Ein Fetzerl, das begeistert
VORTEILE
- 4 lagige Membran
- Schweiß absorbierend
- Öse zum Festmachen
- Verschiedene Farben
- Bestickungsmöglichkeiten
- vielfältige Einsatzmöglichkeiten
NACHTEILE
BEWERTUNG
Das Fetzerl
Kennst Du das...? Am Gipfel angekommen, trockenes Shirt angezogen, wenige Minuten später kommt das unangenehme Gefühl, wenn langsam die Feuchtigkeit vom Hosenbund erneut in dein frisches Shirt kriecht?

So wirbt der „Fetzerl-Andi“ für sein neu entwickeltes Produkt. Und wenn ich ehrlich bin: Ja, ich kenne das Gefühl. Wobei ich gestehen muss, dass es mich bislang nicht wirklich gestört hat, da normalerweise die Funktionskleidung binnen kürzester Zeit trocknet und ich meistens nach weiteren zehn Minuten Berglauf eh wieder nass bis. So war ich anfangs durchaus kritisch gegenüber dem Fetzerl hinsichtlich seiner Sinnhaftigkeit. Des Weiteren machte ich mir sorgen, dass bei Tragen eines Rucksackes sowie eines Gürtels es durch das Fetzerl bestimmt weitere neue Druck- und Scheuermöglichkeiten geben würde. Dazu jedoch später mehr.
So testete ich das Fetzerl äußerst argwöhnisch auf meinen ersten Wanderrunden. Zunächst muss man sich tatsächlich erst einmal an das Fetzerl gewöhnen. Da ist nicht der Tragekomfort gemeint, sondern die richtige Handhabung. Dafür gibt es bei dem Produkt eine vortreffliche Gebrauchsanweisung. Das Fetzerl darf nämlich auch nicht zu weit aus der Hose schauen, wie es aus werbetechnischen Gründen häufiger auf den Bilder zu sehen ist. Nein das Fetzerl sollte schon weit in die Unterhose geschoben werden. Denn hier soll es ja aktiv werden. Den Schweiß absorbieren und nach außen weiterleiten.

Dies funktioniert tatsächlich. Grund hierfür könnte die 4-Lagigkeit des Fetzerls sein.Man wirbt zudem mit der C Change Funktionsmembran. Wikipedia klärt uns darüber folgendermaßen auf:

C change is a waterproof and windproof temperature adaptive material developed and produced by Schoeller Textiles.
Naja winddicht an der Stelle des Körpers. Ich weiß ja nicht, ob das so gut ist ;)

Angenehm finde u.a. dass das Fetzerl in Österreich handgefertigt ist und nicht erst weite Wege aus Südostasien durchlaufen muss.
Beim Test beim Wandern in Baskenland durchlief das Fetzerl seinen absoluten Härtetest. Eine Woche Wandern bei unterschiedlichsten Bedingungen. Und tatsächlich beim ersten Gipfel, holte ich das Fetzerl heraus, ohne dass ich es während der ersten drei Stunden bemerkt hätte. Das Fetzerl zeigte sich nun 2 farbig, denn eindeutig war der Schweißrand zu erkennen. Und ein zweites tatsächlich: mein Hosenbund war trocken!

Nur wie geht es nach der Pause weiter. Das Fetzerl war noch nicht gänzlich getrocknet, so dass ich auf etwas unangenehme Art und Weise wieder in die Hose stecken musste. Ein Problem, dass wahrscheinlich nur durch eine längere Trockenpause umgangen werden kann.

Diese Schwierigkeit zeigte sich auch in den darauffolgenden Tagen. Positiv ist jedoch zu verzeichnen, dass das Fetzerl trotz ausbleibendem Waschen nur geringfügig roch.
Damit einem das Fetzerl nicht abhanden kommt, ist es mit einer kleinen Öse ausgestattet, durch welche man mit einer Rebschnur z.B. das Tuch an der Hose befestigen kann. Insbesondere beim Gang auf die Toilette könnte das Fetzerl sonst auf unglückliche Art und Weise das Weite suchen.

Das Fetzerl gibt es in etlichen Farben, so dass man es auch passend zu seinem Outdoor-Style aussuchen kann. Zudem kann man es sich noch besticken lassen. Eine nette Idee, z.B. als Geburtstagsgeschenk.

Auch als Sitzmöglichkeiten lässt sich das Fetzerl zweckentfremden, sofern man nicht über den Allergrößten verfügt.
