Überragender MTB-Helm
VORTEILE
- Hervorragender Schutz dank Mips-System
- FIdlock-Verschluss zum einfachen und schneller Öffnen
- Cooles und edles Aussehen
- Gute Belüftung
- Verstellbares Visier
- Adapter Möglichkeiten für Licht und Kamera
NACHTEILE
- Kein Leichtgewicht
- Kinngurt-Gummi unbrauchbar
BEWERTUNG
Cube Strover TM
Der Cube Strover Helm ist ein MTB Enduro Helm, welcher für den maximalen Fahrspaß und die maximale Sicherheit konzipiert worden ist.

Enduro ist eine Disziplin des Mountainbikens, die technisch anspruchsvolle Abfahrten und längere Anstiege umfasst. Die Helme für Enduro-Fahrer sind so konzipiert, dass sie den Anforderungen dieser Art des Radfahrens gerecht werden sollen.
Der Strover wurde mir dankenswerter Weise von Cube und Outside-Stories zum Testen auf einem Alpencross von 7 Tagen mit dem Mountainbike zur Verfügung gestellt.


Neben ein paar Facts möchte ich daher auch auf meinen ganz persönlichen Eindruck vom Strover zu sprechen kommen.
Facts:
Größen: S (49-55) - M (52-57) - L (57-62)
Farben:





Dann kommt auch schon der wichtigste Aspekt, nämlich der Schutz.

Schutz: Das absolut Wichtigste. Hier dürfen keine Abstriche gemacht werden. So bietet der Strover einen erhöhten Schutz für den Kopf im Vergleich zu herkömmlichen Fahrradhelmen, indem er mit der MIPS-Technologie ausgestattet ist.
Das MIPS-System besteht aus einer dünnen Schicht, die zwischen dem Helm und dem Kopf, also Innen- und Außenschicht, liegt. Diese Schicht, die ca. 10-15 mm dick ist, besteht aus einer Art Gleitmaterial und ermöglicht es dem Helm, sich in Bezug auf den Kopf des Trägers zu drehen.
Bei einem seitlichen Aufprall oder Sturz kann das MIPS-System dazu beitragen, die Rotationskräfte zu absorbieren und zu reduzieren, die auf den Kopf einwirken. Es soll dabei helfen, das Risiko von Verletzungen, insbesondere im Bereich des Gehirns, zu verringern. Die meisten Helme sind, sofern sie die MIPS-Technologie inne haben, mit einem kleinen gelben Aufkleber markiert.

Das Konzept hinter dem MIPS-System basiert auf Studien, die gezeigt haben, dass Rotationskräfte bei Kopfverletzungen eine wichtige Rolle spielen können. Durch die Einführung des MIPS-Systems in Helme soll das Verletzungsrisiko weiter reduziert werden.
Des Weiteren wird durch die tiefgezogenere Heckpartie und das CUBE Natural Fit System, einem System zusammengesetzt aus Design, Anatomie und Funktion, der Sicherheit Rechnung getragen.

Belüftung: Natürlich ist auch die Belüftung enorm wichtig: Da man oft längere und anstrengende Anstiege bewältigen muss, sollten die Helme über eine gute Belüftung verfügen, um eine effektive Kühlung zu gewährleisten und den Fahrern bei intensiven Aktivitäten einen angenehmen Luftstrom zu bieten. Dafür sorgt einerseits die Coolmax Polsterung, andererseits 14 große Ventilationskanäle.
Visier: Praktisch ist beim Strover auch das einfach zu verstellende Visier. Hier kann man je nach Witterungslage schnell seinem eigenen Bedürfnis nachkommen. So war ich bei einsetzendem Regen immer froh, wenn ich das Visier runterklappen konnte. Aber auch bei starker Sonneneinstrahlung bot mir das Visier ein wenig Schutz. Ebenfalls bei herumfliegenden Schmutz oder auch Insekten. Auch würde eine Goggle noch perfekt Platz finden, wenn das Visier hochgeklappt wird. Da ich jedoch immer nur mit normaler Radbrille fahre, habe ich dazu keine Erfahrungswerte. Schließlich ließe sich das Visier auch vollständig abnehmen.


Größe:
Von der Passform her muss natürlich jeder selbst den für ihn passenden Helm finden. Ich erinnere mich so an die Auswahl meines Skihelms, wo ich sicherlich 5-6 verschiedene Marken ausprobiert hatte.
Beim Fahrradhelm ist es sicherlich ähnlich, jedoch habe ich noch ein wenig mehr Verstellmöglichkeiten als bei einem Skihelm. Meistens habe ich eine ungefähre Helmgröße von 58. Den Strover gibt es in 3 verschiedenen Größen, was schon einmal ein Vorteil ist, da einige Hersteller auch nur in 2 unterschiedlichen Größen ihre Helme anbieten.
So gibt es den Strover in der Größe S ( 49-55) , M (52-57) und L (57 – 62). Wenn ich die Auswahl gehabt hätte, hätte ich vielleicht sogar den etwas kleineren Helm genommen, da der Strover meines Erachtens doch recht groß ausfällt. Da ich aber meist noch ein Stirnband, Schweißband oder im Winter eine dünne Mütze unter dem Helm trage, passte der Strover gut, sofern ich die Einstellungen am Rädchen und die hinteren inneren Helmverstrebungen etwas nach unten ausgerichtet habe.
Beim Downhill habe ich dann meistens noch einmal das Rädchen etwas fester angedreht, damit bei Erschütterungen der Helm nicht nach vorne in die Stirn rutscht und die Sicht versperrt. Das Verstellen geht ebenfalls mit einer Hand dank des SILC 180+ Fit Systems.

Highlights:
Fidlock-Verschluss: Ein Highlight auf Tour war auf jeden Fall der magnetische Fidlock-Verschluss, mit dem sich der Kinnverschluss des Helmes mittels eines Magnets sogar mit einer Hand verschließen lässt. Das ist zwar keine Weltneuheit und gab es bereits, aber mir gefällt es gut und ich weiß es aufgrund der Schnelligkeit zu schätzen.
Das einzige, was hier unvorteilhaft gelöst worden ist, ist das Einfangen des überschüssigen Verschlussbandes. Hier ist einfach nur ein einfaches billiges dünnes Gummi verwendet worden und ist von mir mit einem stärkeren dickeren Gummi von einem anderen Helm ausgetauscht worden.


X-Adapter: Ebenfalls finde ich es äußerst praktisch, dass man mit einem integrierten X Adapter seine Action-Cam schnell und einfach auf dem Helm platzieren kann. SO hat man nicht einen nervigen Aufkleber auf seinen Helm, sondern kann mittels einer einfachen Drehung einen Adapter auf seinen Helm setzen.





Dieser Adapter ist für ca. 10-15 Euro online zu erwerben. Leider ist mein Adapter 2 Tage zu spät gekommen, so dass ich ihn nicht mehr auf meiner Reise verwenden konnte. Einen weiteren X Adapter findet sich am unteren unteren Ende des Helms, wo sich dann schließlich eine Lampe befestigen lässt.


Robustheit: Weiterhin lässt sich noch positiv erwähnen, dass der Helm selbst nach 10 Tagen intensivsten Einsatzes auf einem Alpcross keinerlei Kratzer aufweist. Das ist für mich ziemliches Neuland. Meistens schaffe ich es nämlich, direkt am ersten Tag schon einen schönen Kratzer irgendwo reinzuziehen. Die weiße Farbe ist hier aber wirklich hervorragend verarbeitet und das matte Finish des Helms lassen diesen recht edel wirken, so dass ich mich auch „modisch“ mit dem Helm gut aufgehoben gefühlt habe.



Einziger Nachteil zu meinem bisherigen Helm: er ist ein wenig schwerer. Mit dieser Gewichtszunahme kommt aber auch ein Zusatz von Sicherheit und Komfort hinzu, so dass ich das Gewicht noch völlig ok finde.
Fazit: Für mich bringt der Strover alles mit, was ich zum Mountainbiken brauche: Einen absolut hochwertigen Schutz, durchdachte Funktionen, die dem Biker auch weiterbringen und ein lässiges aber durchaus noch edles Aussehen. Daher für mich eine klare Kaufempfehlung.
