Nahrhafter und energiespendender Sportlerriegel
VORTEILE
- handgemacht
- vegan
- natürliche Inhaltsstoffe
- vielseitig einsetzbar
- handlich
NACHTEILE
- in Plastik verpackt
- geschmacklich nicht ganz überzeugend
- Palmöl
BEWERTUNG
Im Test: der Energieriegel von EnergyOatSnack

Erster Eindruck
Der erste Eindruck des Riegels ist überwiegend positiv. Er ist mit seinen 65 g zwar durchaus schwer, lässt sich aber noch gut verstauen. Die Inhaltsstoffe sind gut leserlich aufgedruckt und auch die Nährwerte sind vorbildlich aufgeschlüsselt. Leider ist er in einer Plastikhülle verpackt, was einerseits schon für seine Klimabilanz nicht so schön ist und einen zudem bei Outdoorsportarten dazu zwingt, den Müll mit nach Hause zu transportieren (da ist ein Apfel doch praktischer).
Anwendungsbereich
An sich wurde der Riegel für Ausdauer- und Kraftsportsportler produziert. Allerdings ist der EnergyOatSnack auch eine wunderbare Alternative zum zuckerhaltigen Müsliriegel aus dem Supermarkt, für den kleinen Hunger in Alltag. Bestens geeignet ist er im jedem Fall zum Befüllen der Speicher vor dem Training. Durch die verwendeten Zutaten soll er seine Energie langsam und langanhaltend frei geben, was insbesondere bei Sportarten mit hoher Eigenbewegung wie Radfahren, Wandern, Skifahren, etc. sehr vorteilhaft ist. Denn neben den Muskeln benötigt auch das Nervensystem ausreichend Energie. Die Kombination aus kurz-, mittel- und langkettigen Kohlenhydraten, hochwertigem Eiweiß und Vitaminen machen den OatSnack zur idealen Langzeit-Energiequelle für alle Ausdauer-, Outdoor- und Extremsportler. Der Riegel kann dabei sowohl vor als auch während des Sports gegessen werden, um den Energiehaushalt (wieder) zu befüllen.
Inhaltsstoffe
Der Brazil Nut Riegel enthält mit 42% überwiegend HAFERFLOCKEN im Übrigen noch Invertflüssigzucker, Margarine (Palmöl, Rapsöl, Wasser, Salz, Emulgator E 471, Farbstoffe (Annatto, Kurkumin), Aroma), kakaohaltige Fettglasur (11%) (Zucker, Palmöl, Kakaopulver, Emulgator Sonnenblumenlecithine), PARANÜSSE (5%), Säureregulator Citronensäure. Schaut man sich die Auflistung so an, macht das, um ehrlich zu sein, keinen so besonders gesunden Eindruck. Zwar sind keine künstlichen Geschmacksverstärker verarbeitet und der Riegel ist (laut Hersteller) auch für Veganer geeignet, allerdings kann wohl nicht davon ausgegangen werden, dass man hier ein natürliches Produkt - wie man es auch selbst machen, oder ernten könnte - konsumiert. Zusätzlich sorgt das verarbeitete Palmöl wieder für ein schlechtes Gewissen, was den ökologischen Fußabdruck angeht.
Vergleicht man die Inhaltsstoffe mit anderen Energieriegeln ergibt sich folgende Bewertung:
- Energiegehalt: Überdurchschnittlich
- Proteingehalt: Wenig bis kein Protein
- Kohlenhydratgehalt: Überdurchschnittlich
- Zuckeranteil: Unterdurchschnittlich
- Fettgehalt: Durchschnittlich
- Natriumgehalt: Überdurchschnittlich
- Ballaststoffgehalt: Durchschnittlich
Nährwerte
pro 100g pro Riegel (65g)
Brennwert 1773 kJ (423 kcal) 1152 kJ (275 kcal)
Fett 16,5 g 10,7 g
davon gesättigte Fettsäuren 8,8 g 5,7 g
Kohlenhydrate 59,5 g 38,7 g
davon Zucker 28,2 g 18,3 g
Ballaststoffe 7,6 g 4,9 g
Eiweiß 5,8 g 3,8 g
Salz 0,4 g 0,26 g
Konsistenz
Was die Konsistenz des Riegels angeht, ist diese eher fest. Dies bezieht sich jedoch auf den unteren Teil des Riegels, der aus den Haferflocken und den Nüssen besteht. Die Kakaoglasur ist aufgrund des hohen Fettanteils eher weich und zudem anfällig für Sonne und warme Temperaturen. Der Riegel soll daher auch kühl und trocken gelagert werden, was sich auf manchen Expeditionen durchaus schwierig gestalten könnte.
Geschmackstest
So nun zum vielleicht wichtigsten: dem Geschmack. Ich finde man kann den Geschmack des Riegels am besten mit dem eines Schokomüslis vergleichen. Die Mischung aus den Haferflocken, Nüssen und dem Kakaoglasur lässt ihn dabei nicht trocken wirken. Allerdings muss man schon lange kauen, bevor man ihn runterschlucken kann, was für das eigene Sättigungsgefühl aber durchaus zuträglich ist. Als "Belohnungsriegel" bzw. als Süßigkeit, wie man etwa Mars, Snickers & Co. isst, ist der OatSnack aber eher enttäuschend. Dafür ist die Kakaoglasur nicht schokoladig genug und sind die Haferflocken nicht Süßigkeit genug. Nutzt man ihn aber tatsächlich im Extremsport, oder hat man generell einen sehr hohen Kalorien und Energiebedarf, dann man diesen mit dem Riegel hervorragend decken.
Fazit
Für mich persönlich ist der OatSnack kein absolut notwendiges Produkt. Schön finde ich, dass er mit der Hand hergestellt wird und für Veganer geeignet ist. Braucht man nun wirklich besonders viel Energie sind sie sicher auch eine tolle Alternative zu Proteinshakes, Gels oder Vergleichbarem. Aber ich bevorzuge es - vielleicht auch gerade als weniger Energie verbrauchende Frau - meinen Energiehaushalt mit tatsächlich natürlichen Produkten, wie Obst, Gemüse, Nüssen oder einfachen Getreideprodukten aufzutanken. Ich vergebe deshalb nur 3 Sterne.