Leckerer Riegel im preislichen Mittelsegment
VORTEILE
- kein bei Wärme flüchtiger Überzug
- angenehme Konsistenz
- erinnert an Apfelstrudel ;)
- gute schnelle Sättigung
NACHTEILE
- Palmöl enthalten
- Verpackungsmüll
- Formfaktor
BEWERTUNG
Als OUTSIDEstories ProduktScout bekam ich beim diesjährigen Testival im italienischen San Tomaso verschiedene Oatsnack Riegel zum Testen zur Verfügung gestellt. Aus den erhaltenen Riegeln sollte der bewertet werden, der mir ab besten geschmeckt hat. Bei mir fiel die Wahl auf den Vanille-Apfel-Zimt Riegel. Ich fand ihn echt lecker und es ist eine Kombination, die man sonst bei Müsliriegeln nicht so häufig findet. Nichtsdestotrotz fand ich andere Riegel auch sehr lecker.

Wer nun eine Auflistung der Zutaten und Zerlegung des Riegels in seine Bestandteile erwartet, ist bei meiner Bewertung leider falsch. Dazu lohnt es sich, einmal bei den Bewertungen anderer Produktscouts nachzuschauen, die sich in der Materie besser auskennen.

Der Vanille-Apfel-Zimt Riegel kommt im Gegensatz zu anderen Riegeln ohne eine Schoko- oder Karamell Glasur. Das hat den Vorteil, dass er, egal bei welcher Temperatur, immer gut „anfassbar“ ist. Auch eine längere Zeit im aufgewärmten Rucksack, oder einer Tasche machen ihm nichts aus und er hält seine Form.
Geschmacklich hat mich der Vanille-Apfel-Zimt Riegel stark an Apfelstrudel erinnert. Schon beim öffnen schlägt einem der Duft in die Nase. Natürlich ist der Geschmack hinterher nicht der gleiche - nichts geht über einen handgemachten Apfelstrudel!

Die Oatsnack Riegel bestehen zu einem Großteil immer aus Haferflocken. Bei diesem Riegel sind es 46%. Für Zusammenhalt und Geschmack sorgen dann die weiteren Zutaten. Da ich sowieso ein ziemlicher Fan von Müsli bin, das auch gerne viele Haferflocken beinhalten darf, habe ich damit kein Problem. Das ist natürlich Geschmackssache. Der Riegel hat aber eine angenehme Konsistenz, nicht zu trocken, dass es staubt, aber auch nicht zu weich. Es lassen sich Stücke abreisen, aber er bricht nicht, wie billige Discounter-Riegel.

Vergleichen möchte ich die Oatsnack Riegel einmal mit Clifbar Riegeln, die ich mir hin und wieder auch einmal gönne, weil ich sie einfach lecker finde. Als Belohnung beim Biken darf dann auch mal ein solcher „Premiumriegel“ sein. Die Clifbar Riegel kosten aber fast das Doppelte der Oatsnack Riegel und haben die gleiche Masse. Auch der Brennwert ist ungefähr gleich.
Die Sättigung habe ich bei beiden Riegeln gleich empfunden. Was mir an den Clifbars besser gefällt ist das Format. Die Oatsnack Riegel bauen recht dick auf und haben ein sehr kantiges Format. Die Clifbar Riegel hingegen sind flacher und länglicher, sodass man sie auch mal in einer Hosentasche transportieren kann.
Außerdem fällt immer wieder der Begriff Palmöl. Auch zu diesem Thema gibt es ein paar sehr interessante Erklärungen in anderen Bewertungen, die es sich einmal zu lesen lohnt! Dass es auch ohne Palmöl geht, zeigen die Clifbar Riegel (sofern man nicht zu den Nut-Butter-Filled Versionen greift).
Was mich generell bei Müsliriegeln stört und das ist egal, welcher Hersteller dahinter steckt, ist der Müllberg, den man damit immer mitschleppt. Jeder Riegel ist einzeln verpackt und diesen Müll trägt man natürlich immer mit sich, zudem eine leicht klebrige Verpackung, wenn man sie falsch geöffnet hat. Als Alternative sehe ich dabei gerade nur „eingetupperte“ selfmade Riegel (Rezepte solls wohl dazu geben). Ich denke das werde ich demnächst auch mal testen. Gerade finanziell wäre das deutlich angenehmer.

Fazit:
Leckerer Riegel, der im Müsliriegel Preissegment im Mittelfeld einzuordnen ist. Geschmack und Konsistenz passen.