Leckere und gesunde Alternative zur Standard-Pasta
VORTEILE
- Schmeckt gut
- Konsistenz
- Zubereitung klassisch
- BIO
- bekömmlich
- sättigt ohne Suppenkoma
NACHTEILE
- Verpackung schlecht wiederverschließbar
- Farbe etwas gräulich
BEWERTUNG
Essbare Produkte zum Testen gabs schon länger nicht mehr von Outside-Stories, aber dafür kams dann Dicke! Gleich ein komplettes Packet mit Nudeln aus dem Hause CMP ist eingetroffen – ja ganz recht, CMP! Auch ich kenne die Marke ausschließlich als Bekleidungsmarke, bisher zumindest.
Enthalten sind ganze 2kg Penne und 2kg Fusilli, das klingt nach Pasta Party!

Dass CMP auch Nudeln anbietet, hat etwas damit zu tun, dass die Marke der (durchaus richtigen) Meinung ist, das zu einem sportlichen Lebensstil auch gesunde Ernährung gehört. Also hat der italienische Bekleidungshersteller seine Produktpalette erweitert und bietet nun regionale Bio-Produkte (Pasta, Öle, Sugos, …) über seine Fit&Taste-Range an: http://www.cmpfood.it/de/
Schade ist, dass die dt. Homepage auch auf Italienisch ist, aber ich glaube, man kann sich trotzdem gut einen Überblick verschaffen.
Inhaltsstoffe
Vergleicht man die Inhaltsstoffe mit normalen Hartweizen-Penne, so stellt man einen hauptsächlichen Unterschied fest: dass die CMP Nudeln 5,6g Ballaststoffe pro 100 g haben. Im Vgl. zu 3g bei den Normalo-Nudeln in etwa doppelt so viel. Der Kohlenhydratanteil liegt bei CMP mit 63g niedriger als bei 75g bei den Normalo-Nudeln, wobei hier nicht genau klar ist, wieviel von welchen Kohlenhydratarten enthalten sind. Eiweiß, ein weiterer wichtiger Faktor für die Regeneration, findet sich mit 18g bei CMP auch mehr als bei den Otto-Normal-Nudeln mit 12g.
Hier die CMP Nudeln:

Zum Vergleich die Normalen Nudeln aus dem Discounter:

Verpackung
Die Verpackung fühlt sich auf den ersten Blick etwas wie Backpapier an, ist aber trotzdem Plastik. Evtl. hätte sich hier ja für Bio Nudeln auch eine andere Verpackung wählen lassen, was dann noch besser zum Image gepasst hätte. Die Verpackung lässt sich normal aufreißen, reißt dabei aber auch schon mal ungewünscht seitlich auf. Des Weiteren befindet sich ein Klebestreifen an der Packung, mit dem das Päckchen wieder verschlossen werden kann, dies funktionierte für mich leider nicht so besonders gut, oft ging die Packung von alleine wieder auf.

Daher habe ich es meist verklebt und dann die Packung auf die Klebestelle gelegt, dann hat es größtenteils funktioniert.
Optik
Beide Sorten kommen in gewohnter Form daher, und sind in der Farbgebung weniger gelblich als normale Hartweizen-Nudeln, sondern eher etwas braun-gräulich, sodass sie eher an Vollkornnudeln erinnern. Auch beim Kochen ändert sich nichts an der Farbgebung, was zu einem etwas grauen Anblick auf dem Teller führt, so wie man es von klassischen Vollkornnudeln auch kennt.

Kochen
Die Nudeln lassen sich wie gewohnt in reichlich Salzwasser kochen und die Kochzeitangabe hat für mich gepasst, auch wenn ich persönlich beim Kochen nicht auf die Uhr schaue, sondern eher probiere, und nach Bissgefühl entscheide, wann ich die Nudeln herausnehme. Manchmal nehme ich sie auch früher aus dem Wasser und lasse sie dafür noch länger in der Sauce ziehen, nachdem ich alles durchgeschwenkt habe. Beide Garverfahren führen wie bei normalen Nudeln zum Erfolg. Da die Nudeln etwas fester sind, als einfache Hartweizen-Nudeln, lässt sich der al dente-Effekt etwas leichter treffen. Dafür finde ich, kühlen die Nudeln schneller ab, als klassische Hartweizen-Nudeln, sodass der Teller oft kalt ist, bevor ich aufgegessen habe.

Geschmack
Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, aber mir persönlich schmecken beide Varianten sehr gut. Sie sind von der Konsistenz etwas gröber, als Hartweizen-Nudeln, aber lange nicht so grob und mehlig, wie manche Vollkornnudeln, die im Mund immer mehr werden anstatt weniger. Die Linsen kann ich etwas herausschmecken, aber im Großen und Ganzen ist der Geschmack eher klassisch nudelig mit sehr dezenten anderen Geschmacksnoten.

Sättigung
Die Nudeln sättigen etwas mehr, als die 0815-Nudeln, auch wenn sie minimal weniger Kalorien/100g haben. Auch wenn die Sättigungswirkung früher einsetzte, hatte ich nie das Gefühl, mich überfressen zu haben, was bei normaler Pasta gerne mal passiert. Das empfand ich als den Haupt-Unterschied zu den normalen Nudeln und auch als den Haupt-Vorteil. Nach dem Essen konnte also auch schneller wieder Sport gemacht werden, was natürlich perfekt ist! Auch das Mittagsloch empfand ich als deutlich weniger tief, als gewohnt. Das kommt wohl von dem niedrigeren Glykämischen Index, der auch seitlich auf der Packung erwähnt wird.

Wirkung
Abgesehen von der besseren Verdaulichkeit konnte ich jetzt keine Leistungssteigerung oder schnellere Regeneration spüren. Wer hier also eine Wunderwaffe erwartet, wird vermutlich enttäuscht.
Preis
Im CMP Food online-Store gibt’s die 500g Packung für 3,99€. Das ist in etwa 3-4x so viel, wie bei normalen Hartweizen-Nudeln und nicht ganz doppelt so viel wie bei Dinkel-Vollkornnudeln von z.B. Alnatura.

Fazit:
Ich persönlich finde die Nudeln lecker und als kleine Variation zur klassischen Hartweizen-Nudel sehr gelungen. Im Vergleich zu Vollkornnudeln schmeckt mir die CMP Nudel sogar deutlich besser!
Leistungssteigerung hin oder her, zumindest in Sachen Völlegefühl hat die CMP Pasta ihre Vorteile!
Ich würde jetzt nicht zwingend nur noch diese Nudeln essen wollen, aber ab und an als Variation oder vor dem Sport, wenn ich nach dem Essen nicht wirklich lange Pause machen kann, würde ich die CMP Pasta der Klassischen vorziehen.
Der Preis mit 4€ ist schon relativ hoch, aber BIO kostet ja bekanntlich immer mehr. Dafür weiß man dann auch was drinnen ist!
Der Preis und die Verpackung kosten den Nudeln ein Zelt, sodass sie von mir 4/5 Zelte erhalten.
Zum Schluss noch ein Funfact:
Die Nudeln sind sogar Weltkulturerbe seit 2010, Sachen gibt’s!
