Nahezu perfekte Regenjacke mit gewöhnungsbedürftiger Kapuze
VORTEILE
- Taschen
- Design
- Robustheit
- Wetterbeständigkeit
- Packmaß
NACHTEILE
- Kapuze
BEWERTUNG
Patagonia M'S Triolet
Nach langem Suchen nach der perfekten Regenjacke bin ich auf die Patagonia Triolet Jacke als möglichen Kandidaten gestoßen. Ich habe mich dann trotz des hohen Preises dazu entschieden, in dieses hoffentlich langlebige Produkt zu investieren.
Ich habe nach einem Produkt gesucht, auf welches ich mich auf regnerischen Wanderungen oder Angelausflügen sowie an verschneiten Ski-Tagen verlassen kann.
Der Testzeitraum erstreckt sich auf ca. 2 Jahre, seitdem besitze und nutze ich die Jacke regelmäßig unter wechselnden Bedingungen.
Laut Bewertungen auf anderen Plattformen gab es eine Neuauflage des Produkts.
Für alle, die nicht länger lesen wollen: Der Kauf hat sich gelohnt und die Jacke erfüllt die an sie gestellten Forderungen.
Für alle, die es etwas genauer mögen, hier die etwas genauere Bewertung:
Material/ Schnitt
Die Jacke besteht aus 100 % Polyester mit einer Hardshell-Membran mit Gore-Tex-Technologie.
Der Schnitt ist als normale Passform zu beschreiben wobei von XS bis XXL gewählt werden kann.


Größe:
Ich bin ca. 1,80 m groß und wiege 80 kg mit sportlicher Statur.
Damit an kalten Skitagen noch eine Fleecejacke drunter passt, wurde es dann Größe L.
Eine Fleecejacke passt, einen dicken Pullover sollte man nicht noch brauchen.
Die Jacke selbst hat ein geringes Packmaß und kann auch in die kleinsten Stauräume gestopft werden.
Taschen:
Besonders schön an der Jacke finde ich die Anzahl der Taschen. Ich habe lange nach einer Outdoorjacke für den zivilen Anwendungsbereich gesucht, welche über mehr als nur zwei Seitentaschen und eine Brusttasche verfügt.
Die Triolet liefert zwei Seitentaschen, zwei Brusttaschen außen sowie eine Meshtasche auf der Innenseite, was für mich ausreicht, um Skipass, Handy und Portemonnaie wasserfest zu verstauen.
Verstellbarkeit:
Die Jacke verfügt über drei Gummizüge. Zwei verstellen dabei die Kapuze und einer den Jackensaum.
Besonders beim Gummizug am Jackensaum ist, dass die Gummizüge in den Seitentaschen enden, sodass ein Verstellen durch den Gummizug in der Jackentasche abläuft. Für Menschen mit Geduld und einer gewissen Feinmotorik ist ein einhändiges Verstellen bestimmt möglich. Ich benötige beide Hände.

Gummizug in der Jackentasche
Die Kapuze ist in ihrer Form an zwei Zügen anpassbar. Dabei wird die Kapuze an den Kopf herangezogen und um das Gesicht geschlossen.


Auf den Bildern sind die Zugmöglichkeiten für die Kapuze zu sehen.
Belüftung:
Unter den Armen befinden sich Belüftungsreißverschlüsse mit jeweils zwei Zippern wodurch ein ziemlich genaues anpassen des gewünschten Luftstroms möglich ist.
Auch mit Handschuhen sind die Zipper gut zu erreichen.

Abriebfestigkeit/ Langlebigkeit:
Zuallererst, ich schone die Jacke nicht ab. Wo ich durch will, muss die Jacke auch durch.
Durch Gestrüpp, an der Steinkante oder kopfüber rutschend den Hang runter.
Bis jetzt hält, die Jacke wind und regen dich.
Bei dauerhafter Nutzung lassen leichte Farbabriebe nicht verhindern und sicherlich verzeihen.
Auch das Innenmaterial ist mittlerweile leicht verfärbt, was dem ganzen jedoch keinen Abbruch tut.
Ich trage die Jacke auch häufig in Kombination mit einem vermutlich zu schweren Rucksack. Bis jetzt konnte, ich keinen Verschleiß feststellen, weder an den Schultern noch am Becken waren Materialeinbußen zu erkennen.
Auf anderen Plattformen wurde der Abrieb durch Rucksäcke bemängelt. Diese Feststellung hatte ich jedoch nicht.

Natürlich musste wieder viel mehr mit als eigentlich benötigt.
Wetterbeständigkeit:
Die Jacke ist mit einer Regensäule von 20.000 mm beworben. Ob es wirklich 20.000 sind, kann ich nicht sagen, aber dicht ist sie in jedem Fall. In Nordholland kamen wir in einen monsunartigen „Regenschauer“ welcher dafür sorgte, dass wir unser Boot mehrfach ausschöpfen mussten. Alles, was nicht von Regenjacke bedeckt war, konnte ausgewrungen werden.
An diesem Tag blieb der Fangerfolg leider wie so oft aus.
Auch starker Wind macht einem beim Skifahren nichts aus. Der eingebaute Recco-Reflektor wird dabei hoffentlich nie zum Einsatz kommen. Dessen Funktion kann daher nicht bewertet werden (Reflektor ist im Nacken angebracht).
Kapuze:
Leider ist die Kapuze für mich der Aspekt, der für den Sternabzug verantwortlich ist.
Ein für mich, und jeden der die Regenjacke aus diesem Grund braucht, ein essentieller Punkt.
Die Kapuze hält Regen und Wind stand, doch schließt beim Festzurren ziemlich genau am Gesicht ab. Durch die kurze Kapuzenverhärtung an der Kapuzenoberseite ist das Gesicht bei Dauerregen wenig geschützt. Für mich bietet sich daher eine Kombination mit einer Kappe an.
Deutlich besser gefällt mir beispielsweise die Kapuzenform an der Fjällräven Keb Eco Shell. Die Jacken sind beide im gleichen Preissegment angesiedelt, wobei die Patagonia etwas günstiger ausfällt.
Die Patagonia-Jacke mit der Fjällräven-Kapuze wäre sicherlich der Traumfall.
Fazit:
Bei der Patagonia Triolet handelt es sich um eine aus meinen Augen fast perfekte Regen/ Outdoorjacke. Durch das schlichte Design ist die Jacke für den Alltags sowie das Abenteuer gleichermaßen geeignet.
Fünf an der Jacke angebrachte Taschen ermöglichen das wasserfeste Verstauen von persönlichen Gegenständen im Gelände.
Die Jacke erfüllt die an sie gestellten Anforderungen mit Bravour, könnte jedoch im Bereich der Kapuze ein bisschen besser überdacht sein.