Super Daypack mit vielen Features
VORTEILE
- Sinnvolle Fachaufteilung
- Voll einstellbar
- komfortabel zu tragen
- gutes Belüftungssystem
- Raincover
- Kompressionsriemen
NACHTEILE
- drückt etwas im Schulterbereich bei viel Zuladung
- Hüfttaschen scheuern am Unterarm
BEWERTUNG
Auf dem OutsideStories ProduktScout-Meeting im Kleinwalsertal, gab es neben jeder Menge Spaß auch neue Testartikel, wie auch den Tagesrucksack Deuter Futura 26.



Es handelt sich, wie der Name schon sagt, um einen Daypack mit 26l Fassungsvermögen der für Wanderungen, Bergtouren und Klettersteige empfohlen wird.
Deuter betont auch den Komfortaspekt und empfiehlt ca. 8kg als maximales Gesamtgewicht, ob sich das bewahrheitet werde ich im Folgenden berichten.

Für 26 Litern Fassungsvermögen würde ich den Deuter mit 1400g (Herstellerangabe / 1430g nachgewogen) als normalgewichtig einstufen. Dafür kommt er aber mit üppig gepolstertem Tragesystem und gutem Rückenbelüftungssystem daher. Außerdem ist er mit Taschen und sinnvollen Features gespickt. Auch eine Stockhalterung muss man nicht missen, zusätzlich finden sich noch diverse Ösen, um Sachen mit Karabinern zu befestigen.

Der Rucksack ist als klassischer Toploader aufgebaut, kann aber auch über die Vorderseite fast komplett geöffnet werden, was das heraussuchen einzelner Gegenstände natürlich leichter macht, als immer alles von oben zu durchwühlen. Des Weiteren findet sich im Topteil eine von außen zugängliche Reißverschlusstasche, die mir immer als Stauraum für meine Sony Alpha6000 Systemkamera gedient hat. Auch von der Innenseite gibt es hier noch eine weitere Reißverschlusstasche für Wertsachen, Schlüssel und Reisedokumente. Im geräumigen Hauptfach gibt es ein abgeteiltes Fach für die Trinkblase. Dieses ist wasserdicht, falls doch einmal etwas auslaufen sollte oder verschwitzte Wechselklamotten oder Badesachen verstaut werden müssen. Frontal vorne findet sich nochmal ein großes Netzfach auf dem Rucksack, das schnellen Zugriff auf z.B. eine Regenjacke ermöglicht, ich habe hier z.B. beim Trecking den Footprint unseres Zeltes und die erdigen Heringe transportiert. Links und rechts am Rucksack finden sich außerdem elastische Netztaschen für Trinkflaschen/ Stirnlampe/ Wanderführer etc…

Wer jetzt immernoch zusätzlichen Stauraum benötigt, bekommt als Bonus auch noch zwei geräumige Taschen auf den Hüftflossen. Hier habe ich meist Taschentücher, Müsliriegel oder Energiegel transportiert.
Das Aircomfort - Tragesystem funktioniert bei mir relativ gut, so dass die Netzfläche guten Kontakt zum Rücken hält, durch das offene Design ist der Rücken dennoch zu jeder Zeit gut belüftet und jede kleine Windböe bringt angenehme Abkühlung. Bei kalten Temperaturen, bei denen ein einfacheres Tragesystem den Rücken komplett bedeckt und warmhält, wird es hier dann natürlich eher frisch am Rücken. Aber wer weniger nassgeschwitzt ist, dem wird auch weniger schnell kalt. Cool wäre eine Lösung zum Umschalten von Vollkontakt auf maximale Belüftung.

Von der Stabilität her ist der Rucksack sehr gut, alle Riemen können eingestellt werden, der Rucksack kann komprimiert werden, so dass nichts mehr wackelt oder baumelt.
Kurzzeitig hat irgendetwas am Rucksack angefangen zu quietschen, dies hat sich aber nach einer Stunde wieder gelegt.
Der Härtetest für den Rucksack war eine Treckingtour mit ca. 8-10kg Gesamtgewicht mit 3l Trinkblase, Zelt, Footprint, Schlafsack, Nahrung, Isomatte, Regenjacke, Stirnlampe, … auf eine Strecke von ca. 35km.


Der Rucksack hat sich hierbei sehr angenehm tragen lassen, nur die Polsterung an den Schultergurten wirft bei mir ein paar Falten, sodass dies dann etwas unangenehm war auf Dauer. Den Hüftgurt habe ich als sehr komfortabel empfunden und auch dass der Rucksack stabil am Rücken sitzt.
Des Weiteren habe ich den Rucksack für mehrere Tagestouren mit weniger Gepäck genutzt, um zum Bouldern in den nahegelegenen Wald zu radeln (auch mit Rad Helm stört der Rucksack nicht auf dem Mountainbike, da der Rucksack nicht so hoch aufbaut) oder auch einfach so zum Einkaufen.


Was mir nicht so gefallen hat, ist dass die Taschen auf den Flossen so groß ausgelegt sind bzw. aufbauen, dass meine Unterarme immer angestreift sind, sodass ich dann nach der Tagestour etwas wundgescheuert war.
Die Taschen müssten vll etwas flacher aber gestreckter sein, oder weiter vorne oder hinten angeordnet sein, damit dieses Scheuern vermieden werden kann.
Unsere Treckingtour wurde von konstantem leichten Regen begleitet, hier hat das wasserabweisende Außenmaterial vollkommen gereicht. Wenn es mehr geregnet hätte, hätten wir noch auf das Raincover zurückgreifen können. Ich finde so ein Cover immer gut, zur Not kann man sich auf mal draufsetzen oder den Rucksack vor dem Morgentau schützen. Beim abendlichen Sitzen vorm Zelt Diente der Deuter auch als Hocker, auch hier bei der zweckentfremdeten Nutzung zeigte er keinerlei Schwachstellen.

Nach Ablauf der Testphase kann ich noch keinen Verscheiß erkennen.
Für 129€ UVP finde ich den Futura sehr gelungen und durchdacht designed. Einzig die Falten am Schulterfutter und die Seitentaschen auf den Hüftflossen kosten Ihn die volle Punktzahl.
Alles in alles ein sehr guter Daypack mit vielen sinnvollen Features, der sich gut als Begleiter für so manches Microadventure macht, 4/5 Zelten gibt’s von mir!
