Der Schneeschuh hat ein schlankes Design und ist leicht
VORTEILE
- Leichte Schneeschuhe
- Schmales Design
NACHTEILE
- "Schwer" anzuziehen
- Magnetverschlüsse vereisen
- Keine Krallen nur Pins
BEWERTUNG
Normalerweise funktionieren Schneeschuhe, indem sie das Körpergewicht auf eine größere Fläche verteilen, um das Einsinken in tiefen Schnee verhindern. Leider war in diesem Winter die Schneedicke eher mau. Deshalb konnte ich nur bei geringer Auflage testen.


Die Schneeschuhe Evvo Nordee fallen besonders durch Ihr schlankes Design und das geringe Gewicht auf. Geliefert werden Sie in einer orangen Transporttasche mit Reißverschluss.
Das erste Testpaar musste ich leider gleich zurückschicken, da mir nach 5 Minuten Schneeschuhwandern der Fersenriemen senkrecht gerissen ist. Dadurch funktioniert das ganze Schnellverschlusssystem mit den Schnüren nicht mehr (Fidlock) nicht mehr. Ich kann nicht sagen, ob es an der Kälte oder am Material (Ermüdung oder vielleicht Härte des Materials) lag.


Der Hersteller hat mir ein neues Paar zur Verfügung gestellt.


Der Evvo Nordee lässt sich trotz der Fidlock Winch-Verschlusstechnik nicht mühelos anziehen. Obwohl ich bereits 2 Paar Schneeschuhe von verschiedenen Herstellern besitze, tat ich mich mit dem Nordee schwer. Beim Anziehen habe ich den Schneeschuh ein bisschen zusammengeschoben, das funktioniert recht gut.
Auch das Reinsteigen ist problemlos möglich. Ich habe darauf geachtet, dass die Schuhspitze vorne ganz anliegt. Wenn man nur an den Magnetverschlüssen dreht, dauert es gefühlt ewig, den Schuh gut im Schneeschuh zu fixieren. Deshalb habe ich die Seile mit der Hand schon etwas gespannt, dann die Magnetverschlüsse aufgesetzt und daran gedreht. Man kennt es von der Snowboardbindung.
Der Verschluss ist magnetisch, löst sich aber leicht, wenn man an einem Ast hängen bleibt.
Ein weiteres Problem des Magnetverschlusses entsteht, wenn Eis in die Vertiefung gelangt. Er hält dann nicht mehr und man muss das Eis mühsam rauspulen.
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Während des Laufens bin ich mehrere Male aus dem Schneeschuh geschlüpft, der Fersenriemen hat einfach nicht gehalten, wodurch ich natürlich auf den Fersenriemen getreten bin und die Stabilität beeinträchtigt wurde. Dies führte nicht nur zu Unterbrechungen beim Gehen, sondern auch zu einem unsicheren Gefühl auf schwierigem Terrain.

Die Steig-Pins der Schneeschuhe bieten unzureichenden Grip, da sie zu kurz sind. Beim Auf- und Abstieg auf dem Berg hatte ich dadurch kaum Halt und bin mehrfach weggerutscht (egal ob bergauf oder Berg runter), besonders auf härterem oder vereistem Untergrund.
Eine zuverlässige Traktion ist mir wichtig, um sicher und kontrolliert in steilem Gelände unterwegs zu sein. Ich erwarte, dass die Steigkrallen ausreichend lang und zackig sind, um sich wirksam in den Schnee oder das Eis zu graben. Eine verbesserte Konstruktion mit großen Zacken oder einer optimierten Platzierung der Krallen würde für mehr Halt im Schnee und Sicherheit sorgen. Ich möchte mich auch in schwerem Gelände zu 100 Prozent auf den Schuh verlassen können.





Eine Aufstiegshilfe bei Schneeschuhen ist äußerst angenehm, da sie den Druck auf die Waden reduziert und das Gehen in steilem Gelände erheblich erleichtert. Leider fehlt diese Funktion bei diesem Modell, was den Aufstieg anstrengender macht und die Beine schneller ermüden lässt. Was mich auch noch gestört hat, ist vorne an der Fußspitze die Öffnungen, dort hat sich der Schnee gesammelt und das Gehen erschwert.
Auffällig war, dass meine hinteren Hosenbeine bei nassem Schnee schnell durchnässt waren. Dies liegt an der großen Öffnung hinten am Schneeschuh, durch die Schnee „hochspritzen“. Für trockene Bedingungen mag dies weniger problematisch sein, doch bei nassem Schnee führt es schnell zu unangenehmer Nässe und Kälte, was den Spaß an längeren Touren deutlich reduziert.
Die Schneeschuhe eignen sich hauptsächlich für leichtes und mittleres Gelände, da sie in anspruchsvollen Bedingungen an ihre Grenzen stoßen. Das Anziehen erfordert etwas Übung , da das Verschlusssystem nicht einfach ist und eine präzise Anpassung notwendig macht. Zudem fehlt es an absoluter Verlässlichkeit – die Bindung kann sich lösen, und der Grip der Steigkrallen reicht nicht für steile oder vereiste Passagen aus. Auch die fehlende Aufstiegshilfe macht längere Touren anstrengender. Wer einfache Schneewanderungen plant, kann sie nutzen, doch für anspruchsvolleres Terrain sind stabilere und besser ausgestattete Modelle empfehlenswert. Nicht meine erste Wahl, aber ich gebe dem Schuh nächstes Jahr noch eine Chance.