fehlen leider. Gerade bei sehr intensiven Aufstiegen oder an wärmeren Wintertagen wäre eine zusätzliche Belüftungsmöglichkeit noch einmal ein deutlicher Komfortgewinn gewesen.

Der OUTSIDEstories-Test KARPOS Alagna Plus 2.0 Pants - Skitourenhose

In der Praxis

In der Praxis hat mich die Hose vor allem durch ihr sehr ausgeglichenes Klima überzeugt. Gerade beim Schneewandern entsteht schnell das Problem, dass man entweder zu warm angezogen ist oder beim Wind zu schnell auskühlt. Die Alagna Plus 2.0 Pants schafft hier eine sehr gute Balance.

Auf mehreren Schneewanderungen in der steirischen Berglandschaft – mit verschneiten Wäldern, offenen Almflächen und windigen Höhenzügen – hat die Hose ihre Stärken besonders deutlich gezeigt. Beim Aufstieg blieb das Körperklima angenehm trocken, während die winddichte Front zuverlässig vor kalter Luft geschützt hat.

Der OUTSIDEstories-Test KARPOS Alagna Plus 2.0 Pants - Skitourenhose

Auch leichter Schneefall oder Pulverschnee werden vom Material zuverlässig abgehalten. Der Stoff nimmt kaum Feuchtigkeit auf, sodass man auch bei längeren Touren trocken bleibt. Natürlich ersetzt die Hose keine komplett wasserdichte Hardshell, doch für typische Winterbedingungen beim Wandern oder auf Skitouren reicht der Schutz absolut aus.

Besonders positiv fällt der Tragekomfort auf. Die Hose ist sehr leicht und durch das elastische Material extrem angenehm zu tragen. Selbst bei großen Schritten im Tiefschnee oder längeren Touren merkt man kaum, dass man eine technische Hose trägt.

Der verstellbare Bund funktioniert hervorragend. Auch ohne Hosenträger sitzt die Hose sicher und rutscht nicht. Das macht sie angenehm unkompliziert im Handling.

Der OUTSIDEstories-Test KARPOS Alagna Plus 2.0 Pants - Skitourenhose

Ein Punkt, den man beachten sollte: Die Hose fällt – ähnlich wie die passende Jacke – recht sportlich und eher eng aus. Wer etwas mehr Bewegungsfreiheit oder Platz für zusätzliche Schichten möchte, sollte eventuell eine Größe größer wählen.

Fazit

Die Karpos Alagna Plus 2.0 Pants ist eine sehr durchdachte Winterhose für alle, die sich im Winter viel bewegen. Besonders bei Schneewanderungen, Skitouren oder anderen aktiven Unternehmungen im Gebirge spielt sie ihre Stärken aus.

Die Kombination aus geringem Gewicht, guter Wärmeleistung, hervorragender Atmungsaktivität und hohem Tragekomfort macht sie zu einem äußerst angenehmen Begleiter für lange Tage im Schnee.

 



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Tolles Konzept scheitert am Ventil.
Bewertung Ø: 1 Sterne

VORTEILE

  • Gute Verarbeitung
  • Kleines Packmaß
  • Guter R-Wert
  • Geringes Gewicht
  • Thermobeschichtung

NACHTEILE

  • Ventil

BEWERTUNG

Die Vango Aotrom Thermo Platinum XL kommt als 4 Jahreszeitenmatratze mit Ambitionen für Ultraleicht und Trekkingtouren. Da man so schläft, wie man sich bettet, gibt’s nun zu lesen ob und wie traumhaft man auf der Matratze liegen kann.

Technische Daten:

  • Masse: 665 g
  • R-Wert: 4,2
  • Dicke: 5cm
  • 185 cm lang
  • 55 cm breit
  • Einseitige Thermobeschichtung
  • Kein Rückschlagventil

 

Aufbau:

Ein Ventil zum Befüllen der Kammer mit lappenartigem Rückschlagventil.

 

Sternförmige Strukturelemente, welche der Kammer Stabilität verleihen, dabei knisterfrei bleiben und das Luftpolster darstellen. 

Kleiner Packsack. 

 

Test im Alltag:

Ich hatte den Vango für einen Wochenendtrip zum Boofen dabei – also frei übernachten ohne Zelt, direkt auf dem Boden. Frostige Temperaturen nachts konnten also den R-Wert aufs Ärgste testen.

Fangen wir aber mit dem Aufblasen an. Hier kommt der inzwischen standardisierte Durchmesser zum Einsatz. Ich nutze einen Aufblassack von Vaude, um die Entstehung von Schimmel und weiteren Bakterien im Inneren der Matratze zu reduzieren, jeder andere Aufblassack sollte hier aber ebenfalls sein Bestes tun. Ein Aufblasen mit dem Mund ist hier ohnehin nicht möglich. 

Das Montieren des Aufblassacks im Ventil ist eher schwierig, da man von der Gegenseite einen Sweetspot finden muss zum Gegendrücken, ohne dass man gegen den Aufblassack arbeitet. Mit Übung schafft man das jedoch, dass dieser fest sitzt. Mit 3 Zügen ist das Ganze auch schon aufgeblasen, da das Luftvolumen durch das sternförmige Strukturkissendesign sehr gering ausfällt. Und genau an der Stelle ist mir die Matratze das zweite Mal unangenehm aufgefallen…

Das Rückschlagventil im Inneren, ist von der Konstruktion her von einem Wasserball aus dem vorigen Jahrhundert. Der Aufblassack drückt es komplett auf, sodass ein ständiger Gasaustausch zwischen Sack und Matratze besteht. Solange der Sack also im Ventil steckt, bekomme ich die Matratze nie „hart“ aufgeblasen. Ich habe also versucht, so viel Druck wie möglich aufzubauen, bevor ich den Aufblassack herausziehe. Dabei entweicht aber trotz aller Übung noch einiges an Luft aus dem Ventil, bis es schließt, was dazu führt, dass man die Matratze nicht sonderlich hart aufgeblasen bekommt.

Wenn ich mich auf den Bauch hinlege, drücken meine Knie bereits die Matratze durch – wenn ich auf dem Rücken liege, habe ich die gleiche Erfahrung mit meinem Hintern. Als Seitenschläfer liege ich komplett auf dem Boden, weil die Luft nach links und rechts entweicht.

Ich habe das Aufblasen mehrfach versucht, mit anderer Technik und dergleichen, kam aber immer zum gleichen traurigen Ergebnis: Das Ventildesign ist einfach unbrauchbar. 

Ich kann die Matratze nicht voll aufblasen, um bei meinen 82 Kilo Körpergewicht alle Körperteile ausreichend vom Erdboden zu isolieren, geschweige denn die „Härte“ einstellen, indem ich mit dem Druck in der Matte spiele.

Ich war sehr froh eine zweite Matratze parat zu haben für die Nacht, denn auch wenn die Beschichtung und das sternförmige Design vielversprechend sind – mit dem Ventil ist das schlichtweg nicht zu gebrauchen.

 

Fazit:

Aufgrund der nicht vorhandenen Möglichkeit, die Matratze auf einen Mindestdruck aufzublasen und in der Härte zu variieren, nützt mir weder das Packmaß, noch die Beschichtung etwas. Ein anderes Ventil, wovon es ja nun wirklich einige gibt, ist zwar mein einziger Kritikpunkt – leider aber auch ein hochkritischer. Schade.



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Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

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Balance Board mit Gamification-Ansatz
Bewertung Ø: 5 Sterne

VORTEILE

  • Effektives Training für Balance, Stabilität und neuromuskuläre Kontrolle
  • Deutlich direkterer Trainingsreiz als bei klassischen Balance-Pads
  • Hochwertige, stabile Verarbeitung der Holzplattform
  • App liefern Live-Feedback und strukturierte Trainingsprogramme
  • Gamification-Ansatz motiviert – besonders für Kinder und Einsteiger
  • Kompakt, schnell einsatzbereit und gut in den Alltag integrierbar

NACHTEILE

  • Relativ hoher Gesamtpreis (Board + Sensor ca. 390 €)
  • Lite-Modell nur für Nutzer bis etwa 75 kg optimal geeignet
  • Apps funktional, aber technisch noch mit kleineren Bugs und UX/UI-Schwächen
  • Sensor muss separat gekauft werden
  • Für sehr erfahrene Athleten auf Dauer eventuell zu wenig Herausforderung
  • Für sehr leichte Kinder teilweise schwer steuerbar (Gewichtsproblem)

BEWERTUNG

Ich habe das Sensosports Sensoboard Lite Balance-Board mit BODO Sensor von OUTSIDEstories im Frühjahr 2026 zum Testen erhalten. Diese Bewertung erfolgt vollständig unabhängig. Weder wurde ich dafür bezahlt noch bin ich gegenüber dem Hersteller eine   Verpflichtung eingegangen. Der sechswöchige Testzeitraum bildet die Grundlage für die nachfolgenden Eindrücke.

Balance- und Stabilisationstraining haben bei mir ehrlich gesagt immer erst dann eine Rolle gespielt, wenn es sein musste. Nach mittlerweile drei Bänderrissen im Sprunggelenk war klar: Einfach nur pausieren reicht nicht. Wer schon öfters ähnliche, wiederkehrende Verletzungen hatte, weiß, dass man sich noch lange danach irgendwie „unsicher“ fühlt und noch schlimmer, wie sehr das im Kopf mitarbeitet und die Psyche belastet, wenn man das Vertrauen in seine Fähigkeiten und die Stabilität des Körpers verliert.

Gerade als Hobbysportler möchte man sich beim Laufen, Wandern oder Biken nicht ständig Gedanken machen, ob der nächste Schritt hält. Genau deshalb habe ich in der Rehabilitation der Bänderrisse regelmäßig mit einem einfachen Balance-Pad aus Schaumstoff trainiert. Simpel, bezahlbar und durchaus effektiv und vor allem auch gut in den Büroalltag integrierbar, sofern man einen höhenverstellbaren Schreibtisch besitzt.

Ein klassisches Balance-Board hatte ich dagegen nie im Einsatz. Der Gedanke war zwar öfter da, aber viele Systeme sind preislich so angesetzt, dass man sich als Freizeitsportler zweimal überlegt, ob sich die Investition lohnt und vor allem, ob man es dann auch wirklich nutzt oder es zu einem weiteren Staubfänger wird.

Umso interessanter war es für mich, dass ich Sensoboard Lite im Rahmen von OUTSIDEstories testen konnte. Die zentrale Frage lautete: Bringt das Board mit Sensor und App einen echten Mehrwert gegenüber einem einfachen Balance-Pad, oder ist das eher technischer Luxus?

 

WAS BIETET DAS SENSOBOARD LITE?

Das Sensoboard Lite ist das aktuelle Einstiegsmodell der Sensoboard-Familie und richtet sich bewusst an Hobbysportler, Jugendliche und alle, die funktionelles Balance- und Stabilitätstraining unkompliziert in ihren Alltag integrieren möchten. Optional lässt sich das Board mit dem BOBO Balance Sensor und einer Smartphone-App kombinieren, wodurch zusätzlich digitale Trainings- und Gaming-Elemente möglich werden.

SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard - Fitnessgerät – Balance Board mit Gamific...

Im Kern bleibt das Sensoboard Lite jedoch ein bewusst analoges Trainingsgerät. Die Herausforderung entsteht ausschließlich durch die Instabilität der Konstruktion und nicht durch Motoren, Elektronik oder mechanische Zusatzsysteme. Der Aufbau ist entsprechend simpel gehalten und besteht aus einer stabilen Holzplattform mit klarer Mechanik und funktionalem Design. Anders als bei Balance-Pads aus Schaumstoff entsteht die Instabilität hier nicht durch weiches Material, sondern durch eine bewegliche Standfläche, die auf Gewichtsverlagerungen in mehrere Richtungen reagiert.

Diese Beweglichkeit zwingt den Körper zu kontinuierlichen Ausgleichsbewegungen. Dabei werden nicht nur einzelne Muskeln aktiviert, sondern vor allem das Zusammenspiel zwischen Nervensystem und Muskulatur trainiert. Genau dieses Zusammenspiel ist entscheidend für Stabilität, Koordination und eine kontrollierte Körperhaltung. 

Bereits kleine Gewichtsverlagerungen bringen die Standfläche aus dem Gleichgewicht. Dadurch entstehen permanent feine Korrekturbewegungen, die vor allem Fuß-, Sprunggelenks- und Rumpfmuskulatur fordern. Genau diese ständige Anpassung macht Balance-Training effektiv und wird häufig sowohl zur Verbesserung der Stabilität als auch zur Prävention nach Verletzungen eingesetzt.

OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard

Mit rund sechs Kilogramm Gewicht ist das Lite-Modell deutlich leichter als die klassischen Balanceboards. Die Standfläche bleibt dennoch ausreichend groß, sodass sowohl einbeinige als auch beidbeinige Übungen problemlos möglich sind. Laut Hersteller richtet sich das Board vor allem an Jugendliche und Erwachsene mit einem Körpergewicht bis etwa 75 Kilogramm und ist damit klar auf den Einsatz zu Hause ausgelegt.

OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard

Innerhalb der Sensoboard-Familie bildet das Lite-Modell damit den zugänglichsten Einstieg. Die größeren Modelle wie Essential oder Allround sind deutlich massiver gebaut. Sie wiegen etwa 15 Kilogramm und sind für Nutzer bis rund 100 Kilogramm ausgelegt.

OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard

https://youtu.be/NL2MbMe2Ppo?si=VWIydXmf013EwHZ5

Ergänzend stellt Sensosports eine kostenlose App mit Übungsvideos, Tutorials und Trainingsideen rund um das Sensoboard-Training bereit. Sie kann auch ohne Sensor genutzt werden und bietet zusätzliche Inspiration für das Training.

OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard

Material

  • robuste, wasserfest verleimte Birke-Multiplex-Standfläche
  • rutschfeste Oberfläche für sicheren Stand
  • zentrale Kippmechanik für 360-Grad-Bewegungen
  • maximale Belastung: ca. 75 kg
  • Gewicht: ca. 6 kg
  • Maße: etwa 60 × 42 × 11 cm

Merkmale

  • Balance- und Stabilitätstraining für ein- und beidbeinige Übungen
  • kompakte Größe für Zuhause oder kleinere Trainingsflächen
  • optionaler Sensor-Einschub für digitale Messung und App-Nutzung
  • geeignet für Reha, Athletiktraining oder kurze tägliche Stabilitätsroutinen

Funktionsweise

Schon einfache Übungen können einen deutlichen Trainingseffekt erzeugen:

  • stabiler Stand mit kleinen Balance-Korrekturen
  • einbeinige Balance-Übungen
  • kontrollierte Kniebeugen auf instabiler Fläche
  • fließende Bewegungsfolgen für Koordination und Mobilität

 

WAS BIETET DER BOBO SENSOR UND DIE APP? (SEPARAT ERHÄLTLICH)

Das Board selbst funktioniert wie oben erwähnt komplett mechanisch. Der digitale Mehrwert entsteht erst durch den BOBO Balance Sensor, der optional in eine dafür vorgesehene Aussparung im Board eingesetzt werden kann. Der Sensor verbindet sich per Bluetooth mit einem Smartphone oder Tablet und erweitert das klassische Balance-Training um digitale Analyse- und Gaming-Elemente. Er misst Bewegungen des Boards in Echtzeit und überträgt sie an die Trainings-App Bodo. Dadurch lassen sich Balance-Übungen nicht nur durchführen, sondern auch quantitativ auswerten.

 

OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard

 Über die App können Nutzer unter anderem:

  • Bewegungen live verfolgen
  • Stabilitäts- und Balance-Daten analysieren
  • geführte Trainingsprogramme in drei Schwierigkeitsstufen nutzen
  • Fortschritte über mehrere Einheiten dokumentieren
  • Multiplayer-Spiele oder Challenges durchführen

Technisch arbeitet der Sensor mit einem 3-Achsen-Beschleunigungsmesser und einem Gyroskop, überträgt Daten via Bluetooth und wird über eine CR2032-Knopfzelle mit Energie versorgt. Die Laufzeit beträgt laut Hersteller rund 400 Stunden Nutzung.

OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard

Ein Gyroskop ist ein Sensor, der Drehbewegungen erkennt. Während der Beschleunigungssensor misst, ob sich etwas nach vorn, hinten oder zur Seite bewegt, registriert das Gyroskop, wie stark und wie schnell sich ein Objekt dreht oder kippt. Dadurch kann der Sensor sehr genau erfassen, wie sich das Board im Raum bewegt. Etwa ob der Nutzer nach links kippt, sich nach vorn verlagert oder das Gleichgewicht verliert.

https://youtu.be/nvpY9kYxlhM?si=7By5TZgtl6T1CdJT

Merkmale des Bobo Sensors

  • Echtzeit-Messung von Balance- und Bewegungsdaten
  • Bluetooth-Verbindung zu Smartphone oder Tablet
  • kompatibel mit iOS und Android
  • Multiplayer-Gaming-Modi
  • strukturierte Trainingsprogramme und Analysefunktionen

Die Bobo-App liefert dabei Live-Biofeedback auf dem Display. Das bedeutet: Während man auf dem Board steht, sieht man sofort, wie stabil man steht, wie sich der Körperschwerpunkt bewegt oder ob man nach links oder rechts ausweicht. Diese Bewegungsdaten werden kontinuierlich analysiert und können anschließend ausgewertet werden. Fortschritte lassen sich so nachvollziehen und Trainingsprogramme gezielt anpassen.

Die App ist kostenlos erhältlich, läuft auf Android und iOS und verbindet sich via Bluetooth mit dem Sensor. Einmal gekoppelt, wird das Smartphone zum Trainingsmonitor, oder eben zur Spielekonsole für Balance-Games. 

  • Geführte Trainingsprogramme für Balance- und Stabilitätsübungen
  • Balance-Assessment-Tests, mit denen Gleichgewicht und Stabilität bewertet werden
  • Fortschrittsanalyse mit Diagrammen, um Trainingsergebnisse sichtbar zu machen
  • Balance- und Bewegungsanalyse durch Sensor-Tracking
  • Individuelle Trainingsprogramme für unterschiedliche Leistungslevels
  • Live-Feedback während der Übungen

Die Trainingsprogramme dauern meist etwa 6–12 Minuten und sind so konzipiert, dass sie Koordination, Rumpfstabilität und Reaktionsfähigkeit verbessern. Damit wird das Smartphone zu einem digitalen Coach, der Übungen vorgibt und die Ausführung kontrolliert. 

Gamification: Balance-Training als Spiel

Besonders motivierend ist der Gaming-Ansatz. Die BOBO Home App enthält insgesamt 14 Balance-Spiele, die über die Bewegungen auf dem Board gesteuert werden. Statt mit Controller oder Touchscreen steuert man die Spiele durch Gewichtsverlagerung und Gleichgewichtsarbeit.

Der große Vorteil dieses Systems liegt in der Kombination aus Training und Spiel.
Die App verwandelt Balance-Übungen in eine Art bewegungsgesteuertes Videospiel. Gerade für Einsteiger oder Kinder sorgt dieser Ansatz für deutlich mehr Motivation als klassisches Balance-Training, dabei werden gleichzeitig Koordination, Körpergefühl und Stabilität verbessert. Damit wird das Sensoboard Lite mit Sensor und App nicht nur zum Trainingsgerät, sondern zu einer Mischung aus Balance-Trainer, Fitness-Game und digitalem Coaching-Tool.

https://youtu.be/9YWorEvZeS4?si=mYHGCDmPvFw76GAL

Beispiele für Spiele in der App:

  • Crazy Snowboard: Man steuert einen Snowboarder durch einen Parcours, indem man sich auf dem Board nach links oder rechts lehnt. Ziel ist es, Hindernissen auszuweichen und möglichst viele Punkte zu sammeln.
  • Color Tunnel: Hier fliegt man mit einem Raumschiff durch einen Tunnel und muss Hindernissen ausweichen. Gesteuert wird ausschließlich durch Gewichtsverlagerung.
  • Space Ball: Ein Balance-Geschicklichkeitsspiel. Durch Kippen des Boards steuert man eine Plattform, auf der eine Kugel zum Ziel navigiert werden muss.
  • Car: Ein simples, aber effektives Spiel: Ein Auto wird durch Vor-, Rück- und Seitwärtsbewegungen des Boards gesteuert. 
  • und weitere....

    OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
    OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
    OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard

WIE MACHT SICH DAS BOARD IM EINSATZ?

Bereits beim Auspacken wird klar, dass das Sensoboard Lite kein klassisches Spielzeug-Balanceboard ist, sondern ein durchaus ernstzunehmendes Trainingsgerät. Das Board ist innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Eine Montage im klassischen Sinne gibt es nicht. Board auspacken, Sensor einsetzen und die App installieren (und einrichten), dann kann es auch schon losgehen.

OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
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OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard

Mit rund sechs Kilogramm Gewicht wirkt das Board angenehm stabil, bleibt dabei aber noch leicht genug, um es problemlos zwischen Wohnzimmer und Trainingsraum hin und her zu bewegen. Mit seinen kompakten Abmessungen lässt es sich zudem relativ platzsparend verstauen.

Die Verarbeitung macht beim ersten Eindruck einen hochwertigen Eindruck und wirkt insgesamt sehr solide konstruiert. Kanten, Oberflächen und Passungen sind sauber verarbeitet und vermitteln das Gefühl eines langlebigen Trainingsgeräts.

Die Einrichtung der App funktioniert grundsätzlich unkompliziert. Nach dem Download wird der Bewegungssensor per Bluetooth verbunden und überträgt anschließend die Bewegungen des Boards direkt an das Smartphone oder Tablet. Damit wird aus dem klassischen Balanceboard ein interaktives Trainingsgerät.

Als Informatiker fällt mir allerdings auf, dass sowohl die BOBO-App als auch die Sensosports-App noch etwas Feinschliff vertragen könnten. Die grundlegende Idee funktioniert gut und bringt echten Mehrwert ins Training. An einigen Stellen wirkt die Software jedoch noch nicht ganz ausgereift. Gelegentlich treten kleinere Bugs auf und auch beim UX/UI-Design ist deutlich Luft nach oben. Das verhindert das Training zwar nicht, aber man merkt, dass hier noch Entwicklungspotenzial vorhanden ist.

Bereits beim ersten Stand wird klar, dass das Lite-Modell eine saubere Kontrolle verlangt. Durch die relativ kompakte Standfläche reagiert das Board sensibel auf Gewichtsverlagerungen. Kleine Fehler werden unmittelbar spürbar, was das Training zwar fordernd, gleichzeitig aber auch sehr effektiv macht.

Gerade im Vergleich zu einem einfachen Balance-Pad fühlt sich das Training deutlich direkter an. Während ein Schaumstoff-Pad eher nachgibt, reagiert das Sensoboard aktiv auf jede Gewichtsverlagerung. Man merkt sehr schnell, wie stabil oder instabil man tatsächlich steht. Schon nach wenigen Minuten wird deutlich, wie intensiv Fuß-, Sprunggelenks- und Rumpfmuskulatur arbeiten müssen, um das Board ruhig zu halten.

Für sehr erfahrene Nutzer oder Athleten, die besonders dynamische Balance-Übungen suchen, könnte die Herausforderung auf Dauer etwas begrenzt wirken. Für ein kompaktes Heim-Trainingsgerät ist der Trainingsreiz allerdings absolut ausreichend.

Im Testzeitraum hat sich das Board vor allem als kurzes, regelmäßiges Stabilitätstraining bewährt. Die Einheiten sind meist relativ kurz, lassen sich aber problemlos in den Alltag integrieren. Besonders in Kombination mit der App fällt es leicht, strukturierte Trainingseinheiten durchzuführen.

In der Praxis zeigt sich schnell, dass die App-Integration tatsächlich einen Unterschied macht. Das visuelle Feedback hilft dabei, die eigene Balance besser zu verstehen. Während man auf dem Board steht, sieht man direkt auf dem Bildschirm, wie stabil oder unruhig man arbeitet. Dadurch werden Fortschritte sichtbar und das Training erhält eine klare Struktur.

 

OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
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OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard
OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard

Typische Einsatzmöglichkeiten im Alltag waren bei mir zum Beispiel:

  • Stabilisationsübungen für das Sprunggelenk
  • kurze Core-Aktivierung vor dem Krafttraining
  • Balance-Training als Ergänzung zu Bike-Einheiten
  • kurze Koordinationsübungen zwischendurch

Gerade für solche kurzen Stabilisationseinheiten funktioniert das Board sehr gut. Man stellt es hin, steigt drauf und merkt sofort, woran man arbeiten muss. Allerdings merkt man dem Board auch an, dass es konstruktiv eher für leichtere Nutzer ausgelegt ist. Der Hersteller empfiehlt das Lite-Modell für Personen unter etwa 75 Kilo. Mit meinen rund 80 Kilo bewege ich mich daher bereits über der konstruktiven Grenze des Systems. Das bedeutet nicht, dass es nicht funktioniert, aber man spürt deutlich, dass das Board für geringere Gewichte optimiert wurde. Ich erreiche mit meinem „Übergewicht“ schnell die vollen Ausschläge, was vermutlich nicht sein sollte.

Was echt klasse ist in meinen Augen: Das Board steht seit Testbeginn gut sichtbar im Wohnzimmer und wird seitdem nahezu täglich von meinen Kindern verwendet. Das noch deutlich häufiger als von mir selbst. Meine fünfjährige Tochter und mein elfjähriger Sohn waren sofort begeistert von den integrierten Spielen. Für sie fühlt sich das Ganze weniger wie Training und mehr wie ein bewegungsgesteuertes Videospiel an. 

Hier liegt für mich tatsächlich einer der größten Vorteile des Systems. Jeder, der Kinder hat, weiß, wie schwierig es manchmal sein kann, sie für Bewegung zu motivieren, besonders in der dunklen und kalten Jahreszeit. Das Sensoboard schafft hier einen überraschend guten Zugang. Dieser Gamification-Ansatz funktioniert hervorragend und sorgt dafür, dass sie deutlich länger auf dem Board stehen, als sie es bei klassischen Balance-Übungen vermutlich tun würden. Zudem ist es toll, wenn man die tägliche Frage „Pappaaaaa…. Können wir zocken?“ kann mit „Klar, aber dann mit dem Sensoboard“ beantwortet werden und ist eine Alternative zu „Nein, heute mal nicht“ oder „Ja, aber nicht so lange“. Die Kids sollen nun mal auch nicht jede freie Minute an Switch hängen.

OUTSIDEstories Test: SENSOSPORTS Sensoboard Lite Balanceboard

Bei meiner jüngsten Tochter zeigte sich allerdings auch eine kleine Einschränkung. Mit ihren gerade mal 17 Kilo ist sie teilweise noch etwas zu leicht für das System. In manchen Spielen führte das dazu, dass sie bestimmte Winkel oder äußere Bildschirmbereiche nicht zuverlässig erreichen konnte. Das sorgte gelegentlich für etwas Frust, wenn Sammelobjekte oder Ziele am Rand des Spielfelds lagen. Der Ausschlagwinkel für den Sensor lässt sich in der App auch noch korrigieren und anpassen.

Preislich liegt das Lite-Modell aktuell bei etwa 240 Euro und positioniert sich damit als Einstieg in die Sensoboard-Welt. Damit ist es zwar kein klassisches günstiges Balance-Board, bietet im Gegenzug aber ein deutlich komplexeres Trainingsprinzip. Wer die digitalen Trainings- und Gaming-Funktionen nutzen möchte, benötigt zusätzlich den BOBO-Bewegungssensor, der separat erhältlich ist und laut Hersteller etwa 150 Euro kostet.

Damit landet das komplette System aus Board, Sensor und App schnell bei rund 390 Euro.

Für ein reines Balanceboard ist das eine ambitionierte Preisklasse. Zum Vergleich: Spielkonsolen haben das Prinzip aus Bewegung und Gaming schon lange aufgegriffen. Ein bekanntes Beispiel ist etwa das Fitnessspiel Ring Fit Adventure für die Nintendo Switch, bei dem Bewegungen über Sensoren gesteuert werden und Fitnessübungen direkt in ein Spiel integriert sind. Das Spiel inklusive Zubehör kostet aktuell etwa 60–90 Euro, während komplette Konsolen-Bundles mit Spiel und Hardware teilweise um 340 Euro liegen.

Der Unterschied liegt allerdings im Ansatz. Konsolenlösungen sind in erster Linie Spiele, bei denen Bewegung ein Teil des Gameplays ist. Das Sensoboard verfolgt einen anderen Ansatz: Hier steht das sensomotorische Training im Mittelpunkt, während die App und die Spiele eher als Motivation und Feedbacksystem dienen.

Man bezahlt also nicht nur eine Holzplattform, sondern vor allem das Trainingskonzept dahinter. Sensorik, App-Auswertung und Trainingsprogramme machen Balance-Übungen messbar und bringen Struktur in ein Trainingsfeld, das sonst oft sehr subjektiv bleibt.

WAS STECKT HINTER DER MARKE SENSOSPORTS?

Wer sich intensiver mit Balance-, Koordinations- und Neuroathletiktraining beschäftigt, stößt früher oder später auf Sensosports. Das hessische Unternehmen hat sich auf sensomotorische Trainingsgeräte spezialisiert und verfolgt einen Ansatz, der klassische Balance-Tools mit moderner Trainingswissenschaft verbindet. Im Mittelpunkt steht dabei das sogenannte SENSOBOARD, ein Trainingssystem, das Koordination, Reflexe und Gleichgewicht gleichzeitig fordert.

Die Geschichte der Marke beginnt mit dem Sportwissenschaftler und ehemaligen Leistungssportler Moritz Martin. Nach über 20 Jahren im Wettkampfsport – unter anderem mit zahlreichen deutschen Meistertiteln im Windsurfen und Stand-up-Paddling – entwickelte er die Idee eines Trainingssystems, das Balance- und Reflextraining realistischer und effektiver abbilden sollte als die damals verfügbaren Geräte.

2010 brachte er schließlich den ersten Prototypen des Sensoboards auf den Markt. Ziel war ein mechanisches Trainingsgerät, das ohne Elektronik oder externe Energiequellen auskommt, gleichzeitig aber sehr komplexe sensomotorische Reaktionen auslöst. Das System wurde später patentiert und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem festen Bestandteil im Koordinations- und Athletiktraining.

Heute wird das System nicht nur von Freizeit- und Leistungssportlern genutzt, sondern auch im therapeutischen Umfeld eingesetzt, etwa zur Sturzprävention, im Reha-Training oder zur Verbesserung der neuromuskulären Kontrolle.

Gefertigt werden die Geräte größtenteils in Deutschland. Ein Großteil der verwendeten Materialien stammt von deutschen Zulieferern, viele Komponenten bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder MDF. Die Produktion erfolgt in einer eigenen Manufaktur und folgt dem Anspruch, langlebige Trainingsgeräte mit möglichst geringem Energieverbrauch herzustellen.

Neben den klassischen Sensoboards hat das Unternehmen inzwischen ein modulares Trainingssystem aufgebaut. Darauf basieren verschiedene sportartspezifische Trainer, etwa für Rudern, Stand-up-Paddling oder Kajak, die realen Bewegungsabläufe möglichst authentisch simulieren sollen.

Damit bewegt sich Sensosports in einer interessanten Nische zwischen Fitnessgerät, Therapie-Tool und Athletiktraining. Der Ansatz: möglichst natürliche Bewegung statt isolierter Maschinenübungen – kombiniert mit modernen Analyse- und Trainingsmöglichkeiten.

Hard Facts

  • Gründung: ca. 2010 – Linsengericht bei Frankfurt am Main (Deutschland)
  • Gründer: Sportwissenschaftler und Windsurf-Vizeweltmeister Moritz Martin
  • Kernprodukt: SENSOBOARD – patentiertes Trainingssystem für Koordination, Balance und Reflextraining
  • Technologie: mechanisches System mit mehreren Freiheitsgraden zur Aktivierung des neuromuskulären Systems
  • Produktion: überwiegend „Made in Germany“ mit Bauteilen deutscher Zulieferer
  • Einsatzbereiche: Athletiktraining, Physiotherapie, Prävention, Reha und Freizeitsport
  • Produktlinien: Sensoboard-Modelle sowie modulare „dry-Trainer“ für Rudern, SUP oder Kajak
  • Auszeichnungen: u. a. Hessischer Gründerpreis (Kategorie innovative Geschäftsidee)

FAZIT

Das Sensosports Sensoboard Lite ist kein klassisches Fitness-Gadget und auch kein Spielzeug-Balanceboard für zwischendurch. Es ist ein durchdachtes Trainingsgerät, das ein Trainingsfeld adressiert, das im Alltag vieler Hobbysportler oft zu kurz kommt: Stabilität, Koordination und neuromuskuläre Kontrolle.

Im Test zeigte sich schnell, dass genau hier auch die Stärke des Systems liegt. Das Board reagiert sensibel auf Gewichtsverlagerungen und zwingt den Körper permanent zu kleinen Ausgleichsbewegungen. Gerade nach Verletzungen oder zur Stabilisation im Sprunggelenk kann das ein sinnvoller Trainingsreiz sein. Im Vergleich zu einem einfachen Balance-Pad wirkt das Training deutlich direkter und kontrollierter. Die instabile Plattform fordert mehr Präzision und macht schnell sichtbar, wie stabil oder eben instabil man tatsächlich steht.

Der optionale BOBO-Sensor erweitert dieses Konzept sinnvoll. Die App liefert Live-Feedback, dokumentiert Fortschritte und bringt durch Trainingsprogramme Struktur in das Balance-Training. Besonders der Gamification-Ansatz sorgt dafür, dass Übungen nicht nur effizient, sondern auch motivierend werden.

Für meine Kinder entwickelte sich das Board schnell zu einer Art bewegungsgesteuertem Videospiel. Meine fünfjährige Tochter und mein elfjähriger Sohn waren sofort begeistert von den Balance-Games und nutzen das Board inzwischen regelmäßig in ihrer Freizeit. Genau hier entfaltet das System eine Stärke, die klassische Balance-Tools nicht bieten können: Bewegung wird spielerisch und intuitiv.

Gleichzeitig bleibt das System nicht frei von Kritikpunkten. Die Apps funktionieren grundsätzlich gut, könnten aus technischer Sicht aber noch etwas Feinschliff vertragen. Gelegentliche kleinere Bugs und ein teilweise etwas unfertiges UX/UI-Design zeigen, dass hier noch Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Auch die Gewichtsgrenze des Lite-Modells sollte man ernst nehmen. Wer deutlich über den empfohlenen 75 Kilogramm liegt, bewegt sich bereits außerhalb des optimalen Einsatzbereichs.

Der größte Diskussionspunkt bleibt allerdings der Preis. Rund 240 Euro für das Board und etwa 150 Euro für den Sensor summieren sich schnell auf knapp 390 Euro für das komplette System. Für eine Holzplattform wirkt das auf den ersten Blick hoch angesetzt. Betrachtet man jedoch das Trainingskonzept, die Sensorik und die digitale Trainingsauswertung, relativiert sich dieser Eindruck zumindest teilweise.

Unterm Strich richtet sich das Sensoboard Lite vorwiegend an Hobbysportler, Familien und gesundheitsorientierte Nutzer, die Koordination und Stabilität gezielt trainieren möchten und dabei wert auf Feedback und Motivation legen. Wer ein klassisches Balanceboard sucht, findet günstigere Alternativen. Wer jedoch ein strukturiertes Balance-Training mit digitalem Feedback und spielerischem Ansatz sucht, bekommt hier ein interessantes System.

Es ist kein Trainingsgerät, das man einmal benutzt und dann wieder in die Ecke stellt. Es ist eher eines dieser Tools, die man immer wieder kurz zwischendurch nutzt. Genau deshalb hat das Sensoboard bei uns tatsächlich einen festen Platz im Alltag gefunden.

Oder um es mit einem Bergsteiger zu sagen: „Nicht der Berg ist es, den man bezwingt, sondern sich selbst.“ Und manchmal beginnt genau dieses Training auf einer kleinen, wackelnden Plattform im Wohnzimmer. #wirsehenunsdraussen…

 



Wie wurde das Produkt erworben?

Ich bin ProduktScout - OUTSIDEstories hat mir das Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt

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Extrem leicht, extrem agil, für Bestzeiten im Wettkampf.
Bewertung Ø: 4 Sterne

VORTEILE

  • Unglaubliche geringes Gewicht (ca. 140 Gramm)
  • Gute Passform
  • Extrem agil und direkt
  • Sehr atmungsaktives Obermaterial
  • Geringe Sprengung passt sehr gut zum Schuh

NACHTEILE

  • Recht teuer
  • Geringe Sprengung erfordert gewöhnung und belastet die Waden stärker

BEWERTUNG

TESTFACTS

  
Testzeitraum: ca. 3 Wochen
Hersteller:Mizuno
Modell:Hyperwarp Pure
Veröffentlicht:Frühling/Sommer 2026
Kategorie:Dämpfung, Straße, Training, Wettkampf
Technologien:Mizuno Enerzy XP, Smooth Speed Assist-Carbonplatte, G3 Außensohle
Farbe:01 – White/Lightning Yellow/Hyper Blue
Material:

Oberes Material: Textil (82 %), Synthetik (18 %)

Unteres Material: Gummi (45 %) EVA (40 %) Plastik (15 %)

Mehr als 90% recyceltes Material

Sprengung:3,5mm (34mm/30,5mm)
Gewicht:ca. 137g (Größe DE 42)
Preis:UVP 300€ (ca. 220€ in Japan ; ca. 390€ den USA)


 

Bilderquelle teilweise: Mizuno.
Einige Abbildungen wurden mit Hilfe generativer KI erstellt
 

 

HERSTELLERBESCHREIBUNG

 

Die Mizuno Hyperwarp-Kollektion ist der Nachfolger der Wave Rebellion-Serie.

Dieser ultraleichte Laufschuh, der für Eliteläufer entworfen wurde, die ihre persönliche Bestzeit erreichen, verfügt über MIZUNO ENERZY XP, Mizunos leichteste Zwischensohlematerial, das außergewöhnliche Dämpfung, Energierückgewinnung und Geschwindigkeit bietet. Die SMOOTH SPEED PLATE (SSP), eine 3D-Carbonplatte, sorgt für Mizunos idealen Schritt von Anfang bis Ende, während die G3-Außensohle hervorragenden Grip für Hochgeschwindigkeitsleistung bietet. Mit einem monofilamentgebundenen Oberteil, das eine sichere und dennoch atmungsaktive Passform bietet, ist dieser Schuh einzigartig dafür entwickelt, Läufer auf höchstem Niveau zu unterstützen.

Vorteil:
1) SMOOTH SPEED PLATE (SSP)
Die 3D-Carbonplattenstruktur bietet hohe Stabilität und Biegesteifigkeit und unterstützt den idealen, geschmeidigen Schritt, den Mizuno von Anfang bis Ende in einem Rennen vorstellt.

2) MIZUNO ENERZY XP
Das leichteste, hochleistungsfähige Material von Mizuno wird in der gesamten Zwischensohle verwendet, um Speedrunning mit seiner erstklassigen Balance aus Weichheit, Energierückgewinn und Leichtigkeit zu unterstützen.

3) G3-Sohle
Die leichte, hochgripige Außensohle unterstützt Speedrunning.

4) MONOFILAMENTGEWEBTES Obermaterial
Speziell für dieses Modell entwickelt, verwenden die Oberteile leichtes, atmungsaktives und flexibles Material, um eine sichere und hochwertige Passform zu gewährleisten.

Ausstattung:
Das leichteste Modell. Hilft dabei, deine persönliche Bestform zu erreichen.
Bietet ein reibungsloses (effizientes) Betriebserlebnis.
Obwohl dieser Schuh zu den leichtesten auf dem Markt gehört, bietet er hervorragende Dämpfung, Energierückgewinnung und Stabilität.
Ein außergewöhnlich geringes Gewicht wurde erreicht, indem MIZUNO ENERZY XP, unser leichtestes Material überhaupt, sowohl oben als auch unten an der Zwischensohle verwendet wurde.
Mizunos einzigartige 3D-förmige Carbonplatte (SSP) im Mittelfußbereich unterstützt effizientes Laufen.
Verfolgt Grip mit G3.

Wen Sie mögen:
・Für Top-Eliteläufer, die komplette Marathons in 2–3 Stunden
absolvieren ・Für Eliteläufer, die am Hakone Ekiden teilnehmen

Nachhaltigkeit:
Mehr als 90 % recycelten Anteil an Oberkörperfuttertextilien.

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Enerzy XP
Enerzy XP
Upper
upper
Speed Plate
Speed Plate

 

 

OPTIK/HAPTIK

 

Wie immer zuerst einmal die kleine Anmerkung: Geschmack oder Gefallen liegt natürlich im Auge des Betrachters :-), deshalb sind die folgenden Zeilen dieses Abschnitts auch lediglich meine subjektive Meinung.

Das erste kleine Wow-Erlebnis beschert Mizuno einem schon vor dem Auspacken, denn der Karton des Hyperwarp Pure strahlt einen komplett in glänzendem Silber an und man muss zweimal hinschauen, um die metallisch spiegelnde Box als „herkömmlichen“ Karton zu identifizieren.
Der edle Karton hat Mizuno wahrscheinlich nur einige Cent mehr gekostet, aber der Anblick des Kartons und die Verstärkung des Eindrucks, dass man sein Geld hier für etwas wirklich Hochwertiges investiert hat, bringen Käufern ein positives Mikroerlebnis und ein gutes Gefühl.
Nach dem Öffnen des Kartons zeigt sich der Hyperwarp Pure in Weiß mit gelben und blauen Akzenten („White / Lightning Yellow“) und wirkt extrem modern und clean. Der Schuh mit seiner üppigen Mittelsohle scheint stolz auf seine Herkunft zu sein, denn das Mizuno-Logo trägt er nicht gerade dezent zur Schau.
Abgesehen von den farbigen Akzenten in blau und gelb grün versucht der Schuh aber nicht, mit irgendwelchen nutzlosen Designelementen oder sinnlosen Features zu beeindrucken, sondern macht direkt klar, worum es hier geht, nämlich Performance.

Als ich den Schuh das erste Mal aus dem Karton nehme, war ich mindestens überrascht, beinahe schockiert, und zwar vom Gewicht – oder besser gesagt, vom Nichtvorhandensein von Gewicht. Der Pure ist ein Hauch von nichts und wiegt mit rund 140 Gramm ungefähr so viel wie meine wasserdichten Sealskinz Strümpfe.
Bei genauerer Betrachtung sieht man, dass Mizuno bei diesem Schuh jede Komponente bis zum Äußersten auf Leichtigkeit optimiert hat. Das Obermaterial ist hauchdünn, fast transparent und wirkt extrem technisch. Optisch hätte man fast Angst, es könnte reißen. Das Material könnte schon beim Anfassen reißen, aber bei genauerer Betrachtung und ein paar Mal daran ziehen wirkt das gewebte Material („Woven Upper“) doch erstaunlich robust. Die Schnürsenkel wurden ebenfalls optimiert und sind, genau wie die Zunge, höchstens halb so dick, wie man es gewohnt ist. Die obligatorische herausnehmbare Einlegesohle hat Mizuno sogar auf 0 Gramm reduziert, also weggelassen :-). Im Einstiegs-/ und Fersenbereich hätte Mizuno evtl. sogar noch das ein oder andere Gramm einsparen können, der Pure bietet hier zwar keine üppige Polsterung, aber man muss auch nicht komplett darauf verzichten.
Dass Mizuno diesem Schuh natürlich auch wieder zusätzliche obere Löcher für eine Fersenhalt-/Marathonschnürung spendiert hat, ist natürlich klar, denn Löcher wiegen weniger als jedes Material.
Etwas Mizuno-untypisch ist die Auswahl der Farbvarianten, es gibt nämlich keine. Die 3 Modelle der Hyperwarp-Serie gibt es nur in einer Farbvariante und da die Modelle unisex sind, gilt das für alle Geschlechter.
Während der Testzeit hat Mizuno mit dem „Origami Pack“ eine neue Kollektion präsentiert, deren Design sich am traditionellen chinesischen Origami orientiert. Zu dieser Kollektion gehören auch die 3 Hyperwarp-Modelle Pro, Elite und Pure, die sich je in einer Farbkombination aus Weiß, Schwarz und Gold zeigen. Mizuno erhöht die Preise dieser „Sondermodelle“ allerdings auch noch einmal um je 10€.
Es ist aber möglich, dass Mizuno noch weitere Farbvarianten zeitnah nachliefert, wenn die Schuhe gut angenommen werden.

Die Verarbeitung ist Mizuno-typisch tadellos, wirkt wie aus einem Guss und auch bei genauer Untersuchung sind keinerlei Kleberückstände oder unsaubere Nähte zu finden. Bei einem Schuh in dieser Preisklasse wäre das allerdings auch nicht akzeptabel.

 
 

 Die Hyperwarp Serie 

Hyperwarp Pro (250€)

 
Mizuno Hyperwarp Pro
 
Mizuno Hyperwarp Pro Tech

Hyperwarp Elite (270€)

 
Mizuno Hyperwarp Elite
 
Mizuno Hyperwarp Elite Tech

Hyperwarp Pure (300€)

 
Mizuno Hyperwarp Pure
 
Mizuno Hyperwarp Pure Tech
 

Bei der Namensgebung der Modelle hätte ich wahrscheinlich genau die umgekehrte Richtung gewählt und das günstigste Modell Pure genannt, das mittlere Pro und das teuerste Elite, aber vielleicht ist das auch nur meine Logik :-).

 

 Hyperwarp Origami Pack 

Hyperwarp Pro (260€)

 
Mizuno S26 Hyperwarp Pro Unisex SH J1GC267401 00 UVP 260 EUR
 

Hyperwarp Elite (280€)

 
Mizuno S26 Hyperwarp Elite Unisex SH J1GC267301 00 UVP 280 EUR
 

Hyperwarp Pure (310€)

 
Mizuno S26 Hyperwarp Pure Unisex SH J1GC267501 00 UVP 310 EUR
 

„Mizuno präsentiert mit dem Origami Pack sechs aktuelle Topmodelle und dazu passende Laufoutfits mit speziellen Designs, die an die japanische Kunst des Origami erinnern“

 

 Weitere Origami Pack Modelle 

 

Neo Vista 2 (190€)

 
Mizuno S26 Neo Vista 2 Unisex SH J1GC263401 00 UVP 190 EUR
 

Neo Zen 2 (160€)

 
Mizuno S26 Neo Zen 2 Unisex SH J1GC268201 00 UVP 160 EUR
 

Wave Rider 29 (170€)

 
Mizuno S26 Wave Rider 29 Unisex SH J1GC266301 00 UVP 170 EUR
 
 


 

 

 

 

LAUFEN MIT DEM HYPERWARP PURE

 

Die Passform ist – wie bei einem Racer zu erwarten – eher sportlich und eng anliegend („Race Fit“). Wer sehr breite Füße hat, könnte hier Probleme bekommen, für meine eher schmalen Füße ist der Sitz aber perfekt. Das Schnürsystem mit den ultradünnen Schnürsenkeln fixiert den Fuß dank ausreichend Zugpunkten an den richtigen Stellen sicher im Schuh und zieht das minimalistische Obermaterial passgenau dicht an den Fuß. Der Druck auf den Spann wird gut verteilt und trotz der extrem dünnen Zunge spürt man keine Druck-Hotspots.
Der Fersenbereich bietet im Gegensatz zum restlichen Schuh etwas mehr Halt und Festigkeit und der Komfort bzw. die Polsterung an Ferse-/ und Knöchelbereich sind absolut ausreichend.

Schon auf den ersten Metern merkt man, dass der Schuh nicht unbedingt ein Freund von gemütlichen Joggingausflügen ist, sondern vorwärtsdrängt.
Das liegt unter anderem auch an der eher ungewöhnlichen Sprengung von nur 3,5 mm, die einen förmlich auf den Mittel- und Vorfuß zwingt.
Das Laufgefühl ist nicht unbedingt das, was man bei so einer üppigen Mittelsohle erwarten würde.
Man hat nicht das „schaukelnde“ Gefühl mancher Max-Cushion-Racer, sondern einen sehr direkten, super agilen, reaktiven Schuh.
 

Mizuno Hyperwarp Pure Beim Laufen2
Mizuno Hyperwarp Pure beim Laufen2

Der Hyperwarp Pure rollt zwar neutral ab und bietet dem Fuß kaum Stabilität, dennoch ist die Sohle alles andere als flexibel. Die SpeedPlate Carbonplatte ist extrem steif und führt einen ziemlich schnell zum optimalen Bewegungsablauf, der dann mit ordentlich Energierückgewinnung belohnt wird.
Das sorgt nicht nur dafür, dass keine Energie beim Aufkommen sinnlos verschwendet wird, sondern spart den Fußmuskeln auch viel Arbeit und hält den Laufstil auch bei Ermüdung länger sauber und bügelt kleinere Fehler aus.
Bei schnellen Intervallen, Sprints oder im 5-km-Wettkampftempo spielt der Hyperwarp Pure seine Stärken voll aus. Der Fußabdruck ist super präzise und die Reaktionszeit minimal.

Für langsame Erholungsläufe ist der Schuh ebenso ungeeignet wie für Fersenläufer.
Der Pure ist kein Allrounder, der versucht, es jedem recht zu machen und alles so ein bisschen richtig zu machen, er ist ein Spezialist in seinem Einsatzbereich mit klaren Schwächen in anderen Bereichen. Er ist bei niedrigem Tempo ein komplett anderer Schuh und fühlt sich irgendwie komisch an, wahrscheinlich wie ein Supersportwagen im engen Stadtverkehr. Selbst bei gemäßigtem Tempo auf dem Mittelfuß spürt man, dass der Schuh sich nicht richtig wohl fühlt, er wirkt ziemlich hart und steif und rollt unnatürlich ab.
Rückt der Abdruckpunkt weiter nach vorne und das Tempo wird erhöht, fühlt es sich irgendwann so an, als würde man einen Schalter umlegen und die Laufhilfe starten. Ab diesem Punkt ist man deutlich schneller unterwegs und verbraucht merkbar weniger Energie. Ich persönlich habe das Gefühl, bei ca. 4:20 min/km diesen Punkt zu erreichen und dann genauso viel Energie zu verbrauchen wie etwa bei 4:40 min/km und viel mehr im Flow zu sein.

 

 

DÄMPFUNG

 

Die erste Enerzy Erfahrung habe ich vor mehr als 4 Jahren mit dem Rider Neo 2 gemacht und war direkt begeistert.
Da beim Hyperwarp Pure Enerzy XP zum Einsatz kommt und davon auch gar nicht mal so wenig, erwartete ich ordentlich Komfort und Agilität.
Ich dachte allerdings, Enerzy XP ist eine Weiterentwicklung von Enerzy, aber das ist es nicht. Enerzy XP ist ein komplett anderes Material und kein modifizierter EVA-Schaum wie Enerzy.
Enerzy XP ist ein PEBA-basierter „Superfoam“, der deutlich mehr Energierückgabe und Agilität bietet als Enerzy.

Trotz der Mittelsohlenhöhe von ca. 34mm an der Ferse fühlt sich der Schuh nicht nur nicht „sofa-weich“ an, sondern auch deutlich weniger weich und komfortabel als die Enerzy-Dämpfung. Die Dämpfung des Pure ist straff abgestimmt, was natürlich in Kombination mit der steifen Smooth Speed Plate für katapultartigen Abdruck-Effekt sorgt. Man sinkt kaum spürbar in das Material ein und wird nach dem Aufkommen direkt wieder nach vorne geworfen.

Das ist genial für kurze, schnelle Distanzen bis 10km oder vielleicht einen Halbmarathon für gut trainierte Läufer. Für einen vollen Marathon würde mir persönlich wahrscheinlich etwas der „Komfort-Puffer“ fehlen, den andere Supershoes bieten.
Der Hyperwarp Pure hat allerdings auch nicht den Anspruch, seinen Träger in Watte zu betten, sondern ihn zu Topleistungen zu pushen.
Das bedeutet nicht, dass die Dämpfung des Schuhs nicht funktioniert, denn das tut sie. Harte Schläge werden selbst bei schnellen Bergabpassagen so weit gedämpft, dass sie im Bewegungsapparat keinen Schaden verursachen. Da der Dämpfungsweg natürlich deutlich kürzer als bei EVA-Schaum ist, ist der Dämpfungsvorgang entsprechend kürzer und überträgt mehr Kräfte an den Läufer, was allerdings auch die wichtige Rückmeldung vom Untergrund erhöht. 

 

EVA

(Ethylen‑Vinyl‑Acetat)

  • Klassischer Schaum für Laufschuhe seit Jahrzehnten
  • Geschlossenzellig, relativ einfach herzustellen
  • Härte und Dämpfung gut steuerbar
  • Rückfederung solide, aber begrenzt
  • Typisch: 60–70 % Energierückgabe
  • Ermüdet schneller bei Kälte und langen Läufen
  • Mittleres Gewicht
  • Je nach Dichte deutlich schwerer als PEBA

 

Quick Info

PEBA

(Polyether‑Block‑Amid)

  • Hochleistungs-TPE
  • Sehr elastisch, extrem leicht
  • Wird oft als „Superfoam“ bezeichnet
  • Extrem hohe Rückfederung
  • Typisch: 80–90 %+ Energierückgabe
  • Bleibt auch bei Kälte elastisch
  • Sehr leicht, eines der leichtesten Schaum-Materialien überhaupt

 

Quick Info
 
Mizuno Enerzy EVA Peba

GRIP/AUSSENSOHLE

 

Mizuno nutzt die G3-Gummimischung für die Außensohle der Hyperwarp-Modelle, wobei die Außensohle eigentlich nicht wirklich eine richtige Außensohle ist, sondern nur Elemente, die direkt auf den Schaum aufgebracht sind, um Gewicht zu sparen.
Im Gegensatz zu Mizunos X10 Karbongummimischung, von der ich immer ein Fan war, sind meine Erfahrungen mit der G3 Außensohle nicht ganz so gut.
Wenig überraschend kann mich auch der Hyperwarp Pure nicht unbedingt mit seinem Super-Grip begeistern. Mizuno setzt G3 auch nicht ein, weil es besser oder haltbarer als X10 ist, sondern weil es deutlich leichter ist als der schwere, robuste X10-Gummi.
Man könnte es jetzt aber auch „Jammern auf hohem Niveau“ nennen, denn dadurch, dass ich schon super viele extrem gute Sohlen gelaufen bin, könnte ich ein wenig verwöhnt sein.
Der Pure hat sich während der Testzeit keine groben Patzer geleistet, es gab keine Ausrutscher und auch Kurven auf nassen glatten Belägen sind gut lautbar.
Bedenken muss man natürlich, dass man den Schuh in der Regel nur auf dem Vorfuß läuft und man damit nur halb so viel Kontaktfläche zum Untergrund hat wie bei anderen Schuhen.
Der Grip ist OK und bereitet keine Probleme, dennoch gehört der Pure nicht zu den Schuhen, denen ich blind vertraue, und auch der Grenzbereich ist relativ schmal.
Verklemmte Steinchen oder mit Matsch zugesetzte Rillen sind bei der wenig profilierten Sohle übrigens kein Thema.

Die Haltbarkeit von G3 liegt deutlich unter der von X10, besonders auch, da die Außensohlenschicht hier extrem dünn ist. Während ich man bei allen X10-Sohlen locker mit über 1000km rechnen kann, erwarte ich beim Pure eher 800 km–900 km (natürlich immer abhängig von Laufstil und Gewicht des Läufers).

 
Mizuno G3 X10 Grip
Mizuno G3 X10 Grip
Mizuno Hyperwarp Pure (28)
Mizuno Hyperwarp Pure (28)

 

 

OBERMATERIAL

 

Wenn man beim Hyperwarp Pure von „Obermaterial“ spricht, ist das fast schon eine Übertreibung – es ist eher ein Hauch von High-Tech-Gewebe. Mizuno setzt hier auf ein extrem dünnes Woven Upper (gewebtes Material), das so transparent ist, dass die Sockenwahl plötzlich zur Design-Entscheidung wird.

In der Hand wirkt das Material fast wie Papier, am Fuß zeigt sich aber die Ingenieurskunst: Es ist absolut unnachgiebig an den Stellen, wo der Fuß Halt braucht, bietet aber maximale Atmungsaktivität. Hitzestau? Unmöglich. Wasseraufnahme bei Regen? Praktisch null, da es kaum Stoff gibt, der sich vollsaugen könnte.

Das Material ist allerdings auch deutlich steifer und weniger weich als viele andere Mesh Materialien. Das erhöht die Gefahr evtl. dauerhafte Knickfalten zu bilden, die zu Problemen wie Scheuerstellen führen könnten. Bei meinem Gewicht flext der Schuh aber so wenig, dass sich gar keine Falte bildet.
Auch würde ich den Schuh nicht unbedingt ohne Strümpfe laufen (was ich zwar sowieso fast nie mache), da das Material direkt auf der zarten Haut der Zehen (zumindest bei mir sehr zart :-) ) mit hoher Wahrscheinlichkeit zu wunden Stellen oder Blasen führt.

Mizuno Hyperwarp Pure (36)
Mizuno Hyperwarp Pure (36)
Mizuno Hyperwarp Pure (34)
Mizuno Hyperwarp Pure (34)
Mizuno Hyperwarp Pure Woven Upper
Mizuno Hyperwarp Pure Woven Upper

 

FAZI

 
 
 

Der Mizuno Hyperwarp Pure ist wahrscheinlich der erste Mizuno Laufschuh den ich so gar nicht als Allrounder bezeichnen kann. Während man mit Rider und Co. oder auch den Trailmodellen wie dem Daichi, eigentlich nie falsch ausgestattet ist, ist der Einsatzbereich beim Pure deutlich schmaler. Der Pure ist ein Spezialist auf einem klar definierten Gebiet, und zwar Tempo ohne Kompromisse.
Der erste Blick auf den Schuh mit der üppigen Mittelsohle ist trügerisch, denn man könnte den Pure durchaus für einen mittelschweren weichen Komfortschuh halten.
Tatsächlich ist der Pure aber extrem weit von den Eigenschaften „mittelschwer“ und „weich“ entfernt. Die Enerzy XP Mittelsohle ist neu, besteht aus PEBA und ist erstaunlich straff und reaktionsfreudig. Zusammen mit der verbauten Carbonplatte verschwendet der Schuh keinerlei Energie beim Bodenkontakt, die Sohle läßt sich extrem schwer flexen und baut dementsprechend viel Rückstellenergie auf, die beim Abdruck explosionsartig wieder abgegeben wird.
Das Gewicht hat Mizuno bei diesem Schuh an jeder Stelle auf ein absolutes Minimum reduziert, das Obermaterial ist beinahe durchsichtig, die Schnürsenkel sind kaum mehr als Fäden, die Zunge kaum mehr als ein Läppchen, die Einlegesohle nicht vorhanden und der Schaftbereich kaum gepolstert. Dadurch drückt Mizuno das Gewicht auf ca. 140 Gramm womit der Pure in einer eigenen Liga der Leichtigkeit spielt.
Umso erstaunlicher das der Schuh sich dennoch „vollwertig“ anfühlt, das hauchdünne Obermaterial ist robust, die minimalistische Schnürung hält den Fuß fest im Schuh und verteilt den Druck sehr gut, die fehlende Einlegesohle vermisst man nicht und die Polsterung im Schaftbereich ist bequemer als man denkt.

Mizuno Hyperwarp Pure Fazit2
Mizuno Hyperwarp Pure Fazit2
 
 
 

Die Kombination aus der niedrigen Sprengung (3,5 mm), dem direkten Enerzy XP Schaum und der Carbonplatte macht ihn zur perfekten Wahl für Vorfußläufer die schnell unterwegs sind, denn langsam will der Pure nicht bewegt werden.

Der Preis von 300€ ist natürlich eine Ansage und bewegt sich im absoluten High-End-Bereich. Mizuno bietet dafür aber auch einen innovativen kompromisslosen Wettkampfschuh mit dem geringsten Gewicht in seiner Klasse. Wer einen komfortablen Cruiser oder einen Begleiter für das tägliche Training sucht, sollte den Hyperwarp Pure besser nicht in die engere Auswahl nehmen und Fersenläufer erst recht nicht.

 

FAQs – HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

 

Für welche Distanzen ist der Mizuno Hyperwarp Pure geeignet?

Der Schuh ist primär für kurze, schnelle Straßenrennen konzipiert. Sein „Sweetspot“ liegt bei 5 km bis 10 km. Sehr gut trainierte Läufer können ihn auch für den Halbmarathon nutzen. Für den Marathon fehlt den meisten Läufern hier wahrscheinlich etwas Dämpfungskomfort im Vergleich zu anderen Superschuhen.

 

Wie lange hält der Schuh?

Da es sich um einen radikalen Wettkampfschuh („Race Day Only“) handelt, ist die Haltbarkeit geringer als bei einem Trainingsschuh. Die G3-Außensohle und der leichte Enerzy-XP-Schaum sind auf maximale Performance ausgelegt, nicht auf Langlebigkeit. Man sollte ihn wirklich für die schnellen Tage aufsparen.

 

Benötige ich eine Eingewöhnungszeit?

Definitiv. Die extrem niedrige Sprengung von nur 3,5 mm beansprucht die Wadenmuskulatur und die Achillessehne deutlich stärker als herkömmliche Laufschuhe (die oft 8–10 mm Sprengung haben). Taste dich langsam heran, um Verletzungen zu vermeiden.

 

Wie fällt der Hyperwarp Pure aus?

Der Schuh hat eine klassische Racing-Passform: eng anliegend im Mittelfuß und an der Ferse, um bei hohen Geschwindigkeiten maximalen Halt zu bieten. Wenn du zwischen zwei Größen schwankst oder gerne dicke Socken trägst, greif lieber zur größeren Nummer.

 

Ist der Schuh für Fersenläufer geeignet?

Eher weniger. Durch die niedrige Sprengung und die Geometrie der Smooth Speed Plate forciert der Schuh einen Laufstil über den Mittel- oder Vorfuß. Fersenläufer könnten den Schuh als instabil oder hart empfinden.

 

Wie unterscheidet sich der Hyperwarp Pure von Pro und Elite?

  • Pure: radikalster Leichtbau, niedrigste Sprengung, maximal direkter Abdruck
  • Elite: etwas mehr Dämpfung, breiterer Einsatzbereich

Pro: alltagstauglicher, stabiler, weniger aggressiv. Der Pure ist das kompromisslose Modell der Serie und klar auf Speed ausgelegt.

 

Kann man den Hyperwarp Pure auch im Training nutzen?

Nur sehr eingeschränkt. Der Schuh ist ein klassischer „Race Day Only“-Schuh. Für lockere Läufe, Dauerläufe oder Recovery ist er zu hart, zu steif und zu aggressiv abgestimmt. Für kurze Tempoeinheiten kann er funktionieren, aber er nutzt sich dann schneller ab.

 

Wie stabil ist der Schuh?

Der Pure bietet kaum Stabilität. Die Kombination aus niedriger Sprengung, schmaler Auflagefläche und steifer Carbonplatte richtet sich klar an technisch saubere Mittel‑/Vorfußläufer. Wer zu Instabilität neigt, sollte eher zu einem anderen Modell greifen.

 

Wie verhält sich der Schuh bei Nässe?

Die G3-Außensohle liefert ordentlichen, aber nicht überragenden Grip. Auf nassen, glatten Belägen ist er laufbar, aber nicht so vertrauenerweckend wie Modelle mit aggressiverer Gummimischung. Der Grenzbereich ist relativ schmal.

Wie ist die Atmungsaktivität?

Extrem hoch. Das Woven Upper ist so dünn und luftig, dass es praktisch keinen Wärmestau gibt. Es nimmt kaum Wasser auf und trocknet sehr schnell. Sockenwahl wird allerdings sichtbar.

 

 

GALERIE

Mizuno Hyperwarp Pure
    
Mizuno Hyperwarp Pure

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