Ich geb meins nie mehr her!!!!
VORTEILE
- Made in Austria
- Verarbeitung
- Geniale Idee
- Hochwertige Materialien
- Leicht
- Packmass
NACHTEILE
- Verändert manchmal seine Position etwas
- kann unter Umständen verloren werden
BEWERTUNG
Die letzten Meter bis zum Gipfel sind endlich geschafft und triumphierend steht man neben dem Gipfelkreuz und freut sich über ein schönes Wandererlebnis! Doch nach kurzer Zeit wird’s meistens etwas kühl und man greift zum Wechselshirt aus dem Rucksack.
Das hilft schonmal, zumindest am Oberkörper, doch ich habe noch nie gesehen, dass jemand auch seine Unterhose am Gipfel tauscht, die ist ja eigentlich genauso durchgeschwitzt und der untere Rücken ab Hosenbund abwärts bleibt nass und kühlt dann relativ schnell aus. Mich hat das schon immer gestört, da ich sowieso Probleme mit meiner Lendenwirbelsäule habe aber was kann man schon tun außer auskühlen und dann wieder verspannt sein für die nächsten Tage?

Ein cleverer, outdoorbegeistertet Erfinder aus dem schönen Österreich hat sich darüber auch Gedanken gemacht und nach einigen Jahren Entwicklung dann die Lösung für das Problem in den Händen gehalten, das FETZERL!
Wir OutsideStories Produktscouts haben bei unserem letzten Treffen im Kleinwalsertal eine Produktpräsentation vom Erfinder Andy erhalten und auch ein extra für uns bedrucktes Testmuster!

Ich habe mein FETZERL jetzt ca. ein dreiviertel Jahr in Benutzung und muss sagen, ich bin nach wie vor begeistert davon! Die Idee ist einfach, aber genial!

Das Fetzerl ist ein mehrlagiges Stück Stoff, das in Österreich in Handarbeit hergestellt wird (Support the local! Das finde ich gut, wenn nicht alles aus Asien kommt..) Es besteht auf der einen Seite aus wasserdichtem SCHÖLLER Material, das ich persönlich von Skitourenbekleidung und Wanderklamotten kenne. Auf der anderen Seite besteht es aus einer Baumwollschicht.
Soweit, so gut, doch wie funktioniert das Fetzerl?

Das Fetzerl wird hinten in den Hosenbund gesteckt, und zwar so, dass die Baumwollseite zur Haut weist. Die SCHÖLLER-Seite zeigt nach außen, in Richtung Unterhose und Hose. Das Fetzerl wird dann soweit in die Hose gesteckt und glattgestrichen, dass man den herausstehenden Teil noch über den Hosenbund falten kann. Wenn dann Schweiß von oben, am Rücken herabläuft, wird so sichergestellt, dass die Unterhose und Hose trocken bleiben.
Hierzu gibt’s sogar ein Video vom Erfinder selbst:
https://www.fetzerl.at/anleitung-beschreibung/

Jetzt kann dann losgewandert, gejogged, geradelt, …. werden und der ganze Schweiß wird von der Baumwollseite aufgenommen. Bei der Rast, oder vorm Einkehrschwung wird das FETZERL dann ganz einfach aus der Hose gezogen und im Sommer zum Trocknen in die Sonne gelegt, oder einfach im Rucksack verstaut. Zuhause kann es dann ganz normal in die Waschmaschine.

Ich habe das Fetzerl am Anfang etwas skeptisch begutachtet, doch mittlerweile gehört es zu unserer Grundausstattung und hat uns beim Trekking in Norwegen, beim Wandern und auch beim Radfahren gute Dienste erwiesen!
Ich nehme es eigentlich immer mit, wenn ich weiß, dass wir längere Pausen machen auf Tour, egal um welche schweißtreibende Aktivität es sich handelt.

Weiterhin hat das Fetzerl sogar noch einige Zusatzfunktionen, man kann es auch nehmen, um sich bei der Rast auf die trockene SCHÖLLER Seite zu setzen, so hat man ein kleines Sitzkissen, das zwar nicht sehr viel Isoliert aber einen Stein etwas bequemer macht!
Wenn man mit Trägerhosen unterwegs ist beim Radfahren, kann man das Fetzerl bei der Abfahrt auch vorne in die Hose bzw. ins Trikot klemmen, dann bietet die Schöller Membran nochmal etwas Windschutz und verhindert Auskühlung, das habe ich bisher aber selbst noch nicht gemacht.

Gerade bei warmen Temperaturen war das Fetzerl immer relativ schnell wieder durchgetrocknet, sodass es danach wieder frisch einsatzbereit war.
Das einzige, was gefährlich ist, ist der Gang auf die Toilette, also wenn die Hose komplett runter muss, da sollte man sich bewusst sein, dass das Fetzerl rausfallen kann, ich habe aber immer dran gedacht bisher, toi toi toi!

Noch ein Wort zum Tragekomfort. Anfangs ist es etwas ungewöhnlich sich das Fetzerl in die Hose zu stopfen und es ist auch ein bisschen ein Gewurschtel aber mit etwas Übung kann es problemlos faltenfrei angebracht werden. Gerade beim Wandern mit schwerem Rucksack in Norwegen hatten wir keinerlei Druckstellen, da das Material sehr anschmiegsam ist.
Manchmal wandert es zwar ein bisschen hoch oder runter aber im Großen und Ganzen, bleibt es wo es ist, wir hatten also nie den Fall, dass es uns aus der Hose gekrabbelt wäre.

Die FETZERL gibt’s in viele verschiedenen Farben und können auch für Vereine oder Gruppen individuell bedruckt werden. Der Aufdruck auf meinem Fetzerl ist nach einem dreiviertel Jahr Einsatz immernoch wie neu, auch die Nähte sitzen alle nach wie vor! Quality Made in Austria sag ich da nur!

Das FETZERL ist so ein klassisches Ding, das man erst vermisst, nachdem man erfahren hat, dass es so etwas überhaupt gibt! Für mich ist es nach wie vor ein treuer Begleiter, dass mich nun auch in die Skitouren Saison begleitet und mir hilft trocken und warm zu bleiben!


Ich kann es uneingeschränkt empfehlen! Von mir gibt’s 5/5 Zelten! Der Preis erscheint vll erstmal etwas hoch mit ca. 35€ aber da es eine einmalige Anschaffung ist und vermutlich ewig hält finde ich es in Verbindung mit der Produktion in Österreich einen fairen Preis!
Danke fürs Fetzerl, Andy!!!