Chunky Chalk - dein Chalk für "Wenn's mal länger geht"!
VORTEILE
- qualitativ
- trocknet gut
- fester Grip
- immer dabei
NACHTEILE
BEWERTUNG
Liebe Outdoorfreunde,

Ich darf euch heute von der Firma CAMP einen Kalk (Chunky Chalk) vorstellen.
Zuerst mal ein paar allgemeine Worte zu Kalk.
Wozu nimmt man Kalk? Er trocknet die Hände – und wie man sich gut vorstellen kann, mit feuchten Händen rutscht man am Fels herum wohingegen man mit trocknen entsprechend gut Halt findet. Aber das ist euch nicht neu. Ein Detail was mir aufgefallen ist, mit Kalk (auch wenn es mal zu viel ist) hält die Hand immer richtig gut im Griff – vor allen wenn man es mit bröseliger, trockner Erde vergleicht (die Outdoor immer wieder mal vorkommen kann). Das heißt: nicht jedes trockene, bröselige Zeug hilft beim Klettern, Kalk ganz offensichtlich eindeutig schon.
Da immer wieder von „Kalk“ gesprochen wird: Rein chemisch ist es kein Kalk, da Kalk als Basis Calcium hat. Dieses Produkt (so wie alle Kletter- “Kalke“) ist jedoch Magnesium basierend und ist meist kein Carbonat (der zweite Teil von Kalk) sondern ein Oxid. Es entsteht bei der Verbrennung von Magnesium mit Sauerstoff.
Hier möchte ich gleich einhaken: Wenn man einen Stoff verbrennt, sind die Überreste meist sehr fein. Man denke da einmal an Asche bei einem Holzfeuer oder die Asche nach dem Grillen. Dieser Kalk hat nun schon im Namen einen Hinweis, was ihn besonders macht – Chunky, auf Englisch „bröckelig“, weist uns darauf hin, dass er nicht ganz fein gemahlen ist, sondern auch mal größere Brocken davon vorkommen.
Dadurch bleibt der Kalk sehr angenehm lange auf den Händen kleben. Die größeren Brocken zerlegen sich in immer feineren Kalk und wergen schließlich an den Felsen verloren.
Ich finde, aus meiner persönlichen Erfahrung mit diesem Kalk, dass er auch einen etwas besseren Grip gegenüber von feinen Kalken hat, aber das ist nur meine subjektive Meinung.
Laut dem Hersteller (CAMP), ist er die richtige Wahl für Mehrseillängen und „den täglichen Gebrauch“.
Ich deute diese Aussage so, dass er optimiert ist für Mehrseillängen, aber nicht so spezialisiert gemacht wurde, dass er nicht auch für viel anderes Klettervergnügen genommen werden kann. Also quasi der Allrounder mit Haupteinsatz in langen Routen – klingt doch perfekt finde ich.
Was mir auch noch aufgefallen ist, durch seine Chunky-Form ist er anders (angenehm) zu verteilen auf der Hand. Das etwas „rauere“ Feeling fühlt sich vertrauenserweckend an.
Der Halt am Felsen ist top, aber das wird von einem Kalk schließlich erwartet – Erwartung eindeutig erfüllt. Ebenso die Eigenschaft Feuchtigkeit in Form von Scheiß zu absorbieren, erfüllt er absolut zuverlässig. Ich schwitze recht viel, vor allem an heißen Tagen, und mit dem Kalk waren die Hände immer und recht lange nach dem Greifen staubtrocken.
Ist Chalk schlecht für die Umwelt?
Ein Einwand der Kritiker ist: Chalk macht den Fels kaputt und sei unansehnlich, besonders in Sandsteingebieten mit ihren dunklen Gesteinen. Der DAV ließ zur Überprüfung dieser Vorwürfe 1985 ein Gutachten erstellen, welches zu dem Schluss kam, dass Chalk im Kalkstein sogar den Felsen schont, weil es den sauren Handschweiß neutralisiert. Karsthöhlen (auch die größten mit vielen 100erten KM Länge) entstehen durch saures Zersetzen des Kalks, gut zu wissen also, dass wir mit Chalk den Felsen ein wenig schützen. Im Sandstein jedoch verschließt Chalk die Poren, so dass die Griffe eher rutschiger werden. Ein gründliches Reinigen der Griffe mit einer Bürste nach dem Chalkeinsatz wurde deshalb empfohlen – leider bei einer Mehrseillänge schwer zu realisieren, dennoch sehr gut zu wissen!
Für 450 Gramm Chunky Chalk zahlt man 13€, ein fairer Preis würde ich sagen.