Gewohnte Deuter Qualität zum Kampfpreis
VORTEILE
- Tragekomfort
- Rückenbelüftungssystem
- sehr lang geschnitten, verteilt Gewicht gut auf dem Rücken
- viele verschiedene Fächer
- Frontreisverschluss
- Preis/Leistung
NACHTEILE
- Halterung der Wanderstöcke könnte verbessert werden
BEWERTUNG

WAS STECKT HINTER DER MARKE DEUTER?
Ein echtes Augsburger Traditionsunternehmen, gegründet im Zeitalter der Industrialisierung im Jahre 1898 im Stadtteil Oberhausen, dessen erstes Tätigkeitsfeld die Belieferung der königlich-bayrischen Post mit Briefbeuteln und Säcken war. Bereits vor dem 1. Weltkrieg belieferte Deuter die kaiserlichen Truppen mit Zelten und Rucksäcken. Bereits in den 1930er Jahren wurden erstmals Himalaya-Expeditionen mit Deuter-Rucksäcken ausgestattet. Im Laufe seiner Geschichte stattete Deuter mehrmals Bergexpeditionen aus, unter anderem die Erstbesteigung des Nanga Parbat durch Hermann Buhl 1953. In zahlreichen Jahren als Expeditionsausstatter wurde Deuter zum Highend-Rucksack-Hersteller.

WARUM DEN DEUTER – FUTURA 26?
Den Futura 26 habe ich von Outside Stories auf dem diesjährigen Produktscout-Treffen im Kleinwalsertal bekommen und konnte ihn an diesem Wochenende bereits ausgiebig auf unseren Tagestouren testen. Aber ich muss auch dazu sagen, dass ich grundsätzlich gerne Produkte lokaler Unternehmen kaufe, die Deuter Zentrale ist quasi ums Eck, was den Rucksack sicher auch in die Auswahl genommen hätte, wenn ich mir selbst einen Daypack gesucht hätte. Da ich und meine Frau ein ganzes Sammelsurium an Deuter Rucksäcke aus den Bereichen Bike und Hike besitzen und bis dato noch von keinen enttäuscht gewesen waren. Dazu zählen die Kids Comfort 2 Kraxe, Deuter Race X (Bike-Rucksack), Deuter Attack 18 SL (Bike-Rucksack mit Rückenprotektor), XV 3 Daypack (Laptop-Rucksack für den Alltag), Compact EXP 10 SL (Bike-Rucksack), AC Area 28 SL (Dayback).

WAS BIETET ER?
Deuter hat den leichten und funktionellen Toploader für längere Tageswanderungen, Bergtouren oder Klettersteige konzipiert. Leer bringt der Futura 26SL 1400g auf die Waage. Er hat ein Volumen von 26 Litern (Wie im Namen bereits erwähnt) und hat eine Abmessung von: 62 x 28 x 20 cm (H x B x T). Erhältlich ist er in den Farben arctic-denim (siehe Fotos) und black. Das Material besteht aus Polyester (35%) und Polyamid (65%).

Durch das Aircomfort Netzrücken-System soll sich der Flüssigkeitsverlust um bis zu 25% reduzieren und somit die Ausdauer und Leistungsfähigkeit des Trägers verbessern, so der Hersteller. Zum Anpassen des Tragekomforts bietet der Futara 26 mehre Einstellmöglichkeiten für Schulter- und Brust-Gurte.




Das Rückennetz wird durch ein elastisches Rundprofilrahmen aus dauerelastischem Federstahl gehalten und überträgt die Last auf den Hüftgurt. Sehr praktisch ist der Reißverschluss-Zugang an der Vorderseite des Rucksacks mit dem sich der Inhalt im unteren Bereich des Rucksacks leicht erreichen lassen. Der breite und gutgepolsterte Hüftgurt trägt zum Tragekomfort bei.


Wie in fast jedem Deuter-Rucksack versteckt sich in einer kleinen Reisverschlusstasche auf der Unterseite ein kleines elastisches Raincover.


Der Rucksack verfügt über mehrere separate Taschen, dazu zählen 2 Netztaschen rechts und links außen, 2 Reisverschlusstaschen auf dem Hüftgurt für Kleinkram, welcher schnell erreichbar sein soll, eine große Fronttasche, jeweils eine Tasche an Deckel Innen- und Außenseite, sowie eine versteckte Tasche im Inneren für Wertgegenstände.





Der Futura 26 SL bietet auch eine integrierte Tasche im Inneren für eine Drinkblase bis 3 Liter, wie auch einen Ausgang an der Seite für deren Schlauch.


Praktisch ist auch ein Halte-System für Wanderstöcke an der Außenseite.

FUTURA 26 VS. AC Area 28 SL?

Als ich den Rucksack das erste Mal in den Händen hatte, hat er mich zunächst einmal an den AC Area 28 SL, welchen meine Frau zu Hause hat erinnert. Der Aufbau ist relativ ähnlich. Daher war mir vorher schon klar, dass mehr reingeht in das Ding, als es der erste Eindruck vermuten lässt.

Was mich etwas verwundert hat, ist das er, berücksichtig man die Tatsache das die Zahlen im Namen dem Fassungsvolumen entsprechen 2 Liter weniger haben müsste als der AC Area aber dennoch gut 10 cm länger ist. Ich bin bis jetzt nicht dahintergekommen wo sich hier die 2 Liter mehr auf weniger Platz verstecken sollen beim Area. Die beiden ähneln sich bis auf Details wirklich sehr, beide sind Toploader mit Frontzugang und Air Comfort Netzrücken-System.
Ein deutlicher Unterschied ist jedoch bei den Schulter- und Hüftgurten festzumachen. Der Futura hat deutlich besser gepolsterte und belüftete Gurte als der Area. Ebenso fehlt dem Area das große Fach an der Front. Beim Futura ist auch die Verarbeitung des Federstahls fortgeschrittener. Es wirkt nicht mehr so massiv und ist leichter biegbar was den Futura im Gesamteindruck nicht mehr so massiv und steif wirken lässt.

Es gibt aber tatsächlich einen Unterschied, welcher beim Area besser gelöst ist. Die Befestigung für die Gummizüge der Wanderstockhalterungen sind beim Area deutlich stabiler und verstärkt.

WIE MACHT SICH DER FUTURA 26 IM EINSATZ?
Mit seinen vielen Einstellmöglichkeiten liegt er perfekt auf dem Rücken auf. Auch vollbeladen sitzt er sehr gut und die bequemen Hüftgurte drücken nicht und übertragen das Gewicht so wie es sein soll. Auf die vielen Fächer lassen sich die notwendigsten Dinge gut verteilen und das Frontfach bewahrt einen vor dem Wühlen im Gepäck auf der Suche nach irgendetwas, dass man braucht. Was bekanntlich ja in der Regel ganz unten liegt.

Also ich den Rucksack bei einer Wanderung am Gardasee (Monte Baldo) bei gut 36° hat das Rückensystem genau das getan, was es soll. Ich war zwar recht verschwitzt an dem Tag. Aber am Rücken auch nicht mehr als am restlichen Körper. Sehr praktisch fand ich auch, dass man zwischen Rückennetz und Rucksack ein kaltes Getränkt klemmen kann was zusätzlich noch für eine schöne Abkühlung am Rucksack sorgt.
Für Tagestouren ist das Packmass ideal und es sorgt auch dafür, dass man wirklich nicht mehr einpackt als unbedingt nötig. Ich neige leider gerne dazu allerlei Dinge für jede nur erdenkliche Wetterlage mitzunehmen und somit schnell mal deutlich mehr rumschleppe als notwendig. Das ist zwar gut für’s Training, aber man verflucht sich dann auch gerne selbst mal, wenn das Gewicht anfängt zu stören.
FAZIT?
Gewohnte Deuter-Qualität zum guten Preis. Für mich 5 Zelte.