Das Fetzerl ist wie eine Armlehne. Du glaubst, du brauchst es nicht, bis du es einmal probiert hast!
VORTEILE
- wasserabweisend (bzw. schweißabweisend)
- multifunktional
- Öse zum Befestigen an Kleidung
- angenehm auf der Haut
- individuelle Schriftzüge möglich
- Privatproduktion aus Österreich
NACHTEILE
- nichts!
BEWERTUNG
In dieser Bewertung möchte ich euch gerne das „Fetzerl“ vorstellen – der Name ist Programm! Wenn ihr einmal in Rauries wandern seit, haltet Ausschau nach Andi Winkler, dem sympathischen Erfinder des Fetzerls. Und wenn ihr so wie wir Glück habt und ihn selbst außerhalb seines Territoriums in Vorarlberg trefft, erklärt er euch freudig und amüsant alles rund ums Fetzerl.
Pippo hat die Vorgeschichte des Fetzerls schon sehr nett beschrieben. Hier nochmal eine Kurzfassung: Nach einer anstrengenden Wanderung mit schwerem Rucksack kommt man am Gipfelkreuz an und möchte die Aussicht genießen. Aber schnell wird einem kalt, da die Kleidung vom Schweiß durchnässt ist. Ein zweites Leiberl hat man schnell eingepackt – aber keiner wechselt am Gipfel die Hose. Da ein nasser Hosenbund bei Kälte und Wind ziemlich unangenehm werden kann, hat Andi das Fetzerl entwickelt. Dieses steckt man sich ca. zu einem Drittel in den Hosenbund rein, der Rest liegt außen. Durch ein durchdachtes System mit 4 Lagen an hochwertigen Textilien und Funktionsmaterialien wird verhindert, dass Schweiß durchs Fetzerl durchgeht → die Hose bleibt also trocken.






Hier eine kurze Bildanleitung, wie man das Fetzerl trägt: Man stopft sich das den oberen Bereich in die Hose, der Rest bleibt draußen. Also ganz anwenderfreundlich! :) Wenn man nicht will, dass das Fetzerl sichtbar ist unterm Leiberl, kann man es auch einfach tiefer in die Hose reinstecken, sodass außen weniger sichtbar ist.



Dank dem Baumwollstoff (farbig) ist das Fetzerl sehr angenehm zu tragen. Nach ein paar Schirtten spürt man es kaum mehr – und damit man es daher nicht verliert, gibt es eine Öse in der rechten oberen Ecke. In diese kann man eine dünne Rebschnur fedeln und mittels Sackstich oder Karabiner das Fetzerl z.B. an einer Gürtelschlaufe befestigen. Ich habe leider feststellen müssen, dass ich keine Sporthose mit Gürtelhalterung besitze (bin eher der Legging-Typ), jedoch kann man die Rebschnur auch am Makerl hinten befestigen.





Das Fetzerl kann man nicht nur für Wanderungen nutzen, sondern für jede Sportart, bei der man viel schwitzt (z.B. beim Laufen) oder einen schweren Rucksack trägt (Skitouren). Sogar beim Radfahren ist es nützlich – um untere Bereiche vor kaltem Fahrtwind zu schützen ;)
Ich persönlich bin nicht die große Schwitzerin – das Fetzerl hat jedoch auf einer anderen Art und Weise mein Herz erobert. Und zwar nutze ich es als Sitzfläche. Ich bin jemand, der seine Jause gerne an etwas abgelegenere Orte (menschenfern) zu sich nimmt. Da gibt es üblicherweise nie Bänke oder andere Sitzmöglichkeiten. Daher wird’s oft der Boden, oder Steine am Fluss, (noch) feuchte dicke Äste etc...und damit ich im nassen Gras oder ähnlichem nicht nass werde bzw. mir kalt wird, verwende ich das Fetzerl! Es ist klein, leicht und schnell eingepackt. Außerdem ist das pink meines Fetzerls ein richtiger Hingucker. Seit ich es habe, kommt es also bei jedem Abenteuer mit!

Das Fetzerl gibt’s auch in verschiedenen Farben und man kann sich individuelle Schriftzüge darauf drucken lassen. Andi und seine Frau produzieren die Fetzerl bei sich zu Hause – somit ein regionales Produkt, wo man wirklich noch Einzelpersonen unterstützt! Deshalb finde ich den Preis von 34,90 € pro Fetzerl auch gar nicht schlimm.
Fazit:
Du denkst, du brauchst das Fetzerl nicht? Hab ich am anfang auch gedacht. Aber mittlerweile möchte ich es nicht mehr hergeben! Kleines Teil mit großer Wirkung :)
